Notizen

Tadej Pogacar mit Klettershow – Schon der 24. Etappensieg – Wer soll den Slowenen stoppen?

14.07.2026, Frankreich, Aurillac: Tadej Pogacar aus Slowenien vom UAE Team Emirates-XRG fährt im gelben Trikot des Gesamtführenden. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

AKTUALISIERT – Ausnahmekönner Tadej Pogacar war nach einer weiteren Klettershow im Zentralmassiv nicht zu besiegen. Remco Evenepoel erreichte auf der zehnten Etappe nach 166,6 Kilometern von Aurillac nach Le Lioran 34 Sekunden hinter dem slowenischen Weltmeister als Zweiter das Ziel.

Pogacar gewann mal wieder im Alleingang und fährt seinem fünften Gesamtsieg unbeirrt entgegen. „Ich habe den Tag genossen. Heute ist der Nationalfeiertag, ich wollte das Gelbe Trikot ehren», sagte der Weltmeister und ergänzte: «Wir müssen dankbar für die Momente sein. Man weiß nie, wie lange es geht.“

Pogacar zeigte wieder seine Extra-Klasse, nach einem explosiven Antritt am vorletzten Anstieg ließ der Ausnahmekönner seine Rivalen stehen. Der 27-Jährige siegte auf der schweren Etappe mit sieben Bergwertungen und rund 3.800 Höhenmetern mit spielerischer Leichtigkeit.

Wer soll Pogacar nur stoppen? Am Col de Pertus, einem Berg der ersten Kategorie, attackierte der Tour-Champion 15 Kilometer vor dem Ziel, keiner seiner Rivalen konnte ihm folgen. Kontinuierlich baute er anschließend seinen Vorsprung aus.

14.07.2026, Frankreich, Aurillac: Zuschauer schwenken französische Fahnen, während sie auf die Radfahrer warten. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Für Pogacar war es bereits der dritte Etappensieg bei der Tour 2026 und der insgesamt 24. seiner Karriere. Damit rückt er in der Rekordliste nah an den viertplatzierten André Leducq (Frankreich/25) heran. Die meisten Tour-Etappen hat Ex-Weltmeister Mark Cavendish (Großbritannien/35) gewonnen.

Dabei hatte Jonas Vingegaard noch gehofft, Pogacar in Le Lioran erneut schlagen zu können. So wie 2024, als der Däne dem Ausnahmekönner eine der wenigen Niederlagen zufügte. Doch dieses Mal zeigte Pogacar keine Schwächen. „Vor zwei Jahren hat mich Jonas geschlagen, da war ich leer im Sprint. Das habe ich mir gemerkt“, berichtete Pogacar.

Für Vingegaard dürfte es wohl auch in diesem Jahr nur um Platz zwei hinter dem Slowenen gehen, es wäre das vierte Mal nach 2021, 2024 und 2025. Vor der zehnten Etappe hatte der Giro-Champion in einem bemerkenswerten Interview beim dänischen Sender TV2 über seine Rücktrittsgedanken berichtet. „Ich habe letztes Jahr gesagt: Wenn es so weitergehen soll, dann kann ich das nicht mehr machen. Deshalb haben wir auch einige Dinge geändert. Ich glaube, auch das Team hat erkannt, wie die Lage war. Sie haben mir angemerkt, dass ich im letzten Jahr nicht glücklich.“ (dpa)

17 Antworten auf “Tadej Pogacar mit Klettershow – Schon der 24. Etappensieg – Wer soll den Slowenen stoppen?”

    • abwarten und Tee trinken.
      Lipo würde ich nicht mit Evenepol gleichsetzen.
      Für mich ist dieses Team das Problem.. vergangenes Jahr dachte Roglic nicht daran Lipowitz zu helfen …
      @alter, Remco darf zurecht stolz auf seine Ehrenleiste sein, da hat der Bundesdeutsche noch einiges zu liefern

  1. Felicien

    Heiter wird es erst zwei Tage vor dem Ende der Tour , dann geht es zwei Tagen hintereinander dem berüchtigten Alp ‚huez hinauf .
    Da könnte man doch ehrlich gesagt seine Zweifeln an Remco haben .

  2. Lipowitz ist der bessere Bergfahrer, das ist es aber auch.
    Remco ist Doppelolympiasieger, Strassenweltmeister, 4 facher Zeitfahrweltmeister, Europameister, GT Gewinner, TdF Dritter, 2 x Sieger von Lüttich-Bastogne – Lüttich und und und.
    Lipowitz ist TdF Dritter, das ist alles.
    Remco wird wahrscheinlich einige Plätze hinter Lipowitz landen, auf Platz 3 sehe ich keinen von beiden.
    Der bessere Rennfahrer ist eindeutig Remco, da braucht man keinen Vergleich. Remco hätte nie zu diesem deutschen Rennstall wechseln sollen, da zählt nur Lipowitz.
    Ich bin allerdings auch einverstanden dass Remco ein arroganter Schnösel isr, charakterlich gefällt mir Lipowitz viel besser.

  3. Schultze und schulze, am schlechtesten abgeschnitten unter den Vorderen hat Nummer 2, der Kolummbianer Isaac Del toro. Im Generalclassement von 3 auf 7 (-4). Im Jugendclassement fällt er von 1 auf 3 (-2). Nummer 31, der Spanier Juan Ayuso, dem Del toro das Weiße Trikot nach der ersten Etappe abgenommen hat, führt wieder das Jugendclassement an.

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