Leute von heute

Karl-Heinz Braun

Ecolo-Abgeordneter Karl-Heinz Braun.

Eine Ehre für Karl-Heinz Braun: Auf seiner Webseite www.flassbeck-economics.de geht der international renommierte Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck auf die parlamentarische Intervention des Ecolo-Abgeordneten zum europäischen Fiskalpakt ein.

Flassbecks Mitarbeiterin Friederike Spieker stellt die eindeutige Kritik des Ecolo-Politikers am europäischen Fiskalpakt in Kontrast zur Position der deutschen Grünen, die den selbstauferlegten Sparzwang als unumgängliches Politikziel betrachten.

In ihrer Analyse mit dem Titel „Belgiens Grüne plädieren gegen die Schuldenbremse – und sind damit Deutschlands Grünen Meilen voraus“ geht sie auf die Position der deutschen Grünen bezüglich der ökonomischen Entwicklungen ein und hebt die Intervention der deutschsprachigen Ecolo-Fraktion als Gegenbeispiel hervor.

Private Vermögensbremse statt Schuldenbremse

Im Vorfeld der Diskussion und Abstimmung über den Europäischen Fiskalpakt fand vor dem Parlament in Eupen eine Protestkundgebung statt. Foto: Gerd Comouth

Im Vorfeld der Diskussion und Abstimmung über den Europäischen Fiskalpakt fand vor dem Parlament in Eupen eine Protestkundgebung statt. Foto: Gerd Comouth

Karl-Heinz Braun hatte in der Plenarsitzung des PDG vom 14. Oktober bei der Abstimmung zum Fiskalpakt das Veto der Ecolo-Fraktion mit folgender Argumentation begründet: Europa möchte, dass die Mitgliedsstaaten eine Schuldenbremse einführen. Doch die volkswirtschaftliche Logik besagt, dass die Schulden der einen das Geldvermögen der anderen sind.

Wenn die Staaten nun keine Schulden mehr machen dürfen, werden die Geldvermögen der Privathaushalte schrumpfen. Da Vermögen und Schulden immer nur paarweise existieren können, stimmt die Ecolo-Fraktion im PDG gegen das Paradoxon, private Geldvermögen zuzulassen und gleichzeitig die Staatsverschuldung einzuschränken, da gerade die Staatsverschuldung private Geldvermögen erst ermöglicht.

Wenn Staatsschulden nicht gewollt sind, dann sollte man keine staatliche Schuldenbremse, sondern eine private Vermögensbremse einführen – dies beispielsweise durch Vermögenssteuern oder ähnliche Maßnahmen.

62 Antworten auf “Karl-Heinz Braun”

  1. Von der Opposition aus kann man so was immer machen. Die Opposition ist meistens per se dagegen. Die Ecolos in der wallonischen Region sind in der Mehrheit und werden wahrscheinlich dafür stimmen. Flassbeck mag das richtig halten, aber er betrachtet den Fiskalpakt an dich und nicht die Rolle der DG in dieser Sache.

  2. Karl-Heinz Braun

    Es geht nicht um mehr oder weniger Steuern. Es geht darum, dass man keine Schulden abbauen, kann ohne Guthaben abzubauen. Wer Staatsschulden abbauen will, muss sagen, wessen Guthaben aufgelöst werden sollen. Geld ist ein Nullsummenspiel.

    • Mit Verlaub, aber das ist Schwachsinn. Wenn der Staat seine Schulden zurückzahlt, erhalten die Anleger, die dem Staat Geld geliehen haben, ihr Geld zurück und können es anderswo anlegen. Aufgelöst wird da nichts.

      • Rudi Czop

        Wenn der Staat Schulden tilgt existiert danach kein Geld mehr. Und wenn der Staat Schulden macht entsteht neues Geld, sowie bei jedem anderen stinknormalen Kredit auf dieser Welt.
        Staatsschulden sind Guthaben der Bürger!
        Das ist ja auch der Grund warum der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten stets Null ist.

        • Réalité

          Sie sind mir en Schlauberger Herr Czop!
          Habe Leute gekannt mit Wertpapieren vom Staate Argentinien vor etlichen Jahren.Die waren froh noch 1/3 des Nominalwertes zu erhalten!Und wenn die Forderungen aus „Luftblasen“ wären….was dann….!??

            • senfgeber

              Da ist dann in der Psychiatrie sicher auch noch Platz für durchgeknallte Politiker, die glauben, der Staat wird´s in planwirtschaftlicher Manier schon richten.

              Der Trend der Zentralbanken ist zur Zeit, die Märkte mit Geld vollzupumpen, was mittelfristig zu Inflation führt. Das geht dann auf Kosten der Gläubiger, staatliche Instanzen können sich so besser entschulden.

              Doch bevor sich Ecolo Ostbelgien in die große Welt der Finanzmärkte begibt, sollten sie erst mal die Hausaufgaben vor Ort erledigen.

          • Rudi Czop

            Und was hat sich jetzt geändert, Sie Schlaumeier?

            Geschlossen haben damals die Banken und nicht der argentinsche Staat.
            Der argentinische Staat war bei den Banken „verschuldet“ und nicht bei den argentinischen Bürgern. Das Geld was der argentinische Staat aufgenommen und neu produziert hatte, ging sofort als Löhne und Gehälter in die Wirtschaft ein.
            Von diesen Lohnen und Gehältern wurden wiederum u.a. Schuldverschreibungen des Staates gekauft, welches die Banken an ihre Kunden verkauften.
            Argentinischen Banken waren bei ihren Kunden verschuldet und sonst gar nichts.
            Staatskredit (=Geldproduzent) pleite > Bank pleite > Bürger pleite.
            Der Saldo ist immer noch Null!

            • Réalité

              Fast Null…..der Anleihenhalter verlor 2/3 seines eingezahlten Betrags!(vorher wohl
              Andernfalls:Bürger pleite = Staat pleite!
              Denn die Bürger sind der Staat,und nicht der Staat die Bürger!Der Emittent war der Staat und damit auch der Schuldner!Basta!

              • Rudi Czop

                Der Emittent war der Staat, der Verbindlichkeiten und Forderungen erst erschaffen hat und somit Geld zu Verfügung (Löhne u. Gehälter) stellte.
                Vo den Bürgern wurde da nichts Verfügung gestellt, die haben den Banken dier Anleihen nur abgekauft, mehr ist nicht passiert.
                Das Märchen vom fleissigen Sparer bekommt genau hier einen Knick.
                Basta!

              • Réalité

                @Rudi Czop

                die Bürger haben dem Emitenten die Papiere abgekauft,und nicht den Banken,Sie DOFI!Stand da eine Bank als Herausgeber drauf,oder der Staat??Wissen wohl nicht was’ne STAATSANLEIHE ist,Sie nochmals Dofi!Wenn der sparende Sparer nicht wäre,liefe da überhaupt nix!Wenn die Staaten mal gut mit dem erhaltenen Geld gewirtschaftet hätten,wäre vieles besser z Zeit auf der Welt!!Nicht nur die Argentinier,sondern auch Ost-Europäische,Süd-Europäische Staaten,Böresennotierte Unternehmen,z Bspl „Fokker“ waren dabei!MISSWIRTSCHAFT der EMITENTEN!!Irreführung des redlichen Sparers!
                Hiermit Schluss mit der Dikussion!
                Wünsch Ihnen was….und passen’se auf Ihre KRÖTEN auf!!Tschüss!

              • Rudi Czop

                „die Bürger haben dem Emitenten die Papiere abgekauft,und nicht den Banken,Sie DOFI!“

                Ach ja, dann können Sie sicherlich auch Ort und Datum benennen, wo dieser Deal ohne Banken abgelaufen sein soll, sie Scherzkeks.

                Aber ihr Schwachsinn geht ja noch weiter:
                „Stand da eine Bank als Herausgeber drauf,oder der Staat??“
                Und wer hat dem pöhsen, pöhsen Staat den Kredit eingeräumt und ist Mitemittent?
                Buchhalterisch haben Sie es nicht so, gelle?
                Forderung an Sichtguthaben…
                die buchhalterische Gegenpostion zu ergänzen sind Sie jetzt daran, dofi Scherzkeks!

                „Wissen wohl nicht was’ne STAATSANLEIHE ist,Sie nochmals Dofi!“
                Ich kann mir gut vorstellen das ihr Wissen nur aus Comics besteht, ganz hilfreich sind da die Geschichten aus Entenhausen.
                Was eine Staatsanleihe ist und wie sie ensteht, kann man zum Glück hier nachlesen
                http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Wie_Staatsanleihen_funktionieren#Der_Lebensweg_von_Staatsanleihen
                Aber vorsicht vor den Bildern, könnten ihr Weltbild zerstören.

                „Wenn der sparende Sparer nicht wäre,liefe da überhaupt nix!“
                Na da haben wir sie doch. Eine neue Religion ist geboren.
                Die Religion des heilligen Sparers, ohne den auf diesem Planeten absolut nichts läuft.Halleliuja!
                Wenn ich das nächste mal einem Sparer begegne, werde ich selbstverständlich zu Kreuze kriechen. Denn alle Welt weiss doch, dass nur Sparer Geld zur Verfügung stellen. Gelobt sei das Volk der Sparer, Scherzkeks!
                Und gekreuzigt seindie die Schuldnern, die Kredite der Sparer aufenehmen.Pfui deibel, Spucke und Dreck den Schuldnern!

                „Wenn die Staaten mal gut mit dem erhaltenen Geld gewirtschaftet hätten,wäre vieles besser z Zeit auf der Welt!!“
                Na dann legen Sie mal vor und beweisen ihre wirtschaftlichen Fähigkeiten. Welche Brücke haben Sie in den letzten dreissig Jahren errichtet? Sorry, ich kann mich nämlich an den Namen der Brücke nicht mehr erinnern?

                „Nicht nur die Argentinier,sondern auch Ost-Europäische,Süd-Europäische Staaten,Böresennotierte Unternehmen,z Bspl “Fokker” waren dabei!“
                Wer Schuldverschreibungen hält musss damit rechen das die Sache auch mal in die Hose geht. Bei jeder privaten Insolvenz wird dieser Zustand aktzeptiert. Nur beim Staat kommen Fltzepiepel wie Sie aus den Löchern gekrochen und schreien: MISSWIRTSCHAFT!
                Wer zu blöde ist auf irgendetwas zu sparen, anstatt auf irgendwann, sollte sich nicht wundern wenn alles den Bach runtergeht.

                „MISSWIRTSCHAFT der EMITENTEN!!Irreführung des redlichen Sparers!“
                Warum „verleihen“ (was technisch, buchhalterisch gesehen sowieso, ein Schuss in den Ofen ist) die Volltrottel dann diesem Staat ihr Geld? Die Antwort kenne ich schon: Zinsgeil bis in die letzte Nervenzelle. Selbst zu Null Prozent, wie gerade in Deutschland zu beobachten, wird „ausgeliehen“.
                Ja, ja die Sparer haben schon eigenartige Macken.!

                „Hiermit Schluss mit der Dikussion!
                Wünsch Ihnen was….und passen’se auf Ihre KRÖTEN auf!!Tschüss!“
                Ich hoffe Sie sind ein Mann der Wort hält!

    • Karl-Heinz Braun

      Nun, einzelwirtschaftlich (d.h. aus Sich eines privaten Haushalts oder eines Unternehmens) mag das stimmen. Aber Wirtschaften ist offensichtlich nicht die einzige Möglichkeit, an Geld zu kommen. Man kann auch im Lotto gewinnen, Transferleistungen beziehen, Zinsen einnehmen, eine Bank überfallen oder Steuern eintreiben. Nun werden Sie sagen, dass aber ursprünglich jemand das Geld erwirtschaften musste, damit es leistungslos weitergereicht werden kann.
      Und hier liegt der Denkfehler. Denn auch durch das „Erwirtschaften“ ENTSTEHT ja kein Geld, es wird auch dort nur weitergegeben. Ob gegen Leistung oder leistungslos: Geld wird immer nur weitergereicht (der Rubel rollt, der Taler wandert).
      Wenn also Geld nicht durch wirtschaften entsteht, wie entsteht es denn? Ganz einfach: durch Kredit. Und wenn es durch Kredit entsteht, wird es durch Tilgung vernichtet. Das ist kein Scherz. Ich habe mehr als ein Jahr gebraucht, um mich an den Gedanken zu gewöhnen. Und nur eine bilanzielle Sicht, so wie sie in den Büchern von Thomas Strobl („Ohne Schulden läuft nichts“) und Raimund Brichta („Die Wahrheit über Geld“) dargelegt ist, kann uns aus der Denkfalle heraushelfen. Wer den beiten Autoren Quacksalberei vorwirft, der sollte auf Schäuble hören, der ja nun wirklich kein Schuldenfan ist. Er antwortete auf die Frage, wann denn Deutschland nun seine Schulden komplett tilgen würde: „hoffentlich nie“ („Schulden sind gut“, Süddeutsche Zeitung vom 14.10.2013).
      Geld hat also folgendes Dasein: Geburt durch Kredit, Weiterreichen gegen Leistung oder leistungslos, Tod durch Tilgung. Spiegelbildlich dazu entsteht neben dem Geld natürlich auch eine Schuld (privater Haushalt, Unternehmen, Staat). Diese verschwindet, wenn der Kredit getilgt wird.
      Nun hat Schuld aber eine Fälligkeit, während Geld unbegrenzt haltbar ist. Wer Geld nicht weiterreicht, also spart, hindert einen Schuldner am Tilgen. Der macht dann entweder pleite oder er geht eine Neuverschuldung ein. Mit jedem Sparvorgang entsteht irgendwo im Währungsraum ein Verschuldungsdruck. Dass letztendlich nur der Staat dieser Restschuldner sein kann, geht eindeutig aus den Sektorkonten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung hervor. Und die hat nun wirklich nichts mehr mit der schwäbischen Hausfrau zu tun.
      Der Denkfehler besteht darin, zu glauben, dass einzelwirtschaftliches Sparen auf die Gesamtwirtschaft zu übertragen wäre. Schon in den 50er Jahren sagte Mackenroth: „Eine Volkswirtschaft kann nicht sparen“. Und bei einer Staatsquote von 50% macht der Staat die Hälfte der Volkswirtschaft aus. Der Staat kann also auch nicht sparen. Das hat nichts mit mangelndem Willen oder Unvermögen der Politiker zu tun. Wenn Geldvermögen wächst, müssen auch die Schulden wachsen und zwar im Gleichschritt. Und wer, wenn nicht der Staat, kann sich quasi unbegrenzt verschulden?

  3. Guido Scholzen

    Geld ist kein Nullsummen-Spiel!

    Der Wert von Waren und dementsprechend auch von Geld (Inflation) kann variieren. Kostet eine schöne Sommerhose im Mai zb. 30€, so kostet dieselbe im September vielleicht nur noch 10€.
    Eine frische Ware kostet z.b. 3€, und wenn man das selbe Produkt später kauft, wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, dann kriegt man es billiger im Laden.
    Der Wert von Edelmetallen kann stark variieren. Wo gibt es denn da ein Nullsummen-Spiel?

    In der Schule lernt man schon, dass sich ein Preis da bildet, so sich Angebot und Nachfrage treffen. (hab ich im 2. Jahr Sekundarstufe gelernt, Danke an meinen damaligen Lehrer Herr Bormann, der das fabelhaft erklärt hat, um die Marktwirtschaft zu erläutern)
    Dass Geld einem Nullsummen-Spiel unterliegen soll, stammt von der „Wirtschaftslehre“ von sozialistischen Gelehrten, die Anhänger der Planwirtschaft waren. Kannste vergessen.

    Herr Braun, Ich hatte Ihnen schon mal in einem anderen Forum gesagt, dass Sie in Sachen Wirtschaft die Bildung eines indoktrinierten Sowjetkommunisten haben. Ich will Sie nicht damit beleidigen, aber werden Sie bitte realistisch in dieser Sache, bevor Sie als verantwortlicher Politiker unserer freien Marktwirtschaft noch mehr Schaden zufügen.

    Dass ECOLO-Ostbelgien Nein gestimmt hat, ist gut, aber die Beweggründe sind nicht realistisch.
    Gibt es etwa größtenteils nur Privatvermögen, weil sich der Staat verschuldet? Natürlich nicht.

    Wir leben in einem Schuldgeldsystem, d.h. Geld entsteht durch Verschuldung, auch bei Privathaushalten, dass wiederum mit Zinsen einkassiert wird. Es ist ein perfides System, denn es wird mehr Geld zurückverlangt, als überhaupt exestiert.

    Und hier muss man marktwirtschaftlich denken: Was ist ein Zins? Ein Zins ist nichts anderes als der Gewinn bei einem Geldgeschäft, aber jeder Geschäftsmann oder Selbstständige weiß, dass es keinen garantierten Gewinn auf ein Geschäft gibt. Wenn die Politiker den Bürgern einen Gefallen tuen wollen, dann sollten sämtliche EURO-Schulden in diversen überschuldeten öffentlichen Haushalten ohne Zinsen zurückgezahlt werden.

    In Zukunft sollte die Politik wieder mehr Wert auf einen ausgeglichenen Haushalt legen, und den Banken im Euro-Raum sollte man einfach per Gesetz verbieten, neues Geld aus dem Nichts (Fiat-Money) zu erschaffen.

    • hänschen

      Oh Gott Scholzen wie verbringen Sie nur einen Feiertag? Mit Ihren Kommunisten-Parolen gegenüber Grünenpolitikern, die sich aktiv für unsere DG einsetzen, labern Sie uns ständig in irgendwelchen Foren zu – es wird langsam langweilig!

    • Karl-Heinz Braun

      Herr Scholzen,
      Das Leid mit den Geldreformern wie Vivant besteht aus der Mischung von utopischem (in meinen Augen wünschenswertem) Denken und den daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen und Forderungen für das derzeitige System.
      Fangen wir mit dem Fiat-Geldsystem an. Die Geldreformer empören sich gerne über die Schaffung von Geld aus dem Nichts. Dabei gibt es ein solches Geld heute nicht. Es werden im Kredit immer gleichzeitig Geld und Schuld geschaffen, in Summe also Null. Und selbst wenn man den Geschäftsbanken diese Möglichkeit entziehen würde, die Banken also zu Verwaltern von Zentralbankgeldguthaben deklarieren würde, die ansonsten nur Darlehen aus dem Eigenkapital weiterreichen könnten, so bleibt die Frage: wie entsteht Zentralbankgeld und wie wird dieses bei zu starker Inflation wieder abgesaugt. Die Antwort lautet auch hier: über Kredit. Die Goldstandardträumer lasse ich mal hier außen vor – die muss man nicht ernst nehmen.
      Was den Rest ihrer Anmerkungen angeht, so sind sie der beste Beweis dafür, dass die meisten Menschen sich nicht aus der makroökonomischen Rationalitätenfalle befreien können. Einen Staat betriebswirtschaftlich lenken zu wollen geht, wie in Südeuropa derzeit sehr gut nachvollziehbar, in die Hose. Staatsschuld ist ein notwendiges Übel. Wer die nicht will, muss aus zwei Alternativen wählen: entweder er sagt, wer sich anstelle des Staates verschulden soll, oder er sagt, wessen Vermögen herangezogen werden sollen. Das ist die entscheidende Frage. Und nicht ob der Staat nun weniger ausgeben oder mehr einnehmen soll.

      • Guido Scholzen

        Werter Herr Braun,

        In einem Punkt sind wir uns einig: die Geldtheorien des Silvio Gesell, vertreten durch Vivant, sind wirklich utopisch. Schwundgeld… Wer will Geld haben, das weniger wert wird? Noch nicht einmal die Vertreter von Vivant selber auf die Dauer. Und wenn die eine Regio-Währung wollen, warum muss der Stadt das organisieren? Anderswo sind das Privatinitiativen. Vor einigen Jahren, 2008, war ich auch von der Wirtschaftskrise betroffen, befasste mich mit dem Geldsystem, und dachte, vielleicht gibt es vernünftige Ideen, die man gebrauchen kann. „Schwundgeld“ gehört auf jeden FAll nicht dazu. Ich habe das Buch von Silvio Gesell gelesen; es lohnt sich nicht, ersparen Sie sich diese Mühe.

        Einen anderen Punkt über das heutige Geldsystem haben Sie nicht verstanden: KREDITGELD = SCHULDGELD = FIAT-MONEY ! Und dieses Schuldgeld soll wieder mit Zinsen eingesaugt werden. Das Geld, das z.b. von der US-Zentralbank in die US-Politik gegeben wird durch das Aufkaufen von Staatsanleihen, ist ein verzinstes Kreditgeld, dass durch Schulden entsteht, quasi Geld aus dem Nichts, denn die Zentralbank sagt hier Ja zum Kreieren von neuen Geld, also Fiat-Money. Und dieses Geld „verschwindet“ auch wieder von der Bildfläche, weil es durch die Bezahlung von Krediten wieder eingesaugt wird. Verstanden? Ist nicht unbedingt schwierig, aber so funktioniert dieses System. Es wird immer mehr und neues Geld erschaffen, aber Schulden kann man nicht ewig durch neue Schulden bezahlen, und noch etwas sollte beachtet werden: Die US-Politik kann noch soviel Fiat-Money in die Wirtschaft und Banken pressen, die Wirtschaft geht damit langsam kaputt, weil es keinen reellen gegenwert für dieses Geld gibt.

        Das Monopol in diesem Spiel, genannt Geldschöpfung, haben die Banken/Zentralbanken, nicht der Staat (außer im kommunistischen China). Bei einem VERZINSTEN Schuldgeld gibt es folgenden Manko: Wenn man alles Geld zusammentuen würde, um alle Schulden zu bezahlen, dann würde es am Ende kein Geld mehr geben, aber es blieben trotzdem noch Schulden, nicht fertigbezahlte Kredite, übrig. Aus diesem Grund müssen immer neue Schulden gemacht werden, um alte Schulden zu bezahlen. Sie haben Recht, wenn Sie schreiben, dass der Staat sich verschulden muss in diesem System, aber das liegt nicht daran, dass Staatsschuld ein notwendiges Übel ist, sondern es liegt am momentanen Geldsystem.
        Ich selber bin ein Befürworter eines Goldstandards, denn Gold kann man nicht beliebig vervielfachen. Da ein Goldstandard im Moment eine Utopie ist in der westlichen Welt (da sind wir uns auch einig), plädiere ich dafür, die Geldmenge einzufrieren, und zu sehen, welche Staatsverschuldungen ohne Kredit oder auch gar nicht zurückbezahlt werden sollen.

        Apropos: Nullsummen-Spiel: Da habe ich einen interessanten Artikel gefunden, den sollten Sie sich mal durchlesen.
        Das stammt von dem Journalisten Oliver Janich, einem Anhänger des Neo-Liberalimus, nicht unbedingt mein Fall, aber in diesem Bericht wird dieser Teil der Marktwirtschaft gut erklärt. Ab Seite 17:

        http://www.beck-shop.de/fachbuch/leseprobe/Janich_Leseprobe.pdf

    • Rudi Czop

      Eine 100€ Forderung ist immer eine 100€ Verbindlichkeit und umgekehrt, der Saldo davon ist immer NULL.
      Deshalb haben Erklärungen über wertlose „Sommerhosen“, oder von schwankenden Edelmetallpreise hier nichts verloren. Es geht um ganz simple Buchhaltung. Kalte, emotionslose Buchhaltung. Und die Buchhaltung interessiert keine ideologischen Farbbeutel welche Sie hier allzugern verschmeissen.
      Zum Zins:
      Wie Sie selbst festgestellt haben ist der Zins der stinknormale Gewinn aus Geldgeschäften. Und so wie jeder andere Gewinn, ob aus Arbeit oder Handel, stellt auch der Gewinn aus Zins kein Problem dar. Kein Mensch würde jemals behaupten, das wir alle nicht mehr Wirtschaften könnten, weil es angeblich mehr Arbeitsentgeld – und Handelsgewinne gibt als Geld.
      Grotesk, nicht wahr?
      Diese Argumentation von fehlenden Zins ist genauso schräg, als würde man behaupten, die Erde sei ja eigentlich unbewohnbar da ja jeder weiß, dass sich unsere Sonne in sechs Milliarden in einen weißen Zwerg verwandelt.

      Zum „Geld aus dem Nichts“:
      Wenn Geld nicht auf Bäumen wächst, woher soll es dann kommen? Ach ja, ich weiss schon, aus dem Boden (Gold) soll es natürlich kommen. „Echtes und richtiges Geld“ war schon immer im Boden versteckt, als unentdeckte Erdfrucht, zwar ohne Nährwert, aber immerhin ECHTES Geld, man muss sich nur Bücken.

      Dieses ganze „Geld aus dem Nichts“ Gelaber, kann eigentlich nur von waschechten nordkoreanischen „sozialistischen Gelehrten, und Anhänger der Planwirtschaft stammen“, die selbst in ihrem Leben noch nie einen Kredit aufgenommen haben.
      Sie, Herr Scholzen, haben wie alle Kommunisten auf dieser Welt, wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben einen Kredit aufgenommen, weil ihre (sozialistische Gold-) Partei es ihnen sowieso verbieten würde.
      Ansonsten wüssten Sie das es kein „Geld aus dem Nichts gibt“, oder anders ausgedrückt, dass Geld schon immer „aus dem Nichts“ entstand.
      Ich hoffe ihre Verwirrung ist jetzt komplett.
      Gehen Sie einfach mal in eine Bank und berichten diesem Blog von ihren Erfahrungen, wie die Zahlen auf ihrem Konto entstanden sind, die sie als Kredit aufgenommen haben.

      Zum deutschen Export:
      Sie mokieren sich ja gerne über die faulen Zigeuner und sonstige Sozialschmarotzer. Aber das Deutschland seine Leistungen (Maschinen, Autos etc.), also LEISTUNG an die ganze Welt ohne GEGENLEISTUNG verschenkt, finden Sie groteskerweise völlig normal.
      Warum wagen Sie nicht mal eine Selbsttest und backen täglich Ihrem Nachbar einen Kuchen, besser noch eine Torte, damit der Sie dafür mit Nachbarschaftdukaten entlohnt.
      Hey aufgepasst, Sie sind jetzt bald ganz dolle reich, oder vielleicht einfach nur peinlich naiv.

      • Guido Scholzen

        @rudi czop:
        1. Wenn Sie mal richtig gelesen hätten, würden Sie erkennen, dass ich kein Kommunist sein kann, denn ich bin ein Liberaler und Befürworter der Marktwirtschaft.
        2. „…wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben einen Kredit aufgenommen…“
        ich war schon mal 2 mal vor Jahren auf Banken gewesen wegen Kreditgesprächen, musste zum Glück aber noch keinen haben.
        Die meisten Menschen glauben, dass, wenn ein Kredit gewährt wird, würde die Bank die Ersparnisse ihrer Kundschaft (=Sparer) benutzen, um dieses Geld anzulegen. Das war vielleicht vor einigen Jahrzehnten noch so, aber diese Zeiten sind vorbei. Glauben Sie mir: In dem Moment, wo eine Bankfiliale Ihnen ein Konto mit der von Ihnen benötigten Summe zur Verfügung stellt, wird Geld neugeschaffen; dieses Geld hat vorher nicht exestiert! Es ist ein Buchungsakt, mehr nicht.
        3. der „komische deutsche Export“. hier sprechen Sie auch ein Thema an. Ich finde diese „Sonderleistungen“, die Deutschland an die ganze Welt verschenkt, nicht normal. Da wird mit Entwicklungshilfe Straßen in China gebaut, oder die deutsche Politik schenkt der israelischen Armee U-Boote, ect… Nein das ist nicht normal. Deutschland hat den 2. Weltkrieg verloren, und soll ewig dafür büßen. Ein sehr interessantes Thema, wo sich die deutsche Wirtschaft die Arbeit selbst bezahlt, sprengt aber den Rahmen dieses Forums.

        • hänschen

          Sie, ein Forums-Liberaler ohne Parteibuch, der ein Haus geerbt hat (das ironischer weise vorher eine Bank beherbergte), ohne Kredit, in keinem Verein, kein Ehrenamt, bringen so gut wie kein Geld unter die Leute, vielleicht mal beim Nachbarsbäcker, lassen die Deutschen ewig büßen für den verlorenen Krieg, den deren Vorfahren angezettelt haben: all das lässt mal wieder tief blicken!

          • Es reicht!

            Laut ihrem Statment wären Sie ja dann ein Forums-Linker (ob rot oder grün spielt keine Rolle) mit Parteibuch, höchstwahrscheinlich noch Frühpesioniert (Uhrzeit ihres Post, denn normalerweise fährt man um diese Urhzeit zur Arbeit), haben dafür einen Kredit, haben keinerlei Eigentum, sind in einem Verein, haben ein Ehrenamt, bringen alles Geld zum Stammtisch, haben Deutsche Sympathien: all das lässt auch wieder tief blicken!
            Ich sage nur:“Alles nur Satire“.

  4. Guido Scholzen

    Zum Glück muss ein feiges hänschen hier bei OD seinen richtigen Namen nicht nennen, sonst könnte man das auch auf BRF und GE lesen.

    Seit wann haben sich grüne Politiker in Ostbelgien aktiv für die Interessen der Ostbelgier eingesetzt, in den Bereichen die man als „grün“ bezeichnen kann?
    Niemals und nirgendwo.
    Themen wie Photovoltaik-Bezuschussung und Niedergang der grünen Zertifikate, sinnlose Windparks nach deutschem Vorbild, Asphalt-Werk auf der Kaiserbaracke, „Beheimatung von Muslimen“ in Eupen, Natura 2000,…

    Mit Grünen haben wir mehr Probleme, nicht weniger!

      • Ganz richtig, Harald ! Er selbst hätte jetzt dazu folgendes gegoogelt oder gewikipediert: Phantast kommt aus dem Lateinischen „phantasta“ und bedeutet „Mensch mit überspannten Ideen“. Sein Problem ist, dass er zu allem überspannte Ideen hat. Wahrscheinlich hat er auch kein anderes Hobby außer ´Forum-Schreiberling´ und Frösche fangen (Achtung: GAIA). Gespannt auf seine Antwort.

  5. die wahrheit

    In der Tat hat der “ Grüne“ keine Ahnung von der Wirtschaft. Scholzen hat wieder recht. Ich frage mich noch immer, was die „Grünen“ eigentlich wollen.
    Jeder will Strom haben und dieser kommt zwar aus der STeckdose, aber produziert wird er teilweise in AKWs, die die „Grünen“ auch nicht abschalten können. Sie sind aber auch gegen Windkraft (siehe GE Windpark Büllingen) Was wollt ihr eigentlich? IMir ist lieber ein Windrad, als ein strahlender Atommeiler.
    Nun bekommen die Gemeinde in der Eifel schon direkt die ersten Auswirkungen von Natura2000 zu spüren. (anscheinend eine Person, stoppt das Projekt = Kommunismus??) Wo geht das noch hin?? Bürger, bei der nächsten Wahl muss diesem Trieb ein Ende gesetzt werden.
    Bürgermeister in der Eifel, sie hätten sich doch viel intensiver gegen dieses Natura2000 Monster einsetzen sollen. Der einzige der es tat, war Louis Siquet. Damals wurde er belächelt.

    • Guido Scholzen

      Sehr geehrter Herr Braun,

      Anstatt fleißigen Menschen das Arbeiten und Geldverdienen zu verbieten, sollten sie mal Sozialhilfe-Unterschichten dazu motivieren, selber wirtschaftlich aktiv zu werden, mal selber über Arbeit nachzudenken.
      In diesen von Ihnen genannten Berichten, wird allen ernstes behauptet, Deutschland solle weniger produzieren und weniger Geld verdienen. Sonst geht’s noch, oder ? Soll Saudi-Arabien etwa auch weniger Öl fördern, damit dieses Land auch nicht zu reich wird? Soll Venezuela etwa auch weniger Öl fördern, um wieder in Armut zurückzufallen? Sollen die US-Bürger in der Rezession weniger arbeiten, damit die nicht zu reich werden? Sollen die fleißigen Chinesen weniger arbeiten als jetzt, damit sie wieder so arm werden, wie Mao’s Zeiten? Solche Vorstellungen sind ein Witz! Aber in Deutschland soll man so was machen??!! Hirnverbrannt.

      Wenn ihnen den Reichtum von anderen nicht gefällt, oder in unserer Marktwirtschaft zuviel auszusetzen haben, dann wandern Sie und ihre Gesinnungsgenossen bitte nach Kuba oder nach Nord-Korea aus! (Zitat Bill Gates)
      Wenn Sie mal im Lotto gewinnen sollten, dann spenden Sie bitte ihr Geld, und zwar ALLES! Wie steht schon in der Bibel: „Ziehe einen anderen Menschen keinen Splitter aus dem Auge, wenn bei dir ein Holzbalken drin liegt“

      Zu den von Ihnen geschilderten berichten:
      Wenn die ganze Welt finanztechnisch so funktionieren sollte, wie die Bürokraten des IWF es fordern, dann wären wir allemal so verschuldet, wie die es wollen.
      Irgendwie tuen Sie mir leid: Wirtschaftlich haben Sie das Bildungsniveau eines eingefleischten Marxisten. kein Wunder, denn die ersten Grünen vor Jahrzehnten waren Kommunisten der 68er-Bewegung.

      Der Kommunismus ist gerade 20 Jahre vorbei, und in der Politik und in den Medien werden Konzepte wieder ernst diskutiert,
      KAUM ZU GLAUBEN, ABER WAHR.

      • Bildungsniveau

        „Sehr geehrter Herr“
        Um im Gegensatz zu ihnen Anmaßungen über das Bildungsniveau von Personen zu unterlassen, stelle ich ihnen einige Fragen: Glauben sie an unendliches Wachstum in einer endlichen Welt? Was passiert, wenn der letzte Tropfen öl aus der Erde gepumpt wurde?
        Es geht nicht darum, wer arbeiten soll und wer nicht, sondern WIE gearbeitet wird. Ist ihr Zukunftmodell eines, in dem die überwältigende Mehrheit trotz „Arbeit“ (wenn man das denn so nennen kann) immer ärmer wird, während eine Handvoll so viel „Reichtum“ (materiellen Überfluss und finanzielle also politische Macht) ansammeln, dass sie nicht wissen wohin damit? Dieses System zu ändern hat nichts mit Kommunismus zu tun, sondern mit sozialer Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Und nein, das Argument „die brauchen ja nur zu arbeiten“ hält nicht Stand, denn immer mehr von denen, die arbeiten, kommen nicht über die Runden. Kaum zu glauben, aber wahr…

        • Guido Scholzen

          Sehr geehrtes Bildungsniveau,

          Wollen Sie mir ernsthaft weismachen, dass wir in einem Land sozialer Kälte leben? Warum strömen denn abertausende von Wirtschaftsflüchtlingen oder Zigeunern oder Muslime in unsere europäischen Ländern? Um auf kosten der andren zu leben!

          Im Namen einer „sozialen Gerechtigkeit“ wird in Wirklichkeit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Kahlschlag begangen, d.h. der Geldbeutel der aktiven Bevölkerung wird immer mehr belastet. Das drückt den Nettoertrag der Arbeit.

          Was meinen Sie überhaupt mit „sondern WIE gearbeitet wird“? Was wollen Sie damit vorschreiben?Ich bin auch nur Durchschnittsverdiener, hatte in der Krise 2008 auch etliche Zeit (1,5 Jahre) etliche 100 EURO weniger im Monat als vorher… Tja, das Leben ist nicht perfekt, aber ich wöllte niemals auf die Idee kommen, die Wirtschaft noch mehr zu reglementieren.
          Unsere Eltern und Großeltern hatten auch nicht riesengroße Lohntüten, um damit in Saus und Braus zu leben. Für Miete/baukredit, Essen, trinken, Kleidung, also Grundbedürfnisse ging in früheren Zeiten fast der gesamte Lohn drauf. In den letzten Jahrzehnten hatten wir es ziemlich gut. Öl war billiger, Bauen war erschwinglicher… . Ja, und im Rest der Welt will auch so jeder leben, d.h. die Rohstoffpreise steigen, also wird das Leben auch teurer. Das ist Marktwirtschaft, die unser Leben verbessert hat. Ich werde niemals versprechen, dass in einem begrenzten System ein unbegrenztes Wachstum möglich ist. Oder kennen Sie ein System, das so ist. Ist Ihr „gerechtes System“ etwa so oder wie sieht es aus? Ich weiß, dass Rohstoffe begrenzt sind, aber die Marktwirtschaft ist noch immer das beste System, um es zu „verteilen“, d.h. man soll sich seinen Anteil daran erwirtschaften mit Arbeit und Handel.

          es wundert mich immer wieder in letzter Zeit, dass sozialistische Ideen wieder „in“ sind. Die Menschen haben vom Zusammenbruch des Kommunismus wirklich nichts gelernt.
          Die „roten Politiker“ sagen, wir brauchen jetzt Steuererhöhungen, um die Reichen stärker zur Verantwortung zu ziehen.
          Haben diese Roten jemals die Reichen herangezogen? Von wegen, in Wirklichkeit werden es die Unteren Schichten sein, die die Zeche bezahlen müssen, d.h .die aktive Bevölkerung wird noch mehr besteuert werden, um „soziale Gerechtigkeit“ herzustellen.

          Das Märchen „vom gerechten starken Staat“ bleibt ein Märchen. Anscheinend ist jede Form von „Umverteilung“ legitimiert, so ungerecht sie im Einzelnen auch sein mag.

          Aber so waren die klassenkämpferischen Parolen der Roten, Linken schon immer, und jetzt sind die Grünen auch mit dabei (grüne waren zuerst Kommunisten):
          Nach der Lehre von Karl Marx kann allgemeiner Wohlstand nur geschaffen werden durch permanente Umverteilung von Vermögen.
          Das ist absoluter Blödsinn und ist vor allem eines: Diebstahl am Volk.

          Ich hoffe nicht, dass dies ihr Bildungsniveau ist. Ich weiß nicht, was die Schüler in den Schulen heutzutage lernen, aber ich habe sowas nicht gelernt, zum Glück.

          • hänschen

            Da sind sie wieder, die bösartigen Unterstellungen des „Herrn“ Allmächtig. Wer ihn und sein familiäres und soziales Umfeld kennt, weiß, dass er contra-produktiv schreibt. Und zum Glück weiß er NICHT, was die Schüler heutzutage in den Schulen lernen, obwohl er selber zwei Schulkinder sein Eigen nennt. Na ja!

            • Karl-Heinz Braun

              Herr Scholzen, ich freue mich wie Sie über jeden, der durch Arbeit sein Geld verdient. Durch Arbeit ist aber noch nie jemand reich geworden.
              Und leider gehen die Zeiten, wo es genug Arbeit für alle gibt, zu Ende. Das liegt aber nicht daran, dass der Staat die Arbeit zu sehr besteuert oder zu viel Schulden macht. Es liegt ganz einfach am Produktivitätszuwachs. Vor hundert Jahren war die Produktivität etwa 100-mal niedriger als heute. Was vor 100 Jahren in einem Jahr produziert wurde, wird heute in einer halben Woche produziert. In hundert Jahren wird die dafür benötigte Zeit auf 12 Minuten reduziert sein.
              Wir sind auf dem Weg in die reine Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Alles andere machen der 3D-Drucker und die synthetische Nahrungsmittelproduktion. Aber keine Angst, ich komme hier nicht in Schwärmen – in Gegenteil.
              Wenn wir wollen, das ein Zusammenleben noch Sinn mach, so muss das Gemeinwesen gestärkt und nicht geschwächt werden. Die zentrifugalen Kräfte des freien Marktes müssen gebändigt werden. Das kann nur der Staat.
              Niemand ist schuld daran, dass er geboren wurde. Ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben hat er trotzdem, ob mit oder ohne Arbeit. Es liegt an uns Politikern dies zu ermöglichen. Ihr angeborener Grünenhass, Herr Scholzen, wird mich nicht daran hindern, an einer gerechteren Welt zu arbeiten.

              • Werner Pelzer

                Zitat Karl-Heinz Braun: „Wenn wir wollen, das ein Zusammenleben noch Sinn mach, so muss das Gemeinwesen gestärkt und nicht geschwächt werden. Die zentrifugalen Kräfte des freien Marktes müssen gebändigt werden. Das kann nur der Staat.“

                Hier würde ein Grundeinkommen für jeden Sinn machen. Wer mehr will, geht arbeiten, wer damit auskommt, bleibt zuhaus und entlastet den Arbeitsmarkt und schont nebenbei die Umwelt, weil er erzwungenermaßen weniger Rohstoffe verbraucht. Ein Grundeinkommen hätte für unsere gehetzte Gesellschaft noch mehr Vorteile. Doch leider wird es sich nie durchsetzen, weil die Dicken es bevorzugen, dass der kleine Mann sich zugrunde malocht.

          • Bildungsniveau

            Sie scheinen immer noch nicht den Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus verstanden zu haben…
            Ich hoffe, dass Sie nie ernsthaft krank, arbeitslos oder bedürftig werden, dann würde ihr Ausdruck „auf Kosten anderer leben“ für Sie wahrscheinlich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Glauben Sie tatsächlich, dass Sie ihre gesundheitliche Verpflegung, bezahlen könnten, wenn es keine Soldiarität zwischen den Bürgern gäbe („auf Kosten anderer“)? Glauben Sie, auch nur einen Tag ohne Arbeitslosengeld über die Runden zu kommen, wenn Sie keinen Arbeitsplatz mehr haben? ¨Wurden Sie etwa nicht dorthin gehen, wo es Aussicht auf ein bessers Leben gibt, wenn Sie in Armut leben würden (Wirtschaftsflüchtlinge)? Manchmal hilft es, die Scheuklappen abzulegen und festzustellen, dass es auch noch eine Welt über dem Tellerrand hinaus gibt.

        • Guido Scholzen

          Wollte noch hinzufügen, dass die Gelder, die unnötig an Sozial-Schmarotzer und EURO-Rettung gezahlt werden, am besten für andere Projekte verwendet werden können: Mindest-Rente, Straßenbau,…

          Der Staat hat Geld genug!

    • Der IWF wird von einer Französin geleitet, die Deutschland für den französischen Schindluder bezahlen lassen will. Deutschland sollte die EU zu einer Freihandelszone rückabwickeln und sich eher an Russland und vielleicht auch China orientieren. Was jetzt abläuft ist Versailles ohne Krieg. Frankreich ist definitiv kein Partner.

  6. senfgeber

    Man hat bei Ecolo scheinbar vergessen, dass es da noch die Sache mit den Reisekosten gibt.

    Vor einigen Monaten hatte Ecolo moniert, dass vorgelegte Übersicht unvollständig sei.

    Bis jetzt hat Ecolo nicht die geringsten Anstalten gemacht, dieser Sache auf den Zahn zu fühlen.

    Aber dafür konnte man sich ja jetzt lautstark bei Flassbeck profilieren.

    • Ist doch klar,“ senfgeber“. Mai 2014 kommt immer näher. Da kann und will man ja den MP nicht unnötig verärgern, damit es ihnen nicht ergeht, wie dem Hündchen vor dem Metzgerladen : „Wir müssen draußen bleiben“, wenn es um eine Beteiligung an der der nächsten Regierung geht.

  7. senfgeber

    Ich finde es immer wieder interessant, das Gefasel von Gutmenschen zu lesen „an einer gerechteren Welt zu arbeiten“.

    Man legt sich die Gerechtigkeit subjektiv eben so zurecht, wie sie einem gerade passt.

    Leider wurden bei diesem Geschwätz die Basics vergessen.

    Denn Gerechtigkeit geht nicht ohne Wahrheit.

    Und zur Wahrheit gehört nun mal, dass Ecolo öffentlich anprangerte, dass die vor einigen Monaten vorgelegte Reisekostenübersicht der Reisenomenklatura unvollständig war.

    Wenn aber etwas unvollständig ist, heißt das nichts anderes, als dass es unwahr ist, genauso wie man sagt, dass etwas „unterwegs“ sei, wenn es noch nicht einmal verschickt wurde.

    Wenn also auf OD irgendwelche Leute schwafeln,
    „an einer gerechteren Welt zu arbeiten“, es aber gleichzeitig versäumen, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, kann sich jeder ausmalen, was er von solchen Sprechblasen mit dem Inhalt „Gerechte Welt“ zu halten hat.

    Talk is cheap.

    Oder anders ausgedrückt:

    An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

    Keine weiteren Fragen mehr, Herr Braun.

    Herr Balter erwähnte übrigens im September, dass es für Ausgaben in Höhe von 50.000 Euro keine Belege gebe, dieser Betrag liegt noch höher als die Summe, die Ecolo als unvollständig bemängelte. Dabei handelt es sich um öffentliche Gelder.

    Herr Cremer, übernehmen Sie?

    • Karl-Heinz Braun

      senfgeber, Patriot, wahrscheinlich haben Sie es nicht mitbekommen, aber in Sachen Auslandsreisen der Regierung wird es auf Initiative Ecolo’s hin nunmehr einen jährlichen Bericht geben. Damit ist das Thema für uns abgeschlossen. Oppositionsarbeit besteht nicht darin, irgendwelchen anonymen Senfgebern und Patrioten (oder wem auch immer) nach dem Munde zu reden.

      • Zappel Bosch

        Aber, aber ‚kalleb‘, laut damaliger Verlautbarung von Frau Franzen war – wenn ich mich recht erinnere – doch am Bericht einiges unklar und er sei auch nicht vollständig gewesen…
        Ich verstehe allerdings, dass ein Nachhaken – beim bekannten „Sitzfleisch“ des MP – so kurz vor den Wahlen nicht mehr zielführend sein könnte und andere Wahlthemen zu sehr in den Schatten setzen würde. Das lange Blockieren des MP gegen die Offenlegung der Zahlen (und ggf. gewisse Zweifel daran) sollten m.E. trotzdem in die Wahldebatten eingebracht werden…

        • senfgeber

          Merkwürdigkeiten über Merkwürdigkeiten.

          Zunächst das Schaulaufen in Form der Ecolo-Anfrage.

          Beantwortung für diese Anfrage: sage und schreibe fast 2 Jahre.

          Dann stellt Ecolo fest, dass die Kostenaufstellung UNVOLLSTÄNDIG ist.

          Das wäre definitiv ein Fall für den Rechnungshof gewesen, denn wenn in diesem Zusammenhang etwas „unvollständig“ ist, heißt das nichts anderes, als dass etwas VERSCHWIEGEN wird.

          Doch für Ecolo ist das Thema abgeschlossen.

          Definitiv keine weiteren Fragen mehr, Herr Braun.

      • Réalité

        @ Karl -Heinz Braun
        das Sie den „anonymen Fragestellern“ nicht folgen möchten,kann ich noch verstehen,jedoch denke ich,ist es im „allgemeinen Interesse“ der Bürger und Wähler in diesem „Geisterspiel“ die volle u richtige Wahrheit raus zu finden!Es geht hier um unser aller Geld!Also bleiben Sie Ihrer Linie treu und verlangen Klartext!Das ganze Thema dauert sowieso schon viel zu lange!

  8. „…… aber in Sachen Auslandsreisen der Regierung wird es auf Initiative Ecolo’s hin nunmehr einen jährlichen Bericht geben. Damit ist das Thema für uns abgeschlossen“

    Toll, was für eine sensationnelle Errungenschaft von Ecolo! Da gibt es demnächst doch tatsächlich alle 365 Tage
    einen „Bericht“ seitens einer Regierung,
    worin ausgegebene Steuereinnahmen für Auslandsreisen aufgelistet (?) sein sollen.
    Muss Ecolo den nicht auch noch aus Gefälligkeit gegenzeichnen, “ gelesen und genehmigt“?
    Also nee, wie kann man sowas nur als etwas Befriedigendes verkaufen wollen.

    In einer Sache gebe ich Herrn Braun recht:
    Ecolo braucht nicht“ nach dem Munde“ anderer zu reden; es genügt, wenn man Äußerungen „aus ihrem Munde“ zur Kenntnis nimmt
    Ansonsten kann man sich dem Kommentar von „senfgeber“ nur anschließen.

  9. Guido Scholzen

    Ich habe mal hier unten neu angefangen, sonst wird der Kram zu unübersichtlich.

    @KH Braun:
    Was Sie hier ansprechen, nennt sich einfach Rationalisierung. Rationalisierung ist Fortschritt. Wenn es irgendwo geht, etwas effektiver zu machen, dann soll man das machen. Das hat die Politik nicht zu entscheiden, oder wollen Sie nur zu Fuß gehen oder wie vor 100 Jahren die Kühe mit der Hand melken? Wenn aber damit ein heimischer Markt kaputt geht, z.b. wenn man billigere Produkte importiert oder gesunde Infrastrukturen leiden, dann muss die Politik einhalt gebieten, z.b. durch Zölle oder Importverbote. Aber generell soll man die Menschheit nicht daran hindern, sich das Leben zu vereinfachen. Rationalisierung an sich ist nichts negatives, sonst würden wir noch immer in Afrika auf den Bäumen leben. Wenn die Politik eine „Bremse“ einbauen will, dann soll man bitte schön das Volk befragen und vorher alle Argumente der Betroffenen hören. Die Meinung und Interessen von Ideologien sind sekundär, ihr sollt Volksvertreter sein.
    Noch was: Ich hasse keine Grünen. Ich mag nur keine politisch aktiven Menschen, die sich demokratisch nennen, es aber nicht sind.

    @Werner Pelzer: Im Jahr 2008 hatte ich auch einen Leserbrief im GE veröffentlicht, wo es um das Bedingungslose Grundeinkommen ging. Es ging um einen versuch in einem Dorf in Namibia namens Otjivero-Omnitara, wo man das bGE zwei Jahre lang testete, Von Anfang 2008 bis Ende 2009. Ich schrieb damals 2008: „Es (das BGE) ist noch nicht perfekt, aber man kann es ja versuchen“ (So auf ungefähr hatte ich formuliert).
    Inzwischen sind einige Jahre ins Land gegangen und man hat das Resultat analysiert: Der Versuch ist gescheitert. Die Kosten zu einen herkömmlichen Sozialsystem sind zu hoch und die Resultate niederschmätternd. Das Geld für diesen Versuch kam aus Deutschland. Hätte der namibische Staat das finanzieren müssen, hätte man ja zuerst Steuern erheben müssen, nicht nur bei den Reichen, um dies alles zu finanzieren. Das hätte die gesamte Wirtschaft ruiniert, genauso als der Kommunismus gehaust. Ein BGE lähmt die Initiativ-Karft des menschen, selbstständig etwas zu unternehmen. Man macht die Menschen abhängig, Geld wird zur Droge.
    Bei Befürwortern des BGE hört man, im gegensatz zu 2009/2009, das Wort „Otjivero/Omnitata“ nicht besonders gerne die gehen nicht mehr damit hausieren wie damals), denn es hat bewiesen, was verheerende Konsequenzen ein solches Eingriff haben kann.
    Schauen Sie sich folgendes an, Abenteuer Wissen, ZDF, 2008, ab Minute 18:10

    http://www.youtube.com/watch?v=FginGw-qJfk

    @Bildungsniveau:
    Ich weiß auch den Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus. In der deutschen Sprache würde man aber eher Sozialdemokratie anstatt Sozialismus sagen.
    Aus den sozialistischen Lehren sind einige Ideologien hervorgegangen: Kommunismus, Faschismus/National-Sozialismus, Zionismus und die Grünen. Vielleicht noch einige mehr, aber die können wir uns hier sparen.
    Kommunismus ist ein internationaler Sozialismus
    Der Faschismus hatte nationale Sozialismen, Hitler war ein nationaler Sozialist.
    Die ersten Zionisten waren Juden, die im Kollektiv, Kibbutz, lebten. Es war notwendig, sozialistisch zu denken.
    Die Grünen sind im Moment die herrschenden Sozialistem, weil deren Interpretation des Sozialismus maßgebend ist für die jetzige political corrrectness.
    Ich unterstütze auch direkt und indirekt sozialistische Ideen, ich bin Gewerkschaftsmitglied, zahle in ein staatliches Sozial- und Rentensystem ein. Aber das ganze würde ich in deutscher Sprache Sozialdemokratie nennen.
    Bis jetzt sind alle Versuche in der Menschheitsgeschichte gescheitert, die Menschen zu kollektivieren. Ob das Jesus/Christentum oder Mohamed/Islam oder Sozialistische Ideologien…: Alle versprechen das Heil und lassen aber zuerst Millionen Menschen leiden. Wo ist da ein Fortschritt? ich bin christlich geprägt, lehne es aber ab, andere menschen zwangszuchristianisieren.
    Und genau das geschieht momentan in Europa mit „grünen“ Ideen. Europa ist das Kollektiv, das gedingungslos diesen Irrlehren zu folgen hat. Tut mir leid, ich bin ein Demokrat. Wenn man zuviel macht, ohne den Sinn zu hinterfragen, Andere Meinungen totredet, die betroffenen Menschen nicht befragt, Opfer sollen schweigen, Bürokraten mit dem richtigen Parteibuch oder Beziehungen können sich austoben, Politiker schwimmen in diesem Strom mit,…. NEIN. das hat mit einem demokratischen pluralistischen System nicht mehr zu tun.
    SOZIALISMUS ist nicht pluralistisch. Aber die SOZIALDEMOKRATIE ist demokratisch.
    Wenn Zigeuner aus Rumänien nach Westeuropa ziehen, Sozial-Stütze ohne Skrupel kassieren, dann sollen wir das so hinnehmen? „Wirtschaftsflüchtlinge“ ist dann der politisch korrekte Begriff. Von wegen! Ein Wirtschaftsflüchtling ist jemand, der irgendwo hingeht, um zu arbeiten. Die meisten kommen nur, um abzukassieren. Oder haben Sie Arbeit für Lampedusa-Flüchtlinge.

    @ AN ALLE:
    VERDAMMT NOCHMAL: BEFRAGT DAS VOLK UND ANALYSIERT DIE FOLGEN EURES HANDELN. ich habe bis heute noch keinen Ideologen egal welcher Farbe gesehen, der Verantwortung für sein Scheitern übernommen hat. Ideologen leiden an politischem Alzheimer: man vergisst alles, außer die Vergehen der anderen.
    Die Grünen sind für mich genauso demokratisch wie die DDR.

  10. Mit einem haben sie Recht Herr Scholzen. Das was sie hier und in anderen Foren schreiben ist wirrer und unübersichtlicher Kram. Sie wissen alles besser und haben von nichts wirklich Ahnung. Sie verbreiten Hass, Neid und sind scheinbar nur von negativen Gedanken beflügelt. Gute Besserung !

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