Die deutsche Sprache und die Grenze zur Bundesrepublik machen in der DG den Fachkraftemangel erst recht zu einem großen Problem, wie ein Beitrag der RTBF zeigt.
Der Fachkräftemangel ist in ganz Belgien ein großes Problem. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft kommt jedoch noch ein weiterer Aspekt erschwerend hinzu: die Sprachbarriere. Vom Transportwesen bis zur Apotheke haben bestimmte Branchen die größten Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu finden, die Deutsch sprechen können.
„Parlez-vous allemand? Même juste un peu? Fantastique!“ („Sprechen Sie Deutsch? Auch nur ein bisschen? Fantastisch!“): Wie die RTBF am Dienstag in einem Beitrag über das Problem des Fachkräftemangels berichtet, versucht die wallonische Transportgesellschaft TEC mit dieser Radiowerbung, in Ostbelgien neue Busfahrer zu gewinnen. Dabei möchte der Betreiber in einer Region, in der die Sprache ein unverzichtbares Kriterium ist, insbesondere Fahrer ansprechen, die der deutschen Sprache mächtig sind.

Auch für die Apotheken in der DG ist es schwer, deutschsprachiges Personal zu finden. Foto: Shutterstock
„Die Rekrutierung von Fahrern ist an sich schon eine Herausforderung, aber in Eupen kommt noch die sprachliche Komplexität hinzu. Vielleicht auch eine geografische Komplexität aufgrund der Nähe zu Deutschland, wo der Arbeitsmarkt in diesem Bereich recht umkämpft ist“, erklärt Isabelle Tasset, Sprecherin der TEC, der RTBF.
Die direkte Konkurrenz zu Deutschland erschwert die Situation zusätzlich, insbesondere in Bereichen, in denen die Arbeitsbedingungen und Löhne jenseits der Grenze attraktiver sein können. Bei den Apotheken zum Beispiel. „Die Nähe zu Aachen ist eine echte Herausforderung für uns, da sie Apothekenpersonal, das in Belgien ausgebildet wurde, dazu verleitet, in Deutschland zu arbeiten“, erklärt Hélène Goria, Direktorin von V-Pharma. Der Verbund betreibt acht Apotheken in der DG.
Um aus dieser Sackgasse herauszukommen, müssen sich die Arbeitgeber anpassen und verschiedene Lösungen finden. „Wir bieten unseren Mitarbeitern Sprachkurse für Deutsch an, damit sie im Kontakt mit der deutschsprachigen Bevölkerung sicherer werden. Manchmal sind wir auch gezwungen, französischsprachige Mitarbeiter in unsere Apotheken in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu schicken.“
Laut RTBF gibt es in der DG auf 100 Personen, die in den Ruhestand gehen, nur 40, die in den Arbeitsmarkt eintreten können. Das lässt befürchten, dass sich der Fachkräftemangel ohne strukturelle Lösungen in den kommenden Jahren sogar noch weiter verschärfen könnte. (cre)
850 000 Leute ohne Job oder die aufgehört haben zu arbeiten in diesem Land… ich sage das ich sage nichts.
Wieder werden die Frankophonen Hilfe angeboten. Die TEC sollte den Deutschsprachigen auch mal entgegenkommen. Die Kurse und Prüfungen sind auf Französisch. Die Verkehrsordnung (Führerschein) ist schon schwer genug auf Deutsch für Deutschsprachige, will schweigen auf Französisch.
Wenn man in der Zukunft schlechtes befürchtet , ist es dann nicht auch verständlich, dass man sich die Mühe nicht machen wird?
Einige Beispiele, was Fahrten von autonomen Fahrzeugen, im Nahverkehr betrifft.
Deutschland:
Bad Birnbach: Seit 2017 fährt ein autonomer Bus im Linienbetrieb, der über 123.000 Kilometer zurückgelegt hat.
– *Mannheim und Friedrichshafen*: Im Projekt RABus wurden autonome Shuttles getestet, die bis zu 50 km/h fahren können.
-Herford: Ein autonomer On-Demand-Verkehr ist im Testbetrieb und soll die Stadt mit den umliegenden Gemeinden verbinden.
Offenbach und Darmstadt: Autonome Shuttles fahren im regulären Straßenverkehr und können über eine App gebucht werden.
München: Im Projekt MINGA werden autonome Shuttles im Stadtteil Gern/Nymphenburg getestet .
Europa.
Oslo (Norwegen): Fünf Level-4-Fahrzeuge sind im Erprobungsbetrieb.
Genf (Schweiz): Ein autonomer Verkehr ist geplant .
Diese Projekte zeigen, dass autonome Autobusse bereits im Einsatz sind und weiterentwickelt werden, um den öffentlichen Nahverkehr flexibler und attraktiver zu machen.😒
Ich bin letztes am Wörthersee mal mit so nem (selstständigem) Bus gefahren. Das war nicht sehr überzeugend. Bremste ein vorausfahrendes Auto abrupt ab, Katastrophe!
Ging ein Zufussgehender:Innen zu nah an einer der 4 Ecken des Fahrzeugs vorbei, Katastrophe!
Kam ein Fahrradfahrer oder E-Roller dem Fahrzeug zu nah, Katastrophe!
Ein Geruckel ohne Ende und immer wieder musste der stets anwesende Techniker die Kiste wieder besänftigen und wieder starten. Da bleibt noch viel Arbeit.
Was mich betrifft, ich finde mein derzeitiges Auto mit den vielen Helferlein unterste Schublade. Mein nächstes Auto wird ein Fahrzeug sein, welches älter ist als das jetzige. Mit weniger Kilometer auf der Uhr versteht sich. Das Piepsen und ruckartige Bremsen bei allen möglichen Situationen nervt. Entweder die Karre fährt komplett selber oder ich fahre nach alter Väter Sitte.
#Realist/ Ihre Beschreibung fand ich ganz toll. Der Bus ist natürlich auf aller höchster aufmerksamkeitsstufe trainiert worden. Das fahrerlose Nichts, darf natürlich keine Fehler machen, dem selbst einem erfahrenen Fahrer passieren könnten.
Denn in dem Moment wäre der Aufschrei groß. Und Zweifel an diesem Projekt, ist nicht zu gebrauchen, für Leute, die sich damit die Taschen füllen wollen. Desto mehr von den Dingern eingesetzt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass aus einem zähfließenden Verkehr, ein nicht mehr funktionierender Verkehr entstehen wird.
Gab es auch einen Notaus Knopf?
Frage nur um sicherzustellen, dass ich das Fahrzeug verlassen könnte, wenn mir das geruckel auf die Nerven gehen würde, wenn der Techniker schon bald nicht mehr an Bord sein wird.
Es gab einen Not/Aus-Knopf. Der Techniker musste während der Fahrt zwingend an Bord sein. Beim Verlassen des Fahrzeugs wurde der fehlende Transponder, den er bei sich trug vom Fahrzeug vermisst und es tat sich nichts mehr. Man konnte selbst die Türen nicht schliessen. Das wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das mal richtig läuft. Ich wäre allerdings auch nicht ohne den Techniker gefahren. Aber spooky ist das Ganze schon.
#Realist/ Oh, klingt genauso interessant wie ihr erster Bericht.
Sehe schon die Schlagzeilen bei -15°.
Techniker musste austreten, 10 Fahrgäste erfroren, weil der Techniker eine längere Sitzung hatte und die Türen nicht verschlossen werden konnten ;-)
Selbst wenn alles ohne den Menschen funktioniert, bin ich jetzt beruhigt, dass es einen Notausschalter gibt. Danke .
Zum Thema eine Anektode
2 Assis sitzen in Verviers am Strassenrand, da kommt ein Deutscher angefahren und fragt in Deutsch wie man am schnellsten zur Rue de Dison kommt. Die beiden schütteln den Kopf, der Deutsche fragt in Englisch, die zwei machen „pffffrrr“, er fragt dann in Französisch, Antwort ist Achselzucken, schliesslich fährt er entnervt ohne Info vondannen. Dann sagt der eine Assi zum anderen, Siehste, selbst mit 3 Sprachen kommst du nicht weiter.
Hätte halt sofort in Arabisch fragen sollen…. 🤪
So siehts aus. Nur: Andererseits werden scheinbar ü 50 mit genau der Kompetenz ganz gerne aussortiert,da angeblich zu teuer.
Ich bin im Rentenalter, soweit so gut. Da ich das Glück habe, noch einigermaßen fit zu sein, könnte und würde ich ganz gerne einen vernünftigen Job nebenbei machen, wenn die maßgeblichen Herren der Politik einen akzeptablen Zusatzverdienst – Plan vorlegen würden. Statt dessen wird im Moment steuerlich ein derart wirres Spiel gespielt, dass die wahrscheinlich selbst nicht mehr verstehen, was Sache ist. Schade. Und nicht falsch verstehen: ich möchte keinem den Job wegnehmen, sondern nur fair „gehandelt“ werden.
#Grashopper /Nicht nur anscheinend aussortiert. Wann es genau gewesen ist weiß ich nicht mehr . Auf jeden Fall schon etliche Jahre her. Da hatte ich im Wochenspiegel oder Grenz Echo gelesen dass die Tec Fahrer sucht.
Bevorzugt würden Fahrer im Alter bis ??
Die genaue Angabe kenne ich auch nicht mehr, weil es so lange her ist, habe aber noch in Erinnerung dass ich mich gewundert hatte, dass man so jung sein muss um den Job zu bekommen. Außerdem hatte ich mich gefragt, ob es überhaupt rechtens ist , die Altersangabe bis??
mit in der Stellenanzeige zu setzen.
Wenn zur Zeit noch die gleichen Führungspersönlichkeiten dort sitzen, dann haben sie tatsächlich null Chancen.
Glaube außerdem nicht, dass der Job verantwortungsgerecht bezahlt wird.
Wenn ich die überfüllten Busse mit den Schülern sehe, dann denke ich immer, die Verantwortung die der Fahrer jetzt hat, kann überhaupt niemand bezahlen.
Der Satz in ihrem Kommentar (Weil zu teuer)
Trifft es wahrscheinlich auch.
Man sucht wieder mal die Fachkraft, die nicht unbedingt einen belgischen Perso haben muss. Und wenn doch, dann mit einem zusätzlichen.
Grashopper, was haben sie vor der Rente gemacht?
ja selber schuld war dort jahrelang Fahrer habe dort aufgehört weil ein anderes Projekt meine Zeit nahm…. dann wollte ich zurück und so ein dähmel von chef in Verviers diese Pfeiffe wollte mich nicht zurück nehmen… j(etzt um so besser) ich kenne mehrere LKW Fahrer die dort arbeiten wollten und perfekt zweisprachig sind nicht angenommen wurden weil sie nicht dieser Person in dem Kram passten. Die sollten ihn versetzen dann finden sie auch Leute das ist meine Meinung 😁
In einigen Jahren ist sowieso Französisch die erste Sprache im Norden der DG. Die Neubürger sprechen viel häufiger Französisch als Deutsch, hinzu wird noch eine Bewegung von Einwohnern aus Katastrophengebieten wie Verviers, Dolhain und teilweise auch Welkenraedt Richtung Eupen, Herbesthal und Kelmis geben um der Verslummung zu entfliehen. Zweitsprache wird Arabisch. Ist teilweise schon heute so in Eupen.
Alahu akbar @ der Alte
So wird es kommen.
Der Alte/ Passt zukünftig schon alles .
Applaus bekommen die Verursacher für diese Situation, aber nicht, von meiner Seite.
Würde es einen Fachkräftemangel geben dann hätten wir doch wohl bessere Löhne, haben wir aber nicht.
Wir haben Fachkräftemangel!!
Wir brauchen unbedingt mehr Syrer und Afghanen. ;)
Herbert G
Bald kriegen wir Iraner…
Dabei habt Ihr doch die Lösung:
Grenzen zu, dann muss der Belgier auch in Belgien arbeiten.
Der im Artikel erwähnte „umkämpfte Arbeitsmarkt“ funkt uns dann nicht mehr dazwischen.
@5/11
Wenn sie schon Mal während der normalen Arbeitszeit auch wirklich arbeiten würden statt hier ihren Senf zu schreiben, wäre zumindest ihrem Arbeitgeber geholfen
5/11/ Dass sie jetzt in Panik geraten, wundert mich nicht.
Wir gehen zu früh in Rente. In meinem Umfeld laufen soviele Bekannte rum die mit 55 bis 60 in Rente gegangen sind. das ist nicht ,weil sie Probleme haben sondern weil es so einfach ist, gut bezahlt zuhause zu bleiben. Nebenbei arbeiten sie aber noch von 1 bis 5 Tage Schwarz, oder bei ihrem alten Arbeitsgeber.
Den typischen #Peter Müller Kommentar hätten sie sich sparen können.
Haben Sie über die Tatsachen nachgedacht, dass sich auch darunter Leute befinde, die wesentlich mehr geleistet haben als ein Peter Müller im Leben?
Alleine die wöchentlichen zeitbedingten Trennungungen, des Berufs wegen, von Familie und Heimat, rechtfertigen ein früheres Ausscheiden aus dem Beruf. Von der Leistung die erbracht werden muss bei dieser Abwesenheit ganz zu schweigen.
Was in ihrem Umfeld so rumläuft, ist nicht die Standard Norm.
ich weiss nicht was sie für ein Umfeld haben, in meinem Umfeld besteht das schon. Ich spreche von den 15 letzten Jahren. Ob da wieder ein Riegel vorgeschoben worden ist, kann ich nicht beurteilen.
Peter Müller, man konnte nicht mit 55 bis 60 Jahren in Rente gehen. Frühpensionen, was in Wirklichkeit Arbeitslosigkeit mit Zusatzzahlung des letzten Arbeitgebers war, gab es vielleicht unter strengen Bedingungen des Staates. Ansonsten konnte man bis zur Pension von Arbeitslosengeld leben. Jetzt gibt es da auch Grenzen. Die vorgezogene Pension gab es ab 60 Jahre Alter aber nach 35 Jahren Arbeit oder gleichgestellter Zeit. Jetzt (seit Di Rupo) braucht man 42 Jahre.
…, man konnte nicht mit 55 bis 60 Jahren in Rente gehen. Frühpensionen, was in Wirklichkeit Arbeitslosigkeit mit Zusatzzahlung des letzten Arbeitgebers war, gab es vielleicht unter strengen Bedingungen des Staates.
Ich habe Kollegen gehabt, die sind mit sage und schreibe 52 Jahren in die sogenannte Frühpension gegangen, Arbeitslosengeld + Aufrundung durch den ehem. Arbeitgeber um insgesamt 75 % des letzten Gehalts zu erhalten. Finanzkonzern, der Zweigstellen schließen wollte und sich das Statut eines Unternehmens in Restrukturierung hat geben lassen. Soviel zur Rolle des Staats.
Wer 42 Jahre nachweisen kann/konnte kann in die Frührente gehen. so war es auf jeden Fall !.
Peter Müller, 42 seit Di Rupo, davor 35.
Kleine Berichtigung: nach 42 Arbeitsjahren in vorgezogene Rente (pension anticipee-vervroegt pensioen), Frühpensionen (prepension-brugpensioen) waren etwas anderes, großteils durch Arbeitslosengeld finanziert.
Der Alte. Da können sie Recht haben, aber wen stört das, wo das Geld herkommt, wenn man nicht mehr zu arbeiten braucht!.
Stimmt! Ein Lottogewinn täte es zur Not auch :-)
Lieber Namensvetter,
Wenn Sie auch Belgier sind wie ich, dann sollten Sie folgendes bedenken:
Belgien leistet sich ein hochkompliziertes, uneffektives und ultra teures Staatswesen. Da wird für den einfachen Bürger eine Art Widerstand zur Pflicht. Wir müssen unsere Haut, unser Leben retten, denn der Staat würde uns gnadenlos leersaufen, wie ein Vampir.
Kurz gesagt: Steuerhinterziehung, Krankmeldungen und Schwarzarbeit sind Überlebensstrategien in Belgien.
Als Illustration gebe ich Ihnen mal eine kleine Rechnung:
Minister X und Ministerin Y bekommen , wenn sie aufhören Minister zu sein, zusammen 500.000, -€ . Einfach so!
Auch wenn sie danach neue Jobs annehmen…..
Wie lange muss ein Anstreicher legal und offiziell den Pinsel quälen um eine halbe Million für diese Helden über Steuern zu bezahlen ?
Ob Widerstand Pflicht ist sei dahingestellt. Historisch gesehen wurde Belgien immer von wechselnden fremden Mächten beherrscht. Lediglich die örtliche Gemeinschaft und die Familie waren permament da. Das hat eine Form von passivem Widerstand erstehen lassen, der für unser Land typisch ist. Sei es Steuer- und Sozialgesetzgebung kreativ auslegen oder gar Gesetze komplett ignorieren. Gleiches findet sich ebenfalls in Italien wieder (inkl. Nord-Süd Konflikt). Deshalb hat sich die italienische Community in den 1950ger Jahren auch so harmonisch integriert.
Wer, ausser als Schüler, mit dem Bus fahren muss hat eh die Kontrolle über sein Leben verloren.
Ich habe die Kontrolle noch
Sie fahren den Bus, das ist ein Unterschied….
# Dax/ Da sie ja nicht in den Bus einsteigen möchten, besteht immerhin die Möglichkeit, dass sie als Fußgänger von diesem überrollt werden 😉 .
Dax/ Mein vorheriger Kommentar war natürlich nur ein Scherz, jetzt wird’s ernst.
Wer in ferner Zukunft nicht im Bus sitzt und ein eigenes Fahrzeug Besitzt, der macht sich entweder verdächtig, oder ist politisch tätig.
Jetzt fällt mir ein 🤔 es ist ja das gleiche.
Wer heutzutage Bus fährt lernt die Buntheit unserer Gesellschaft kennen.
Wer hier Kommentare liest,lernt die Dummheit unserer Kommentatoren kennen.
# Verkehrsexperte/ Ja, vermutlich.
Die Mode hat viele Farben zu bieten .