Alles nur Satire, Nachrichten

Ein Jahr Donald Trump – ein Jahr Regieren im Rausch

ALLES NUR SATIRE - (Zum Vergrößern Bild anklicken)14.10.2025, Ägypten, Scharm El Scheich: US-Präsident Donald Trump (r) nimmt neben Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, am Gaza-Gipfel unter Vorsitz von Ägyptens Präsident Al-Sisi teil. Foto: Michael Kappeler/dpa

Gegner werfen ihm vor, sich wie ein König aufzuführen: Donald Trump ist seit einem Jahr wieder an der Macht. Wie hat sich das auf die Welt und Amerika ausgewirkt?

Als Donald Trump vor einem Jahr zum zweiten Mal Präsident der Vereinigten Staaten wurde, ahnten alle: Seine erste Präsidentschaft (2017-2021), die schon folgenreich war, war nur ein Vorgeschmack. Der 79-Jährige krempelt sein Land massiv um, mit Härte und Entschlossenheit – und die ganze Welt bekommt es zu spüren. Was hat sich verändert nach einem Jahr Trump?

DIE AUSSENPOLITIK

– Nato und Europa: Nichts ist mehr, wie es einmal war. Den Europäern ist im vergangenen Jahr so deutlich wie nie zuvor vor Augen geführt worden, welch großer Fehler es war, sich bei Verteidigung und Sicherheit in die Abhängigkeit der USA zu begeben. Aus Angst, Trump könnte angesichts der Bedrohung durch Russland das Nato-Schutzversprechen infrage stellen, schlucken sie seit zwölf Monaten eine Zumutung nach der anderen – von Sonderzöllen bis zur Forderung, die Unterstützung der Ukraine allein zu finanzieren.

15.03.2025, Grönland, Nuuk: Menschen nehmen an einem Marsch teil, der vor dem US-Konsulat unter dem Motto „Grönland gehört dem grönländischen Volk“ endet. Auf einem Plakat steht geschrieben „We are not for sale!“. Foto: Christian Klindt Soelbeck/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

Jüngste Zumutung ist, dass Trump von Dänemark verlangt, den USA die Arktisinsel Grönland zu verkaufen. Weil europäische Staaten nun einige Soldaten auf die Insel schickten, kündigte der US-Präsident neue Strafzölle gegen acht europäische Länder ab 1. Februar an – bis man sich auf einen Kauf einige.

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Europäer selbst bei einer erzwungenen Annexion keine Gegenmaßnahmen ergreifen würden, die möglicherweise einen sofortigen Rückzug der USA aus der Nato zur Folge haben könnte.

Groß ist nämlich die Sorge, dass sich Russland dann eingeladen fühlen könnte, seinen Eroberungsfeldzug auszudehnen – beispielsweise auf die EU-Staaten im Baltikum. Ob bei Atomwaffen, Satellitenaufklärung, Raketenabwehr oder Kampfflugzeugtechnik – in etlichen Schlüsselbereichen haben die Europäer derzeit nicht die Fähigkeiten, die für eine verlässliche Abschreckung Russlands als notwendig gelten.

So bitter und unerquicklich Trumps Politik für die EU und die meisten Mitgliedstaaten ist: Zumindest die Nato profitiert in gewisser Hinsicht von ihr. Unter Trumps Druck verständigten sich die Alliierten im Sommer darauf, ihre verteidigungsrelevanten Ausgaben in den kommenden Jahren auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Sollte der Grönland-Konflikt nicht doch in ein Aus der Nato münden, wird das Bündnis nach Einschätzung von Generalsekretär Mark Rutte so aufgerüstet werden, dass es auf absehbare Zeit unangreifbar bleibt.

– Russland: In Moskau wird Trumps Politik, die auch den Westen unter Druck setzt, mit Faszination verfolgt. In den Verhandlungen über ein Ende des von Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine hat Moskau im US-Präsidenten zudem einen lange Zeit bequemen Gesprächspartner gefunden, der Verständnis für die imperialen Ambitionen des Kremls demonstrierte.

15.08.2025, USA, Joint Base Elmendorf-Richardson: US-Präsident Donald Trump begrüßt den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Geschickt nutzte dies die Moskauer Führung für ein Zeitspiel in den Verhandlungen aus. Nach außen hin wurde Dialogbereitschaft demonstriert, echte Zugeständnisse bei den Kriegszielen gab es nicht. Moskau köderte Trump dabei mit losen Versprechen einer wirtschaftlich lukrativen Zusammenarbeit beim Abbau von Rohstoffen. Ungeduld zeigte der US-Präsident erst in den vergangenen Wochen, als er Sanktionen gegen Russland wegen des immer noch andauernden Kriegs verstärkte.

– China: China hat sich der Politik Trumps im Handelskonflikt bewusst entgegengestellt. Peking reagierte auf US-Zölle mit Gegenzöllen und nutzte zuletzt auch seine Vormacht bei seltenen Erden. Damit wollte Staats- und Parteichef Xi Jinping zeigen, dass China als Großmacht wehrhaft ist und über eigene Druckmittel verfügt. Neue Exportrekorde im internationalen Handel trotz der US-Zölle unterstreichen, dass Peking in der Tat widerstandsfähig ist.

International fand dieser Kurs vor allem im Globalen Süden Zustimmung. Dort wird China zunehmend als Gegengewicht zu den USA wahrgenommen. Zugleich nutzt Peking den Rückzug Washingtons aus internationalen Organisationen sowie umstrittene US-Aktionen wie zuletzt die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas, um sich selbst als verantwortungsvolle Großmacht zu inszenieren.

– Trumps Zollpolitik: Gleich nach seinem Amtsantritt machte sich Trump daran, mit einem beispiellosen Zoll-Rundumschlag den Welthandel umzukrempeln. Seine These: Die ganze Welt nutzt seit Jahren die USA aus – und er werde das mit Zollschranken ändern und die Industrieproduktion ins Land zurückbringen. „Ich bin der Zoll-König“, sagte Trump. Warnungen von Ökonomen, Zölle dürften am Ende von US-Verbrauchern getragen werden, ignorierte die Trump-Regierung. Derweil könnte Trump noch das Oberste Gericht in die Parade fahren und die rechtliche Grundlage für einen großen Teil der Zölle entziehen.

DIE INNENPOLITIK

– Razzien gegen Migranten: Trump rüttelte auch im Inland an einigen Grundpfeilern. Nun sind in Amerika – für viele einst der Inbegriff eines Einwanderungslandes – Razzien von vermummten Beamten gegen Migranten an der Tagesordnung. In vielen demokratisch regierten Städten hat sich dagegen Widerstand formiert: Bürgerinnen und Bürger warnen sich mit Trillerpfeifen oder über Social-Media-Kanäle, wenn sie Beamte der Einwanderungsbehörde ICE in ihrer Gegend sehen. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgten jüngst die tödlichen Schüsse eines ICE-Beamten auf eine 37-jährige US-Bürgerin in Minneapolis.

03.10.2025, USA, Washington: Eine Kunstinstallation, die US-Präsident Donald Trump und Jeffrey Epstein Hand in Hand zeigt, steht auf der National Mall in der Nähe des Kapitols. Foto: Jose Luis Magana/FR159526 AP/AP/dpa

Die Frau der Getöteten, Becca Good, war bei dem Vorfall dabei und sagte, sie seien zu dem ICE-Einsatz gefahren, um ihre Nachbarn zu unterstützen. „Wir hatten Trillerpfeifen, sie hatten Waffen.“ Während sich die US-Regierung hinter den ICE-Beamten stellte, kam es zu landesweiten Protesten.

– Silicon Valley auf seiner Seite: Im Trumps erster Amtszeit war das Verhältnis zu den Tech-Konzernen aus dem als liberal geltenden Silicon Valley angespannt. Nach der Erstürmung des Kapitols in Washington durch seine Anhänger im Januar 2021 wurde Trump wegen Aufrufen zur Gewalt sogar von mehreren dort ansässigen großen Online-Plattformen wie Twitter (jetzt X), Facebook und Instagram gesperrt.

Ganz anders ist die Lage jetzt. Tech-Milliardär Elon Musk war einer der größten Geldgeber für Trumps Wiederwahl. Meta-Chef Mark Zuckerberg stampfte in den USA die Faktenchecks ein, über die sich Trump-Anhänger seit Jahren beklagt hatten. Apple, das den Großteil seiner Geräte in Asien bauen lässt, musste erfahren, wie abhängig das Geschäft von der Erhebung von Zöllen durch den Präsidenten sein kann. Zugleich signalisiert das Weiße Haus der Tech-Branche, dass sie auf Rückendeckung der US-Regierung bei Streitigkeiten etwa mit der EU bauen kann.

– Gefahr durch Zwischenwahlen: Für Trump wird sein zweites Amtsjahr entscheidend. Im November könnte seine Partei, die Republikaner, die jetzt schon hauchdünnen Mehrheiten in den Kammern im US-Parlament verlieren. Es stehen die Zwischenwahlen – die Midterms – an. Erstarken die Demokraten wieder, wäre das ein schwerer Rückschlag für Trump werden.

– Epstein-Unterlagen als Problem: Doch es droht noch mehr Ungemach für Trump. In den vergangenen Wochen bröckelte zunehmend der Rückhalt. im eigenen Lager – darunter in der Bewegung „Make America Great Again“ (Macht Amerika wieder großartig). Einige Republikaner kritisierten seine Politik öffentlich.

Trump musste jüngst – widerstrebend – ein Gesetz des Kongresses unterschreiben. Dieses verpflichtet das Justizministerium, Ermittlungsakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, der einen Missbrauchsring betrieben hatte, offenzulegen. Obwohl die Frist dafür verstrichen ist, ist erst ein Teil der Daten freigegeben. Trump wollte die Akten nicht veröffentlicht sehen – warum, ist unklar. Im Wahlkampf hatte er das noch gefordert. Dass er seine Ankündigung nun nicht umsetzt, führt zu großer Enttäuschung im eigenen Lager. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

49 Antworten auf “Ein Jahr Donald Trump – ein Jahr Regieren im Rausch”

  1. DR ALBERN

    Warum schenkt man ihm nicht direkt ganz Europa??? Diskussionen über die Abschaffung der EU und der NATO wären überflüssig!!! Die Angst, Russland würde demnächst auch Europa angreifen, besteht dann nicht mehr, da wir ja militärisch, wie schon einmal, von der USA beschützt würden!!!

    • Der Alte

      Das ist nicht möglich. Wegen der sehr kleinen OD-Mannschaft kann dieses Medium nur größenteils Artikel veröffentlichen, die andere geschrieben haben, insbesondere was überregionale Themen betrifft. Aus rechtlichen Gründen ist einfaches Abschreiben mittels „copy-paste“ ausgeschlossen und so bleibt nur Agentur-Texte zu übernehmen. Ob DPA sich jemals kritisch den EU-Granden gegenüber äußert? Das werde zumindest ich nicht mehr erleben, denn dazu müssten alle „irgendwas mit Medien-Journalisten“ durch richtige, qualifizierte Journalisten ersetzt werden.
      Wir sollten uns aber nicht beklagen. Ohne OD blieben in Belgien nur Medien, in denen lediglich systemkonform kommentiert werden darf.

  2. @meinemeinungdazu: Wer spricht denn heute über Ursula? Trump dominiert seit Wochen das gesamte Weltgeschehen. Sie scheinen sich nicht der Gefahr bewusst zu sein, der Trump die Welt – und vor allem Europa – aussetzt. Wie im Bericht auch steht: Unter Trump ist „nichts mehr, wie es einmal war“. Trump ist nicht langweilig, Trump ist gefährlich.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Blob/ Ihr Irrtum entsteht aus zwei Gründen.
      Den Amerikanern vermittelt man Glaubwürdigkeit, mit einer riesen Show.
      Diese Show, würde in Europa nicht ankommen. Es bedeutet aber nicht, dass VDL weniger gefährlich ist.
      Auch wenn sie, langweiliger wirkt, steckt der gleiche Teufel in ihr.

      • @Hugo Egon Bernhard von Sinnen: Ihr Kommentar beweist, dass die Gefahr von Trump hierzulande immer noch unterschätzt wird. Die von der Leyen wird vor allem von den Corona-Geschädigten völlig überschätzt. Der Trump hingegen macht was er will. Leider begreifen die meisten Amerikaner das erst, wenn es schon zu spät ist. Trump ist längst ein Diktator. Darüber hinaus leidet er unter einem ausgeprägten Europa-Komplex, genauso wie sein Vize JD Vance, ein amerikanischer Joseph Goebbels. Trump und Vance sind die Totengräber des freien Westens. Man kann nur hoffen, dass sich eine Mehrheit der Amerikaner spätestens bis zur nächsten Wahl dessen bewusst wird.

        • Der Alte

          Von der Leyen überschätzt? Möglich. Ich sehe aber, dass in Teilen der EU (sowie in GB) verrückte Entscheidungen getroffen und durchgesetzt werden (Verbrennerverbot, Flutung der Gesellschaften durch Armutsmigranten, Energiewende ins Nichts -auch in B warnt ORES vor dem möglichen Zusammenbruch der Stromnetze durch immer mehr Elektrifizierung der Wärmeproduktion und der Mobilität-, Lieferkettengesetz, usw. Dummheit oder Plan? Und VdL käme eine Umsetzung der Zensurpläne eines Daniel Günter nur recht, da die EU ja schon NGO-Meldestellen finanziell unterstützt. Die Totengräber der Freiheit sitzen auch in Europa.

          • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

            # Blob/ Einigen wir uns auf die Gefahr, dass in perfektionierter Zusammenarbeit, einige Akteure dieser Welt, uns alle, zwecks Selbstbereicherung, in Schauspiel Manier hinter das Licht führen?

    • JoKrings

      Noch gefährlicher sind „unsere“ Politiker und die EU, die auf der Weltbühne zur grössten Lachnummer geworden sind. Es ist jedoch nicht sie, die den Schlamassel ausbaden, sondern wir. Europa wird seit Jahrzehnten von Clowns geFÜHRT, die vom angelsächsisch-jüdischen Komplex geFÜHRT werden. Seit über 120 Jahren ist Europa das Spielball dieser „Elite“ und die beiden Weltkriege gehen bereits auf deren Konto. Der Italiener Preparata hat dazu ein sehr gutes Buch geschrieben, und zwar CONJURING HITLER: HOW GREAT BRITAIN AND AMERICA CREATED THE THIRD REICH AND DESTROYED EUROPE.
      Der Dritte Weltkrieg wird keineswegs ein „Weltkrieg“ sein, sondern ein Krieg zwischen den USA und… Europa. Wetten, dass?

      • @JoKrings
        Dieser Krieg hat längst begonnen. Es geht sich -zumindest im „Westen“- weniger um Armeen und Feuerwaffen als um Technik und Elektronik.
        Trump und Putin meinen zwar, sie könnten Eroberungskriege wie im 18. Jahrhundert führen, aber es gibt heutzutage nur sehr wenig zu erobern, gar Nichts mehr zu entdecken.
        Mit Waffen können Sie heutzutage nur die eigene Wirtschaft ankurbeln. Die Bevölkerung wird über Internet und Fake News beeinflusst.
        Der dumme Slogan „Noch gefährlicher sind „unsere“ Politiker und die EU“ ist ein Paradebeispiel.

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          #5/11/ Verständlich dass sie den Slogan als dumm bezeichnen, müssen. Man sägt an dem Ast, auf dem alle sitzen und sie helfen fleißig dabei, weil sie vergessen haben, dass sie auch auf diesem Ast Platz nehmen.
          Nehmen Sie eine Motorsäge dann geht’s schneller.
          Niemand wird verschont von den Korruptis, noch nicht einmal die eigenen korruptis in den untersten Rängen.
          Europa ist finanziell schon tot und ich habe meine Zweifel, ob man es wirklich schafft, dass Begräbnis weitere 5 Jahre hinauszuzögern. Denn der Leichnam stinkt jetzt schon.
          Man wird sich noch viele Ausreden einfallen lassen, die eine Begründung darstellen sollen, den Normalbürger das Geld auf angeblich legalen wegen zu entwenden.
          Komisch, dass sie jetzt Investitionen, bzw den Raubzug für Gelder von Rüstungsgüter und Finanzierungen der Armee, als nebensächlich abstempeln.
          Dass man dieses Geld teilweise missbraucht um in Technik zu investieren, durch die der Mensch nicht mehr benötigt wird, wollten sie natürlich so nicht sagen, dürfen.
          Man wird keine Ruhe geben, bis der humanoide Affe imstande ist, unseren politischen Raubritter zu fahren, zu schützen und Ihnen den Arsch abzuwaschen.
          Und funktionieren kann ein solches System nur durch die Einführung einer Diktatur, mit der man kontinuierlich langsam begonnen hat, aber diese 100% sicher das Ziel ist.
          —————————————————————
          #JoKrings/ An einem Krieg zwischen Europa und den USA, glaube ich persönlich nicht. Denn die geschickt versteckte Zusammenarbeit, des vorher von mir beschriebenen Ziels, ist dafür viel zu gut organisiert.

      • Der Alte

        Auch wenn es eine bittere Einsicht für Europäer sein mag. Dieser Kontinent spielt global gesehen keine Rolle mehr. Bis auf Randgebiete (die arktischen Teile) wohl keine nennenswerte Rohstoffvorkommen (und wenn welche gefunden würden, würden diese aus „ökologischen“ Gründen nicht ausgebeutet). Länder, die sich von Innen heraus zersetzen (Islam, Zerbröselung der Gesellschaften in zahlreiche Subkulturen mit gegenteiligen Interessen, Verweichlichung, katastrophale Bildungspolitiken, usw.). Ideologien statt Sachverstand an der Macht. 1815 beudeutete das Ende der französichen Kontinentalherrschaft, 1870 versuchte Preußen sich an dessen Stelle neben Österreich-Ungarn zu etablieren. 1918 waren Deutschland u. Österreich-Ungarn Geschichte, 1945 wurden neben den Kontinentaleuropäern auch die Britten von den USA-UdSSR aus dem Geschäft gejagt. Die Nachkriegsweltordnung wird gerade unter unseren Augen abgewickelt. Es sieht so aus als ob in den nächsten Jahrzehnten zwei Machtblöcke den Globus dominieren werden, China (mit Russland im Schlepptau) und die USA (mit „dem Westen“ und Lateinamerika im Schlepptau). Die nächste Umwälzung könnte dann im nächsten Jahrhundert Indien mit ins Spiel bringen. Eines jedoch bleibt seit Cro-Magnon und Neandertal: Der, der die meisten Köpfe einschlagen kann geht als Sieger hervor.

        • Peter S.

          Wieder mal jemand, der unter Verkennung der Realität versucht, Europa runterzuschreiben. Die EU wird durch den zunehmenden Druck von außen immer einiger, wenn man von zu entfernenden Verrätern wie Orban absieht. Russland ruiniert sich gerade dauerhaft und China steht vor großen Problemen, die durch Winnie the Pooh nicht gerade kleiner werden. Trump vergrault gerade Amerikas Verbündete, bringt den Rest der Welt gegen die USA auf, schafft Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ab, ruiniert die amerikanische Wirtschaft und führt das Land vielleicht in den Bürgerkrieg mit eventueller Sezession.

          • Der Alte

            Ja, ja, der Peter S.! Europa wird immer einiger? Sieht man am Verhalten von Frankreich, Deutschland und Italien. Napoleons Nachfolger will große Geschütze gegen die USA auffahren damit seine Wein- und Champagnerproduzenten nicht mit Zöllen belegt werden, Merz kann keine allzu kesse Lippe riskieren wg. BlackRock und der Automobilindustrie und Meloni hat das ganze EU militärische Säbelrasseln in Grönland als Witz bezeichnet. Polen wird sich wegen Nähe zu Russland und schlechter Erfahrungen mit Deutschland und Frankreich wohl eher an die USA orientieren. Schöne Einigkeit!

            • Der Alte

              Apropos Einigkeit. Französiche EU-Parlamentarier haben heute einen ersten Schritt Richtung Aussetzung des Mercosur-Abkommens getan und es gingen insgesamt 334 Parlamentarier mit (bei 324 Gegenstimmen). Im deutschen Blätterwald und in deren Foren (z.B. Welt.de) kocht die Volksseele (naja, ein wenig übertrieben formuliert) und wünscht den Franzosen alles erdenklich Schlechte.

      • Jokrings sie haben recht weil wir werden schon viel zulange von Idioten gesteuert die nur eins kennen sich und ihre Nationale Interessen zu bedienen und das war nicht der Gedanke Europa nach den Schrecklichen Verbrechen der Deutschen an den anderen Völker! Aber wenn ich die letzten 30 Jahre sehe was in der Europa Politik und deren Anführer läuft dann wundert mich nicht mehr ! Das kann nur wiederum auf ein Krieg hinaus laufen die wollen das auch weil sie mit ihrem Latein am Ende sind !

        • JoKrings

          Würden die nationalen Interessen berücksichtigt, wären die europäischen Nationen nicht in dem desolaten Zustand sein, in dem sie sind. Die EU hat Europa kaputt gemacht, vor allem Maastricht und Lissabon. Es hätte mit der letzten Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft 1986 zu einer Art Konföderation werden sollen. NATO und EU müssen weg und es muss zu einem Neustart mit Russland kommen, damit endlich die eurasische Achse Berlin-Moskau zustande kommt.

  3. Die Wahrheit

    EU würde besser da stehen, wenn sie mit Russland zusammen arbeiten würde. Schließlich ist Russland unser direkter Nachbar.
    Amerika ist weit weit weg von Europa. Und nun sieht man mal wieder, was Amerika von Europa hält.

  4. Wer Zugang zu internen Papieren der Lobby bei der EU hat kann das folgende lesen:

    ********** urges the European Commission to develop and apply a “European preference principle” for particularly critical infrastructures in the upcoming revision of the EU Public Procurement Directives.

    ****** fordert die Europäische Kommission auf, ein „Europäisches Präferenzprinzip“ für besonders kritische Infrastrukturen bei der bevorstehenden Überarbeitung der EU-Richtlinien über öffentliche Aufträge zu entwickeln und anzuwenden.

    Die *** stehen für die jeweiligen Industrieverbände.

    Das „Europäische Präferenzprinzip“ ist nichts anderes als „EU first“, das Gegenstück von Trumps „Amerika first“. Die Europäer betreiben im Grunde genau dieselbe Politik wie Trump nur versteckt hinter unverbindlichen und verlogenen diplomatischen Floskeln.
    Aber wie soll der ordinäre Ost-Belgier, der nicht viel mehr als die Todesanzeigen und die Sportresultate liest und versteht, das mitbekommen….

      • meinemeinungdazu

        @Carine
        Auch in einer Todesanzeig sind viele Floskeln enthalten.
        Haben sie schon mal eine Todesanzeige oder einen Nachruf gelesen, wo schlechtes über den Verstorbenen geschrieben wurde?

      • Der Alte

        Unbestritten sind die meistens Menschen für die eine Todesanzeige geschaltet wird in der Tat verstorben. Ob dies jedoch ein weltbewegendes Ereignis ist, über die engere Verwandschaft hinaus, kann bezweifelt werden. Da ist es schon wichtiger zu erfahren, auch in Ostbelgien, dass wieder mal jemand frühmorgentlichen Hausbesuch bekommen hat weil er es gewagt hat einen Deppen Depp zu nennen. Hat etwas mir Freiheit zu tun.

      • Das stimmt, die Kommission wird sich dem aber nicht widersetzen da sie selbst genau diesen Kurs fährt:
        https://taxation-customs.ec.europa.eu/carbon-border-adjustment-mechanism_en

        Carbon Border Adjustment Mechanism
        The EU’s environmental policy tool for fair carbon emissions pricing
        …..
        /////
        Heißt nicht Zölle, so wie Trump es täglich ausspricht, ist aber genau das. Die EU ist da „diplomatischer“, sprich verlogener, handelt im Grunde aber genau so. „La grande Nation“ die sich darin besonders hervor tut, ist der Mann mit der Sonnenbrille in Davos….

    • Ihr „EU first“ im Vergleich zu „America first“ist natürlich Unsinn, die Slogan haben unterschiedliche Bedeutungen.
      Für D. Trump ist „First“, der „Erste“ sein. Aber dort geht er einen gefährlichen Weg. Man kann es werden, indem man sich bessert und die Anderen überholt. Trump Taktik ist aber, die Besseren zu schwächen, ohne selbst mehr zu leisten.
      „First“, im Sinne von „Erster“ wird Europa nie mehr sein, dafür sind zu viele Jahre des Vertrauens in die Waffen liebenden USA gesteckt worden.
      Es gibt aber durchaus viele Wirtschaftszweige, in denen man unter Europäern auch europäisch einkaufen könnte, den hiesigen Hersteller bevorzugen.
      Im Konsumbereich fällt die Handelsbilanz eh positiv für Europa aus.
      Das ist auch, was D. Trump stört. Seine Landsleute können zwar mit Bling-Bling und Waffen viel Geld verdienen, aber die Qualität kommt aus Europa. Und das weiss auch die amerikanische Elite, irgendwann wird sie sauer, weil Luxus ihr zu teuer wird.
      Ich glaube nicht, dass D.T. so weit gehen kann wie V. Putin, der den russischen Schaumwein in Champagner umbenannte und den Echten verbot…

    • Die offiziellen Schreiben darf ich nicht öffentlich machen, es wäre eine Verletzung des Vertraulichkeitsgebotes. Sie können aber gerne weiter Glauben dass die EU das Opfer böser Mächte ist und selbst nur eine von moralischen Leitsätzen geprägte Wirtschaftspolitik betreibt…. Ach ja, bald kommt der Osterhase und bringt bunte Eier….

      • Hab ich das irgendwo geschrieben? Dass die Eu ist korrupt, auch wenn ich ein Faible für die schöne Frau an deren Spitze habe, deren Tüchtigkeit und Eleganz ich bewundere.
        Übrigens: der genauso korrupte Orange hat diese Nacht zurückgerudert, sagt Bild, sagt das Tichy auch?

  5. Die EU, ein Polit-Zirkus…. 🤡🤡. Die Kommission unterzeichnet das Mercosur Abkommen (ich glaube nach 25 Jahren? Verhandlungen…) und auf Hintertreiben Frankreichs stoppt das EU Parlament jetzt dessen Ratifizierung…. 🤦‍♂️😂. Trump lacht sich doch krank über diese Europäer die sich selbst ständig Knüppel zwischen die Beine werfen und dann mit grossen Sprüchen in Davos auflaufen. Weder Putin noch Xi nimmt den EU-Kindergarten weiter ernst. Wer sich wie im Zirkus benimmt wird halt nur als 🤡 wahrgenommen….

  6. @ Dax
    …..und auf Hintertreiben Frankreichs stoppt das EU Parlament jetzt dessen Ratifizieru….
    Das ist so nicht richtig. Es ist gestoppt worden, weil die heuchlerischen Grünen mit den Linken und Rechten zusammen, GEGEN dieses Abkommen gestimmt haben.Grüne, die sonst dagegen wettern, mit Rechts zusammen abzustimmen

    • Der Alte.

      Grüne haben für die Überprüfung durch den EuGH gestimmt. Stimmt. Aber das was Dax bemerkt, ist dass man u.a aus Frankreich (und der Wallonie) hinaus über Parteigrenzen hinweg Mercosur einen Dämpfer verpasst hat, gegen den Wunsch der deutschen Regierung. Das sieht halt von Pekin, Moskau oder Washington aus betrachtet ein wenig unordentlich aus.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern