Ministerpräsident Oliver Paasch und Gesundheitsministerin Lydia Klinkenberg (beide ProDG) haben sich mit Nachdruck an föderale Einrichtungen gewandt, um die Bereitstellung zentraler Online-Informationen in deutscher Sprache einzufordern.
In zwei Schreiben – eines an den föderalen Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés), ein weiteres an den Generaldirektor des belgischen Forschungsinstituts für Gesundheit, Sciensano – pochen sie auf die konsequente Anwendung der Sprachengesetzgebung.
Konkret geht es um Internetauftritte des Föderalen Öffentlichen Dienstes (FÖD) Mobilität und Verkehr, die bislang nicht vollständig in deutscher Sprache angeboten werden, sowie um die Website von Sciensano, auf der ebenfalls keine umfassenden Informationen auf Deutsch verfügbar sind.

Auf der Website von Sciensano gibt es Informationen in Niederländisch, Französisch und sogar in Englisch, aber nicht in Deutsch. Foto: Screenshot Sciensano.be
In beiden Fällen verweisen Paasch und Klinkenberg auf die koordinierten Gesetze vom 18. Juli 1966 über den Sprachengebrauch in Verwaltungsangelegenheiten. Diese verpflichten zentrale Dienststellen des Föderalstaates, Mitteilungen und Bekanntmachungen, die sich direkt an die Öffentlichkeit richten, auch der deutschsprachigen Bevölkerung in deutscher Sprache zur Verfügung zu stellen.
Die Ständige Kommission für Sprachenkontrolle hat in früheren Stellungnahmen unmissverständlich klargestellt, dass Websites föderaler Dienste dieser Verpflichtung unterliegen. Dies betrifft sowohl die Online-Angebote der Mobilitätsverwaltung – insbesondere auch sämtliche Informationen auf der Website der Direktion für die Zulassung von Fahrzeugen (DIV) – als auch die Informationsplattform von Sciensano.
„Die Gleichbehandlung der Landessprachen ist keine Option, sondern eine gesetzliche Pflicht“, betonen Paasch und Klinkenberg. „Gerade in sensiblen Bereichen wie der öffentlichen Gesundheit und der Mobilität müssen Bürgerinnen und Bürger Zugang zu verlässlichen Informationen in ihrer Sprache haben.“ (cre)
Schon wieder die selbe Leier, ändert sich aber nichts .
Neverending story, unsere DG Politiker pochen auf Einhaltung von Sprachengesetzen um die sich niemand schert… Wann begreifen Politiker dass es keinen Sinn macht Gesetze zu erlassen die sich in der Praxis nicht anwenden lassen. Alle Belgischen Industrienormen sind in Englisch verfasst, nur die Deckblätter sind in Französisch und Flämisch. Firmen und Institutionen haben andere Probleme als Leute zu bezahlen nur um eine Dritte Sprache im Marketing verwalten. Wenn man den Deutschen Markt mit 80 Mio Kunden angeht, dann ist Deutsch selbstverständlich, für 77.000 Ost-Belgier lohnt sich das hingegen nicht. Ob die DG das versteht oder nicht, so ist nun einmal die Realität….
Für Leute die mehrere Sprachen sprechen ist die Flexibilität gut.
Und es ist nicht nur wichtig die deutsche Sprache in unserem Land zu fördern, weil viele nur diese können, sondern dadurch auch mehr Flexibilität zu den anderen Ländern möglich ist. Deutschland ist nicht das einzige Land in dem deutsch gesprochen wird, sondern steht bei der Muttersprache an zweiter Stelle, hinter russisch in Europa, gefolgt von Englisch.
Insgesamt wird aber Englisch mehr gesprochen , an zweiter Stelle wieder deutsch und zum Schluss russisch.
Wenn man also keine Region mehr im eigenen Land hat, in der deutsch gesprochen wird, könnte das die Flexibilität mindern, vor allen Dingen für uns selbst.
Denn wenn man nicht an der DG festhält, verschwindet mit der Zeit auch bei uns die deutsche Sprache und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es die DG als solches nicht mehr gibt.
Wer nur Französisch reden möchte, hat ja die Möglichkeit, einen nicht weit entfernten Umzug in die Wallonie zu planen.
Zu den Flandern ist es auch nicht weit, man sollte da nicht so unflexibel sein, wenn man unsere Sprache nicht mehr sprechen möchte ;-)
#Dax/ Ich wünsche Ihnen alles Gute.
@DAX
Hier geht es sich nicht um belgische Industrienormen in englischer Sprache sondern um die gesetzliche Anwendung der deutschen Sprache durch föderale Einrichtungen.
Die auch kein Personal haben um eine weitere Sprache für 77.000 Männekes zu implementieren. Sie machen es einfach nicht. Punkt. Egal wie viele Briefe ein ihnen unbekannter „Ministerpräsident der DG“ auch immer schreibt…
Dax, wie ich das verstanden habe geht es um Websites. Dadurch wollen die Ministerien doch Geld in ihrer Kommunikation sparen. Die Einsparungen müssten spielend den Preis für eine deutsche Übersetzung ausmachen. Dazu brauchen die Ministerien kein Personal zu haben. Dazu braucht man nur ein Übersetzungsbüro. Im Übrigen sind die Sprachgesetze nicht für die Deutschsprachigen gemacht worden, sondern um Flamen und Wallonen auseinanderzuhalten, wegen ihres Streits. Dummerweise hat man bei der endgültigen Festlegung der Sprachgrenzen, deutschsprachiges Gebiet vorgesehen. Aber so wie bei ihren Normen: dura lex sed lex, man muss sich daran halten. Für englischsprachige Websites hat man Geld, könnte man die nicht abschaffen?
Wie lange ist diese Partei schon in politischer Verantwortung?
Wie nachlässig war die DG Regierung in der Vergangenheit?
Ich sage mal die DG Regierung hat es vergeigt. Sie hätte sich schon lange Respekt verschaffen müssen. Die ProDG war lieber in Deutschland, Südtirol oder Österreich unterwegs. Wo blieb die Werbung für die Deutsche Spräche. Anstatt unsere A-Socialmediaposts zu zensieren, könnten die unzähligen bezahlten Helfer der DG Minister, die Föderalminister auf die Füsse treten. Fast jeder missachtet die 3. Landessprache. Das sollte nicht geduldet werden.
Ach ne!, und die Regierungen davor? Und vor den Regierungen die CSP?
……..In beiden Fällen verweisen Paasch und Klinkenberg auf die koordinierten Gesetze vom 18. Juli 1966 über den Sprachengebrauch in Verwaltungsangelegenheiten.……..
Seit 60 (sechzig!!)Jahren warten wir nun auf die Anerkennung der deutschen Sprachregelung 😂😂.
Ich finde,wir brauchen dringend einen fünften Minister 🤮.
Die Nichteinhaltung der Sprachengesetzgebung ist der Beweis für die Unfähigkeit dieser DG Regierungen.
In ihrem Übereifer die Französische Sprache anzuwenden, um den Politikern im Landesinneren zu beieindrucken, vermittelt den Eindruck, alle Deutschsprachigen beherrschen ausreichend Französisch.
Zu teuer das ganze, bitte realistisch bleiben !
… für jeden Scheiss wird die KI bemüht … der Beruf des Dometchers/Übersetzers ist somit bald obsolet … also warum nicht auch hier KI nutzen ?… kann so schwer nicht sein.
Mein Eindruck : unseren wallonischen Freunden fehlt der Wille. Man will keine Deutschsprachigen in Belgien.
Beobachter, Übersetzungshilfeprogramme gibt es schon sehr lange. Aus Ihnen wurde automatische Übersetzungsprogramme vor ca. 15 Jahren. Kann sein dass durch KI, es einen Schritt weiter geht. KI meint wohl hier, dass man den Fundus aus dem das Programm seine Übersetzungen fischt noch größer ist. Am Ende muss zur Sicherheit immer ein Übersetzer kontrollieren.
Was fùr Kommentare zum Thema der Sprache „der Dichter & Denker“ , wie mir einmal mein Deutschlehrer vor ùber 60 Jahren erklàrt hat.
Wie uninteressant ob nun 77.000 Einwohner oder 5 Millionen etc. wir in Belgien haben 3 Amtssprachen
und eben diese sollten auch gleichberechtigt an einer jeglichen Schule gelehrt werden und in Folge auch
in Wort und Schrift gleich wo zur Anwendung gelangen. Anbei: Alle medizinischen Beipackzettel in Vlaanderen sind 3 sprachig und ich denke auch in der Wallonie (hier bin ich mir aber nicht sicher ,ich war in noch keiner wallonischen Apotheke ) !
@AVC
Ich bin da etwas anderer Meinung.
Für mich 1. Sprache, die Sprache der Region, also in Vlaanderen niederländisch, in der Wallonie französisch und in der DG eben deutsch.
Als zweite verpflichtende Sprache für alle dann englisch.
Auf freiwilliger Basis dann russisch, chinesisch, spanisch, italienisch, …. je nach Lust und Laune.
Jeder würde seine Muttersprache lernen. Mit englisch könnte sich dann auf föderaler Ebene und darüber hinaus sogar weltweit, jeder mit jedem sprachlich verständigen.
Alfons van Compernolle, die Beipackzettel sind auch dreisprachig. Entweder föderale Gesetzgebung oder die Hersteller machen es allseits kompatibel. Eine Sprache verbieten geht wohl kaum. Auf ätzenden Stoffen, die man im Supermarkt kaufen kann, stehen oft nur die Gesundheitswarnungen auf Deutsch, nicht die Gebrauchsanweisung.
Eigentlich ist es bei den Sprachen, wie bei anderen Dingen. Der eine tut sich schwer, dies oder jenes zu lernen und wird es auch bis zum Lebensende nie richtig können.
Dem anderen wiederum, ist sprachgewandt sein, durch die Freunde seiner* ihrer Mutter während der Schwangerschaft, einfacher , wenn diese Freunde, verschiedene Sprachen gesprochen haben 😉
Diejenigen die sprachgewandt sind, müssen nicht unbedingt Fenster putzen können.
Wenn sie es doch können, ist es ein Vorteil.
Die Fensterputzer muss nicht unbedingt sprachgewandt sein. Wenn sie es doch sind , ist es auch ein Vorteil .
Dann können sie sich mal in deutscher Sprache einsetzen die restlichen Personen der DG von Dubai nach Ostbelgien zu befördern, aber wer kennt sie schon…
Große Worte für nichts. Weil sich seit Jahren nichts geändert hat. Und dann redet man auch noch von Gleichberechtigung??? Schämt euch, weil es gibt keine Gleichberechtigung. Nicht im Gesetz, nicht beim Kindergeld, nicht bei den Steuern…
Aber so kriegt man den Tag im Parlament auch rum auf Kosten der Steuerzahler!!
Kindergeld, deutsche Sprache, Gleichberechtigung: Die Welt brennt und dann müssen sich die Leute in der DG mit solch großen Problemen herumschlagen. Das ist einfach ungerecht!
Ja die Welt brennt, und zwar gewaltig. Auch in die EU, nur das sieht anscheinend keiner. Es gibt nur Iran, Ukraine, sind aber nicht unsere Kriege. Und kommen sie jetzt nicht mit einer Anhängigkeit vom Öl, dass durch die Straße von Hormus muss, weil das ist eine Lüge. Nur 10 bis 20% des westlichen Bedarfs kommt aus dieser Region, alles andere geht Richtung China. Innerhalb der EU wird Krieg gegen die eigene Bevölkerung geführt. Aber das sehen sie anscheinend nicht. Wir werden ausgesaugt bis wir komplett abhängig von dieses korrupte Pack in Brüssel werden. Die Milliarden, die ohne unsere Zustimmung einfach VERSCHENKT werden, können in der EU, und damit auch in die DG, benutzt werden um die Steuerlast zu senken, das Gesundheitssystem wieder auf Fordermann zu bringen, das Schulsystem zu fördern usw. Auch könnten dann Alleinerziehenden und Rentner besser unterstützt werden. Straßen könnten endlich erneuert werden. Aber es geht ihnen wohl noch zu gut um das EU-Debakel, und damit das DG-Debakel zu sehen.
Gott sei Dank wird nicht alles in Deutsch veröffentlicht, welche Daseinsberechtigung hätte unsere DG denn noch?
Wo setzt sich Prodg für Die Bürger im Ausland ein.
Wer kennt die denn????
Keine Sa…..