Politik

Miesen: „Ich würde gerne Präsident des PDG bleiben“ – Absage an Parlament nur mit Profis

Alexander Miesen wird erst Senator und später wieder PDG-Präsident. Foto: OD

Alexander Miesen (PFF) hat am Montag eine Bilanz seiner 16-monatigen Amtszeit als Parlamentspräsident gezogen. Bei dieser Gelegenheit äußerte der 31-Jährige den Wunsch, nach den Wahlen Vorsitzender der Volksvertretung bleiben zu können. In einem Interview mit „Ostbelgien Direkt“ sprach sich Miesen zudem gegen ein Parlament aus, das sich ausschließlich aus Profi-Politikern zusammensetzt.

Bei der Pressekonferenz, an der auch PDG-Generalsekretär Stephan Thomas teilnahm, legte Alexander Miesen Zahlen über die Tätigkeit der DG-Parlaments vor.

Im Detail und in sehr übersichtlicher Form können Sie die Bilanz der verflossenen Legislaturperiode (2009-2014) der beigefügten PDF-Datei am Ende dieses Artikels entnehmen.

Zunächst aber das Interview, das „Ostbelgien Direkt“ im Anschluss an die „Bilanzpressekonferenz“ mit PDG-Präsident Alexander Miesen (PFF) führte.

Eröffnung des neuen Parlaments als Höhepunkt

OD:  Welches war der Höhepunkt Ihrer 16-monatigen Tätigkeit als Präsident?

PDG-Präsident Alexander Miesen (rechts) beim BRF-Interview. Foto: OD

PDG-Präsident Alexander Miesen (rechts) beim BRF-Interview. Foto: OD

Miesen: Der Höhepunkt? Hm, schwierig, es gab nämlich eine ganze Reihe von Dingen, die passiert sind. Wir hatten mehrere Königsbesuche, denn es gab in dieser Zeit einen Thronwechsel. Ich glaube aber, dass der eigentliche Höhepunkt die Eröffnung des neuen Parlamentsgebäudes war. Das war ja ein riesengroßes Projekt, auf dem ein großer öffentlicher und finanzieller Druck lag. Hintendran gab es noch die Tage der offenen Tür mit 8000 bis 9000 Besuchern. Das war schon ein echter Höhepunkt.

OD: Und welches war der Tiefpunkt?

Miesen: Da muss ich scharf nachdenken. Da fällt mir so direkt keiner ein.

OD: Andere erachten vielleicht als Tiefpunkt, dass das Parlament fast zwei Jahre auf eine Antwort von Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz auf eine Frage der Ecolo-Fraktion über die Kosten der Auslandsbeziehungen warten musste. Wie lässt sich so etwas in Zukunft vermeiden?

Miesen: Dies liegt natürlich letzten Endes immer in der Verantwortung des Regierungsmitglieds, das nicht antwortet – in diesem Fall des Ministerpräsidenten.

OD: Sie selbst können also als Präsident des Parlaments nichts dagegen tun?

Miesen: Ich habe jedenfalls als Präsident des Parlaments kein rechtliches Instrument in der Hand, um das Regierungsmitglied dazu zu zwingen, auf die Frage zu antworten. Das ist eine politische Verantwortung des Regierungsmitglieds. Ich kann höchstens auf das Regierungsmitglied einwirken, vielleicht auch öffentlich mal auf den Tisch hauen, um die Aufmerksamkeit auf dieses Fehlverhalten zu lenken. Ich kann aber nicht ein Mitglied der Regierung bestrafen, geschweige denn aus dem Amt heben.

Feierabendpolitiker kontrollieren Vollprofi-Regierung

OD: Sie werden aber zugeben, dass das fast zwei Jahre dauernde Warten auf die Antwort von Ministerpräsident Lambertz in Sachen Reisekosten keine Sternstunde des PDG war, oder?

Alexander Miesen bei seiner Ansprache anlässlich des Besuchs von König Albert II. in Eupen im Juli 2013. Foto: Gerd Comouth

Alexander Miesen bei seiner Ansprache anlässlich des Besuchs von König Albert II. in Eupen im Juli 2013. Foto: Gerd Comouth

Miesen: Das war für viele keine Sternstunde. Das war einfach nicht korrekt. Die Sache ist aber inzwischen aus der Welt.

OD: Die Aufwertung der Parlamentsarbeit ist ja eine ständige Aufgabe. Diesbezüglich wird oft hervorgehoben, dass wir es in der DG einerseits mit einer Regierung mit Profi-Politikern zu tun haben. Andererseits soll diese Regierung kontrolliert werden von einem Parlament aus Feierabendpolitikern. Wird dies so bleiben? Sie selbst haben sich gegen ein Parlament ausgesprochen, das nur aus Profis besteht. Warum?

Miesen: Zum einen wäre es nicht gerechtfertigt, ein Parlament nur mit Fulltime-Politikern zu schaffen. Andererseits glaube ich, dass es einen Mehrwert darstellt, wenn dem Parlament Personen angehören, die ihre Tätigkeit im PDG mit einem ganz normalen Job verbinden. Sie bringen einen Input, den das PDG auch sehr gut gebrauchen kann. Um den Parlamentariern die Arbeit zu erleichtern, ließen sich einige Maßnahmen noch ergreifen.

Zum Beispiel?

Miesen: Im Bereich der sozialen Absicherung der Abgeordneten ließe sich manches verbessern. Generell könnte das Statut des Abgeordneten weiter aufgewertet werden, ebenso die Arbeit der Fraktionen, damit diese den Abgeordneten noch besser unterstützen können. Eine verstärkte Professionalisierung ist schon notwendig, aber dafür bedarf es keines Parlaments, in dem jedes Mitglied Fulltime-Politiker ist. (cre)

KLICKEN SIE HIER für die Bilanz der Arbeit des PDG in der Legislaturperiode 2009-2014 als PDF

 

49 Antworten auf “Miesen: „Ich würde gerne Präsident des PDG bleiben“ – Absage an Parlament nur mit Profis”

  1. Bei dieser fürstlichen Belohnung ist der Wunsch des Präsidenten durchaus nachvollziehbar.

    Ich plädiere für eine 50%ige Kürzung des Gehaltes des Präsidenten.
    Eine Abschaffung dieses Pöstchens ist m.E. auch denkbar, denn die Funktionen des Präsidenten können z.B. wahrgenommen werden durch den Generalsekretär in Zusammenarbeit mit der Regierung.

    Warum sollte das Parlament denn nicht mit „Profis“ besetzt werden ?
    Weniger ist mehr, ein Minister weniger, statt 25 nur noch 15-20 Parlamentarier.

  2. Eastwind

    Ich bin kein Fan der PFF, bin auch kein Fan der Mehrheit, wünsche mir einen Wechsel , muss aber einräumen, dass Alexander Miesen exzellente Arbeit als Parlamentspräsident geleistet hat, und zwar in einer Zeit, wo Anti-Parlamentarismus und Politikverdrossenheit immer stärker werden.

    • Utopisch

      absolut richtig Herr Tiefpunkt! Wenn man weiß dass der Mensch über 9000 im Monat verdient… Ich finde dass nur jemand diesen Job machen sollte, der sich langjährig in der Politik eingesetzt hat und Lebenserfahrung hat. Belgien lacht über diesen PFF-Präsidenten.. das ist in der Tat so

  3. Der große Philosoph Udo Lattek hat schon vor Jahren in der Muppet Show des DSF vor den Gefahren des 20ten Jahrhunderts gewarnt. Neid und Missgunst. Auch im 21ten Jahrhundert haben wir die nicht besiegen können :-)

    Diese Debatte ist so dämlich wie überflüssig. Natürlich will der Parlamentspräsident wieder Parlamentspräsident werden, ebenso wie der GRÖMAZ wieder GRÖMAZ und der Steigbügelhalter endlich Chef werden will. Sonst wäre die Wahl ja überflüssig.

  4. Réalité

    @ Tiefpunkt

    -Natürlich sollte der Parlamentspräsident von der stärksten Fraktion kommen!

    Auch dies eine Komik sondergleichen,genau wie das koalieren von vor etlichen Jahren,der 3 schwächsten Parteien,um eine Mehrheit zu bilden!

    -Sowas ist nur in Belgien möglich!

    -Am besten und billigsten wäre es ein Grossteil dieser völlig unnötigen Posten und Gebilde abzuschaffen!Es ginge auch gut,und wahrscheinlich viel besser,“ohne“ den ganzen Apparat!

    -Das dann gesparte Geld könnte anderswo viel produktiver und nützlicher angelegt werden!!

  5. Marc Van Houtte

    Werter Herr Parlamentspräsident
    Die Regierung mit über 200 Mittarbeitern von Leuten die Ihre Arbeit für ein Trinkgeld nach Feierabend machen, zu kontrollieren hallte ich für schlicht unmöglich.
    Ich sehe eher mein Heil in einer kleineren Regierung und ein besser dotiertes Parlament.
    Kommen sie mir bitte nicht mit den neuen Befugnissen , sie können meinetwegen da bleiben wo sie waren.
    Ich habe immer noch nicht verstanden wo der Mehrwert für den Bürger ist wenn Eupen jetzt Kindergeld auszahlen soll statt Brüssel. Ich sehe da nur noch mehr Verwaltung und Kosten.
    Schon jetzt lebt die DG weit über ihre Verhältnisse und bei der Jetzigen Regierung befürchte ich nur weiteren Größenwahn in Baumaßnahmen für die Politik oder Außenbeziehungen wie sie keiner braucht der nicht Orden sammelt.

    • Werter Herr Van Houtte,

      Sie richten Sich mit ihrem Beitrag hier direkt an den Parlamentspräsidenten.
      Ich bezweifle jedoch, dass dieser immer alle Kommentare zu den Artikeln auf dieser Plattform liest. Daher wäre es vielleicht sinnvoll, wenn Sie Ihre Fragen auch wirklich direkt an den Präsidenten richten würden, statt diese hier in den Raum zu stellen. Ich denke so würde sich die Wahrscheinlichkeit, eine Antwort bzw. ein Feedback darauf zu erhalten um ein vielfaches erhöhen.

      Hier sind die Kontaktdaten, für jedermann öffentlich zugänglich:
      http://www.dgparlament.be/desktopdefault.aspx/tabid-4082/7191_read-12394/

      Jedoch wage ich noch zu bezweifeln, dass Sie Ihre Fragen tatsächlich direkt an Herrn Miesen stellen werden…

  6. senfgeber

    Wahre Liberale werkeln in der freien Wirtschaft und lümmeln nicht in der Politik herum.

    Wahre Liberale zeigen der Öffentlichkeit, dass sie als Unternehmer reüssieren und nicht als Schwätzer und Grüß-August am Tropf der Steuerzahler nuckeln. Da sind Balter oder Berens um ein Vielfaches liberaler als der selbsternannte Liberale Miesen.

    Miesen kann der Öffentlichkeit als „Liberaler“ zeigen, dass er mehr kann als das was er jetzt „macht“.

    Die Wähler sollten ihm am 25. Mai die Möglichkeit geben, das unter Beweis zu stellen.
    Ohne dabei Weykmans und Jadin zu vergessen.

    • Ostbelgien Direkt

      @Marc Van Houtte: Was die Redezeit betrifft, so wird diese vom Präsidium vor jeder Plenarsitzung festgelegt, allerdings nur für die Fraktionen. Was die Minister betrifft, so können diese das Wort ergreifen, wann und wie lange sie es wünschen. Der diesbezügliche Verfassungsartikel lässt sich jedoch unterschiedlich interpretieren. Insofern wäre schon mit dem entsprechend guten Willen der Regierung eine deutliche Einschränkung der Redezeit möglich. Man muss es nur wollen. Eigentlich müsste dies auch im Interesse der Minister sein, denn nach 5-10 Minuten hört niemand mehr zu. Oder die Abgeordneten tun nur so, als würden sie zuhören. Oder sie kramen ihr iPad raus. ;) Gruß Gerard Cremer

  7. Es reicht!

    Finde Herr MIESEN hat seine Arbeit doch sehr gut gemacht. Ich hätte mir jedoch gewünscht das die Partei dies besser berücksichtigt hätte und ihn auf Platz 1 der Liste gesetzt hätte. Aber dies ist ja eine Entscheidung der Partei. Der Wähler sollte jedoch bedenken falls er nicht wieder gewählt würde ging der Posten vorraussichtlich an ECOLO? Der Wähler wird entscheiden ob Herr MIESEN das Amt weiterführen darf!

  8. Wie sagte doch Herr Lambertz …….ja ich würde auch als einfacher Angeordneter meine Arbeit machen.

    Gilt dieser Satz nicht auch für Herrn Miesen?

    Was wäre daran so schlecht daran wenn im Rotationsverfahren dieser Posten nun mal an Ecolo ginge?

    Dies schreibt ein wie ihr wisst überzeugter SP Freund.

  9. parteiloser Beobachter

    Ein Parlament nur aus Polit-Profis?

    Die Frage an sich ist auf die DG bezogen ja schon größenwahnsinnig. Man stelle sich nur vor, dass die DG-Parlamentarier so wie die wallonischen (überbezahlten) Regionalabgeordneten bezahlt würden (6-7000 €/M und der Rest…).Immerhin würde dies garantiert helfen, die Politikverdrossenheit oberflächlich zu bekämpfen. Ich würde drauf wetten, dass es einen regelrechten Run auf die Parlamentssitze gäbe….

  10. Réalité

    @ parteiloser Beobachter

    -gerade das System prangere ich an!
    All diese übervielen und überzähligen Posten,die dabei auch noch übermässig zu hoch entlohnt werden,die gehören abgeschafft!

    -Auf die haben sie es abgesehn!Da kann Herr Lambertz gelassen diesen Satz,siehe oben,aussprechen,denn soweit ist er ja auch nicht mehr vom Rentenalter entfernt!?Sehr viele denken alsdann noch an „eine Verlängerung“ in Berater hier…..und Pöstchen dort….einfach so…..

  11. Beobachter

    Es wird höchste Zeit, das diese Legislaturperiode zu Ende geht.
    Herr Miesen war sowieso nur ein Notstopfen für diesen Posten.
    Er hat sein Arbeit gemacht so gut wie er konnte; zum Glück aller waren die Weichen schon gestellt.
    Auf diesem Posten und in der PFF sowieso hat er nichts verloren.
    Ohne Schulabschluss, ohne berufliche Karriere, aber da ist er in dieser Parteikonstellation ja bestens aufgehoben.
    In 14 Tagen wird die Ernüchterung kommen.
    Der ganze Haufen wird abgewählt werden.
    Bei der letzten Haushaltsabstimmung hat man schon gesehen, wer das nächste Mal zusammen steht; das ist der Junge nicht mehr dabei.
    Ich habe gehört, RTL wird wieder eine „BACHELOR“ Staffel starten, da kann er sich ja bewerben, dieses Diplom hat er ja.
    Allerdings brauchen die ausgewachsene Männer, und keine Schuljungen.
    Na ja, was soll“s, ist ja sowieso bald vorbei.

    • Vereidiger

      Nee, nee, was für ein dummes Zeug Sie da von sich geben… Sie halten sich gewiss für etwas Besseres – genau wie diejenigen, die sich schimpfen, von Leuten wie Ihnen gewählt zu werden.

      • Beobachter

        Ja, ja, ich bin vielleicht nicht etwas Besseres; aber ich stehe in 14 Tagen garantiert besser da.
        Muss ja wohl ein schlechtes Gefühl sein, wenn einem die Felle davon schwimmen.
        Ich bin auf jeden Fall nicht auf Wählerstimmen angewiesen, um satt zu werden.

    • Beobachter, Deine Komentare waren auch schon besser. Burnout? Der junge Miesen ist ein politisches Juwel, blau rauf oder runter.. Hoffe das Treeschland weiss das zu schätzen.. Wo Du, lieber Beobachter, in deiner Zeit auch viele Stimmen bekommen hast..

      • Beobachter

        Einen „BURNOUT“ habe ich nicht.
        Ein politisches Juwel ist der Herr Miesen bestimmt nicht, sowas sieht schon ganz anders aus.
        Ich würde eher sagen ein „Kieselstein“,den man mit dem Fuss wegkickt oder einfach drüber läuft, weil man ihn erst gar nicht bemerkt hat.
        Ich habe noch niemals eine Stimme bekommen, weil ich noch nie auf einer Liste war.
        Für solche Sachen bin ich nicht kompromissbereit genug, das würde nur Streit geben.
        Diese „Pot de vin“ Geschichten sind nicht mein Ding; ich bin lieber für klare Ansagen.
        Hart aber herzlich.

  12. Serge Dollendorf

    Hallo an Alle und insbesondere Zaungast

    Ich möchte hiermit mal eine Lanze brechen für all diejenigen Politiker (und damit ist jetzt nicht nur mein Parteikollege und Mitstreiter Alexander Miesen gemeint) die entweder zeitweilig aus dem Berufsleben, (gemeint ist damit ein Job in der Privatwirtschaft ) aussteigen oder gar nicht erst einsteigen und sich garantiert zu mehr als 100% einem politischem Amt widmen.

    Wenn ich als Abteilungsleiter heutzutage einem vielversprechenden Bewerber einen befristeten Arbeitsvertrag über 4 Jahre anbieten würde, wäre damit wohl das Vorstellungsgespräch auch schon beendet, weil heutzutage finanzielle Planungssicherheit nicht ganz unverständlich im Vordergrund steht.

    Bei einem sogenannten Berufspolitiker wird dann aber das bewusste Eingehen eines solchen Risikos als ganz natürlich unterstellt mit dem Verweis auf die doch so üppigen Diäten oder Gehälter. Ob in fine die Gehälter vor dem Hintergrund des Engagements und des Risikos dann wirklich so üppig sind sei mal dahingestellt.
    Selbstverständlich ist es letztlich immer die freie Entscheidung eines jeden ein Mandat oder Amt anzunehmen, aber meines Erachtens verdient die Entscheidung sich unter Eingehen persönlichen Risikos dem Gemeinwohl zu 100% (und darüber hinaus), zu widmen Respekt. Dies lasse ich für alle demokratischen Parteien gelten.
    Meine Meinung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Serge Dollendorf

    • WM FIEBER

      Wenn Sie Ihrem Bewerber, der über keinerlei Erfahrung verfügt, ein Basisgehalt von um die 10.000 Euro pro Monat bieten um eine kleine Abteilung von 5-10 Leuten zu leiten (ich hoffe die Verwaltung des Parlaments besteht nicht aus mehr…) und der ansonsten eigentlich nur Hände schütteln muss versichere ich Ihnen das Sie die Bude eingerannt bekommen.

      • Alemannia4ever

        Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach den Mund halten: der Parlamentspräsident leitet nicht die Parlamentsverwaltung, dies tut ein Beamter (Greffier) – kein Politiker.
        Herr Miesen ist ziemlich auf sich gestellt, die Verwaltung kann ihm höchstens auf Anfrage zuarbeiten bspw. bei der Vorbereitung von Ausschusssitzungen.

      • Hallo WM FIEBER,
        Es ist schwierig zu beurteilen, ob jemand
        ein bestimmtes Gehalt „verdient“.Darüber lässt sich ewig streiten (oder auch nicht).
        Vergleiche anzustellen, unmöglich.
        Nur ein paar Beispiele :
        Ein Pilot bei der Lufthansa bekommt (um nicht zu sagen verdient) ca 180.000 € im Jahr, inklusive Prämien. Ist das zuviel? Meiner Meinung nach nicht. Macht ein Politiker einen schwerwiegenden Fehler, passiert nichts, außer er wird eventuell nicht wiedergewählt.
        Beim Piloten sieht das bei einem schweren Fehler wohl anders aus..
        Und was sagt man zum Verdienst eines Fußballprofis? Etwa Wayne Rooney von Man United „erhält“ 360.000 €………die Woche!! Für ein schönes Hobby.Und so ließen sich Vergleiche beliebig fortsetzen.
        Wie gesagt, es kann nicht verglichen werden, was nicht zu vergleichen ist.

        • Ich finde, dass Herr Miesen seine Sache gut gemacht hat. Über die Höhe des Gehalts lässt sich sicherlich streiten. Ein Drittel davon würde auch genügen.

          Bei Herrn Miesen sehe ich dass Problem, dass die gesamte PFF stark einbüßen wird.
          Jadin, Kittel & Baltus Moeres haben durch ihre Aktionen sicherlich verdammt viele Stimmen gekostet

          Lassen wir uns überraschen.

        • Ich möchte hier nicht die Diskussion anstoßen ob unsere Politiker fähig, unfähig oder zu allem fähig sind,aber eins ist aber mal sicher, wenn Politiker nicht anständig bezahlt werden bekommen wir auch nur Hobby-Politiker. Wenn Sie fähige Leute in leitenden Positionen haben wollen müssen Sie die auch gut bezahlen.

          • Wahlfisch

            Stimmt nicht ganz, EdiG. Es gibt auch „anständig“ bezahlte Politiker die noch mehr als ein „anständiges“ Gehalt beziehen wollen.
            Desto größer der“ Apparatschik“, desto geld
            geiler. Siehe EUn-Sinn-Institutionen.
            Da halten einige schon die Hand auf, wenn Lobbyisten „Wünsche“ vorbringen.
            Außerdem haben einige auch keine Skrupel ungerechtfertigt Spesen zu kassieren.Und sei es beispielsweise “ nur“,so eine peanuts- Sache, wie sich täglich 180 € Unkosten auszahlen zu lassen, obschon man gar nicht im Parlament in BXL anwesend war, sondern
            sich kurz vor 18 Uhr an der Auszahlungsstelle einträgt und um 1805 Uhr wieder austrägt. Und das von Kreaturen die über 15.000 € im Monat zuzüglich Aufwandsentschädigungen usw.
            vom Steuerzahler in den Rachen geschoben bekommen.

            • @Wahlfisch

              Überall wo es um Geld geht gibt es Gauner und Betrüger und nirgends ist es so leicht wie bei Spesen und Aufwandsentschädigungen. In einigen Kulturen ist das eine art Sport. Man muß das nicht gutheißen, aber man muß es sehen. Ob es möglich ist dagegen vorzugehen steht auf einem anderen Blatt. Stechuhren und eine Bezahlung nach abgesessener Zeit wären eine Möglichkeit, aber keine Lösung. Nehmen wir dem Griechen sein „Fakelaki“ weg wird er uns sicher noch mehr mögen, aber er wird sich mit der Zeit daran gewöhnen und in zwei Generationen wird sich keiner mehr daran erinnern das es so etwas mal gab.
              Das ändert aber nichts an der Tatsache das selbst Spitzenpolitiker oft schlechter bezahlt werden als der Zweigstellenleiter einer Kleinsparkasse. Kein Wunder also das wir statt fähiger Leute neben den Willigen viele Dummschwätzer, und Kleinkriminelle in den Parlamenten sitzen haben.

  13. Réalité

    -Eines ist ganz sicher!Es gibt sehr viele total überbezahlte Lohnempfänger!

    Politiker gehören eindeutig hinzu!Da es ja u.a. unser Geld ist,ihr Salär,also wir Steuerzahler sind deren Arbeitgeber!

    Es gibt natürlich auch noch sehr viele andere überbezahlte!Die alle auf zu zählen würde sicher den Rahmen sprengen!

    All die Sportler,Golfer,Tennisstars,Fussballer,Rennfahrer,und und und!Die Stars der Welt,Filmstars,Gesangstars usw.Die Sportler müssen schon stark schwitzen in ihren Jobs,denn ohne Fleiss kein Preis!Verletzungsrisiko,Invalidität ist immer präsent!

    Die Politik genehmigt sich ihre deftigen Löhne selbst.Dazu kommen dann noch jede Menge andere Vergünstigungen,Entschädigungen,Steuervorteile usw!All diese letzeren sind zumeist fast so geheim,dass wohlweisslich supergut unter Verschluss gehalten wird!Da herrscht komischerweise auch allgemeines Parteiübergreifendes Einverständnis!
    Sehr oft werden sogar altergraute Politpensionäre noch fürstlich durchgefüttert!Mit so grossen Summen,dass sie diese nie verleben können!Oder,und das kommt noch hinzu,sie sind nach der Pension noch hier Berater,nebenbei Lobyist und da Consultant!Beispiele gibt es ja zur genüge!Diese Posten wurden zumeist schon lange vorher so zusagen „sich dazu verdient oder aus gehandelt“!

    All diese Umstände verleiten natürlich zu mehr…siehe Grossbestellungen und Verträge bei Firmen usw…alles schon mal da gewesen,bzw ist noch präsent!

    Der Gipfel des ganzen,sehr oft kommen diese Leute auch noch ungeschoren davon!Verjährt,unschuldig,Immunität und was noch alles!?

    Meines Erachtens,ist all dies einer der grössten Ursachen der heutigen Politikverdrossenheit!Kein Wunder bei den Gegensätzen!Warten wir mal ab wie das sich entwickelt!Wir sind schon lange und besonders z.Zeit gut unterwegs dorthin!

    Doppelmoral par Excéllence!
    Der Bürger muss sparen,wird regelrecht ausgepresst und ausgesaugt,ihm wird das blaue vom Himmel versprochen….den Rest erleben wir tagtäglich an der eigenen Haut….

    • „-Eines ist ganz sicher!Es gibt sehr viele total überbezahlte Lohnempfänger!

      Politiker gehören eindeutig hinzu“

      Nee, werter Réalité, da haben Sie sich
      „verschrieben“. Die Politiker gehören nicht HINzu sondern dazu, eben weil sie schon
      diesbezüglich präsent sind.
      Kleiner Scherz von mir

  14. senfgeber

    Miesen macht sich sicher nicht ganz unberechtigt Gedanken nach seiner Anschlussverwendung, für einen Juristen mit einem Schmalspur Bachelor-Abschluss und ohne einschlägige Berufspraxis sind die Aussichten in der freien Wirtschaft aber ziemlich dürftig, vielleicht bietet ihm sein Parteifreund Kittel bei einer Abwahl ja einen Hilfsjob bei ihm an.

    Miesen sollte einfach mal der Öffentlichkeit beweisen, dass er wie oben geschrieben „10.000 Euro x 12 Monate x 4 Jahre = 480.000 Euro “ auch außerhalb des Politzirkus erhalten kann.

    Dazu sollten ihm Wähler am 25. Mai auch mal eine faire Chance geben!

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