Stellen Sie sich vor, unser Premierminister Bart De Wever würde allen Ernstes die Forderung erheben, das Großherzogtum Luxemburg müsse belgisches Staatsgebiet werden. Nichts anderes macht US-Präsident Donald Trump mit Grönland.
Seit Tagen wiederholt der US-Präsident seine Besitzansprüche. Alles andere als ein Grönland in der Hand der Vereinigten Staaten sei „inakzeptabel“, hatte Trump am Mittwochmorgen vor dem Krisengespräch auf seiner Plattform Truth Social geschrieben.
Das Treffen zwischen den USA, Dänemark und Grönland endete ohne Einigung. Nun werden die Europäer aktiv und schicken Soldaten auf die Insel.
Auch wenn solche und andere Initiativen der Europäer nur Symbolcharakter haben, ist es wichtig, dass sie Trump die Grenzen aufzeigen. Denn der US-Präsident ist eine Zumutung für die gesamte freie Welt. Und wer weiß, was dieser „Rüpel“ sonst noch imstande ist anzurichten.

23.01.2025, Schweiz, Davos: Menschen verfolgen eine virtuelle Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa
Kommende Woche (19. – 23. Januar) findet das 56. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) im schweizerischen Davos statt. Das Weltwirtschaftsforum steht für Dialog und Multilateralismus. Auch wenn Trump oft andere Werte vertritt, ist er ein Fan des Meetings in den Schweizer Bergen und hat bereits seine Anwesenheit angekündigt. Trump werde mit der größten US-Delegation anreisen, die das Treffen von Topmanagern und Politikgrößen in Davos je gesehen habe, kündigte WEF-Präsident Børge Brende an.
Die Europäer sollten die Gelegenheit nutzen, dem US-Präsidenten die kalte Schulter zu zeigen, zum Beispiel indem ihre anwesenden Vertreter zu Beginn von Trumps Rede demonstrativ den Saal verlassen. Sie haben sich lange genug dem Diktat dieses Despoten gebeugt, vor allem wegen des Ukraine-Kriegs, aber auch wegen Trumps Zollpolitik, die es dem Mann im Weißen Haus erlaubt, alle Staaten dieser Welt zum Narren zu halten.
Unter Trump mutieren die USA immer mehr zu einem faschistoiden Regime. Leider sind es bis zu den Midterm Elections (Zwischenwahlen für den Kongress) am 3. November 2026 noch ca. 292 Tage und bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl am 7. November 2028 ca. 1 027 Tage.
Bis dahin wird man Trump noch ertragen müssen, sofern er es nicht auch noch schafft, eine dritte Amtszeit an der Macht zu sein, die nächsten Wahlen zu verschieben oder sie erst gar nicht stattfinden zu lassen. Ihm ist alles zuzutrauen. (cre)
Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:
Das ist dem Trump doch sch….. egal!!! Europa ist von der USA abhängig und nicht umgedreht!!!
Herr Cremer, sie können, über ihre private Medienportal, gerne ihre Meinung verbreiten. Dann beklagen Sie sich aber nicht mehr über Elon Musk ;-) .
Trump wurde demokratisch gewählt und er vertritt die Interessen seines Landes! Und selbst wenn er abdankt wissen Sie noch nicht, wer nach ihm kommt. Seine Wähler stimmen nämlich ein bisschen anders ab als die Leser auf OD ;-) .
Nur weil er gewählt wurde, heißt das nicht, dass er sich aufführen darf wie die Axt im Walde. Gewählt wurde er auch nur in den Trailerparks zwischen Mexiko und Kanada. Grönland geht ihn gar nichts an.
@Haha: „Trump würde demokratisch gewählt“, schreiben Sie. Das wurde die NSDAP auch, bevor Hitler zum Kanzler ernannt wurde. Ich bin außerdem überzeugt, dass viele, die im November für Trump gestimmt haben, inzwischen ihre Wahl bereuen. ihr Anliegen war es, dass Trump sich endlich um die amerikanische Wirtschaft kümmert und nicht mehr uns Ausland, geschweige denn um Grönland. Viele Amerikaner wussten bis vor kurzem nicht einmal, dass es Grönland gibt.
Das ist genauso geistreich wie die Bemerkung eines dänischen Politiker, der meinte, die dänischen Spezialkräfte (wohl „Frogmen“), die auf Grönland wären, könnten die Amerikaner aufhalten, weil diese nicht mit den Witterungen dort klar kämen. Es sind immerhin 12 oder 14 Mann (kein Witz). In Alaska ist die „11th Airborne Division, the „Arctic Angels“ Division der US Armee stationiert und diese ist auf genau diese Witterungen spezialisiert. Eine Divison, das sind ungefähr 12.000 Mann.
Die Dänen, die EU werden nichts gegen Trumps Wahnsinn tun können. Und es wird das Ende der NATO sein. Endlich. Hoffentlich auch das Ende der EU.
Stellen Sie sich vor, unser Premierminister Bart De Wever würde allen Ernstes die Forderung erheben, das Großherzogtum Luxemburg müsse belgisches Staatsgebiet werden. Nichts anderes macht US-Präsident Donald Trump mit Grönland.
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Nichts anderes machten die Staatsgründer Belgiens…..
C’est peu après l’indépendance de la Belgique, proclamée le 4 octobre 1830, que le jeune royaume annexe unilatéralement l’ensemble du grand-duché, créant la « question du Luxembourg ». Un compromis est trouvé le 19 avril 1839, avec la signature du traité des XXIV articles qui scinde le territoire luxembourgeois selon des critères linguistiques : la partie orientale, de langues germaniques, est rendue au Grand-duc de Luxembourg, tandis que la partie occidentale, le « quartier wallon » (de langues romanes) est attribué à la Belgique, à l’exception notable du Pays d’Arlon (qui a pour langue vernaculaire le luxembourgeois), pour des raisons politiques. La frontière entre la Belgique et le Luxembourg est délimitée par le traité de Maastricht, le 7 août 1843.
Man sollte nicht mit Steinen werfen wenn man im Glashaus sitzt….
Für einmal bin ich Ihrer Meinung Herr Cremer.
„Die Europäer sollten die Gelegenheit nutzen, dem US-Präsidenten die kalte Schulter zu zeigen, zum Beispiel indem ihre anwesenden Vertreter zu Beginn von Trumps Rede demonstrativ den Saal verlassen. “
Im Jahre 1975 sagte Herbert Wehner, SPD, in einer bemerkenswerten Bundestagssitzung, an die CDU/CSU-Abgeordneten gerichtet, die den Saal verliessen: „Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen.“
Was sollten diese auch anderes machen? Bonn Bonn sein lassen und sich nicht länger an Bundestagsdebatten und -abstimmungen beteiligen? Das damals schwarze ZDF gegen die damals rote ARD stänkern lassen?
Genauso verhält es sich m.E. mit der Beziehung EU-USA. Solange diese bestehen und sich auf dem gleichen Globus Handel treiben werden sie wohl oder übel miteinander leben müssen. In diesem Sinne: rausgehen ist spektakulär, würde in Augenblick von den Mainstreammedien gehypt, aber wenn man danach wieder reinkommen muss wird es peinlich. Übrigens, wer sind „die Europäer“? Würden die Wirtschaftsbosse es sich mit der US-Administration verscherzen? Rheinmetall und Airbus keine Komponenten mehr aus den US oder Israël verbauen? Mercedes (Anteilseigner Katar!) und BMW Nachteile für ihre Werke in den USA riskieren?
Es gibt gewisse Leute, die gehen nicht in die Tiefe. Unwissenheit schützt vor Torheit nicht. Der moralische Zeigefinger steht den Europäern eben nicht. Die eingefahrenen Strukturen kommen nicht mit der Regierung klar. Der WEF ist keineswegs eine moralische Institution. Lassen wir uns überraschen, wer die Macht in der Welt hat? Die EU spielt keine Rolle mehr.
@Herr Cremer.
Bezogen auf die ersten beiden Kommentare.Eine kranke Brut haben Sie sich hier gezüchtet.Bravo👌
„Stellen Sie sich vor, unser Premierminister Bart De Wever würde allen Ernstes die Forderung erheben, das Großherzogtum Luxemburg müsse belgisches Staatsgebiet werden. Nichts anderes macht US-Präsident Donald Trump mit Grönland.“
Richtigstellung:
Das Großherzogtum Luxemburg müsse aus Sicherheitsgründen belgisches Staatsgebiet werden, da Belgien durch Frankreich bedroht wird…..
Zu Davos:
Die Veranstaltung aus Klimaschutzgründen absagen.