Noch im Dezember waren die Fans zuversichtlich. Die geplante Übernahme der AS Eupen durch Qatar Sports Investments (QSI) ließ viele von ihnen wieder vom Aufstieg in die höchste Spielklasse träumen. Und heute? Nach vier Meisterschaftsspielen ohne Sieg macht sich Ernüchterung breit.
Ein Teil der Fans ist sogar empört. So veröffentlichten die Ultras von „Crew Neau“ in den sozialen Medien einen Brief, in dem sie ankündigen, dem nächsten Meisterschaftsspiel bei Jong Genk aus Protest fernbleiben zu wollen.
„Crew Neau“ wurde nach der Auflösung des Fanclubs „Zebras Eupen“ im Jahr 2021 gegründet. Der Standort der etwas 60 Mann starken Truppe ist zentral hinter dem Tor auf der T2-Tribüne.
Warum ein Fan-Boykott? „Nicht aus Gleichgültigkeit. Nicht aus Bequemlichkeit. Und ganz sicher nicht, weil uns dieser Verein egal wäre. Sondern weil irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem Schluss sein muss mit Ausreden, mit leeren Phrasen und mit falschen Versprechen, die Jahr für Jahr wiederholt werden, bis sie nichts mehr bedeuten“, so „Crew Neau“.
Seit Monaten höre man „immer dasselbe Lied“. Man spreche von Aufstieg, doch seien es bereits fünf Punkte Abstand auf Platz sechs. „Wir haben genug von Spielen, in denen Fußball nur phasenweise stattfindet. Fünfzehn Minuten Einsatz reichen nicht. Fünfundvierzig Minuten Kampf reichen nicht. Sechzig Minuten Wille reichen nicht. Was wir erwarten, sind neunzig Minuten – Woche für Woche – in denen alles auf dem Platz bleibt. In jedem Training. In jedem Spiel. Ohne Ausnahme. Ohne Alibi.“
Weiter heißt es in dem Brief von „Crew Neau“: „Seit Jahren fahren wir durch ganz Belgien. Wir investieren Zeit, Geld, Urlaubstage, Nerven. Wir stehen bei Wind und Wetter hinter dieser Mannschaft. Und was wir zu oft zurückbekommen, ist Enttäuschung – sportlich wie mental. Eine Körpersprache ohne Feuer. Auftritte ohne Überzeugung. Aufstiegsambitionen ohne Konsequenz.“
Der Boykott des Auswärtsspiels bei Jong Genk am Freitag (20 Uhr / live auf DAZN-App) sei „ein Warnsignal“ und „ein verdammter Weckruf“. Abechließend heißt es: „Wenn ihr aufsteigen wollt, dann zeigt es. Nicht in Interviews. Nicht auf Social Media. Sondern dort, wo es zählt: auf dem Platz! Vom ersten Aufwärmen an. Bis zur letzten Sekunde – egal ob nach 90 Minuten oder darüber hinaus. Und das gilt für alle. Spieler. Trainer. Staff. Verantwortliche. Jede Entscheidung. Jede Geste. Jede Körpersprache. Jedes Wort in der Öffentlichkeit. Wir wollen eine Mannschaft sehen, die brennt. Die kämpft. Die Verantwortung übernimmt. Werdet wach – Kopf hoch – Brust raus.“ (cre)
Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

Das geht denen am A…. vorbei. Am besten auch bei einem Heimspiel Zuhause bleiben dann wird es erst für die KAS Eupen peinlich.
Ansonsten gute Aktion 👍
Gute Idee. Bei den vielen Lustlosauftritten über die Jahre hat man genug gesehen.
Es wurde auch Zeit: Bei den vielen „GALA“-Spielen der Premier League und der Bundesliga soll man noch Lust auf den lustlosen Kick einer KAS haben? NEIN!
Wauw, dann sind fünf Leute weniger da! 🤣