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Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu

30.01.2026, Ukraine, Kiew: Menschen, die nach den russischen Luftangriffen ohne Strom sind, warten in einem Wohnviertel auf kostenlose warme Mahlzeiten. Foto: Dan Bashakov/AP/dpa

Donald Trump hat Putin gebeten, Kiew und andere ukrainische Städte für ein paar Tage nicht anzugreifen. Der Kreml stimmt zu – aber nur bis zu einer nächsten Runde von Verhandlungen.

Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt. Dies solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Nachrichtensendung „Westi“ des Staatsfernsehens in Moskau. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte.

15.01.2026, Ukraine, Kiew: In einem Wohnviertel werden Notzelte aufgestellt, in denen sich die Menschen aufwärmen können, nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe gegen die Energieobjekte des Landes geflogen hat und die Bewohner mitten im Winter ohne Strom, Wasser und Heizung sind. Foto: Vladyslav Musiienko/AP/dpa

Andere russische Medien zitierten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington. „Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen“, sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Auch Nachfrage, ob Putin zugestimmt habe, antwortete Peskow: „Das versteht sich, es war eine persönliche Bitte von Präsident Trump.“ Das geht aus dem von „Westi“ veröffentlichten Mitschnitt der Äußerungen des Kremlsprechers hervor.

Zwischen der Ukraine und Russland ist für Sonntag (1.2.) eine nächste Gesprächsrunde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant.

In der Hauptstadt Kiew und anderen Städten der Ukraine müssen Millionen Menschen seit Wochen nach russischen Angriffen ohne Strom und Heizung ausharren. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in Kiew, Russland habe in der Nacht auf Freitag keine Energieobjekte beschossen. (dpa)

22 Antworten auf “Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu”

  1. Rob-Otter

    „Donald Trump hat Putin gebeten, Kiew und andere ukrainische Städte für ein paar Tage nicht anzugreifen. Der Kreml stimmt zu – aber nur bis zu einer nächsten Runde von Verhandlungen.“

    Ist OK, dass die Kiewer sich warme Mahlzeiten im Freien holen können.
    Aber grundsätzlich bringt das nichts, da ihr Chef, Komiker Selenskyj, Gebietsabtretungen nicht akzeptiert.
    Spätestens Montag wird der Kreml dann wieder Drohnen und Raketen einfliegen lassen.

  2. Wer hier die Pappnasen sind und die Komiker sieht man an euren Kommentaren.
    So verloren und überfordert von der täglichen Flut an Manipulation aus russischen und amerikanischen Quellen.Kaum zu fassen so viel Leere im Hirn.
    Warum wundert sich eigentlich niemand von euch darüber, dass Trump einerseits in Venezuela hart durchgreift und russische Öltanker kapert, man hier aber ernsthaft glaubt, Putin würde aus reiner Gefälligkeit auf eine „persönliche Bitte“ hin die Angriffe einstellen? Ist euch bewusst, wie widersprüchlich es ist, die ukrainische Führung als „Pappnasen“ abzutun, während man gleichzeitig die taktischen Pausen des Kremls als reinen Akt der Diplomatie verklärt? Wie passt es in euer Weltbild, dass ihr einerseits Stärke und Härte in der Geopolitik fordert, aber das ganz reale Leid der Menschen, die bei Minusgraden ohne Heizung und Strom festsitzen, so zynisch als notwendige „Sprache“ legitimiert? Wenn ihr behauptet, die Ukrainer würden keine andere Sprache als Gewalt verstehen – welche Sprache sprecht ihr dann eigentlich selbst, wenn Empathie für frierende Zivilisten komplett fehlt? Glaubt ihr wirklich, dass eine einwöchige Pause bis zum 1. Februar mehr als nur ein strategisches Manöver für die Verhandlungen in Abu Dhabi am Sonntag ist, oder dient euch diese Meldung nur als Vorwand, um eure Vorurteile zu bestätigen?

    Wollt ihr wissen wie die Inzenierung weitergeht?
    Putin wird schnell einen fiktiven Grund finden um den Beschuss fortzuführen. Selenskji das in die Schuhe zu schieben und die Friedensverhandlungen sabotieren. Trump wird das Narrativ nutzen und ins gleiche Horn pusten, fertig ist das Druckmittel.
    Und Ihr Pappnasen fallt wieder drauf rein und macht das Opfer zum Täter

  3. Das soll etwas werden?
    „Selenskyj verlangt von US-Seite Klarheit über neue Treffen
    Nach dem Treffen des Russen Dmitrijew mit der US-Delegation teilte Selenskyj mit, dass Kiew nun konkrete Angaben zu weiteren Zusammenkünften in der nächsten Woche erwarte.“

    „Dmitri Peskow sagte, dass die begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen.“ (dpa)

    Der eine will eine Grundlage für die Verhandlungen schaffen – will Dampf machen -, der andere weiß noch nicht was beim aktuellen Treffen rauskommt, redet aber schon über weitere Treffen.
    Wahrscheinlich weiß er schon, dass dieses eine Nullnummer wird.

    Hoffentlich können die Menschen in Kiew am heutigen Sonntag, im Freien ihren warmen Eintopf essen.

  4. Gerad van Oche

    Ist heute schon Samstag? Trump dem Friedenspräsident geht wohl langsam die Puste aus. In Gaza brennt es schon wieder und beim Iran scheint die Devise zu sein neues Spiel neues Glück. Von Syrien, Jemen und Sudan ganz zu schweigen

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