Wenige Tage nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Melania Trump als erste First Lady eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates geleitet. Die 55-Jährige sagte in ihrer Ansprache Sätze wie „Frieden muss nicht fragil sein“. Die USA setzten sich für alle Kinder auf der ganzen Welt ein, betonte Trump weiter. „Ich hoffe, dass ihr bald Frieden haben werdet.“
Den militärischen Konflikt im Nahen Osten erwähnte sie dabei nicht explizit. Das frühere Model leitete eine Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums zum Thema Kinder, Technologie und Bildung in Konfliktsituationen. Die Übernahme des Vorsitzes durch die First Lady stieß teilweise auf Kritik.
Die USA haben in diesem Monat turnusmäßig den Vorsitz im wichtigsten UN-Gremium übernommen, was auch die Leitung der Treffen beinhaltet. Üblicherweise führen UN-Botschafter oder Regierungsvertreter durch die Sitzungen des 15-köpfigen Gremiums. Ihren Partnern war bislang meist das Rahmenprogramm von Veranstaltungen der Vereinten Nationen vorbehalten.

dpatopbilder – 02.03.2026, USA, New York: Melania Trump (M), First Lady der USA, leitet eine Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Foto: Angelina Katsanis/AP/dpa
Im Rahmenprogramm der UN-Vollversammlung 2017 beispielsweise hielt Melania Trump bei einem Mittagessen eine kurze Ansprache, bei der es ebenfalls um Bildung und Schutz von Kindern ging.
– Warum übernimmt die First Lady den Vorsitz? Von den UN wurde der Sitzungsvorsitz der First Lady begrüßt. Es sei ein Zeichen der Wertschätzung der USA für den Sicherheitsrat, hatte ein Sprecher von Generalsekretär António Guterres im Voraus gesagt.
Der Auftritt erfolgt vor dem Hintergrund eines angespannten Verhältnisses zwischen der Regierung von US-Präsident Donald Trump und den Vereinten Nationen. Trump hat die Organisation in der Vergangenheit wiederholt als ineffektiv bezeichnet und den Austritt seines Landes aus zahlreichen UN-Organisationen bewirkt. Nach UN-Angaben schulden die USA der Organisation noch viele Milliarden Dollar.
Neben einer Reihe verwunderter Reaktion über den Vorsitz der First Lady wurde der Schritt auch scharf kritisiert. Eine Kolumnistin des britischen „Guardian“ etwa sah darin den gezielten Versuch, die UN bloßzustellen. Melania Trump hat sich in der Vergangenheit mit öffentlichen Auftritten zurückgehalten, zuletzt aber vermehrt die Öffentlichkeit gesucht, zum Beispiel mit ihrem Dokumentarfilmprojekt „Melania“.
Der UN-Botschafter des Irans kritisierte den Zeitpunkt einer Sitzung mit einem derartigen Thema und warf den USA und Israel erneut vor, für einen Angriff auf eine Schule mit vielen getöteten Kindern verantwortlich zu sein. Israel hatte den Vorwurf zurückgewiesen. „Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt“, sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani.

02.03.2026, USA, New York: Melania Trump, First Lady der Vereinigten Staaten, trifft mit dem US-Botschafter Mike Waltz ein, um eine Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen am Sitz der Vereinten Nationen zu leiten. Foto: Angelina Katsanis/AP/dpa
Erster offizieller Besuch nach «Rolltreppen-Gate»: Besonders die scharfe Kritik ihres Mannes an den UN hatte die Frage der Beweggründe der First Lady für den Sitzungsvorsitz aufgeworfen. Dass die dritte Ehefrau Donald Trumps mitunter Positionen vertritt oder Signale sendet, die nicht deckungsgleich mit denen ihres Mannes sind, ist dabei nicht neu. Einige Beobachter vermuten etwa eine Strategie des Kommunikationsmixes des Ehepaars Trump dahinter.
– Erster Besuch nach „Rolltreppen-Gate“: Es war auch der erste offizielle Besuch der First Lady in dem Gebäude nach dem sogenannten Rolltreppen-Gate: Der US-Präsident und seine Frau waren bei ihrer Ankunft zur UN-Generalversammlung im September auf eine Rolltreppe gestiegen, die dann abrupt anhielt. Präsident Trump hatte der Vorfall so erzürnt, dass er im Anschluss die „Verhaftung“ der Verantwortlichen gefordert hatte. Ergebnisse einer vorläufigen Untersuchung zeigten UN-Angaben zufolge, dass ein eingebauter Sicherheitsmechanismus am oberen Ende der Rolltreppe ausgelöst worden war.
Diesmal fuhr Melania Trump in Begleitung des US-Botschafters bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, nach ihrer Ankunft am UN-Hauptquartier im Osten Manhattans mit derselben Rolltreppe – ohne Zwischenfall. Anschließend schüttelte sie zur Begrüßung vor dem Sicherheitsrat die Hände der Botschafter der anderen 14 derzeit dort vertretenen Länder und posierte lächelnd für ein gemeinsames Foto. Die anschließende Sitzung schloss die First Lady mit dem Satz: „Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft bei der Bewahrung des Friedens in der Welt.“ (dpa)
Es haben sich sicherlich auch andere für den Job beworben. Wahrscheinlich wurden sie aber im Einsatz im Iran Krieg, dringender benötigt.
Wahrscheinlich gab es Schmink- oder Stylingtips für Flüchtlinge , oder gar Modetips für Muslimas.
Zynischer und Abartiger gehts nimmer.
#Greffier/ Verwundert ?
Sie behauptet Frieden muss nicht fraglich sein, während ihr Mann sich zu einem Krieg überreden lassen hat.
Sie hätten besser die Frage gestellt, wer von diesen dreien am zünischsten ist ?
Es ist schon bemerkenswert, dass kritisiert wird, wer die USA bei den Versammlungen vertritt, während kaum hinterfragt wird, wie demokratisch gewählte Vertreter dort von der UN im eigenen Gebäude empfangen werden. Sie hat eine Sitzung geleitet – na und? Hat sich die first Lady dabei dümmer angestellt als die ehemalige deutsche Aussenministerin, ich denke nicht.
Beim nächsten Mal kann Trump, wenn er das will, auch den Hausmeister schicken, wenn selbst die First Lady für manche nicht würdig genug erscheint, eine UN-Sitzung zu leiten.
Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer: Trump führt der UN vor Augen, was sie letztlich ist – ein Beratungsgremium, in dem sich Staaten austauschen. Die politischen Entscheidungen für die USA trifft der Präsident, nicht die UN. Wenn man dort allerdings glaubt, ihn mit einer angeblich defekten Rolltreppe oder einem fehlerhaften Teleprompter bloßstellen zu können, verkennt man die tatsächlichen Machtverhältnisse.
…was Baerbock kann, kann jede…
Die UN ist noch weniger als ein Beratungsgremium, wie Sie es bezeichnen. es ist nicht mals mehr ein Diplomatenkarussel, es ist einfach nur noch eine „Show der Möchte-gern-Mächtigen“, wo sich vermeintlich wichtige Leute zeigen. Es lohnt sich nicht, Geld in diese unnötige Institution zu buttern. Die UN hat das Niveau des Völkerbundes von vor 100 Jahren erreicht: damit geht Politik auch, und ohne geht es noch besser.
Hier wird eine einst gute Idee ad absurdum geführt. Die ursprüngliche Idee, ein Forum für Frieden, Menschenrechte und internationale Zusammenarbeit zu sein, wird nicht nur durch Klimaschutz ins Lächerliche gezogen, sondern auch durch Korruption unterwandert, von den Staaten, die noch Geld hineingeben, z.B. China im WHO siehe Corona-Affäre.
übrigens: die Frau von Xi Jinping, Peng Liyuan, ist auch UN-Mitarbeiterin für die WHO, aber wenn es um Menschenrechte in China geht (einst ein Hauptthema der UN), dann wird Schweigen an den Tag gelegt. Also warum dann noch UN mit solchen Strippenziehern ???
wie gesagt, eine Show. Und wenn die Herren der Schöpfung nicht bei der UN zugegen sind als ‚Cocktail-schwingende Partylöwen‘ (Zitat Hans-Dietrich Genscher, ehemals deutscher Aussenminister), dann sind ehrenwerte Damen (Baerbock, Melania Trump, Peng Li Yuan) wohlbekleidet und sittsam bei der „Arbeit“… the show must go on.