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Sommerzeit beginnt: In der Nacht zum Sonntag wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Zeiger um 2.00 Uhr morgens auf 3.00 Uhr vorgestellt. Foto: Shutterstock

In Belgien und vielen Teilen Europas beginnt die Sommerzeit. Kritiker fordern weiterhin die Abschaffung der Zeitumstellung, doch eine Einigung der EU-Staaten ist nicht in Sicht. Eine neue Studie soll nun Klarheit schaffen.

Die Sommerzeit beginnt: In Belgien und den meisten Ländern Europas werden am frühen Sonntagmorgen (29. März) die Uhren von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Damit gilt dann hierzulande wieder die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), bis am 25. Oktober wieder auf die Normalzeit – auch Winterzeit genannt – zurückgestellt wird.

1977 in Belgien und 1980 in Deutschland wurde die Zeitumstellung wieder eingeführt – mit dem Ziel, das Tageslicht besser auszunutzen. Kritiker zweifeln den Energiespareffekt allerdings immer wieder an und rufen nach einer Abschaffung. Dafür bräuchte es aber eine europaweite Lösung, die nicht in Sicht ist.

„Die Zeitumstellung gehört abgeschafft“, hatte der damalige Kommissionschef Jean-Claude Juncker 2018 verkündet. Daraus ist bis heute nichts geworden. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa

Die Europäische Kommission hatte 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung in der EU zu beenden, weil sich zuvor mehr als 80 Prozent der Teilnehmer einer Online-Befragung dafür ausgesprochen hatten. Von 4,6 Millionen Antworten kamen damals allerdings etwa 3 Millionen aus Deutschland.

Nach Vorstellung der Kommission sollen die Staaten jeweils wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Sie sollen sich aber absprechen, damit es keine Probleme etwa für den Binnenmarkt gibt. Die EU-Staaten können sich aber seit Jahren nicht auf eine Position einigen.

Dennoch hält die EU-Kommission weiter am Plan fest und hat eine Studie zu den Folgen einer Abschaffung beauftragt. Sie soll bis Ende des Jahres fertiggestellt werden, wie eine Sprecherin mitteilte.

Vor allem Spanien will sich intensiv um ein Ende der Zeitumstellung zweimal im Jahr einsetzen. „Offen gesagt sehe ich darin keinen Sinn mehr“, sagte Regierungschef Pedro Sánchez. In allen Umfragen habe sich eine Mehrheit der Europäer gegen die Zeitumstellung ausgesprochen, sagte der Sozialist. Mit der Maßnahme werde keine Energie gespart, jedoch der biologische Rhythmus der Menschen zwei Mal im Jahr durcheinandergebracht. (cre)

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