Die AS Eupen wahrt ihre letzte Chance im Rennen um die Top 6. Trotz einer schwachen zweiten Halbzeit gelang den Schwarz-Weißen ein knapper 1:0-Sieg in Deinze gegen die Anderlecht Futures.
Weil seit dem letzten Meisterschaftsspiel gegen den Lierse SK lediglich 72 Stunden zurücklagen, sah sich AS-Trainer Bruno Pinheiro veranlasst, vier personelle Änderungen vorzunehmen. Wie erwartet war Merveille Bokadi nach seinen beiden Patzern am Dienstag, die Eupen teuer zu stehen kamen, nicht mehr in der Startelf.
Außer Bokadi verloren auch Isaac Nuhu, Kevin Möhwald und Gabriel Barès ihren Startplatz bzw. wurden geschont. Für sie spielten von Beginn an Igor Plastun, Nathan Bitumazala, Oriol Busquets und Amadou Keita.
Die Eupener Startelf: Hiller – Van Genechten, Paeshuyse, Plastun, Kennedy – Bitumazala, Caliskan, Müller, Busquets, Keita – Kikas.
Das Stadion von Deinze, dessen provisorische Geistertribüne gegenüber der Haupttribüne nach dem Konkurs des KMSK Deinze aufgrund einer Entscheidung des Staatsrates abgebaut werden musste, bot alles andere als eine stimmungsvolle Kulisse. Nur das helle Flutlicht und die Bandenwerbung ließen erahnen, dass man es hier mit einem Spiel der Pro League zu tun hatte.
In der ersten Viertelstunde tat sich gar nichts, doch in der 16. und in der 19. Minute wären die Anderlecht Futures fast in Führung gegangen, was zum Glück für die AS Torhüter Hiller mit zwei Paraden verhindern konnte.
Wie das aber im Fußball oft so ist, erzielte die bis dahin so gut wie gar nicht in Erscheinung getretene Mannschaft der AS Eupen ein Tor durch Müller nach perfektem Doppelpassspiel mit Caliskan, 0:1.
Kurz danach verhinderte Hiller mit einer dritten Parade den sofortigen Ausgleich. Der ehemalige Schlussmann von München 1860 ist zweifellos der einzige Neuzugang, der sich bisher über die gesamte Saison bewähren konnte.
In der 32. Minute hatte Keita das zweite Eupener Tor auf dem Fuß nach Zuspiel von Van Genechten. Leider ging der Ball knapp am Tor vorbei. Kurz danach kam Kikas zu seiner ersten Chance, aber Anderlechts Torhüter Imbrechts hatte damit kein Problem. Bis zur Pause blieb es beim 0:1.
Nach dem Wiederanpfiff tat sich die AS Eupen sichtlich schwer. Sie überließ Anderlecht die Initiative, obwohl Trainer Pinheiro vor dem Spiel erklârt hatte, dass man gerade dies nicht tun sollte. In der 60. Minute konnte sich Eupen einmal mehr bei Torhüter Hiller bedanken, der mit einer Doppelparade den Ausgleich verhinderte. Zwei Minuten später war Hiller geschlagen, aber diesmal rettete die Latte. Eupen im Glück.
Eupen verhielt sich viel zu passiv. Ein gefährliches Spiel. Coach Pinheiro reagierte. Gavory und Nuhu kamen für Kennedy und Bitumazala.
In der 71. Minute hatten die Gäste ihre erste Chance im zweiten Durchgang: Torhüter Imbrechts parierte einen Schuss von Müller, bevor der eingewechselte Nuhu eine weitere Gelegenheit vergab. In der 76. Minute verteidigte abermals Hiller den knappen Vorsprung der AS. In der 84. Minute hatte der Anderlechter Flips den Ausgleich auf dem Fuß, aber sein Schuss ging übers Tor.
Zague und Kasper kamen. Der bereits zuvor eingewechselte Atteri vergab das 0:2. Anderlecht blieb jedoch gefährlich, war aber nicht in der Lage, seine Chancen zu nutzen. So blieb es beim 1:0-Zittersieg der Gäste aus Eupen, die jetzt nur noch zwei Punkte Rückstand auf den FC Lüttich haben, der allerdings ein Spiel weniger bestritten hat.
Der SK Lommel hat 5 Punkte Vorsprung auf die AS und Eisden, das am Freitag 2:1 beim Lierse SK gewann, sogar 6 Punkte, allerdings bei einem Spiel mehr. Am kommenden Freitag, dem 20. März, ist der RFC Seraing im Eupener Kehrweg-Stadion zu Gast. (cre)


victoire absolument pas méritée. C’est honteux de montrer un aussi mauvais football 😱😱😱
Ohne das Unvermögen von Bokadi am Dienstag, hätten das 3 Siege am Stück sein können.
Es sind halt die beiden formstärksten Spieler,, und das seit längerem schon, die es entscheiden.
Am ende wurde es sehr eng, mal wieder. Es ist immer noch drin, allerdings weiss man nicht, ob eine Endrunde Sinn machen würde mir dieser Mannschaft.
Vielleicht besser aufgestellt nächste Saison aufsteigen, wenn die Konkurrenz auch schwächer ist.
Mit Beveren und Kortrijk sind wohl 2 gute Weg. Beerschot könnte am ehesten die Endrunde gewinnen und mit dem abgeschlagenen Dender käme auch keine Granate von oben runter. Es gibt durch die vorgezogene Aufstockung der D1 nämlich nur einen oder keinen Absteiger aus der D1.
Eupen müsste nächstes Jahr auch deshalb ganz vorne dabei sein. Die jetzige Mannschaft und die leistungen seit Januar insbesondere verdienen absolut nicht den Aufstieg und wären keinesfalls gerüstet für einen Aufstieg. Aber so oder so wird sich das Gesicht der AS ab Sommer grundsätzlich verändern.
Persönlich hoffe ich, dass die richtigen Leute bleiben können und die wenigen, die es sich verdient haben mit Leistung oder-und Einsatz