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Vor fünf Jahren die Flut in Eupen und im Wesertal – Wassermassen hinterließen Tod und Verwüstung

16.07.2021, Eupen: Nach der Hochwasser-Katastrophe lag die Eupener Unterstadt in Trümmern. Foto: OD

AKTUALISIERT – Die Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 hat sich tief in das kollektive Gedächtnis Eupens und des gesamten Wesertals eingeprägt. Insgesamt kamen in Belgien offiziell 39 Menschen ums Leben, die meisten davon im Wesertal. Rund 100.000 Menschen waren von den Überschwemmungen betroffen, die Sachschäden gingen in die Milliarden.

Der Himmel über dem Hohen Venn war bereits seit Tagen grau, doch zunächst schien der Regen nichts Außergewöhnliches zu sein. Es regnete – stundenlang, ununterbrochen, manchmal stärker, manchmal schwächer. Was am 13. Juli 2021 begann, entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu einer Katastrophe, wie sie Eupen und das gesamte Wesertal seit Menschengedenken nicht erlebt hatten.

Die alte Malmedyer Straße glich am 15. Juli 2021 einem Trümmerfeld. Foto: privat

Als am Nachmittag des 14. Juli die Weser immer weiter anschwoll, ahnte kaum jemand, dass die Region kurz davorstand, eine der schwersten Naturkatastrophen in der Geschichte Belgiens zu erleben.

Ausgelöst wurde das Unglück durch ein Tiefdruckgebiet, das nahezu ortsfest über Mitteleuropa lag und enorme Regenmengen mit sich brachte. Über dem Einzugsgebiet der Weser fielen innerhalb von zwei Tagen Niederschläge, wie sie statistisch nur äußerst selten auftreten. Die Böden waren längst gesättigt, die kleinen Bäche traten über ihre Ufer, und das Wasser suchte sich unaufhaltsam seinen Weg in die Flüsse. Die Weser verwandelte sich innerhalb weniger Stunden von einem ruhigen Mittelgebirgsfluss in einen tosenden Strom.

In Eupen wurde die Lage am Nachmittag des 14. Juli zunehmend bedrohlich. Das Wasser stieg schneller, als viele Bewohner es für möglich gehalten hätten. Die Unterstadt, seit jeher eng mit der Weser verbunden, wurde zuerst getroffen.

Erich Thönnes (r), Sprecher des Exekutivkomitees des Eupener Kabelwerks, begleitet den wallonischen Wirtschaftsminister Willy Borsus (l, MR) durch eine der schwer beschädigten Werkshallen des Kabelwerks nach der Flutkatastrophe von Juli 2021. Foto: OD

Straßen verschwanden unter braunen Fluten, Keller liefen in wenigen Minuten voll und Autos wurden wie Spielzeug mitgerissen. Aus Fenstern blickten Menschen fassungslos auf die Wassermassen, während andere versuchten, in letzter Minute Habseligkeiten in höhere Stockwerke zu tragen. Viele mussten ihre Häuser fluchtartig verlassen.

Die Einsatzkräfte kämpften gegen eine Lage, die sich minütlich veränderte. Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und unzählige Freiwillige retteten Menschen aus Wohnungen, halfen eingeschlossenen Familien und versuchten, abgeschnittene Viertel zu erreichen.

Auch die Eupener Talsperre rückte in den Mittelpunkt des Geschehens. Noch nie zuvor waren die Zuflüsse in so kurzer Zeit derart stark angestiegen. Um die Sicherheit der Staumauer zu gewährleisten, musste Wasser abgegeben werden – eine Entscheidung, die später intensiv diskutiert wurde. Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Talsperre angesichts der außergewöhnlichen Wassermassen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gelangte. Sie konnte die Flut abschwächen, aber nicht verhindern.

Während Eupen gegen die Wassermassen kämpfte, setzte sich die Flutwelle unaufhaltsam das Wesertal hinab in Bewegung. In Dolhain und Limbourg stieg das Wasser weiter an, ehe es Verviers mit voller Wucht traf. Dort wurden Straßen zu reißenden Strömen, Schaufenster zerbarsten und ganze Wohnviertel standen unter Wasser.

19.07.2021, Belgien, Pepinster: Eine Frau steht neben beschädigten Autos und Häusern. Pepinster gehört zu den Gemeinden, die am hrtesten von der Flutkatastrophe von Mitte Juli 2021 getroffen wurden. Foto: Valentin Bianchi/AP/dpa

Noch verheerender waren die Folgen in Pepinster und Trooz. Häuser wurden unterspült, Mauern brachen ein, Brücken stürzten ein und zahlreiche Gebäude wurden so schwer beschädigt, dass sie später abgerissen werden mussten. Menschen harrten auf Dächern oder in oberen Stockwerken aus und warteten stundenlang auf Hilfe. Hubschrauber, Boote und Spezialkräfte waren im Dauereinsatz, vielerorts jedoch verhinderten Strömung und Trümmer ein schnelles Eingreifen.

Als die Flut schließlich Chaudfontaine und später die Maas bei Lüttich erreichte, hatte sie bereits eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Insgesamt verloren in Belgien 39 Menschen ihr Leben, die meisten entlang der Weser. In Eupen starb ein junger Mann in den Fluten – ein Schicksal, das die Stadt bis heute bewegt.

Als das Wasser langsam zurückging, offenbarte sich das ganze Ausmaß der Katastrophe. Schlamm bedeckte Straßen und Wohnungen, Heizöl hatte sich mit Schmutz vermischt, Möbel, Erinnerungsstücke und persönliche Dokumente lagen zerstört in den Häusern oder waren fortgerissen worden.

Viele Familien standen vor dem Nichts. Unternehmen verloren Maschinen und Lagerbestände, Handwerksbetriebe konnten nicht mehr arbeiten, Geschäfte blieben monatelang geschlossen. Der materielle Schaden ging in die Milliarden.

Die überschwemmte Gospertstraße am Mittwoch, 14. Juli 2021. Foto: Belga

Doch ebenso eindrucksvoll wie die Zerstörung war die Hilfsbereitschaft. Schon wenige Tage nach der Flut kamen Freiwillige aus ganz Belgien sowie aus Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg in die betroffenen Orte. Jugendliche schaufelten Schlamm aus Kellern, Landwirte stellten Maschinen zur Verfügung, Vereine sammelten Lebensmittel und Kleidung, Unternehmen spendeten Baumaterial und Ausrüstung. Fremde Menschen arbeiteten Seite an Seite mit den Betroffenen. Viele, die damals geholfen haben, sprechen bis heute von einer Erfahrung, die sie nie vergessen werden.

Die Katastrophe löste auch eine intensive Debatte über den Umgang mit Naturgefahren aus. Frühwarnsysteme wurden verbessert, Notfallpläne überarbeitet und der Hochwasserschutz verstärkt.

Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit und Intensität extremer Starkregenereignisse erhöht. Die Flut von 2021 wurde damit nicht nur zu einer regionalen Tragödie, sondern auch zu einem Symbol für die Herausforderungen einer sich wandelnden Umwelt.

Fünf Jahre sind inzwischen vergangen. In Eupen und im gesamten Wesertal sind Straßen erneuert, Brücken wieder aufgebaut und viele Häuser saniert worden.

Gelebte Solidarität in der Eupener Unterstadt am Samstag, dem 17. Juli 2021. Foto: OD

Äußerlich scheint das Leben weitgehend zur Normalität zurückgekehrt zu sein. Doch für die Menschen, die jene Tage erlebt haben, bleiben der 14. und 15. Juli 2021 ein Einschnitt. Die Bilder der reißenden Weser, der zerstörten Häuser und der verzweifelten Rettungsaktionen sind unauslöschlich. Gleichzeitig erinnern sie an etwas anderes: an den außergewöhnlichen Zusammenhalt einer Region, die in ihrer dunkelsten Stunde bewiesen hat, wie stark Solidarität sein kann.

Die Flut hat Eupen und das Wesertal verändert – nicht nur landschaftlich und baulich, sondern auch im Bewusstsein ihrer Menschen. Sie bleibt Mahnung und Verpflichtung zugleich, alles dafür zu tun, dass eine Katastrophe solchen Ausmaßes künftig besser vorhergesehen, besser bewältigt und ihre Folgen soweit wie möglich begrenzt werden können. (cre)

BRF-Themenwoche und eine Gedenkfeier der Stadt

Am 14. und 15. Juli 2026 jährt sich die Flutkatastrophe zum fünften Mal. Der BRF widmet den dramatischen Ereignissen von Mitte Juli 2021 eine Themenwoche. Die Stadt Eupen lädt die Bevölkerung zu einer Gedenkfeier ein.

Fünf Jahre nach der Sommerflut sind noch nicht alle Spuren beseitigt, noch nicht alle Folgen geklärt, noch nicht alle Wunden verheilt. Die BRF-Themenwoche vom 13. bis zum 17. Juli 2026 widmet sich den dramatischen Ereignissen, dem Wiederaufbau und den Folgen der Flut.

Zum Jahrestag blickt der BRF zurück auf die Ereignisse vom 14. und 15. Juli 2021, auf die Tage und Wochen danach, auf die riesige Hilfsbereitschaft. Und er schaut nach vorne, auf die Lehren, die aus so einer Katastrophe gezogen werden können. Dabei beschränkt sich die Themenwoche nicht auf die Eupener Unterstadt mit Weser und Hill. Sie beleuchtet auch die Erfahrungen im weiteren Verlauf des Wesertals, an Our und Göhl, im Ahrtal, an der Erft und an der Vicht.

Diese Dekoration an einem Baum im Temsepark erinnert an die verheerende Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 in der Eupener Unterstadt. Foto: OD

Zu Wort kommen verantwortliche Personen aus den Nachbarregionen, Wissenschaftler von den umliegenden Universitäten, aber auch Betroffene, die ihr Schweigen nach fünf Jahren brechen.

Am 14. und 15. Juli sind im BRF Fernsehen zwei exklusive Dokumentationen zu sehen: „Wir hatten alles verloren, aber nicht uns“ und „Angelo bleibt”. In der emotionalen Reportage „Wir hatten alles verloren, aber nicht uns“ berichtet Familie Carpels, wie sie mit der Flut ihr Zuhause in der Eupener Unterstadt verlor – und mit ihm viele persönliche Erinnerungen. Geblieben sind die unauslöschlichen Gedanken an das, was in der Flutnacht passiert ist, und an die folgenden Monate.

In dem gut halbstündigen Film von Frederic Biegmann und Christophe Ramjoie erzählen Vater Andy und Tochter Eva Carpels sehr eindringlich, wie die Ereignisse und deren Folgen sie gefordert und überfordert haben, sie als Familie aber noch viel enger zusammengebracht haben.

„Angelo bleibt” handelt vom einzigen Todesopfer der Flut in Eupen. Zusammen mit Freunden hatte Angelo Heuer das Hochwasser als sportliche Herausforderung gesehen und das mit dem Leben bezahlt. Sein Tod, aber auch die Art und Weise, wie in der Öffentlichkeit damit umgegangen wurde, sind für die Familie von Angelo bis heute kaum zu ertragen. In dem elfminütigen Film von Frederic Biegmann und Christophe Ramjoie schildert sein Vater Gerd Heuer, wie er die Ereignisse damals erfahren hat und wie er heute damit umgeht.

Eine Information für die Nachwelt. Foto: Patrick von Staufenberg

Die beiden Dokus sind jeweils am 14. und 15. Juli ab 17.45 Uhr mit stündlicher Wiederholung im BRF Fernsehen sowie ab morgens schon in der BRF Mediathek und auf Auvio zu sehen.

Am 15. Juli sendet BRF1 die Brasserie von 12 bis 14 Uhr live aus der Eupener Unterstadt. Moderatorin Julia Slot spricht dabei unter anderem mit betroffenen Privatpersonen und Firmenverantwortlichen sowie damaligen Verantwortlichen der Stadt.

Die Sommer-TV-Folge vom 17. Juli, für die Moderatorin Lena Orban auch in der Eupener Unterstadt unterwegs sein wird, steht ebenfalls ganz im Zeichen der Flutkatastrophe.

Die BRF-Themenwoche ist vom 13. bis zum 17. Juli auf allen Kanälen des Belgischen Rundfunks zu hören und zu sehen: im Radio, Fernsehen, online auf brf.be sowie auf Social Media.

– Gedenkfeier zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe: Anlässlich des fünften Jahrestags der Flutkatastrophe von Juli 2021 lädt die Stadt alle Bürger zu einer Gedenkfeier ein. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, gemeinsam innezuhalten, zurückzublicken und ein Zeichen der Erinnerung, des Zusammenhalts und der Hoffnung zu setzen.

Die Gedenkfeier findet am Dienstag, 14. Juli 2026, um 18 Uhr am Weser-Pavillon im Temsepark statt. Herzliche Einladung an alle!

85 Antworten auf “Vor fünf Jahren die Flut in Eupen und im Wesertal – Wassermassen hinterließen Tod und Verwüstung”

    • Guido Scholzen

      Der Klimawandel war schuld!

      https://dg.ecolo.be/2023/07/14/kelleter-fixierung-auf-eupener-talsperre-verschleiert-den-blick-auf-wesentliche-massnahmen-fuer-unsere-zukunft/
      Auszug:
      …Die Überschwemmungen machen deutlich, dass der Kampf gegen den Klimawandel durch die Reduzierung der Treibhausgasemissionen und die Anpassung unserer Gebiete, Infrastrukturen, Institutionen, Systeme und unserer Gesellschaft verstärkt und beschleunigt werden müssen, um die Menschen vor den gegenwärtigen und zukünftigen Klimakrisen zu schützen.
      Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit verschiedener Wetterextreme, wie die von starken Überschwemmungen. Vorher musste man einmal alle 200 Jahre mit Überschwemmungen in der Stärke von Juli 2021 rechnen, heute liegt die Wahrscheinlichkeit nur noch bei 20 Jahren.
      ======================
      alle 20 Jahre??? also in 15 Jahren oder so noch eine Flut durch Eupen oder so?
      Wer diesen grünen Bullshit ernst nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen.
      Alles Quatsch, alles Klimaquatsch.

      • Don Quichotte

        Herr Scholzen, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Wetterextrems auf 20 Jahre gesunken ist, das hat Frau Kelleter nicht erfunden, das hat eine breite Equipe von Wissenschaftlern (Hydrologen, Klimatologen, …) der Uni Lüttich für das Wesertal ermittelt. Es ist also Stand der Wissenschaft, und war auch regelmässig in den letzten Jahren in der Presse nach zu lesen. Und „Wahrscheinlichkeit 20 Jahre“ kann heissen, nächstes Jahr noch einmal und dann 30 Jahre keine mehr, aber auch tatsächlich eine zweite erst in 15 Jahren. Abgesehen davon wird die Regel eine zu große Trockenheit sein, extreme Niederschläge die Ausnahme. Auf beides werden wir uns einstellen müssen und unsere Infrastrukturen und Lebensweisen anpassen, damit wir und unsere KInder und Enkelkinder da möglichst gut durchkommen. Das Schlechteste was man tun kann, ist diese Realität zu leugnen oder den Kopf in den Sand zu stecken.

      • Spuren noch immer sichtbar

        Geht alle mal auf die Suche, warum wir diese Wetterereignisse nun haben. Es gibt eben auch Wettermanipulationen. Schaut auf die schönen Streifen am Himmel. Es ist nicht der böse Klimawandel, der uns alles erklären soll. Dieses Flutereignis war sehr wahrscheinlich nicht natürlichen Ursprungs? Es ist eine Vermutung von mir, die eventuell stimmen könnte.

    • JoKrings

      Es war doch schon am… 14.7.21 klar dass
      1) die rappelvolle Talsperre die Katastrophe verursachte – es wäre sicherlich zu Überflutungen gekommen, aber nicht zur Zerstörung, wie wir sie erlebten
      2) keiner Verantwortung übernehmen würde, die Politiker erst recht nicht
      Politiker hierzulande nehmen NUR auf ihre Brieftasche Rücksicht und interessieren sonst auch nur für die macht, die sie über uns alle haben. Ihr Ruf ist ihnen sogar Schnuppe, denn inzwischen haben geschätzte 99% der Leute die Schnauze voll von dieser Überkaste!

    • Heuer Gerd

      ​„Ich habe Ihren Kommentar gelesen. Dass Sie sich anmaßen, über das Leben und den Tod meines Sohnes zu urteilen, ist nicht nur zutiefst respektlos, sondern zeugt von einem erschreckenden Mangel an Empathie.
      ​Wir können über die Umstände der Flutkatastrophe und die Einschätzung von jugendlichem Verhalten diskutieren – das ist ein Teil der Aufarbeitung, den ich als Mutter/Vater offen annehme. Aber lassen Sie eines in aller Deutlichkeit gesagt sein: Mein Sohn war kein Suizident. Ihre Behauptung ist eine haltlose Unterstellung, die den Schmerz einer Familie, die ihr Kind verloren hat, in einer Weise missachtet, die sprachlos macht.
      ​Ich werde nicht zulassen, dass das Andenken an meinen Sohn durch solche grausamen Spekulationen beschmutzt wird. Bitte bewahren Sie in Zukunft die nötige Distanz und Anständigkeit, wenn Sie über Schicksale schreiben, von denen Sie nicht die leiseste Ahnung haben.“

      • Achso ist ein perfektes Beispiel der Respekt- und Schamlosigkeit, die man oft hier vorfindet. Es wird vermutet und unterstellt, weil man denkt, man habe was zu sagen. Dabei wäre es oft angebrachter, seinen Mund zu halten. Wird wohl eine Frage der Erziehung sein. Bin gespannt, ob es eine angebrachte Stellungnahme von „Achso“ geben wird, vielleicht in Form einer Entschuldigung?

        • Dumm und Dümmerer

          Dämlicher geht’s nicht.
          Kompliment an Achso und OD.
          Mein Mitleid haben Sie.
          Aber mein Mitgefühl gilt der Familie des jungen Mannes.
          Ich denke aber auch das die Mehrheit der Eupener hier kein Verständnis dafür aufbringen so einen Schwachsinn zu posten.

          • Es geht nicht darum, über Tote zu reden, sondern wie. Da sollte man sich aus Respekt und Anstand mit Vermutungen oder Verurteilungen zurückhalten. Die nahestehenden Personen haben genug mit der Aufarbeitung zu kämpfen, da braucht es keine Fachmeinungen von achso oder JoKrings. Und ja, diese Kommentare zu veröffentlichen spricht auch für Respektlosigkeit seitens OD. Über Klimawandel oder Migranten zu diskutieren ist eine Sache, das hier geht definitiv zu weit.

          • @ JoKrings
            Was Sie hier von sich geben, ist auch nicht gerade intelligent. Der Junge wollte Spaß und hat das leider mit dem Leben bezahlt.
            Jeder der sich aus Abenteuerlust in Gefahr begibt, ist weder dumm noch “ nicht intelligent „.
            Würden Sie auch jeden Fallschirmspringer oder jeden Bergsteiger automatisch als dumm bezeichnen? Was ist mit Rennfahrern, Skispringern, Reitern, Motorradfahrern usw?
            Jeder der in ein Auto steigt lebt schon gefährlicher als wenn er zuhause sitzt.
            Die Tragik dieses Falls hat mich und viele die ich kenne mit großer Trauer erfüllt.
            Den Eltern, besonders dem Vater, wünsche ich, dass er mit dem Verlust leben kann und immer sein positives Bild von seinem Sohn behält.

          • Kleine Geister

            Was auch immer es war, was den Jungen veranlasst hat, dort hinein zu springen. Ob es jugendlicher Übermut oder jugendliches „mir passiert nichts“ war…. Es steht hier niemanden zu, den Jungen zu verurteilen, oder noch im Tod hinter ihm her zu lästern!! Eine Familie hat seinen Sohn, Bruder, Enkel , Neffe verloren, und viele andere einen Freund!
            Respekt und auch Mitgefühl sind da wohl eher angebracht, als diese doch sehr unsensiblen Kommentare! Zeugen diese doch davon, wie kleingeistig viele Leute hier in Eupen sind! Anstatt diesen respektlosen 💩zu posten,mal vorher Gehirn einschalten. sofern das denn vorhanden ist

    • Hallo Herr achso, Sie scheinen keine Kinder zu haben, sonst würden sie anders urteilen. Niemand verliert gerne egal auf welche Weise sein Kind. Ich bin auf der Seite von Gerd Heuer. Also halten sie sich mit ihren unnötigen Kommentaren zurück.

  1. Was ist mit dem Kabelwerk? Wird das nicht in die BRF Doku einbezogen? Der grösste private Arbeitgeber der DG war zerstört, keine Maschine war unbeschädigt, teilweise waren Hallen und Gebäude zerstört. Ein 1000 Mann Betrieb musste aus Trümmern wieder aufgebaut werden; und wurde in Rekordzeit wieder aufgebaut! Das sollte man in Eupen nicht vergessen….

    • Klares Versagen der Talsperrenverwaltung!

      Die Überflutung der Unterstadt ist aus meiner Sicht ein klares Fehlverhalten der Talsperrenverwaltung! Dies offiziell anzuerkennen wird wohl nie passieren. Für den entstandenen Schaden sind „UNSERE“ Versicherungen (teilweise!!) aufgekommen – wie wir inzwischen auch an unseren „Beitragszahlungen“ sehen können.

      Das, auch wegen technischer Mängel, viel zu spät abgelassene Wasser aus der Talsperre hat hat das Kabelwerk „abgeräumt“. Die Wasserwalze die bei einer Ablassmenge von 2000m3/s entsteht, ist am Zusammenfluss mit der Hill mit Wucht über die Ufer getreten, wie man am Zustand der Malmedierstraße sehen konnte, was dann zu dem Desaster des Kabelwerks führte. Man kann nur dem Kabelwerk und seiner Belegschaft einen großen Dank aussprechen, dass sie den Willen hatten, das Werk an dieser Stelle wieder aufzubauen – was natürlich auch für alle Unterstädter gilt, deren Häuser komplett verwüstet waren. Last but not least einen großen Dank auch an die vielen Helfer die aus Nah‘ und Fern angereist waren und bei den Aufräumarbeiten tatkräftig mit geholfen haben!

      Ein betroffener Unterstädter

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #WK / Die Schleusen wurden mehrfach geöffnet und wieder geschlossen.
      Zuerst hatte man aber die Talsperre bis zum überschwappen volllaufen lassen.
      Damit die geliebten AKWs in Lüttich nicht absaufen.
      Erzählen sie diese Theorie aber bloß nicht unserem Dax, denn wenn der erfährt, dass das Kabelwerk zugunsten seiner lieblingsstromversorger zum Opfer gefallen ist, macht er wahrscheinlich die Windkrafträder in Raeren dafür verantwortlich 😉

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen, „Die Schleusen wurden mehrfach geöffnet und wieder geschlossen.“ wissen Sie das genau und woher. Ziemlicher Quatsch 15/07/2026 10:52 schreibt weiter unten: „Bekannt wurde auch, dass eine der beiden Ablassschleusen schon seit langem nicht mehr funktionierte und dass die letzte verbleibende dann auch nicht funktionierte, als es dringend erforderlich war.“

        Es gibt keine AKWs in Lüttich. Sie liegen flussaufwärts.

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          # WK / Ziemlicher Quatsch ?

          ……. wissen sie das genau……?
          Ja .
          ………und woher……..?
          Aus sicherer Quelle.

          Dass man die Talsperre erstmal überschwappen gelassen hat, erwähnte ich bereits.
          ……. seit langem nicht mehr funktionierte……..
          Oder nicht funktionieren durfte ?
          Und danke dass Sie die anderen informiert haben, dass die AKWs nicht in Lüttich selbst stehen.
          Dass sie einen Katzensprung weiter Fluss aufwärts zu finden sind, war mir persönlich aber bewusst.

          • Hugo Egon Bernhard von Sinnen, von Überschwappen der Talsperre ist mir nichts bekannt. Man öffnet doch die Schleusen, damit das nicht passiert. Es heißt nämlich, dass die 60m hinunterstürzenden Wassermassen die Mauer an der Basis beschädigen könnten. Deshalb ist hinter den Schleusen eine Treppe, wo das Wasser an jeder Stufe gebremst wird.

            Na danke, dass Sie uns informieren, dass Katzen 20 km weit springen können.

            In Lüttich fließt die Ourthe in die Maas. Nebenflüsse der Ourthe sind die Weser und die Amel. Die Ourthe selbst entspringt weit südlich in der Provinz Lüttich. Da haben die AKWs aber Glück gehabt, dass der Condroz, die Maas vor den Wassermassen geschützt hat und diese alle in Lüttich in die Maas geflossen sind.

            Auch Pech für Sie, Sie scheinen ja nur auf einen größeren Zwischenfall mit den AKWs zu warten.

            Wollte man nicht das Trinkwasser in der Sperre schützen? Man muss doch die privaten Schwimmbecken der Elite füllen.

  2. Spuren noch immer sichtbar

    https://www.kla.tv/16286 Es ist so traurig und unfassbar, was damals passiert ist. Wer glaubt es sei der Klimawandel, der könnte vielleicht irren? Was aber unfassbar ist und bleibt ist, dass extrem viel schief gelaufen ist und Menschen ihr Leben verloren haben. Vieles hat absolut nicht funktioniert. Obwohl es Warnungen gab, haben die zuständigen Minister und Behörden nicht richtig reagiert. Wir können nur beten und hoffen, dass beim nächsten mal alles besser läuft. Was sollten wir alle daraus lernen? Neubauten sollten nicht in Hochwasserzonen gebaut werden. Talsperren sollten eigentlich vor Ort gesteuert und betreut werden.

  3. Klaus Cichocki

    Mein aufricjtiges Beileid an all die Opfer der Flutkatastrophe.Ich war gerne oft in der Eupener Unterstadt,
    wo es eine schöne Eisdiele gab,bei der man gutes Eis bekam.Um so erschreckender waren für mich die Bilder in den Nachrichten.Wenn man sieht,mit welcher Wucht das Wasser kam und kommt (siehe Ahrtal),
    weiß man,wie gering die Chancen für Menschen in solchen Lebenslagen sind.Um somehr bewundere ich die enorme Wiederaufbauleistung der Stadt Eupen, den Busbahnhof wiederherzustellen.
    Das Ergebnis,finde ich,kann sich sehen lassen.Das einzige,was ich vermisse,ist,daß an solch einem Verkehrsknotenpunkt keine öffentliche Toilette existiert.In Punkto Hochwasserschutz glaube ich nicht,
    daß es jemals vollständigen Schutz gibt,dazu ist die Natuer vielzu unberechenbar.Ich halte es für falsch,ursäöchlich alles auf den „Klimawandel“ zu schieben.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Die Wetterwarnungen ignoriert,
      am Ablassen der Wassermassen nicht interessiert.
      Dann setzte wie gemeldet, tagelanger Regen ein, auch nachts schüttete es wie ein Schwein.
      Die Schleusen ließen sich nicht öffnen, oder man wollte nicht,
      die Wahrheit versteckt sich im Gedicht.

      Wasser Marsh, doch viel zu spät,
      die Unterstadt von Wassermassen übersät.
      Politisch ruderte man Anschuldigungen entgegen,
      auf den Booten steht, von wegen.
      In Namur ist man für ausreden bis heute nicht verlegen.

      Ein Segen war der Regen nicht,
      die Zukunft dann die Wahrheit spricht,
      ob aus den Fehlern was gelernt und sich nicht einfach von Wetterdaten weiterhin entfernt.

      • Willi Müller

        @ Hugo usw.
        Zu jeder unpassenden Gelegenheit kramen Sie Ihre Unfähigkeit zur Poesie zum Vorschein.
        Sie schrecken vor nichts zurück. Sie würden wohl noch ein Gedicht über den Holocaust machen….

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          # Willi Müller / Ihre Witze sind so Grottenschlecht, mit einer Art von unbegründetem Feuergefecht.
          Die Richtung in die sie schießen, ist ihnen nicht bekannt .
          Das ✍️ schreiben kommt aus ihre eigenen Hand ?
          Bei zeiten laufe 🏃 ich in den Keller,
          um zu lachen noch viel schneller,
          über ihren neuesten Erguss.
          Möchten Sie noch einen 😝 Zungenkuss?

  4. Betrachter

    Ich denke, es gibt keine direkten Verantwortlichen für das, was in Eupen und dem Wesertal geschah.
    Der Mensch hat oft das Bedürfnis „Schuldige“ zu finden und mit dem Finger auf Andere zu zeigen.
    Wer war eigentlich der Schuldige im Ahrtal, wo keine Talsperre eine Rolle spielen konnte?
    Jeder Einzelne sollte aus solchen Ereignissen lernen und sein eigenes Verhalten hinsichtlich der Herausforderungen, welche uns in der Zukunft noch erwarten, anpassen.

    • Ziemlicher Quatsch

      @ Betrachter

      Vielleicht ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass seit Jahren die Wettervorhersagen ziemlich verlässlich sind – dass viel Wasser vom Himmel fallen würde war also bekannt!

      Um festzustellen, dass die Talsperre ziemlich voll war, brauchte man keine Brille! Um so ärgerlicher war es für die Betroffenen der Überschwemmung, in der Presse zu lesen, dass an den verantwortlichen Stellen davon geredet wurde, dass die Talsperre nur gut halb gefüllt gewesen wäre!

      Bekannt wurde auch, dass eine der beiden Ablassschleusen schon seit langem nicht mehr funktionierte und dass die letzte verbleibende dann auch nicht funktionierte, als es dringend erforderlich war. Es musste erst ein Unternehmer hinzugezogen werden, um diese Schleuse wieder in Gang zu bringen!

      Angesichts der entstandenen Katastrophe muss man also schon sehr viel Verständnis für die Verantwortlichen aufbringen, um diese Missstände als Zufälle darzustellen!

    • Betrachter, anderswo hat es eben andere Fehlverhalten gegeben. Z.B. das von Landräten, die bis zuletzt den Bürgermeistern sagten, es sei nicht nötig zu evakuieren. Um einen hat sich die Staatsanwaltschaft gekümmert, was ist daraus geworden?

      In Rheinland-Pfalz ist ein Minister zurückgetreten und eine inzwischen Bundesministerin gewordene Ministerin. Allerdings waren „Skandal“ eigentlich Kommunkationen nach der Katastrofe.

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