Gesellschaft

Frankreichs Schulen stehen erneut unter Schock: Ein 14-jähriger Schüler sticht Lehrerin in der Klasse nieder

03.02.2026, Frankreich, Sanary-Sur-Mer: Menschen stehen vor dem Eingang des Gymnasiums La Guicharde, nachdem ein Schüler eine Lehrerin niedergestochen und lebensgefährlich verletzt hat. Foto: Miguel Medina/AFP/dpa

Mitten im Unterricht sticht ein 14-Jähriger auf seine Lehrerin ein. Frankreichs Schulen stehen erneut unter Schock – was steckt hinter der Welle von Messerangriffen?

Ein Schüler hat eine Lehrerin im südfranzösischen Sanary-sur-Mer im Klassenraum niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Der 14-Jährige habe der Lehrerin drei bis vier Messerstiche verpasst und sie am Oberkörper verletzt, sagte der Staatsanwalt von Toulon, Raphaël Balland. Der Angreifer sei von Personal auf dem Schulhof festgehalten und von der alarmierten Polizei festgenommen worden. Gegen ihn werde wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.

Bislang gebe es keinerlei Hinweise auf ein religiöses oder politisches Motiv, sagte der Staatsanwalt. Bekannt sei nur, dass es in letzter Zeit Spannungen mit der Lehrerin gegeben und der Schüler ihr offenbar übelgenommen habe, dass sie ihn gemeldet habe. Der Jugendliche sei bisher nicht bei der Justiz bekannt und auch nicht durch Gewalt aufgefallen. Es habe aber offenbar Spannungen in der Familie gegeben. In dem Klassenraum hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs 22 Schülerinnen und Schüler auf. Es gab keine weiteren Verletzten.

Die Idylle trügt: Sanary-sur-Mer in Südfrankreich wurde am Dienstag von einem tragischen Zwischenfall heimgesucht. Foto: Shutterstock

– Auf Drohungen folgen Messerstiche: Frankreichs Bildungsminister Éduard Geffray kündigte an, sich sofort zum Tatort zu begeben und wie auch Innenminister Laurent Nuñez sprach er den Betroffenen sein Mitgefühl aus.

Wie der Sender RTL berichtete, handelte es sich bei der niedergestochenen Pädagogin um eine 60-jährige Kunstlehrerin. Sie sei nach der Attacke des Neuntklässlers mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Der 14-Jährige habe seine Lehrerin zunächst bedroht, bevor er ihr zwei Messerstiche in den Bauch und einen in den Arm versetzt habe, berichtete die Zeitung „Le Parisien“.

– Frankreich setzt auf Taschenkontrolle am Schuleingang: Nach einer Häufung von Messerattacken an und um Schulen hatte Frankreich vor rund einem Jahr mit Taschenkontrollen am Zugang zu Schulen begonnen. Zu den Opfern der Messergewalt gehören andere Schüler, Lehrer und Schulbeschäftigte.

Im September hatte ein 14-Jähriger im Elsass seine Musiklehrerin mit einem Stich ins Gesicht verletzt. Im Juni erstach ein Schüler in Ostfrankreich eine Schulbeschäftigte bei einer Taschenkontrolle. Im April erstach ein 15-Jähriger in Nantes eine Mitschülerin und verletzte drei weitere Schüler. Selbst ein Gymnasiallehrer griff in Südfrankreich im September zum Messer und verpasste einem Kollegen im Lehrerzimmer einen Stich. (dpa)

50 Antworten auf “Frankreichs Schulen stehen erneut unter Schock: Ein 14-jähriger Schüler sticht Lehrerin in der Klasse nieder”

  1. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Leider gehören Gewaltverbrechen mittlerweile zu den täglichen Meldungen.
    Mit Todesfolge, gab es diese Woche alleine in Deutschland, mindestens 3, innerhalb von 24 Stunden. Man nimmt es nur noch nebenbei war, was ein schlechtes Zeichen ist.
    Aber wie sollte es auch anders sein?
    Wenn Gewalt und Mord, durch nicht enden dürfende kriege, politisch organisiert werden und Bestellungen von Rüstungsgütern zum wöchentlichen Einkauf der Kriegstreiber gehört, dann gibt es einen Fehler im System, der zwar gewollt ausgeblendet wird, diese Gewalt sich aber auch auf die Psyche vieler Menschen auswirkt.
    Notfalls kann man natürlich die Eltern beschuldigen, wenn es sich bei den Tätern um jüngere Menschen handelt.
    Man wird jetzt fleißig nach dem Grund suchen.
    Eine politische Teil schuld, wurde sicherlich schon vor dem Angriff auf die Lehrerin ausgeschlossen ;-)

    • @Hugo Egon
      Das ist richtg, in einer Welt in der Gewalt und Morden Normaltät ist sinkt die Hemmschwelle.
      Konflikte werden mit Waffengewalt gelöst.
      Wenn Menschen mit Gewalt groß werden, werden sie sehr oft selbst zum Täter, aber das interessiert unsere Kriegstreiber nicht, da es immer um Macht und Geld geht.
      Traurige Welt

    • Ganser Petra

      Würde mal beobachten, wer mit einem Messer herumläuft und ohne mit der Wimper, zu zucken, zusticht. Es sind zu 100 % Neubürger (Name wird deshalb ungerne genannt). Meistens Islamisten, denen ist es in der Wiege gelegt, uns abzuschlachten. So denken auch deren Eltern, dass wir die Unreinen sind. Haben sie erstmal die Mehrheit, werden wir ausgemerzt. Selbst Erdogan sagt ihnen, viele Kinder, zu zeugen, zahlreich, zu werden. Auch die Kinder bekommen gelehrt, dass wir unsauber sind, sie können hier und da auch jemanden töten. Steht so in ihrer Agenda. Ja, es entwickelt sich dahin. Morde sind ja schon an der Tagesordnung. Wir sind ja in deren Augen nichts wert. Das Messern gehört nicht zu unserer Kultur! P.S. Wir könnten uns gar nicht wehren, wenn es jemals zu einem Glaubenskrieg kommen würde. Sehe mich nicht einen Angreifer abstechen. Wir können das einfach nicht. Wir haben Respekt vor anderen, Islamisten aber nicht vor uns. Sieht man ja auch beim Verhüllungsverbot! Was für ein Drama, wenn sie jetzt was ablegen müssten, bringt den nächsten Aufstand. Diese fremde Kultur wird sich uns nie anpassen wollen. Sehen uns als die Unterlegenen und behandeln uns auch so. Diese 2 Kulturen werden einfach nie miteinander klar kommen, weil sie sich nicht integrieren wollen.

      • Willi Müller

        @ Petra Ganser
        Sie haben sowas von Recht.
        Schön, dass Ihr Kommentar veröffentlicht wurde, denn oft wird das als “ Hetze“ ausgelegt und zensiert.
        Ein früherer Bundespräsident war und ist immer noch der Meinung:“ Der Islam gehört zu Deutschland „. Und das wiederholt er immer wieder gerne.

        • Als „Hetze“ würde ich den Kommentar nicht bezeichnen, lauern doch an jeder Ecke bis zur Unkenntlichkeit vermummte Gestalten mit Papas Brotmesser. Aber nur tagsüber, denn nachts stehen sie bekanntlich an ihren Geldwaschmaschinen.
          Derweil liegt sich unsere Jugend friedlich kiffend in den Armen.
          Vielleicht kommt auch noch die Info, dass die Messerindustrie (Solingen?) die massive Islamisierung fördert?

      • Petra Ganser, à propos Verhüllungsverbot. In der Türkei hat Mustafa Kemal das Verhüllungsverbot auf einen Schlag abgeschafft. Er hat ebenfalls die Scharia abgeschafft und den Imamen alle Macht genommen. Zuletzt hat er den Männern den traditionellen, roten Filzhut verboten. Er hat auch die lateinische Schrift statt der arabischen eingeführt und als nächstes war das Kopftuch auf der Liste. Leider ist er an Leberzirrhose gestorben – er trank viel starkes Zeug; Alkohol ist im Islam verboten. Das Kopftuch war auch nicht Vorschrift und in den Universitäten verboten. Also, wenn man will. Aber dazu muss man Diktator, also Alleinherrscher sein. Dieses Verbot hat Erdoğan aufgehoben – und auf TRT TÜRK sieht man immer mehr Frauen in den politischen Kommentarsendungen, die ein Kopftuch tragen, manchmal zwei: ein modisches, weites und ein eng anliegendes, züchtiges darunter, so, dass man einen Zipfel davon sieht.

  2. Der Alte

    Welt.de berichtet, dass Boris Palmer, mit den Worten „halt die Fresse“ nachdem er einen 14 Jährigen in einem Zug aufgefordert hat das Abteil zu verlassen weil er keinen hierfür gültigen Fahrschein hatte (sondern ein Deutschlandticket). Eine Lehrerin, deren Beruf es auch ist ihren Schülern zu vermitteln sich an Regeln zu halten, schaltete sich ein und nahm Partei für den Burschen. War wohl noch grüner als Palmer. Was lehrt uns das? Das die Lehrerkollegien jetzt die Suppe auslöffeln, sie der Gesellschaft mit eingebrockt haben. Mahlzeit! Und mein Mitleid all jenen Lehrern, die ohne linksgrüner Einstellung sich bemühen den Kids etwas beizubringen.

  3. Der Alte

    Der Schaffner, der in RLP von einem Schwarzfahrer angegriffen und veprügelt wurde ist nunmehr im Krankenhaus verstorben. Wie kriegen wir dieses Gewalt- und Autoritätsproblem in unserer Gesellschaft wieder im Griff?

    • Hubert F.

      @ Der Alte
      Wie kriegen wir dieses Gewalt- und Autoritätsproblem in unserer Gesellschaft wieder im Griff?
      Die Lösung ist einfach: Wir dürfen unsere Gesetze nicht so kleinlich auslegen und die neuen Mitbürger damit belästigen. Für diese sind wir sowieso weniger wert, weil wir nicht wie sie sind.
      Also, weniger Eifer und mehr Laisser- faire.

      • Der Alte

        Nee, lieber nicht. Ich mag griechische Restaurants 😄
        Blague dans le coin, wie der Brüsseler sagt. Das Problem mit Autoritäten, seien es Schaffner, Busfahrer, Lehrer, Rettungskräfte oder Polizisten ist neben der anderen kulturellen Prägung auch ein generelles Problem all jener, denen in jungen Jahren keine Grenzen aufgezeigt wurden. Uns hat eine gelegentliche Ohrfeige oder als Kleinkind ein Klapps auf dem Po nicht geschadet, aber klar meine Eltern waren auch lange vor 1968 geboren.

    • JoKrings

      Schauen Sie sich die Täter-Statistiken an und eine ganz einfache Lösung wird Ihnen in den Sinn kommen.. So einfach ist das. Ein Hinweis: Wer sticht und verprügelt gern? Antoine, Gilbert oder vielleicht Marie? Nein.

      • Mit solchen Parolen schieben Typen wie Sie das eigentliche Problem einfach beiseite.
        Es geht um die Banalisierung der Gewalt in unserer Gesellschaft, die Unfähigkeit oder Überforderung vieler Eltern, ihren Kindern eine korrekte Erziehung zu geben.
        Das „LMAA“ von gestern heisst heute „ich stech‘ dich ab“.

          • Kein Problem, von hier aus kann ich die Realität besser verfolgen und solche paranoiden Gedanken vermeiden.
            Aber, wenn es Sie glücklich macht, kaufen Sie sich ruhig weiterhin Ihre Lebenserfahrung im Netz.

            • Klein- Mufti des Kalifat Obere Weser

              @ 5/11
              Sobald ein Hauch von Kritik am Islam aufkommt, sind Sie da um diese Weltreligion zu verteidigen. Datteln und Feigen auf Ihr Ungläubigen Haupt.
              Alahu akbar.

              • Hab‘ ich das?
                Ihr Leseverständnis lässt zu wünschen.
                Hätte dieser Schüler (übrigens ohne politischen oder religiösen Hintergrund) mit einer Schusswaffe oder einem Baseballschläger angegriffen, gäben Sie sicherlich Trump oder MAGA die Schuld.

        • Die Probleme gibt es hauptsächlich nur wegen Leuten wie Sie. Sie beherrschen die Unfähigkeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen, aus dem FF und schieben perfide die Schuld von den Opfern auf die Täter. Es geht nicht um die Banalisiserung der Gewalt in der Gesellschaft sondern darum, Gewalttäter adäquat zu bestrafen und somit andere davon abzuhalten, ebenfalls gewalttätig zu werden. Das geht aber nicht, wenn man ständig Gründe hervorbringt, um die Täter zu entlasten. Wenn man konsequent die Gesetze anwenden würde wäre das für viele eine Abschreckung genug. Die Schuld auf Eltern zu schieben ist das Letzte! Mittäter sind die Politiker und die Richter mit ihren oft unbegreifbaren Entscheidungen.

  4. Gustav Gans

    @Petra Ganser
    Sie haben Recht, aber nur, was Islamisten betrifft. Diese sind nur ein Buchteil der der Muselmanen, die allermeisten haben sich integriert.
    Aber es ist richtig, dass im Koran zum Töten von Ungläubigen aufgerufen wird, übrigens auch in der Thora und im Alten Testament.
    Für mich ist jeder hier willkommen,
    – der unsere Sprache erlernt
    – der aktiv sofort nach Ankunft Arbeit sucht
    – der unsere Verfassung akzeptiert
    – der nicht frauenverachtend handelt.
    Werte Frau Ganser, ich denke dass Ihr Beitrag auch im Sinne einer besseren Integration gemeint ist, ich kann mir nicht vorstellen dass Sie alle Muselmanen aus dem Land verbannen möchten sondern nur die Islamisten.

  5. So langsam wird es langweilig mit diesen Meldungen. Ändert sich ja doch nichts von oben …

    Es sei denn, man nimmt sich den Spruch von „Ton-Steine-Scherben“ zu Herzen „““Alles verändert sich, wenn DU es veränderst!“““

    Mal was anderes! Heute hat zur Abwechselung mal ein 26 Jahre alter Grieche bei einer Fahrscheinkontrolle den 36-jährigen mutmaßlich syrischen Zugbegleiter tot geprügelt.

    Europa wird immer bunter. Pardon für meinen Zynismus …

  6. Goodbye Belgien

    @Blaues Hufeisen und PvD
    Hier noch ein paar „Musikvorschläge“:
    „Willkommen liebe Mörder“ von Heinz Rudolf Kunze oder „Besuchen Sie Europa, solange es noch steht“ von Geier Sturzflug.

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