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Das Pingpongspiel zwischen Balter und Paasch über Lage und Zukunft der Finanzen der DG geht weiter

Vivant-Fraktionssprecher Michael Balter (l) und DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (r). Fotos: Patrick von Staufenberg

Am Montag kamen im Ausschuss I des Gemeinschaftsparlaments abermals die Finanzlage der DG und deren weitere Entwicklung in turbulenten Zeiten wie denen von heute und morgen zur Sprache. Auf eine diesbezügliche Frage von Michael Balter antwortete Oliver Paasch nur verklausuliert. Das Pingpongspiel zwischen Vivant-Fraktionssprecher und Ministerpräsident geht weiter.

Schon lange rückt Balter Paasch mit bohrenden Fragen zur Lage der DG-Finanzen auf die Pelle. Dabei geht es um den Schuldenstand unserer Gemeinschaft insgesamt, die Höhe der Zinszahlungen sowie eine ganze Reihe von nach Meinung von Vivant unnötigen Ausgaben.

Am Montag ging es im Ausschuss I um die besorgniserregende Entwicklung der föderalen Staatsfinanzen und vor allem um deren Auswirkungen auf den Haushalt der DG.

Die Staatsverschuldung von Belgien liegt derzeit (Stand 2025/Anfang 2026) ungefähr bei 680 Milliarden insgesamt. Das sind etwa 105–107 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Belgien liegt damit an vierter Stelle der meistverschuldeten Länder der EU hinter Griechenland, Italien und Frankreich. Foto: Shutterstock

Die Staatsverschuldung von Belgien liegt derzeit (Stand 2025/Anfang 2026) ungefähr bei 680 Milliarden insgesamt. Das sind etwa 105–107 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Der EU-Stabilitätspakt sieht eigentlich eine Obergrenze von 60 Prozent des BIP vor. Belgien liegt damit an vierter Stelle der meistverschuldeten Länder der EU hinter Griechenland, Italien und Frankreich.

Balter fühlte sich veranlasst, abermals Ministerpäsident Paasch zur Rede zu stellen aufgrund von „Warnsignalen zur gesamtstaatlichen Finanzlage“. Der Gouverneur der Nationalbank, Pierre Wunsch, bezeichnete die belgische Staatsverschuldung als „besorgniserregend und langfristig nicht tragfähig“ und hielt deutlich stärkere Konsolidierungsmaßnahmen für erforderlich. Auch Premierminister Bart De Wever (N-VA) äüßerte sich mehrmals besorgt und ließ durchblicken, dass in Zukunft noch viele Sparanstrengungen erforderlich seien.

Erschwerend hinzu kommen der Ukraine-Krieg und der Iran-Krieg, die laut Balter ein „konjunkturelles Abwärtsrisiko“ zur Folge hätten. Der Fraktionschef von Vivant bezog sich auf die Bank BNP Paribas Fortis: „Bleibt Öl länger teuer, drohen höhere Inflation und schwächeres Wachstum; für Europa wird im zweiten Halbjahr sogar eine Rezession wahrscheinlicher. Solche Schocks würden Defizite und Zinslasten zusätzlich verschärfen.“ Das föderale Planbüro habe bereits in seinen Prognosen vom Februar 2026 vor einer anhaltenden Verschlechterung der Staatsfinanzen gewarnt, mahnte Balter.

Schließlich erinnerte der Fragesteller an das, was Paasch bereits am 9. Februar 2026 angekündigt habe. Demnach verlange die EU von Belgien 28 Milliarden Euro Konsolidierung, wobei die Lastenverteilung zwischen Föderalstaat und Gliedstaaten im Konzertierungsausschuss noch offen sei.

Premierminister Bart De Wever (N-VA) fordert weitere Sparanstrengungen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

„Diese Lage bestätigt die wiederholte Vivant-Warnung, dass Vorsorge nötig ist, bevor der
Druck von außen steigt“, so Balter. „Seit Jahren weisen wir wiederholt auf diese Entwicklung hin.“ Vivant habe immer wieder vor den Risiken des Finanzsystems gewarnt. Die DG-Regierung sei diese Risiken dennoch eingegangen. Dadurch habe die Regierung die Verschuldung der DG auf ein Rekordniveau getrieben.

Folgende Fragen richtete Balter an den Ministerpräsidenten:

1. Welche Auswirkungen erwartet die Regierung für den Haushalt der DG infolge der aktuellen Warnungen vor einer langfristig nicht tragfähigen belgischen Staatsverschuldung?

2. Welche zusätzlichen strukturellen Maßnahmen plant die Regierung zur Stabilisierung der DG-Finanzplanung für den Fall eines konjunkturellen Einbruchs infolge anhaltend hoher Energiepreise?

3. Teilen Sie die Einschätzung der belgischen Ökonomen, wonach die belgische Staatsverschuldung langfristig nicht tragbar ist?

In seiner Antwort wies Ministerpäsident Paasch vorab darauf hin, dass die DG für der Erstellung des föderalen Haushaltes weder zuständig noch verantwortlich sei. Es dürfe kein Geheimnis sein, dass in Belgien gespart werden müsse.

Die DG habe mit ihren zwei Spardekreten und dem „Durchforstungsprozess“ ihre Hausaufgaben gemacht, so Paasch.

10.12.2025, Belgien, Eupen: Die vier DG-Minister bekommen bei einer Kundgebung des Nicht-Kommerziellen Sektors in Eupen große Geschenkboxen überreicht, die allerdings leer waren – so leer wie die Versprechen der Politik an die Beschäftigten des Nicht-Kommerziellen Sektors. Foto: Patrick von Staufenberg

Dass die Nationalbank und der belgische Premierminister öffentlich gesagt hätten, dass auf föderaler Ebene weitere Sparmaßnahmen erforderlich seien, um die europäischen Vorgaben einzuhalten, nehme die DG-Regierung zur Kenntnis. Einen Einfluss darauf habe sie aber nicht.

Paasch: „Seit Monaten wird im Konzertierungsausschuss über den Haushaltspfad für die Jahre 2025-2031 verhandelt, mit dem die europäischen Sparvorgaben umgesetzt und auf alle Entscheidungsebenen verteilt werden müssen. In diesen Verhandlungen konnten viele Fortschritte erzielt werden – vor allem in den letzten Wochen. Eine definitive Einigung gibt es aber noch nicht. Übrig bleiben zwei Knackpunkte, über die der Konzertierungsausschuss zuletzt am vergangenen Montag beraten hat. Viel Zeit bleibt unserem Land nicht mehr, um diesen Haushaltspfad zu verabschieden. Ich hoffe also, dass wir in den nächsten Wochen, einen Kompromiss finden können.“

Welche wirtschaftlichen und finanzpolitischen Auswirkungen der Krieg im Iran haben wird, ist laut Paasch noch nicht absehbar. „Vieles hängt von der Dauer des Konflikts und von der Situation rund
um die Straße von Hormus ab. Der Ölmarkt ist derzeit sehr volatil. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheint mir jedoch schon sicher zu sein, dass die Inflation in diesem Jahr steigen wird. Trotz aller Unwägbarkeiten werden wir uns bemühen, dieser Entwicklung bei der anstehenden Haushaltsanpassung im April Rechnung zu tragen; so wie wir das bei allen vorherigen Krisen auch getan haben. Man denke nur an die Corona-Krise und den Angriffskrieg auf die Ukraine. Schon damals waren wir die Ersten in Belgien, die ihren Haushalt krisenbedingt angepasst haben.“

Viel Konkretes hat Paasch also nicht preisgegeben. Wahrscheinlich wird Balter in diesem Pingpongspiel schon bald noch einmal aufschlagen und das Match gegen den Ministerpräsidenten zum Thema DG-Finanzen weiter offen gestalten…(cre)

54 Antworten auf “Das Pingpongspiel zwischen Balter und Paasch über Lage und Zukunft der Finanzen der DG geht weiter”

  1. Ein Steuerzahler

    Balter hat Recht, und bleibt am Ball! Der MP strauchelt, bringt jede Menge an Exküsen und Rechtfertigungen an den Tag! Nützen aber nichts, denn ganz Grosses Eigenverschulden, in dem Falle auch noch in Übermass! Sich da mal an die eigene Brust klopfen, und sagen: hier haben wir uns übernommen!?
    Kommt nicht in Frage!? Typisch für die heutige Politik übrigens. Denen glaubt kein Mensch mehr. Deren Zeiten sind um, es fehlen Leute mit Wumm und Bürgergefühl, kein Wunder, dass diese Randparteien mehr und mehr gewählt werden! Den vorigen und jetzigen fehlt die Glaubwürdigkeit und die Realität!

  2. Der eine fragt (Balter), der andere weicht aus (Paasch). Man kann von Balter halten was man will, er ist jedoch der einzige in diesem Parlament, der etwas hinterfragt; alle anderen Parteien aus der Opposition vermeiden es dem Sonnenkoenig unangenehm zu sein, die nächsten Wahlen kommen ja wieder und dann folgt das übliche Anbiedern um in der Mehrheit aufgenommen zu werden.

    • Fazit! ist auch, dass es im Parlament rar ist, Grosse Redner*innen zu suchen! Alles in Eupen wurde von Anfang an viel zu Gross gemacht, Dabei blieb die Qualität der Erfindung auf die Strecke! Wenn das Ganze nur halb so Gross wäre, hätten wir jetzt auch nur die halben Schulden! Aber so, wie jetzt kanns da nicht weitergehen. Da muss gesiebt werden, da viel teuer im Preis/Leistungs Verhältnis.

  3. Veronika

    -Makaber der Satz vom Paasch, und so wie immer: Schon damals waren wir die ersten in Belgien, die ohren Haushalt krisenbedingt angepasst haben!? Und jetzt?
    Was nutzte das alles? Jetzt sitzen wir gemeinsam in der Sch…….! Und das wegen u a Ruinen und Mauerresten!? Einfach nur so drauf los gelegt! Es wird noch Jahre dauern ehe das alles repariert ist!?

  4. Siegfried

    Paasch übertreibt eindeutig.

    Balter allerdings betet zum dreihundersten Male dieselbe Litanei. Vielleicht sollte er sich mal drei Monate hinter klösterliche Gemäuer zur inneren Einkehr begeben und so eine göttliche Eingebung erhalten…..es wäre ihm zu wünschen.

    • Jules de Bulles

      Siegfried! Sie liegen eindeutig Falsch mit ihrem Kommentar und Eingebung! Sehen Sie der Wahrheit ins Auge, oder sind Sie blind!? Was schreibt hier die Mehrheit!?Und was betet unsere Regierung! Untergang, bis zum bitteren Ende! Jeute die so mit unserm hart verdienten Steuergeld umgehen, die gehören abgewählt! Und das sofort, da nicht Kapabel zum Regieren.

  5. ….
    „Diese Lage bestätigt die wiederholte Vivant-Warnung, dass Vorsorge nötig ist, bevor der
    Druck von außen steigt“, so Balter.
    …..
    /////
    Der Umgang mit Steuergeld von Politikern entspricht dem sprichwörtlichen Wurstvorrat des Hundes; alles wird schnell und hintereinander verputzt. Noch NIE hat eine Regierung einen Staatshaushalt übergeben der besser war als das was sie übernommen hat. Deswegen schweigen die anderen Parteien so dröhnend, sie könnten in der nächsten Regierung dabei sein. Balter weiss dass er nie regieren wird, da müsste er schon die absolute Mehrheit alleine erringen, also kann er sagen was alle denken, es wird so nicht weiter gehen können….

  6. Zu teuer der Laden

    Eine solche DG brauchten wir niemals! Und jetzt auch noch einen solchen Scherbenhaufen! Traurig, traurig! Schulden über Schulden! Wer wars? Keiner! Es waren die anderen!
    Wir sind die Besten.

  7. Vor wenigen Tagen kündigte der für Tourismus und Sport zuständige Minister an, eine Studie von der Uni Trier erstellen zu lassen, die die weitere Entwicklung des Sports in der DG zum Gegenstand hat. Kostenpunkt: 70.000 €.
    Da verfügt die DG über fast unerschöpfliche personelle Ressourcen und ist scheinbar nicht in der Lage, die Entwicklung des Sports in der DG zu begutachten und zu managen.
    Wenn man solche Nachrichten hört kann muss man die Seriosität der Sparmaßnahmen in Zweifel ziehen. Für wie dumm hält diese Regierung uns eigentlich?

    • @Studie(17/03/2026 17:34).

      Für wie dumm???
      Für sehr dumm denn sonst würde sich, nach die Wahlen „etwas“ ändern.
      Was tut sich…nichts.
      Immer die Gleichen die jedes mal den gleiche Mist fabrizieren.
      Am Ende bleiben mehr Schulden, weniger Kaufkraft, frustrierte Wähler.

  8. Joseph Meyer

    Man kann tatsächlich Michael Balter nur anraten bei dieser EXPONENTIELLEN Staatsverschuldung “am Ball zu bleiben”! Denn die Geschwindigkeit des Anstiegs der Verschuldung ist geradezu erschreckend! Das lässt sich an einem konkreten Beispiel sehr gut aufzeigen:
    Am 24.April 2014, um 19 Uhr, hatte ich vor dem Rathaus in St.Vith mit einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten “demonstriert”; der bekannte Künstler aus Elsenborn, Hubert Schäfer, hatte dazu ein 5 Meter langes Leinenbanner geschaffen mit der Aufschrift:
    B. Staatschulden am 08.04.2013: ~ 362.713.763.450 MRD €
    am 24.02.2014: ~ 376.817.878.984 MRD €
    Dazu eine Graphik mit der belgischen Staatsverschuldung von unter 10 MRD € in 1950 auf ~ 400 MRD € bis zum Jahr 2015.
    Und ein zweites Banner mit der Aufschrift: “Für eine hoheitliche Zweitwährung in Belgien”.

    Wenn der obige Satz “Die Staatsverschuldung von Belgien liegt derzeit (Stand 2025/Anfang 2026) ungefähr bei 680 Milliarden insgesamt”, in Worten SECHS HUNDERT ACHTZIG, bei der Bevölkerung keine allgemeine Protestwelle auslöst, dann liegt das vor allem daran, dass weder die Menschen im Allgemeinen, noch die Politiker und leider auch die Journalisten und Reporter keinerlei Informationen im Bereich “Schuldgeldsystem” erhalten, und sich allerdings auch nicht selber informieren! Ich wiederhole die Zahlen:
    Von 2014 bis 2026, also in 12 Jahren, ist die Staatsverschuldung in Belgien von ~376 MRD auf ~680 MRD € angestiegen! Wenn wir also bei diesem Geldsystem verbleiben, wird die Schuld in 12 Jahren mindestens bis auf 1 Billion 360 MRD Euro ansteigen … !

    JA, die politisch Verantwortlichen sind zu leichtsinnig beim Ausgeben der Steuereinnahmen und NEIN, diese EXPONENTIELLE Verschuldung kann NICHT mit Einsparen gestoppt werden!

    Um DIESE Verschuldung zu stoppen brauchen wir eine hoheitliche Zweitwährung, wie bereits in 2014 gefordert!
    Und es braucht Aufklärung der Menschen:
    1. dass dieses Schuldgeld von den privaten Systembanken AUS DEM NICHTS in Form von Krediten geschaffen wurde und wird,
    2. dass die ZINSEN welche der Staat an die Banken zahlt von wenigen Privatleuten eingesteckt werden, und
    3. dass “hoheitliche Zweitwährung” bedeutet, dass der Staat dafür KEINE Zinsen zahlen müsste !
    und
    4. es würde sich lohnen darüber nach zu denken! Denn dieses Schuldgeldsystem ist verantwortlich für zunehmende Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Unruhen, Kriege, Fluchtbewegungen, Umweltschäden, usw. !

    • Putin Freund

      Ich hoffe, dass Herr Balter die Ratschläge von jemandem, der ganz tief im Allerwertesten von Herrn Putin steckt und dessen Propaganda hier unaufhörlich verbreitet, nicht allzu ernst nimmt.
      Aber wer die Manipulation der Menschen in Sachen Impfung und Covid durch Vivant und Meyer betrachtet erkennt, dass Vivant und Meyer da auf der selben Wellenlänge liegen

    • Anmerkung: Verwirrende Zahlen in Zeile 7 & 8

      @ J. Mayer

      Hallo Herr Mayer, in den Zeilen 7&8 stimmt m.E. die Bezeichnung „MRD €“ nicht … eine 12–stellige Milliarden Zahl ist selbst für Belgien etwas hoch gegriffen.

        • Anmerkung: Verwirrende Zahlen in Zeile 7 & 8

          @ J. Mayer

          Sie schreiben am 17.03.26 17:54 : „… B. Staatschulden am 08.04.2013: ~ 362.713.763.450 MRD €
          am 24.02.2014: ~ 376.817.878.984 MRD € …“

          Meine Anmerkung vom 19.03.26 14:49:

          1 MRD € = 1.000.000.000 €

          Daher sind:

          362.713.763.450 MRD € = 362.713.763.450.000.000.000 €

          Wahrscheinlich sieht Adam Riese das auch so.

    • Anderer Vorschlag: Staatsbank

      @ J. M.

      Warum kann der Staat nicht eine eigene Bank gründen – und seine Schulden bei seiner eigenen Bank aufnehmen? Selbst wenn er dann „Zinsen auf seine eigenen Schulden“ fordern würde, würden diese wieder bei der eigenen Bank eingezahlt werden 😁.

      Damit könnte man doch eine zusätzliche nationale Währung verhindern … bei gleichem Resultat.

      Worauf man dringend achten müsste ist, dass die Politiker sich keine Bonis für die von ihnen selbst erzeugten Schulden nehmen 🫢 – das traue ich denen ohne Weiteres zu!

        • Anderer Vorschlag: Staatsbank

          @ WK

          Soviel ich weiß, ist der Staat ein Aktionär von Belfius, es gibt aber auch andere Aktionäre, die an den Krediten verdienen.

          Mal hören ob und was J. Meyer dazu sagt, er hat sich mehr mit diesem Thema beschäftigt.

          Ich meine, dass man seinen Vorschlag eher verwirklichen kann, wenn keine zusätzliche Währung dazu erforderlich ist. Es geht ja darum, dass wir Steuerzahler für die Schulden unseres Staates keine Zinsen an irgendwelche Bank–Aktionäre zahlen müssen, die unserem Staat dafür „imaginäres – nur auf dem Papier bestehendes“ (Geldschöpfung) Geld leihen! Dass dem so ist, sieht man ja bei einem Bankencrash, da müssen wir Steuerzahler das von den Banken verliehene „imaginäre Geld“ durch wirkliches ersetzen, während die BÄNKER mit ihren Boni in Steuerparadiesen sitzen und (über uns) lachend ihren Champagner schlürfen!

          • Joseph Meyer

            @Anderer Vorschlag: Staatsbank
            @WK
            Ja, die Geschäftsbank „Belfius“, vormals Dexia Bank Belgien, ist seit der Weltfinanzkrise in 2007-2008, und der Zerschlagung der Dexia-Gruppe in 2011, in 100%igem Besitz des belgischen Staates. Das bedeutet tats

          • Joseph Meyer

            @WK
            @Anderer Vorschlag: Staatsbank
            Ja, die Geschäftsbank “Belfius” befindet sich im Besitz des belgischen Staates und der belgische Staat kann also Kredite bei seiner Bank anfragen und erhält die gezahlten Schuldzinsen am Ende des Jahres in Form der Bankgewinne wieder zurück.
            DAS funktioniert aber nur so lange wie der belgische Staat zu 100% das Sagen über seine Geschäftsbank hat: Sollte Belfius auch nur teilweise privatisiert werden, und die Rotschild-Bank wartet schon seit Jahren ungeduldig auf diesen Schritt!, dann wäre die Umgehung der EU-Regeln laut EU-Vertrag von Lissabon, Art. 123, Paragraph 2), sehr wahrscheinlich zu Ende!
            Diese Teilprivatisierung von Belfius war, laut Bericht im GrenzEcho vom 30. August 2025, zwecks Deckung des Föderalen Haushaltsdefizits, so gut wie beschlossene Sache … .
            Ich füge einen Brief, den ich dann diesbezüglich an Herrn De Wever, mit Kopie an die Föderalminister, geschrieben hatte bei, der vielleicht etwas Gutes bewirkt hat.

            Dr. Joseph Meyer
            Klosterstrasse 40
            4780 St.Vith

            Monsieur
            Bart De Wever
            Premier ministre
            Rue de la Loi 16,
            1000 Bruxelles
            St.Vith, le 16.09.2025

            Cher Monsieur le Premier ministre,

            Selon une communication du journal “GrenzEcho” de la Communauté Germanophone vous-même et votre Gouvernement envisagent une privatisation partielle de la Banque d´affaire Belfius, banque en possession de l´État Belge depuis la crise financière internationale de l´année 2008.

            L’article 123 du traité de Lisbonne, dans son paragraphe 1, confirme l’interdiction pour les Etats membres de l’UE d’emprunter directement à la BCE.
            MAIS il faut tenir compte également du paragraphe 2 de ce même article 123!

            25/03/57 Traité CE – version consol. après Traité de Lisbonne
            Traité du 25 mars 1957 sur le fonctionnement de l’Union européenne
            Article 123
            1)
            “Il est interdit à la Banque centrale européenne et aux banques centrales des États membres, ci-après dénommées “banques centrales nationales”, d’accorder des découverts ou tout autre type de crédit aux institutions, organes ou organismes de l’Union, aux administrations centrales, aux autorités régionales ou locales, aux autres autorités publiques, aux autres organismes ou entreprises publics des États membres; l’acquisition directe, auprès d’eux, par la Banque centrale européenne ou les banques centrales nationales, des instruments de leur dette est également interdite.”
            2)
            “Le paragraphe 1) ne s’applique pas aux établissements publics de crédit qui, dans le cadre de la mise à disposition de liquidités par les banques centrales, bénéficient, de la part des banques centrales nationales et de la Banque centrale européenne, du même traitement que les établissements privés de crédit.”

            Sous condition que l´État Belge reste propriétaire à 100% de son établissement public de crédit, Belfius, votre gouvernement, Monsieur le Premier ministre, peut donc acquérir directement des crédits, non-limités en hauteur, auprès de sa Banque d´affaires, Belfius, et profiter en fin
            d´année du retour intégral des intérêts payés pour ces crédits. Il est possible également de transférer progressivement l´entièrté de la dette publique belge vers son établissement public de crédit, Belfius!

            J´espère que vous-même et votre gouvernement puissent décider de tirer profit de ces possibilités autrement plus lucratives durant votre législature et au-delà, et donc autrement plus bénéfiques pour la Belgique et pour le peuple belge que la petite somme de 5 ou 10 milliards d´Euros qui seraient versés une seule fois par les instituts privés d´investissement, certainement déjà impatients de pouvoir acquérir 20 à 25% des actions de Belfius!
            De même, évidemment, une fusion avec la Société d´assurance Ethias terminerait toute possiblilité de tirer profit des possibilités inédites de ce trésor que la Belgique possède avec son établissement public de crédit, Belfius!

            Un argument fort pour cette action est le fait que l´endettement de l´État Belge est dû à une manoeuvre des banques privées “systémiques”, puisque, outre le fait de s´avoir accaparé le monopole de la création monétaire, elles ont réussies à introduire leur système de dette en y cachant un élément d´endettement exponentiel, et de maintenir cela soigneusement sous couvert! En effet, lorsqu´elles créent la somme d´argent d´un crédit, – fiat-money -, elles omettent de créer en même temps la somme d´argent nécessaire pour pouvoir payer les intérêts à verser pour ce crédit: Ainsi un nouveau crédit doit être placé avec à nouveau des intérêts à payer. Les banques privées systémiques profitent donc d´une courbe exponentielle d´endettement et encaissent – de façon illégale – des billions d´Euro!

            J´enverrai une copie de cette lettre à tous les membres de votre gouvernement ainsi que aux présidents des partis politiques du parlement fédéral.

            Avec mes meilleures salutations,
            Dr. Joseph Meyer

            @Anderer Vorschlag: Staatsbank
            Mein Glückwunsch an Sie für Ihre Einsicht in das Schuldgeldsystem der privaten Banken, vom dem wir alle uns völlig unnötig ausbeuten lassen!
            Sie haben oben ja den Paragraphen 1) des Artikels 123 gelesen, wonach es den Euro-Staaten verboten ist, Kredite bei der Nationalbank oder direkt bei der EZB aufzunehmen, die Staaten dürfen neues Geld nur über Kredite bei privaten Geschäfstbanken anfragen und erhalten, und sie müssen dann natürlich die Schuldzinsen bezahlen … !
            Wenn Sie dann weiter überlegen, dass nämlich die BRICS-Staaten nicht an diesem Rotschild-Kreditgeldsystem teilnehmen!, dann verstehen Sie auch warum diese Staaten militärisch zerschlagen werden müssen..! Und auch warum das US-Finanzimperium unbedingt immer neue Eroberungen oder die Möglichkeit des Wiederaufbaus nach Flächenzerstörungen braucht um sein Überleben zu garantieren, denn nach dem unausweichlichen Finanzsystem-Crash (exponentielle Verschuldung!) kommt ein Reset, d.h. alle Schulden sind futsch, und es kann wieder von vorne losgehen, weil die exponentielle Kurve anfangs für einige Jahrzehnte nur sehr langsam nach oben steigt.

            • Anderer Vorschlag: Staatsbank

              @ J. Mayer

              Vielen Dank, dann lag ich also nicht so falsch mit meinem Vorschlag.

              Leider ist das Thema relativ kompliziert, weshalb die Meisten einen großen Bogen darum machen und denken „die Protagonisten werden das schon richtig machen“ – natürlich weit gefehlt, weil diese Damen und Herren Teil dieses Systems sind!

              Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie zu diesem Thema einen (möglichst kurzen allgemeinverständlichen) Text auf „Kindergartenniveau“ verfassen und hier veröffentlichen würden! Wobei „das Kindergartenniveau“ nicht als despektierlich gewertet werden sollte.

              • Joseph Meyer

                @Anderer Vorschlag: Staatsbank
                Das will ich gerne machen, wenn es erlaubt oder gewünscht wird! Aber weil dieses Diskussionsthema aus der allgemeinen Diskussion entfernt wurde, bin ich mir da nicht so sicher. Ich schaue morgen nach.

  9. Keller Jochen

    Nun, wenn das Gerede, welches angeblich schon so lange hin und her geht, kann es doch für die Regierung nur eine Lösung geben,. Die DG, so schade es klingt, gehört abgeschafft. Sie haben doch in Belgien eh nichts zu melden. Alle Minister werden entlassen und wir überlassen der wallonische Region das sagen.

      • Joseph Meyer

        @Dax
        Wenn die Großmacht, hier die USA, d.h. nicht die große Mehrheit der Bevölkerung sondern die wenigen US-Billionäre, welche das System beherrschen und davon profitieren, ihr System auf Gedeih und Verderb erhalten wollen, dann massakriert „ihre“ Armee jedes Land welches sich ihnen nicht unterwirft … Irak, Libyen, Syrien, Venezuela, Russland, Iran, Cuba …, China … .
        Wir durften alle schuften und Steuern zahlen und Alle dürfen weiter schuften und Steuern zahlen damit das „System“ erhalten bleibt. Das funktioniert so lange wie die explodierenden Zinszahlungen das anglo-amerikanische Kreditgeldsystem nicht in der Hyperinflation zum Einsturz bringen. Wir stehen kurz davor, Russland und China schauen interessiert und gelassen zu, gelassen, weil sie ihr eigenes Geldsystem haben und es kontrollieren!

            • Joseph Meyer

              @ne Hondsjong
              Vielleicht sollten Sie nicht so schnell von Sich auf Andere schliessen … ?!

              Warum glauben Sie denn, dass die USA bisher einen grossen Bogen um die direkte militärische Konfrontation mit Russland gemacht haben?
              Natürlich kann Niemand sicher sein, dass die Informationen die wir aus dem Internet beziehen stimmen, das vorweg!
              Bevor Sie die Frage beantworten, schlage ich vor, dass Sie Sich die Videoaufnahmen der ballistischen Raketeneinschläge aus dem Iran im Norden von Israel anschauen – ich gehe mal davon aus, dass diese Aufnahmen nicht von einer KI erstellt wurden … . Es gibt aber auch Beispiele mit Videoaufnahmen aus dem Ukraine-Krieg.

              Man kann zu Putin stehen wie man will, und ich bin kein spezieller Putin-Freund!, aber man kann ihm nicht vorwerfen, dass er die USA/NATO nicht rechtzeitig vor den neuen Hyperschallraketen der russischen Armee gewarnt hätte, nämlich, ich glaube es war vor 3 Jahren, auf der Waldai-Konferenz: Putin meinte, dass der Westen ja eigentlich nicht mehr auf Benachrichtigungen von russischen Politikern hören würde, aber dieses Mal sollte sie bitte zuhören. Und dann stellte er die Hyperschallraketen vor, die von den NATO-Armeen nicht abgefangen werden können, weil sie zu schnell sind.

              OK, westliche “Experten” meinen, wir sollten uns trotzdem keine Angst einjagen lassen, die Russen hätten zwar Hyperschallraketen, aber sie wären militärisch insgesamt sehr schwach.
              Ich weiss es nicht, vielleicht kennen Sie Sich besser aus?

  10. Es wäre mal sehr interessant zu erfahren wieviel unser ganzer DG Apparat wirklich dem Steuerzahler pro Monat kostet. Die 4 Minister zusammen kommen ja etwa schon an 64000€ brutto. Nun fehlt aber noch das Gehalt der Parlamentspräsidentin sowie allen Anderen die auch noch auf der Gehaltsliste stehen. Das Ganze ist ein Fass ohne Boden und führt zu einem sicheren Untergang.

  11. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Nicht mit Geld umgehen zu können, wollen,
    hat bei den weltführenden Autokraten angefangen, ( von denen vor allen Dingen bei uns an der Spitze des Europaparlaments einige zu finden sind ) und zieht immer weitere Kreise bis in den unteren Rängen der Politik. Weshalb wohl ?
    Weil man schlecht von oben, die unteren kritisieren oder kontrollieren kann, wenn man selbst das Geld der Bürger aus dem Fenster wirft.
    Deshalb kann es eigentlich nicht genug Leute geben, die das Europaparlament in dieser Form kritisieren.
    Die Kommunen oder die DG, ist vergleichsweise eigentlich des Eltern kindesopfer, die es wegen mangelnder Erziehung versäumt haben, den richtigen Weg einzuschlagen.
    Wenn man das Problem an der Wurzel packen würde, ist es nicht ausgeschlossen, dass sich die Probleme der fehlenden Selbstbeherrschung in den unteren Reihen der Politik, in Luft auflösen.

  12. Kasperle

    Beten wir, das die Gläubiger sich weiterhin darauf einlassen die Schulden in die Zukunft zu schieben.
    Dann ist das nicht unser Problem und belastet die zukünftigen Generationen.
    Hauptsache, wir stehen immer gut da und machen uns zu Lebzeiten die Taschen voll.
    So, oder ähnlich könnten die Gebete des Herrn Paasch sich anhören.

    Wundern tut mich, das unsere wohlstandsverwahrloste Jugend nicht auf die Straße geht.
    Aber das liegt wohl daran das diese wohl nicht mehr in der Lage sind Probleme zu lösen, sondern wie die meisten die Schuld bei den anderen sucht.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #besserwisser/ Stimmt und eigentlich kann man sich noch so anstrengen, es wird nichts mit sparen.
      Denn zukünftig kommen unzählige dabei, die mit dem auskommen müssen was das ÖSHZ bezahlt.
      Eine Erfindung, um die Staatskasse sparsamer aussehen zu lassen und die Kommunen eine höhere Last tragen müssen.
      Der Haken bei dem Deal :
      Man erlaubt es den Kommunen in der DG, sich maßlos zu verschulden, damit die Übeltäter einiger sinnloser Maßnahmen, (mit gewaschener weißer Weste) eine bessere bilanzvorweisen können.
      Man schweigt lieber und verrät nicht wie viel hunderttausende das falsche Spiel jeden Monat kostet.
      Dazu kommen dann noch die dummen applaudierenden, die zukünftig selber arbeitslos werden könnten.
      Die Gefahr dass es zukünftig einen Großteil selber trifft, wird dann, noch nie so groß gewesen sein, wegen der Technik, die jeder haben möchte.
      Man darf deshalb auch gespannt sein, ab wann der Applaus immer leiser wird.

  13. Krisenmanagement

    Es ist kein Ping-Pong-Spiel. Paasch muss sich nun mit allen Tricks an der macht halten. Leider gibt es noch immer zu viele Profiteure des Systems, die diese Regierung wählen. Die PRODG, CSP, PFF-Regierung da abliefert ist einfach nur unverantwortlich. Unsere Gemeinden glauben auch das Spiel mit dem Geld aus Eupen ginge immer so weiter. Schaut euch die Staatsquote an. Ich hoffe irgendwann kommt die Politikerhaftung für all ihre Taten.

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      Ich hoffe irgendwann kommt die Politikerhaftung für all ihre Taten.
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      Diese kommt am Tag der Auferstehung von den Toten. Das „jüngste Gericht“ ist seit Jahrhunderten das Märchen mit dem sich die Mächtigen vor der Verantwortung drücken indem sie die Ohnmächtigen damit vertrösten. Funktioniert im Grunde noch immer, und das seit fast 2000 Jahren….

  14. Sparmassnahmen light

    Balter hat vollkommen recht. Aber es ist dieser Regierung vollkommen egal, welche Probleme sie in der Zukunft verursacht. Um die Bevölkerung in Schach zu halten, muss man halt einen Medienrat installieren. Nur man kann halt nicht erwachten, dass der Verursacher der Finanzmisere, einfach die Probleme lösen kann. Paasch ist halt rhetorisch gut. Er gibt den Clown im Karneval. Frau Klinkenberg gibt die angeblich soziale Ministerin, Herr Franzen gibt den konzeptlosen Bildungsminister und der aller wichtigste kommt zum Schluss und das ist der Minister Freches. Nun musste Herr Freches einer ganz wichtigen Organisation „IDP“ Heh was, das heisst Institut für Demokratiepädagogik die Zuschüsse kürzen. Diese NGO Organisation gab sich einen wissenschaftlichen Anstrich und sollte eigentlich zur politischen Umerziehung dienen. Das Institut bekam Zuschüsse als sogenannte Erwachsenenbildungsorganisation. Es wurden korrekt gegenderte „wissenschaftliche Texte verfasst. Nur das was sie wirklich tun sollte, das machten sie eben nicht. Ein Institut für Demokratiepädagogik sollte eben die Menschen dazu ermutigen zu kandidieren und ausarbeiten, wie man das macht. Nun hat sich dieses Propagandainstitut Ende 2025 selbst aufgelöst. Solche Beispiele gibt es viele in Eupen. Das Geld wird weiterhin im Giesskannenprinzip ausgeschüttet. Es gibt noch immer unzählige Erwachsenbildungsorganisationen und Vereine, die immer noch Zuschüsse bekommen . Nur wer muss das bezahlen?
    Leider gibt es im Moment nur eine Oppositionspartei, die den Namen verdient. Die Grünen bereiten biedern sich bereits an PRODG an. Die Kritik hält sich dort in Grenzen. Die SP muss sich immer noch in ihre Rolle als Oppositionspartei einfinden.

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