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Hatte Karl Marx doch recht? Vor 150 Jahren erschien „Das Kapital“

Jemand nimmt in einer Buchhandlung das Buch "Das Kapital" von Karl Marx aus einem Regal. Foto: dpa

Die Kapitalismuskritik feiert Geburtstag: Vor 150 Jahren erschien «Das Kapital» von Karl Marx. Nach dem Mauerfall mal als erledigt betrachtet, erleben das Buch und sein Autor seit der Finanzkrise eine bemerkenswerte Renaissance.

Eines Morgens taucht der Bäcker vor der Wohnung von Karl Marx auf, um ihm unmissverständlich klar zu machen: Wenn jetzt nicht endlich Geld auf den Tisch kommt, gibt’s kein Brot mehr! Der sechsjährige Edgar Marx öffnet ihm. „Ist Mister Marx zuhause?“ – „Nö“, lügt der Junge – dann packt er sich blitzschnell drei Brötchen und haut ab.

Karl Marx (1818 – 1883)

„Ich glaube nicht, dass unter solchem Geldmangel je über ‚das Geld‘ geschrieben worden ist“, scherzte Marx grimmig. Tagein, tagaus hockte der deutsche Philosoph im Lesesaal der British Library in London und recherchierte für sein Buch – die „ökonomische Scheiße“, wie er es selbst nannte.

Mitunter hatte er eine monatelange Schreibblockade, mal wegen eines Leberleidens, dann wegen eines Penis-Geschwürs, das er seinem Geldgeber und „best buddy“ Friedrich Engels ausführlich beschrieb.“Nunja“, reagierte der, „wir sind so an diese Entschuldigungen für die Nichtvollendung des Werks gewöhnt!“

Schließlich, nach mehr als zehnjähriger Arbeit, war es 1867 doch soweit – „Das Kapital“ war fertig oder genauer gesagt: der erste Band. „Hurra!“, jubelte Engels. In einer dramatischen Überfahrt bei Sturm brachte Marx das Manuskript selbst nach Hamburg zu seinem Verlag Meissner. Am 14. September erschien es dort – und nichts passierte.

Durchbruch nicht mehr selbst erlebt

Marx war wahnsinnig enttäuscht. Er hatte fest daran geglaubt, mit dem „Saubuch“ berühmt zu werden. Was die finanziellen Erträge betraf, hatte er sich dagegen nie Illusionen gemacht: „Das ‚Kapital‘ wird mir nicht einmal so viel einbringen, als mich die Zigarren gekostet, die ich beim Schreiben geraucht.“ Wobei man wissen muss, dass er paffte wie ein Schlot.

Seinen großen Durchbruch hat der 1883 gestorbene Marx nicht mehr erlebt. Band 2 und 3 des „Kapitals“ wurden erst nach seinem Tod von Engels herausgegeben.

Eine originale Erstausgabe von „Das Kapital“ von Karl Marx im Museum der Arbeit in Hamburg. Foto: dpa

Im Rückblick von 150 Jahren lässt sich sagen, dass es nach der Bibel nur wenige Bücher gegeben hat, die die Weltgeschichte so nachhaltig beeinflusst haben. Lenin, Stalin, Mao, Che Guevara und Fidel Castro – sie alle beriefen sich darauf. Marx war ihr Guru, das „Kapital“ ihre Heilige Schrift.

Noch heute bezeichnet sich das bevölkerungsstärkste Land auf Erden, die Volksrepublik China, als kommunistischen Staat. Der große Spötter Marx hätte dazu sicher eine passende Bemerkung parat. Gegen eine Vereinnahmung durch andere hat er sich stets gewehrt. Als er einmal erfuhr, dass sich eine neue Partei in Frankreich als marxistisch bezeichnete, erwiderte er: „Was mich betrifft, ich bin kein Marxist!“

Wie hoch die Gesamtauflage des „Kapitals“ inzwischen ist, weiß niemand. Berühmt waren die blauen Ausgaben zu DDR-Zeiten. Im Westen versuchten die 68er in sogenannten „Kapital“-Schulungen, sich die Offenbarungen des sozialistischen Cheftheoretikers zu erschließen.

Die wenigsten schafften es, sich wirklich durch den ganzen Wälzer zu arbeiten. So gab der britische Premierminister Harold Wilson (1916-1995), immerhin ein Labour-Politiker, unumwunden zu: „Ich bin nur bis Seite zwei gekommen.“

Seit Bankenkrise eine Renaissance

Nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch des Ostblocks hielt man Marx zunächst für erledigt. Das „Ende der Geschichte“ wurde ausgerufen, jetzt sollte nur noch Kapitalismus sein bis zum Ende der Zeiten. Aber spätestens mit dem drohenden Bankenkollaps von 2008 erlebte Marx eine Renaissance.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise war das „Kapital“ sogar kurzzeitig vergriffen. Als Krisentheoretiker und Kritiker des freien Marktes ist Marx seitdem wieder gefragt. Der heutige Labour-Chef Jeremy Corbyn würdigt ihn als „großen Ökonomen“ – ein solches Bekenntnis wäre auf der Insel früher politischer Selbstmord gewesen.

Das Geburtshaus von Karl Marx in Trier. Hier erblickte Marx am 5. Mai 1818 das Licht der Welt. Foto: Shutterstock

Marx‘ provokanteste These ist, dass der Kapitalismus früher oder später an sich selbst zugrunde geht. Dies war für ihn ein „Naturgesetz“. Seine Argumentation geht ungefähr so: Die Unternehmer befinden sich in einem fortwährenden mörderischen Konkurrenzkampf gegeneinander und müssen ihre Waren deshalb immer billiger herstellen.

Mit der Zeit gehen mehr und mehr Wettbewerber pleite, übrig bleiben wenige, aber dafür riesengroße Konzerne. Gleichzeitig wächst das Heer der schlecht bezahlten oder arbeitslosen Proletarier. Irgendwann kippt das – die Revolution bricht aus, der Kommunismus ist da.

Marx rechnete damit, dass dies in den hoch entwickelten Industrieländern seiner Zeit – das waren vor allem Großbritannien und auf dem Kontinent das kleine Belgien – bald bevorstand. In noch weitgehend feudal geprägten Agrargesellschaften wie Russland war die Zeit seines Erachtens noch lange nicht reif für einen Umsturz: Solche Länder mussten erst einmal industrialisiert werden.

Bekanntlich ist es dann doch alles etwas anders gekommen. Ironie der Geschichte: In Marx‘ ehemaligem Wohnhaus in Trier befindet sich heute ein Ein-Euro-Shop. In der Stadt war Marx am 5. Mai 1818 geboren worden, hier verbrachte er die ersten 17 Jahre seines Lebens.

Marx‘ Krisentheorien „hochaktuell“

Und das Proletariat? „Man sehe sich die Arbeiter mit ihren Autos und Mikrowellen doch an – besonders verelendet sehen sie nicht aus“, spottete der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson (1915-2009). Die vermeintlichen Todeszuckungen des Kapitalismus, die Marx zu analysieren glaubte, seien wohl eher dessen Geburtswehen gewesen, höhnen Kritiker.

Ist deshalb aber alles falsch, was der Super-Intellektuelle mit dem Prophetenbart auf Tausenden von Seiten ausgebreitet hat? „Mitnichten“ – sagt niemand anderer als der langjährige Chef des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn. Vor allem seine Krisentheorien seien heute wieder „hochaktuell“.

Karl Marx im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds in Berlin. Foto: Shutterstock

Ähnlich sieht es Gerald Hubmann, Arbeitsstellenleiter der Marx-Engels-Gesamtausgabe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften: Marx habe aktuelle Krisentheorien vorweggenommen, „ebenso wie Marx ja bereits die Banken im Blick hatte und das Phänomen der Privatisierung der Gewinne bei Sozialisierung der Verluste zu Krisenzeiten“. Die Fragilität der heutigen Finanzwirtschaft habe allerdings selbst Marx nicht voraussehen können.

Zutreffend war in jedem Fall seine Prognose, wonach der Kapitalismus zur Konzentration neigt, zur Herausbildung einiger weniger weltumspannender Unternehmen. „Marx hat ganz sicher die Globalisierung nicht nur vorausgesehen, sondern in ihren Triebkräften und Wechselwirkungen bereits analysiert“, meint Hubmann.

Bereits im „Kommunistischen Manifest“ von 1848 heißt es: „Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muss sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen…“.

Die von Marx angestrebte Verstaatlichung der Produktionsmittel sei gerade in der heutigen Weltwirtschaft jedoch kaum möglich, urteilt Theocharis Grigoriadis, Spezialist für Volkswirtschaftslehre Osteuropas an der Freien Universität Berlin: „Sie könnte zu großen Erschütterungen führen.“

Marx war übrigens alles andere als ein Dogmatiker. Bis zuletzt hat er auch den schon erschienenen ersten Band des „Kapitals“ immer wieder umgeschrieben. An den heutigen Debatten hätte er sich sicher beteiligt – leidenschaftlich, witzig und polemisch, so wie es seine Art war. Und immer mit einer Zigarre in der einen und einem guten Glas Moselwein in der anderen Hand. (dpa)

  1. Professor

    Das ist es doch! Viele Kommentatoren auf OD müssten sich bei Marx zuhause fühlen und mit ihm einverstanden sein. Denn er schreibt u.a. dass der Reichtum in Form von Kapital bei den Firmenbossen angehäuft wird, während die Arbeiter, die die Waren und Dienstleistungen produzieren, dauerhaft vom Reichtum ausgeschlossen wären. Zitat: „Beteiligt am Reichtum sind laut Marx die Arbeiter nur insoweit, wie die Benutzung ihrer Arbeitskraft ihre Entlohnung notwendig macht.“
    Und für alle, die nun Stalin und Mao anführen wollen, um gegen Marx zu argumentieren: Marx wäre mit dem Handeln Stalins und Maos mit Sicherheit nicht einverstanden gewesen.

    • @ Professor

      Das ist halt der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Marx und Murx, Marx ist Theorie.
      Aus eigener Erfahrung weiß ich aber das die meisten Linken Marx nie gelessen haben.
      In der DDR verhielt es sich mit dem „Kommunistischen Manifest“ wie im III.Reich mit „Mein Kampf“. Jeder hatte es im Regal stehen aber keiner hat je reingeschaut.

        • @ Linker

          Ich bin in Frankfurt am Main aufgewachsen. Vermutlich gibt es da niemand der nicht mindestens einen Linken in der Familie hat. Frankfurt war (und ist) ein Hotspot der linken Szene in Deutschland.
          Mein kleiner Bruder ist Gründungsmitglied der ML gewesen die in den späten 60ern und frühen 70ern auch bei Kommunal- und Landtagswahlen angetreten sind.
          Am Schweizer Platz stand ein WoMo von dem aus die ML ihre Wahlwerbung betrieben hat und die Bürger zum Dialog einluden. Regelmässig endeten diese Dialoge mit einem Zitat, aber nicht von Marx sondern von Goethe und ich wurde gebeten zu warten bis einer kommt der seinen Marx gelesen hat. Das war dann meist mein Bruder.

          • Ich denke es handelt sich dabei um folgende Partei:“Kommunistische Partei Deutschlands, Marxisten-Leninisten“. Abkürzung: KPD (ML).
            Es ist schon erstaunlich dass in unserer Gesellschaft solche Parteien akzeptiert sind; Sie haben ja auch kein Problem damit Ihren Bruder – und sich selbst – damit in Verbindung zu bringen. Aber sagen wir es einmal mit den Worten der jüdisch-amerikanischen Historikerin Anne Applebaum: «Alle wären empört beim Gedanken, ein Hakenkreuz zu tragen. Keiner aber hatte etwas dagegen, sein T-Shirt oder den Hut mit Hammer mit Sichel zu schmücken.»
            13 Millionen Tote unter Lenin
            Dabei ist heute unzweifelhaft, dass der rote Massenmord nicht mit dem abtrünnigen Stalin, sondern dem Verkünder der reinen Lehre, Lenin, begann. Bevor sein Nachfolger die russische Bühne betrat, hatten dreizehn Millionen Menschen das grosse menschheitsbeglückende Experiment des Kommunismus mit ihrem Leben bezahlt. Von Lenin unwidersprochen, fasste dessen Mitstreiter
            Sinowjew das Ziel der Sowjetherrschaft lapidar zusammen: «Wir müssen neunzig von hundert Millionen der Bevölkerung in Sowjetrussland auf unsere Seite bringen. Mit dem Rest kann man nicht reden, ihn muss man vernichten.» Zum Terror gehörten die Lager. «Alle Klassenfeinde sollen in Konzentrationslagern isoliert werden», proklamierte die Sowjetregierung schon am 5. September 1918. Als Lenin 1924 starb, hatte seine Revolution mindestens dreizehn Millionen Menschenleben gekostet, davon nur rund 800 000 im Bürgerkrieg. Millionen fielen dem Klassen-Terror zum Opfer, der nicht danach fragte, was die Menschen taten, sondern wer sie waren.

            Und das gilt bis heute, die „Linke“ wird als Partei der sozialen Gerechtigkeit und des Weltfriedens in den Medien wahrgenommen, die AfD hingegen als Wiederkehr des NS-Systems dargestellt.

            Aber dafür haben Sie bestimmt eine Erklärung.

            • @ Dax

              Natürlich gibt es Erklärungen. Zum einen können Sie die KP durchaus mit der NSDAP gleichsetzen. Nationalsozialismus ist am Ende nichts weiter als Sozialismus in nationalistischer Ausgestaltung.
              Sie verwechseln allerdings gerne mal die Idee mit der hässlichen Fratze ihrer Interpretation.
              Jeder junge Mensch, wenn er Empathie und Gewissen hat, kann sich für die Idee von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit begeistern. Vielleicht kennen Sie den Spruch:“Wer mit 20 kein Sozialist ist hat keiin Herz, wer mit 40 noch Sozialist ist hat kein Hirn.“.
              Ein bisschen „Sozialromatik“ sollten wir uns aber trotzdem bewahren sonst wird die Welt noch „kälter“ als sie in unserer durch Egoismen und Habsucht geprägten Zeit ohnehin schon ist..

  2. Marsupilami

    Wer wissen möchte, ob Marx recht hatte, und der Marxismus in der tat die bessere Alternative zu unserem heutigen Wirtschaftssystem ist, der schaue sich bitte in der Geschichte um wie es um die Gesellschaft der DDR bestellt war, oder welche Freuden der als Turbokapitalismus getarnte Kommunismus den kleinen Leuten in China bringt. Gerne ist auch der Blick nach Nordkorea oder Venezuela empfohlen um sich den real existierenden Marxismus der Gegenwart anzusehen

    • Sozialist

      Hat es bisher jemals einen echten, aufrichtigen sozialistischen Staat gegeben ???
      Ich habe noch keinen kennengelernt, obwohl ich mehr als 3/4 dieser Welt bereist habe!
      Alles was ich an „Sozialisten“ getroffen habe, waren auf der einen oder anderen Art & Weise „Selbstbereicherer“ deren ihr Geldbeutel wichtiger war, als das Wohlergehen der Arbeiter & Angestellten!
      Das ganze bedeutet aber nicht, dass Marx „UNRECHT“ hat, oder es sich nicht lohnen wuerde einen echten Sozialstaat“ ( eine sozialistischen Gesellschaftsstruktur) auszubauen. Ich als Gruendungsmitglied des SALZ ( Sozialistisches Arbeiter & Lehrlingscentrum) habe Marx & Engels gelesen (komplett) ! Stalin & Mao und deren Doktrien haben soviel mit dem Marxismus zu tun wie Mein Kampf mit der Bibel !!

  3. Karl Marx kann man in einer Linie stellen mit allen Utopisten die ihre Weisheiten verkünden aber nicht leben können. Beispiel Jean Jaques Rousseaux – Émile ou De l’éducation – das pädagogische Hauptwerk aus dem Jahr 1762. Seine eigenen Kinder gab er aber in das Waisenhaus, sie waren ihm zu laut und zu anstrengend. Auch Karl Marx schrieb über die Befreiung des Proletariats, lebte aber vom Geld das Kapitals; sein Freund Engels, Kapitalist, bestritt seinen Lebensunterhalt. Parallel dazu berufen sich heute gerne die Sozialtransfergeldempfänger auf Marx um das System zu stürzen welches sie am Leben erhält…..

  4. Der Immigrant

    Die DDR hat ihre eigenen Regeln aufgestellt, die nicht alle mit der Idee von Marx übereinstimmen. Marx hat nie gesagt, man solle die Bevölkerung einsperren. Marx hat auch nie behauptet, dass zu Lebzeiten ein fleissiger Arbeiter nicht besser Verdienen soll. Marx hat auch nie gesagt, dass es keine freien Wahlen geben soll. Die sogenannten Kommunistischen Staaten sind in Wirklichkeit Diktaturen und so sollten sie auch genannt werden.

    „Wo eine parlamentarische Demokratie noch nicht oder nicht mehr bestand, traten Marx und Engels für diese Staatsform ein“. K. Marx, Kommunistisches Manifest, MEW 4, 473.

  5. Professor

    Mit den Werken von Karl Marx und dem real existierenden Sozialismus (d.h. dem Kommunismus) verhält es sich wie mit dem Neuen Testament und der katholischen Kirche. Sobald sich Menschen mit einer wunderbaren Idee befassen, geht sie in die Hose. Die Parallelen sind verblüffend: aus der Idee von Marx haben die Menschen den Kommunismus, Stalinismus, Maoismus, usw. hervorgebracht mit folgenschwerer Knechtschaft, Tod und Folter für die einfache Bevölkerung. Aus der Botschaft Jesu von Nächstenliebe und Frieden hat die katholische Kirche ein perfides System der absoluten Unterdrückung mit Verboten und Geboten hervorgebracht, um mit der an Hirnwäsche erinnernden Christenlehre vergangener Tage der einfachen Bevölkerung den Himmel gegen bare Münze zu verkaufen.
    Es gibt sie manchmal, die wunderbaren Denker mit wunderbaren Ideen, die die Menschheit weiterbringen könnten. Doch sobald die Menschen sich mit diesen Ideen befassen, sind sie zum Scheitern verurteilt. Warum? Weil die allermeisten an den Intellekt der Denker nicht heranreichen.

    • Nein, weil die „Denker“ im Elfenbeinturm denken und die wahre Natur des Menschen leugnen. Daher auch die grausamen Folgen wenn Utopien auf reale Menschen treffen. Für den Utopisten sind dann die Menschen schuld und kommen in ein Umerziehungslager. Die eigene Utopie in Frage stellen, undenkbar…..

  6. ?_?_?_?_?_?

    Ein Sohn fragt den Vater: „Papi, was ist eigentlich Politik?“
    Da sagt der Vater: „Mein Sohn, das ist ganz einfach. Sieh mal, ich bringe das Geld nach Hause, also bin ich der KAPITALISMUS.
    Deine Mutter verwaltet das Geld, also ist sie die REGIERUNG.
    Der Opa passt auf, dass hier alles seine Ordnung hat, also ist er die GEWERKSCHAFT.
    Unser Dienstmädchen ist die ARBEITERKLASSE.
    Wir alle haben nur eins im Sinn, nämlich dein Wohlergehen. Folglich bis du das VOLK und dein kleiner Bruder, der noch in den Windeln liegt, ist die ZUKUNFT.
    Hast du das verstanden, mein Sohn?
    Der Kleine überlegt und bittet seinen Vater, dass er noch eine Nacht darüber schlafen möchte.
    In der Nacht wird der kleine Junge wach, weil sein kleiner Bruder in die Windeln gemacht hat und furchtbar brüllt.
    Da er nicht weiß, was er machen soll, geht er ins Schlafzimmer seiner Eltern. Da liegt aber nur seine Mutter, die er aber nicht wecken kann, da sie so fest schläft.
    So geht er in das Zimmer des Dienstmädchens, wo sich sein Vater gerade mit demselben vergnügt, während der Opa durch das Fenster unauffällig zuschaut.
    Alle sind so beschäftigt, dass sie nicht mitbekommen, dass der kleine Junge vor ihrem Bett steht. Also beschließt der Junge unverrichteter Dinge wieder schlafen zu gehen.
    Am nächsten Morgen fragt der Vater seinen Sohn, ob er nun mit eigenen Worten erklären kann, was Politik ist.
    „Ja“ antwortet der Sohn, „der KAPITALISMUS missbraucht die ARBEITERKLASSE und die GEWERKSCHAFT schaut zu, während die REGIERUNG schläft.
    Das VOLK wird vollkommen ignoriert und die ZUKUNFT liegt in der Scheiße.
    Das ist POLITIK!“

  7. Marx war seiner Zeit jedenfalls weit voraus. Die Arbeiter zu seinen Lebzeiten (+ deren Kinder) wurden wie Vieh von der oberen Klasse behandelt. Dass Marxismus scheitert hat in meinen Augen nur einen Grund: der Egoismus der Menschen.
    Aber eigentlich müsste wir Gildo Scholzen zu dem Thema hören, um uns eine feste Meinung zu bilden.

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