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AS Eupen am Tiefpunkt – 0:2-Pleite bei Jong Genk – Spielte die Mannschaft gegen ihren Cheftrainer?

Eupens Abwehrspieler Igor Plastun (M) klärt vor dem heranfliegenden Kim Myeong-jun (l). Torhüter Marco Hiller ist sprungbereit. Foto: Belga

Die AS Eupen kann im Jahr 2026 nicht gewinnen. Schlimmer noch: Am Freitag kassierte sie sogar eine dritte Niederlage. Die ganz in Rot spielenden Schwarz-Weißen verloren bei Jong Genk 0:2 und erreichten damit einen neuen Tiefpunkt. Spielte das Team von Bruno Pinheiro gegen seinen Cheftrainer?

Nach zwei Niederlagen und vier Spielen ohne Sieg herrschte bei der AS Eupen keine allzu große Zuversicht. Erschwerend hinzu kam der Unmut der Fanclubs, die dem Spiel bei Jong Genk aus Protest fernblieben.

Die Partie fand übrigens nicht in Genk statt, sondern im Stadion De Leunen des ASV Geel, knapp 60 km von Genk entfernt. Weil eh kaum Zuschauer aus Genk anwesend waren und zudem keine Fans aus Eupen, hatte man den Eindruck, einem Geisterspiel beizuwohnen.

Eupens Linksverteidiger Nicolas Gavory. Foto: Belga

Trainer der U23 von Genk ist übrigens der ehemalige Nationalspieler Igor De Camargo (früher u.a. Borussia Mönchengladbach, Hoffenheim, Standard Lüttich und KV Mechelen). Als Co-Trainer und Trainer war der gebürtige Brasilianer weniger erfolgreich (RWDM, Francs Borains und jetzt Jong Genk).

Delaurier-Chaubet und Plastun kehrten in die Startelf der AS zurück, in der auch Neuzugang Kikas stand. Der katarische Nationalspieler Mashaal nahm auf der Ersatzbank Platt.

Die Anfangsformation sah wie folgt aus: Hiller – Paeshuyse, Bokadi, Plastun, Gavory – Keita, Möhwald, Barès, Delaurier-Chaubet – Kikas, Nuhu.

Der Tabellen-14. aus Genk war in der Anfangsphase das aktivere Team und kam auch zu einer ersten Torchance durch Beniangba. Was die Gäste aus Eupen zunächst veranstalteten, war einer Mannschaft, die auf Umwegen (über die Promotion Playoffs) den Aufstieg in die Jupiler Pro League anstrebt, nicht würdig.

Auch die zweite Torchance gehörte Genk, doch zum Glück für die AS verfehlte der Schuss des Südkoreaners Myeong-jun das Ziel.

AS-Trainer Bruno Pinheiro. War’s das für den Portugiesen? Foto: Shutterstock

Eupen hatte seine erste Möglichkeit in der 36. Minute, doch der Schuss von Nuhu ging knapp am zweiten Pfosten vorbei. In der 40. Minute musste sich Hiller strecken, um einen Ball am Pfosten vorbei zu lenken.

Es blieb bis zur Pause beim 0:0. Die AS lieferte eine schwache erste Hälfte und konnte froh sein, dass Jong Genk im Abschluss Probleme hatte.

Nach dem Seitenwechsel war zunächst wieder Jong Genk dominant, aber in der 53. Minute sorgte Bokadi per Kopfball nach einem Freistoß von Gavory für Gefahr. Kurz danach erzielte die AS ein Tor, das aber wegen eines vermeintlichen Fouls nicht anerkannt wurde.

Eupen kam jetzt zu Chancen, in der 61. Minute durch Gavory und dann durch Plastun. In der 75. Minute wurde die AS jedoch für die bis dahin an den Tag gelegte Passivität bestraft, denn nach einem Eckstoß brachte Palacios Jong Genk in Führung. Dessen Kopfball ging zunächst an die Latte und dann ins Tor, 1:0.

In der 80. Minute schickte AS-Coach Pinheiro vier neue Spieler aufs Feld, aber in der 83. Minute fiel die Vorentscheidung mit dem Treffer zum 2:0 für Jong Genk durch Coenen.

In der Nachspielzeit hatte Eupen noch zwei Torchancen durch Plastun, der aber den Ball über das Tor von Jong Genk köpfte, und Nuhu, der nur den Pfosten traf. So blieb es bei der für die Gäste peinlichen 0:2-Niederlage, die mit Sicherheit Konsequenzen haben wird bzw. haben muss. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

8 Antworten auf “AS Eupen am Tiefpunkt – 0:2-Pleite bei Jong Genk – Spielte die Mannschaft gegen ihren Cheftrainer?”

  1. Das hoffe ich doch! Ballbesitzfussball ins Belgiens Zweiter mit dieser Mannschaft ist lächerlich. QSI bitte übernehmen Sie!
    Für die Fraktion „Es sind noch 30 Punkte zu vergeben“ soll gesagt sein: Nein, das war kein schlechter Tag, das ist der Standard. Playoffs sind erneut weg!

  2. es gibt einen grossen Gewinner im Kreise der AS, nämlich die Fans, die das Spiel haben ausfallen lassen. Alles richtig gemacht.
    Trainer muss sofort weg, Aufstellung, System, Einwechslungen, Motivation, an Ehre appellieren ä, Einsatz…..nix stimmt. Mal wieder. Das ist auch ein Trainer Problem, der einige bzw alle diese Punkte zu verantworten hat und stets das Gegenteil des am anfang der Saison versprochenen und mit dem Kader auch zu erwarteten Fußballs spielen lässt.

    Zuschauerschnitt ist am Tiefpunkt, Erfolg bleibt aus und was mit am schlimmsten ist, der gebotene Fußball ist schlimm anzuschauen.

  3. Marcopolo

    Alors les beaux parleurs vous êtes convaincus maintenant que ce que l’on vous dit depuis le début de la saison est bien exact ?? Rien n’est possible avec Pinheiro. Il doit être mis à la porte 😡😡

  4. raerener

    Was für ein Trauerspiel einfacf nur erbärmlich. Hoffe das beim nächsten Heimspiel nicht nur die Fanclubs sondern auch die anderen Zuschauer zuhause bleiben.Ich jedenfalls tue mir das nicht mehr an.Nacch 10 Jahren Dauerkarte reicht es endgültig,werde kein Spiel mehr besuchen.Hoffentlich schickt mann diesen Möchtegernträner jetzt endlich in die Wüste schon viel zu lange damit gewartet und diese Gurkentruppe sollte man mal so richtig in den Arsch treten und noch eins der Fisch stinkt vom Kopf.

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