Sport

Iran stellt zehn Bedingungen für Teilnahme seiner Fußball-Nationalmannschaft an der WM in den USA

27.03.2026, Türkei, Antalya: Iranische Spieler posieren für einen Fotografen neben Schultaschen, die Kinder symbolisieren, die angeblich bei einem Angriff auf eine Schule in Minab getötet wurde. Foto: Riza Ozel/AP/dpa

AKTUALISIERT – Die Teilnahme des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht trotz sportlicher Qualifikation weiter unter politischen Vorzeichen. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der iranische Fußballverband der FIFA einen Katalog mit zehn Bedingungen beziehungsweise Garantien übermittelt, die vor dem Turnier erfüllt werden sollen.

Hintergrund sind die angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten, die gemeinsam mit Kanada und Mexiko Gastgeber der WM 2026 sind. Der Iran trifft in der Gruppenphase auf Belgien, Ägypten und Neuseeland.

Im Mittelpunkt der iranischen Forderungen stehen Sicherheits- und Einreisegarantien für Spieler, Betreuer, Funktionäre und Fans. Teheran verlangt unter anderem eine reibungslose Visa-Erteilung, diplomatische Sonderregelungen für die Delegation sowie Zusicherungen, dass es keine kurzfristigen Einreiseverbote oder politischen Einschränkungen geben werde.

31.03.2026, Türkei, Antalya: Iranische Spieler singen vor dem Spiel die Nationalhymne und halten Bilder von Kindern, die bei einem Angriff der USA und Israels auf den Iran getötet worden sein sollen. Foto: Riza Ozel/AP/dpa

Darüber hinaus fordert der iranische Verband Respekt gegenüber Nationalflagge und Hymne sowie Schutz vor politischen Demonstrationen und Provokationen in den Stadien.

Besonders sensibel ist aus iranischer Sicht die Austragung von Spielen auf US-amerikanischem Boden. Medien zufolge soll Teheran vorgeschlagen haben, möglichst alle Vorrundenspiele in Mexiko auszutragen, um politische Spannungen zu vermeiden. Die FIFA hat diesen Wunsch bislang jedoch nicht offiziell aufgegriffen. Der Weltverband betont weiterhin, dass der Iran regulär am Turnier teilnehmen soll.

Für zusätzliche Unruhe sorgten zuletzt Äußerungen aus den USA zur Sicherheit iranischer Teilnehmer. Beobachter sehen darin einen weiteren Beleg dafür, dass die WM 2026 nicht nur ein sportliches Großereignis, sondern auch ein diplomatischer Balanceakt werden könnte.

Die vollständige Liste der angeblichen zehn Bedingungen wurde bisher nicht veröffentlicht. Bekannt ist jedoch, dass der Iran vor allem Garantien für Sicherheit, Bewegungsfreiheit und politische Neutralität verlangt. Trotz der Debatte gilt derzeit weiterhin als wahrscheinlich, dass die iranische Nationalmannschaft regulär an der WM teilnehmen wird. (cre)

26 Antworten auf “Iran stellt zehn Bedingungen für Teilnahme seiner Fußball-Nationalmannschaft an der WM in den USA”

  1. Piersoul Rudi

    Anscheinend will man um jeden Preis die Italiener dabeihaben.
    Wer sich nicht qualifizieren kann sollte nicht teilnehmen dürfen.
    Wenn dann doch egal wer, weil…nicht dabeihaben will, sondern einer der die Quali nicht schaffen konnte wohl, dann kann man auch keine Gruppenspiele zu Qualifikation wegfallen lassen und nur noch die Länder dazu nehmen die „einem Genehm“ ist.
    Warum dürfen dann die Ukraine, Israel bzw. einige Afrikanische Länder überhaupt an den Qualispiele bzw. die WM teilnehmen, wenn es Iran nicht dürfte???

        • Ich rede vom Persischen Volk, Sie reden von der Persischen Führung.
          Da sollte man schon unterscheiden, genau wie für Amerika, Russland oder der EU, oder wollen Sie mit Uschi in einem Topf geworfen werden?

          • Peter Müller

            Hans ,ich rede von der Religion. davon haben wir hier genug rum laufen. die brauchen wir nicht. Es sind Griechen, Spanier, Italiener und und zu uns gekommen. alle friedlich, warum ? Sie vertreten fast alle unsere religion !.
            Ich spreche nicht von Leuten die sich hier eine Existens, oder Leben aufbauen wollen, steuern bezahlen, und unsere Gesetze akzeptieren.Und nicht von Menschen die nur unser Sozialsystem ausnützen und ein Messer in der Tasche tragen, wie auch unsere Religion nicht anerkennen wollen. Kriegsflüchtlinge ist auch so eine Sache, die man anders lösen könnte ?.

            • Bärlinde

              Bin gestern von einem zivilisierten deutschstämmigen Deutschen Paar angegriffen worden. Ich hatte den unverzeihlichen Fehler gemacht beim Einparken nicht zu sehen, dass sie bereits in ihrem Auto sassen, (Rückfahrlicht war nicht an ) und ausparken wollten. Mussten dann 5-7 Sekunden warten. Hupten mich an. Stiegen aus und kamen mich beschimpfen. Habe mich entschuldigt und erwähnt, dass ich nicht gesehen habe, dass sie im Auto saßen vielleicht weil ihr Rückwartsgang noch nicht eingelegt war.
              Das war dann Grund genug mich zu schubsen und weiter zu beschimpfen.
              Bin dann einfach gegangen in der Erwartung, dass von hinten ein Angriff kommt. Der ausbliebt.
              40 jährige echte deutsche Christen.

      • Theresa Lirpa

        @ Hans
        Was Sie lieber sehen, ist ziemlich zweitrangig.
        Frauen dürfen im Iran unter strengen Auflagen wieder in Fußballstadien, doch die Situation ist wechselhaft und oft auf internationale Spiele beschränkt. Nach jahrzehntelangem Verbot seit 1979 erlauben die Behörden auf Druck der FIFA vereinzelt den Zutritt, oft auf getrennte Tribünen. Dennoch bleibt der Zugang zu vielen Ligaspielen, besonders in bestimmten Städten, weiterhin verboten.

  2. Willi Müller

    Die Steinzeitmuslime verlangen also „Garantien für Sicherheit, Bewegungsfreiheit und politische Neutralität“.
    Davon träumt ein Schwuler auch, wenn sie ihn am Baukran aufhängen oder ein Mädchen, das sich gegen eine Vergewaltigung wehrte und anschließend hingerichtet wurde.

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