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Studie belegt: Weniger Fleischkonsum besser für Mensch und Umwelt

31.07.2007, Bonn: Rindfleisch wird geschnitten. Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk

Gesünder leben und zugleich die Umwelt schützen – dass dies möglich ist, untermauert eine neue Studie mit vielen Daten.

Wer gesünder leben und dabei die Umwelt schützen will, sollte weniger Rindfleisch essen. Das belegt eine neue Studie für das Weltwirtschaftsforum eindrücklich.

Ein Umstieg etwa von Rindfleisch auf alternative Eiweißquellen könnte die Zahl der ernährungsbedingten Todesfälle weltweit um bis zu 2,4 Prozent senken, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Oxford Martin School für das Weltwirtschaftsforum (WEF). In wohlhabenden Ländern wären es sogar um bis zu 5 Prozent.

Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu essen, hat viel mit dem Kopf zu tun und weniger mit dem Magen. Foto: Shutterstock

Zugleich zeigt die Studie, dass die Rindfleischproduktion im Jahr 2010 für 25 Prozent aller Treibhausgasemissionen aus dem Nahrungsbereich verantwortlich war. Alternative Eiweißquellen könnten den Ausstoß demnach deutlich reduzieren.

Bei der Produktion von Rindfleisch mit einem Nährwert von 200 Kilokalorien, würden Treibhausgase mit der Erwärmungswirkung von 23,9 Kilogramm Kohlendioxid freigesetzt. Bei der Produktion des gleichen Nährwerts durch Bohnen, Weizen oder Nüsse sei es dagegen nur ein Kilo oder weniger. Bei anderen Proteinquellen wie Tofu (rund 3 Kilogramm), Schwein (rund 4 Kilogramm) und Huhn (rund 6 Kilogramm) liegt der sogenannte Emissionsfaktor der Studie zufolge etwas höher aber noch weit unter dem von Rindfleisch.

Zwar werde es in der Zukunft unmöglich sein, die weltweite Nachfrage nach Fleisch auf nachhaltige Art und Weise abzudecken, sagte der zuständige WEF-Umweltexperte Dominic Waughray.

Aber: „Dieser Bericht zeigt, dass es möglich ist, ausreichend Nährstoffe für 10 Milliarden Menschen zu produzieren und die Gesundheit der Menschen zu verbessern, ohne dabei notwendigerweise ganz auf Fleisch verzichten zu müssen.“ Allerdings müsse die Fleischproduktion effizienter werden, und Konsumenten müssten sich vielfältiger ernähren. (dpa)

14 Antworten auf “Studie belegt: Weniger Fleischkonsum besser für Mensch und Umwelt”

  1. Wer hat denn die Studie bezahlt?
    Diesen Blödsinn Fleisch/Umwelt kann man schon nicht mehr hören/lesen.
    z.B. hat in der BRD die gesamte Tierhaltung einen Anteil von 2.5-3% an den gesamt Treibhausgasemissionen und dabei ist das Grünland als CO2-Senke nicht mal abgezogen…
    gähn

  2. Landwirt

    In dieser Studie hätten die Autoren besser die Produktionssysteme verglichen, denn man kann die Nahrungsmittelproduktion nicht allein an der Treibhausgasbilanz werten und alle anderen Aspekte außer Acht lassen! In dieser Studie wird mal wieder nicht differenziert wie Fleisch produziert wird, wie immer. Die Effizienz der Fleischproduktion wird bemängelt, die wird aber in der Studie gar nicht analysiert! Es wird nicht unterschieden wie die Tiere gefüttert werden, denn dann gäbe es keinen einheitlichen Wert für die Trebhausgasbilanz des Fleisches! Wir haben in unserer Region, aus pedo-klimatischen Gründen, zu über 90 % Dauergrünland und das dort produzierte Gras macht ein Großteil der Futterration der Wiederkäuer (Rinder, Schafe …) aus! Diese Wiesen sind regelrechte Kohlestoffspeicher und gleichen die Treibhausgasbilanz des Fleisches wieder aus! Würde man es schaffen die an die hier herrschenden pedoklimatischen Bedingungen angepassten Sorten zu finden und dieses Grünland zu Acker umgewandelt, um dort Bohnen, Weizen oder Soja anzubauen, dann würde dieser im Boden gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt! Wie sähe denn dann die Treibhausgasbilanz des Ackerbaus aus? Diese Umwandlung von Grünland zu Ackerland hätte dann auch Auswirkungen auf die Nitratbelastung des Grundwassers, weil keine Ackerkultur den Stickstoff so gut verwertet und bindet wie das Grünland. Das gleiche gilt für den Einsatz von Pestiziden: Im Getreideanbau wird, beispielsweise, das 16fache an Pflanzenschutzmittel ausgebracht im Vergleich zum Grünland! Im Kartoffelanbau sogar das 220-fache der Menge! Es gibt, darüber hinaus, ein europäisches „Dauergrünland-Erhaltungsgesetz“. Die Landwirte dürfen dieses Dauergrünland also nicht zu Acker umwandeln! Wäre es nachhaltig diese Dauergrünlandflächen nicht für die Nahrungsmittelproduktion zu nutzen, wenn man doch verpflichtet ist sie zu erhalten? Und wer auf diese Frage antworten möchte sollte sich mit der Definition der Nachhaltigkeit vertraut machen: Nachhaltigkeit basiert auf einem Gleichgewicht der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren. Wer einen der 3 Faktoren über oder unterbewertet ist nicht mehr nachhaltig! Jetzt darf man gerne darüber streiten wo das Gleichgewicht zu finden ist. Aber dann reden wir auch mal über die Nachhaltigkeit der Ackerbau-Kulturen!

    • Grünland

      Man kann Ihnen nur zustimmen.
      Dies ist meist nicht mal das Papier Wert wo die Studien drauf stehen.
      Wieviel % der Bevölkerung hat jemals was von diesem Gesetz gehört?
      Soviel ich weiß darf man nicht mal Grünland pflügen wann man will, selbst wenn es wieder Gras eingesät wird?
      Das wissen zwar unsere Grünen Schlümpfe (kenne nur die Deutschen) und NGO’ler, stimmen auch freudig für diesbezügliche Gesetze, drehen sich dann und jodeln irgendwelchen Blödsinn über den Fleischverzehr….

      • Pensionierter Bauer

        Auch ich muss @Landwirt uneingeschränkt zustimmen. Die grünen Gutmenchen wollen hier alles ihrer Ideologie untergeordnet sehen. Wenn wir hier aber nicht mehr genügend Nahrungsmittel produzieren dürfen, dann wird sich an anderen Stellen auf der Erde mit Nahrungsmittel eingedeckt. Die Politik der grünen Schlümpfe unterstützt nur Typen wie dem neuen Brasilianischen Präsidenten Bolsonaro der sich mit der Verdrängung der indigenen Völker und der weiteren Rodung des für den ganzen Globus unentbehrlichen Regenwaldes schon auf die neue, total verfehlte europäische Landwirtschaftspolitik vorbereitet. Während sich die Grünen hier über ihre Erfolge freuen springt die neue Brasilianische Landwirtschaft in die Bresche und beliefert dann jene die sich nicht mehr die immer rarer und teurer werdende Europäischen Nahrungsmittel leisten können. Genau das gleiche Spiel erleben wir auch im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Träumer freuen sich über immer neue Rekorde beim Anteil an der Gesamtstromproduktion während dort, wo die Grundstoffe für diese Energiearten abgebaut werden die Natur und auch die Arbeitsbedingungen den Bach hinunter gehen.

  3. abendland

    soll man im tibetischen hochland getreide und gemüse anbauen?
    es gibt landwirtschaftlich genutze flächen, die kann man nur mit viehzucht nutzen. in der eifel gab es und gibt es weiden, da kann man am besten nur weidewirtschaft betreiben.
    ich las mal vor ca.15 jahren einen bericht der welternährungsorganisation, die feststellte , dass wenn wir keine weidewirtschaft für tiere hätten auf solchen flächen, dann hätte die menschheit nicht mehr, sondern weniger zu essen. dies hat nichts mit massentierhaltung zu tun, das ist ein anderes thema.

    die menschheit muss satt werden; deshalb brauchen wir auch fleischkonsum. angeblicher „klimaschutz“ ist hier wie auch überall eine dämliche nutzlose ideologie, womit sich irgendwelche maulaffen wichtig machen, und sonst nichts.
    ach übrigens, werte vegetarier und veganer, die meiste fettleibigkeit kommt nicht von zuviel fett durch fleischessen, sondern durch übermâßigen zuckerkonsum. auch wenn wir nur noch vegetarisch und veganisch essen dürften, dann käme immer noch genug und zuviel zucker in den mund und in den leib.

    • Das größte Problem ist der Verbraucher selber! Wer im Supermarkt zu Fertiggerichten greift, der greift in die Zuckerdose. Das fällt den meisten Menschen nicht auf, da die Industrie viele schöne Namen für Zuckervarianten gefunden hat. Ersatzstoffe wie Aspartam und Konsorten sind da noch „leckerer“.
      Für mein Empfinden sollten die Inhaltsstoffe besser gekennzeichnet werden. Dann kann jeder selber entscheiden was er wirklich will. Billig und viel Zucker oder halt etwas teurer aber dafür mehr „gute“ Inhalte.

  4. Fleisch baah, Auto, bzw.Diesel baah, Benziner aaah , Fliegen baah, Strom aaahh, Steuer gerne mehr …
    klingt alles nach Mittelalter …
    Wo sind unsere Weitsichtigen Politiker die alles verschlafen ????

  5. abendland

    den nagel auf den kopf getroffen.
    wer sachen schlecht redet, die er selber nutzt und gerne nutzt (fleisch, auto,strom) und dann auch noch mit gutem gewissen die steuern erhöhen will, muss ein vollidiot sein.
    und die sind eben grünlackiert.

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