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GAIA ruft dazu auf, während der Feiertage keinen Hummer zu essen – „Und wenn es ein Hund wäre…“

Die Feiertage stehen vor der Tür und bei vielen Menschen steht Hummer auf dem Speiseplan. Die Belgier sind, pro Einwohner gerechnet, die größten Hummeresser der Welt, aber der Weg, den die Hummer zurücklegen, ist oft qualvoll und schmerzhaft. GAIA ruft daher dazu auf, keinen Hummer mehr zu essen.

Jedes Jahr importiert Belgien mehr als vier Millionen lebende Hummer, hauptsächlich aus Kanada. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist unser Land der größte Verbraucher weltweit. Hinter dieser Realität verbirgt sich jedoch eine Kette vermeidbarer Leiden.

Nach dem Fang werden die Hummer in Styroporboxen gesetzt und aufrecht gehalten, wobei ihre Scheren festgebunden werden. Nach ihrer Ankunft in Belgien bleiben einige Tiere monatelang in überfüllten Becken, übereinander gestapelt, ausgehungert, hellem Kunstlicht ausgesetzt und immer noch mit festgebundenen Scheren, um Abwehrreflexe zu verhindern, die durch diese extreme Enge ausgelöst werden.

„Und wenn es ein Hund wäre?“, fragt GAIA. Foto: GAIA

Wenn Geschäfte über kein Becken verfügen, werden die Hummer einfach lebend auf Eis gelegt, außerhalb des Wassers, was ihren körperlichen Verfall beschleunigt und sie zu einem langsamen Todeskampf verurteilt.

An der Luft verschlechtert sich ihr Zustand rapide. Ihre Qual erreicht ihren Höhepunkt, wenn sie lebendig in kochendes Wasser getaucht oder in zwei Hälften geschnitten werden, während sie noch bei vollem Bewusstsein sind.

Die Vorstellung, dass sie keinen Schmerz empfinden, sei  mittlerweile überholt, so GAIA. Eine Studie der Forscherin Lynne Sneddon (Universität Göteborg) aus dem Jahr 2024 bestätigt, dass Krebstiere, die in kochendes Wasser getaucht werden, mehrere Minuten lang starke Schmerzen erleiden, bevor sie das Bewusstsein verlieren. Sie betont unmissverständlich, dass weniger schmerzhafte Tötungsmethoden eingeführt werden müssten.

Hummerland Belgien. Illustration: GAIA

Diese Realität wird von einer großen Mehrheit der belgischen Öffentlichkeit anerkannt: Laut einer IPSOS-Umfrage im Auftrag von GAIA (2020) sind mehr als vier von fünf Belgiern der Meinung, dass Krebstiere leiden, wenn sie lebendig gekocht oder in zwei Hälften geschnitten werden. In einem Land, in dem jedes Jahr Millionen von Krebsen verzehrt werden, darf diese ethische Frage nicht ignoriert werden.

Auch fûr diese Aktion bedient sich GAIA einer Kampagne, die schockiert. So heißt es in Bezug auf Hummer: „Und wenn es ein Hund wäre…“ Aber kann man einen Hummer mit einem Hund vergleichen?

Viele Feinschmecker halten den Vergleich für fehl am Platze, aber Ann De Greef, Direktorin von GAIA, entgegnet: „Warum sollte man einen Hummer nicht mit einem Hund vergleichen? Beide sind fühlende Wesen und können Schmerz empfinden. Natürlich wird das eine als niedlicher angesehen als das andere. Aber nur weil ein Tier weniger niedlich aussieht, verdient es nicht, zu leiden. Niemand würde es wagen, einen Hund lebendig zu kochen. Warum also einen Hummer?“ (cre)

Weitere Infos unter https://www.gaia.be/fr

114 Antworten auf “GAIA ruft dazu auf, während der Feiertage keinen Hummer zu essen – „Und wenn es ein Hund wäre…“”

  1. delegierter

    Geht das wieder los, was ich darf oder nicht ?
    ICH bestelle, ICH bezahle und dann esse ICH, was und worauf ich Lust habe.
    Und wenn dir der Weihnachtsbraten zu teuer ist, dann lass ihn für andere liegen.

    • ICH, ICH und nochmal ICH …

      „ICH, ICH und nochmal ICH“, sagt Alles über Sie und Ihren Charakter aus!

      Während Sie da sitzen und genüsslich Ihren Champagner schlürfen, wird nebenan in der Küche ein Tier auf grausamste Weise abgeschlachtet – Sie bezahlen es ja! Sie sind wahrhaft ein „edler“ Mensch! 🤮

        • @ Alfons van Compernolle: Vor einigen Jahrzehnten habe ich in einem Schlachthof gearbeitet. Das war der einzige Job, den ich vorzeitig beendet habe, weil es wirklich nicht auszuhalten war. Viele Jahre später hatte ich beruflich in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt zu tun. Beides war geeignet, sich vom Fleischessen zu verabschieden. Die Pause war bei mir sehr lang, aber ich war nicht so konsequent wie Sie, dauerhaft Vegetarier zu werden. Aber ich esse wenig Fleisch, und das nicht aus Massentierhaltung. Es schadet nicht, darüber nachzudenken, zumal jeder Cardiologe einem klar nachweisen kann, dass Fleischessen unter dem Strich keinesfalls gesund ist. Jedoch sollte das jedem selbst überlassen bleiben. Ich verstehe den Vorstoß von GAIA, der sich auf Hummer bezieht, als Appell zum Überlegen. GAIA ruft insoweit zum Verzicht auf. Man kann sich das zu Herzen nehmen oder auch nicht. Ich sehe nicht, dass GAIA hier etwas „verbietet“. Erstens kann GAIA das nicht, und zweitens geht hier ja nicht um das EU-Verbots-Parlament, das unter dem Vorwand der Verwechslungsgefahr verbietet, etwa den Begriff „Vegan-Schnitzel“ zu verwenden (was aber nicht kommen wird, weil die Mitgliedsstaaten der Union nicht mitmachen).

          • Alfons van Compernolle

            Chips: Beruflich hatte ich auch diversemale in Japan zu tun. Die Geschàftfùhrung von Toyota hatte mich 2010 ( vor meiner Verrentung) zulm Essen in ein spezielles japanisches Restaurant eingeladen. Ich war genau 5 Minuten in diesem Restaurant und bin dann tatsàchlich aus dem Restaurant geflùchtet.
            Janpanische Tradition ist es , dass in solchen speziellen Tradi.-Restaurants lebende kleine Affen serviert werden , denen man ( ich kotze bei den Gedanken daran ) den Schàdel einschlagen muss um das „GEHIRN“ zu essen. Ich bleibe Vegetarier !!

    • Herbert Schneider

      Delegierter oder degenerierter?
      „Gaia ruft auf.“
      Es wird nichts verboten, weder noch vorgeschrieben!
      Das sich einige Personen immer gleich so aufspielen müssen, wenns um Tierwohl geht.

      Und wer sagt Ihnen denn, das andere sich keinen Weihnachtsbraten leisten können, Sie scheinen ja eine sehr freundliche und umgängliche Person zu sein; in fast allen Ihren Post gehts immer nur um Sie, dass Sie immer Recht haben, dass Sie immer machen was Sie wollen, das andre das machen müssen, was Sie als Richting sehen und dass Sie sich einen Scheissdreck für andere interessieren.
      Hauptsache: ich,ich, ich.
      Lassen Sie mich raten, Sie sind entweder ein Narzist oder genau das Gegenteil, einer der Zuhause rein gar nichts zu sagen hat und den Kopf einzieht, wenn die Frau Sie nur anschaut, der aber hier, natürlich annonym, weit den Mund aufreisst.

          • WK verfügt wahrscheinlich nicht über hervorragende Kontakte zu den Entscheidungsträgern dieser Welt, um alle Ihre geheimumwitterten Pläne zu kennen. Aber viele Menschen haben halt eine blühende, oft depressiv gestimmte Fantasie mit klaren Vorstellungen – wahlweise – über den Untergang Belgiens, Deutschlands, Europas, der Welt, der Galaxie, dass er diese Düsternis-Vermutungswelt hier als Tatsache verkauft. Belegen kann er natürlich nichts davon. Das einzige Thema, in dem tatsächlich erstmalig (!) etwas mit Bezug zu Nahrungsmitteln verboten werden sollte, war nicht einmal eine bestimmte Speise, sondern die Benutzung bestimmter Bezeichnungen für fleischlose Produkte, eine Lobby-Maßnahme im europäischen Parlament, von den Konservativen im EU-Parlament in Gang gesetzt. Und selbst das wird nicht klappen, weil die Mitgliedsstaaten nicht mitmachen. Also, Herr WK, bleiben Sie ganz ruhig, kein Grund zur Panik, genießen Sie die Weihnachtszeit und gönnen Sie sich etwas Nettes, um etwas optimistischer zu leben.

            • Chips, meine Aussage beschreibtdie Wirkungsweise aller politischen Organisationen, wovon heutzutage viele Lobbyisten sind. Zählt nicht Georg Kremer hier alle Erfolge von Gaia auf und übertreibt ein bisschen dabei. Außerdem schreibt er, dass Belgien um Lichtjahre zurück liegt, während bei den Erfolgen Belgien irgendwie vorn steht.

              Denken Sie mal an die flämische Bewegung, sie hat für ihre Ziele auch etwa hundert Jahre gebraucht. Der Veganismus kann sicher über die CO2-Steuer durchgedrückt werden. Denken Sie mal, dass, um ein Haustier zu kaufen, jedes Familienmitglied eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bei der Gemeinde holen muss.

              • Die „Wirkungsweise aller politischen Organisationen“? Die „Wirkungsweise“ geht eben keineswegs immer in Richtung Erfolg, das Scheitern, und zwar das endgültige Scheitern, findet ebenso statt. Und meistens ist der Erfolg einer politischen Organisation zugleich zwangsläufig das Scheitern einer konkurrierenden politischen Organisation. Deshalb befinden Sie sich mit Ihrer Angabe „noch nicht“ bezüglich „aller…“ im Bereich der bodenlosen Spekulation und, pardon, der prinzipiellen deprimierten Miesmacherei und in Verwandtschaft mit unzähligen nicht eingetretenen Untergangs-Fantasien.

  2. Ein Aufruf reicht eigentlich nicht

    Mir ist immer unverständlich gewesen, wie man ein „lebendiges“ Tier in kochendes Wasser werfen kann, warum wird so eine brutale Tat nicht einfach unter Strafe gestellt?!

    • Weil Hummer nicht vor Schmerz schreit.
      Deshalb hat man da keine Skrupel.

      Mit Fisch geht man nicht besser um.
      Mit Haken oder Netz rausholen und dann zu gucken wie er sich minutenlang zu Tode zappelt
      Gleicher Grund. Fisch schreit nicht

  3. Eifel_er

    Gaia, wie jedes Jahr.
    Wie delegierter schon schreibt.
    Noch bestimmt ich was, wieviel und wie teuer das Essen ist was auf meinem Tisch landet.
    Wasser predigen, Wein saufen.
    Diese ganzen grüne und Umweltgedöns geht einfach nur noch auf den Keks, verbessern tun sie nichts.

      • Experte nr1

        Was ist das denn für ein Vergleich 🤔🤦🏻
        Wenn sie durch die Savanne an hungrigen Löwen laufen würden, oder in ein hai verseuchtes Meer schwimmen gehen… glauben sie dass eines dieser Tiere ihren Artgenossen mitteilen würde , bitte nicht fressen ,er könnte leiden?
        Oh Gott oh Gott 🤦🏻😂

        • Sexperte Nr 1 mit Sternchen

          Und was ist das erst für ein Vergleich!!!
          Hungrige Löwen,…fressen weil sie Hunger haben, um zu überleben.
          Die fressen keine Giraffenstopfleber, und posten dann die Bilder

          • Sexperte Nr 1 mit Sternchen, so einfach ist das nicht. Zwei Tierarten überfallen Hühnerställe: Fuchs und Marder. Eine davon schnappt sich ein Huhn, tötet es und läuft mit der Beute davon. Die andere tötet alle Huhner im Stall, schnappt sich eins und läuft damit davon. Wölfe sollen auch mehrere Schafe einer Herde töten und nicht alle fressen. Männliche Löwen, die einen Machtkampf mit dem Rudellöwen gewinnen, fressen alle Löwenkinder und die Löwinnen weinen dazu.

      • Alfons van Compernolle

        Hatte man das nicht schon im Mittelalter im Namen der Katholischen Kirche mit anders denkenden Menschen getan ?? Und dann die „Scheiterhaufen“ auf denen lebendige Menschen oeffentlich verbrannt wurden usw usw usw

  4. Neneewaa

    4 Millionen !!?
    Dann würde ja jeder 3. Belgier einmal im Jahr Hummer essen. Also so schlecht geht es dem Land doch nicht.
    Oder die meisten haben Sorgen und Kummer, und wenige Reiche essen zu viel Hummer.

  5. Wer ist der sponsor?

    Gaia ist leider sehr penetrant. Mir käme auch ohne Gaia kein Hummer auf den Teller. Aber Vorschriften lasse ich mir von denen nicht machen. Das geht einfach garnicht. Woher haben die eigentlich so viel Geld für ihre geschmacklosen Kampagnen. Davon abgesehen, die meisten Menschen können sich in der Regel keinen Hummer leisten: Thema erledigt.

    • Fragen Sie doch mal den GAIAisten aus Eupen, was der zu Weihnachten auf’m Teller hat! Vielleicht Ziegenschnitzel von der Ex-Schöffen Ranch oderFroschschenkel vom früheren Froschrennen oder Ponysteak vom Kirmeskarussell oder….?

  6. Ex-Eupener

    Und wenn sie nicht gegessen werden, liegen sie in den Kaufhäusern.
    Und übrigens, was ich esse oder nicht ,geht keinem etwas an . Neujahr gibt es wie immer Austern, Klavier und Hummer . Vielleicht noch ein Schieldkrötensüppchen .

  7. Ich bin weder Veganer noch Vegetarier, ich esse gerne Fleisch, Gefügel, Fisch, deshalb sterben Tiere.
    Aber ich kann nicht glauben daß ein in kochendes Wasser geworfener Hummer keinen Schmerz empfindet.
    Tieren soll sowenig Leid wie möglich zugeführt werden. Deshalb bin ich gegen das Schächten.
    Aber wir sollten beim Menschen anfangen, bei Säuglingen und Kleinkindern: Genitalverstümmelungen bei Jungen und Mädchen führt den Kindern auch Schmerzen zu, und wird mit religiösen oder kulturellen Gründern legitimisiert, obwohl es Körperverletzung ist. Da findet sich aber keine Bewegung die dagegen angeht.
    Was Gaia angeht: die machen ihre Arbeit, was ich davon für mich brauche muss ich selber verantworten.

  8. Peter Müller

    Hummer, esse ich nicht ,weil ich nicht das Werkzeug dazu habe .und schon garnicht für 8 Personen. :-)))
    Dann darf ich ja auch den Kartoffelsalat mit Bockwurst von meiner Oma zu Heiligabend nicht mehr essen, wegen den armen Schweinen.. Wie sieht es denn mit den Schlangen in Vietnam aus , oder oder.Wenn Menschenleben nichts mehr wert sind, wann dann erst Tiere.

    • Peer van Daalen

      @:Peter Müller 15/12/2025 14:09
      „Hummer, esse ich nicht ,weil ich nicht das Werkzeug dazu habe …“

      In Portugal (meine zweite Heimat) wird der fertig gesottene Hummer direkt auf dem Tisch – ohne Teller – oder auf größere stabile Holzbretter serviert. Dazu gibt es den klassischen Holzhammer oder den bekannten Schnitzelklopfer.

      Der Hummer wird in Teile zerklopft und das Fleisch wird mit den Fingern draus gepult oder gezupft. Dazu gibt es Brot oder Reis für die Tunke.

      Sie sehen Herr Müller, – wenig Aufwand und toller Geschmack :-))) und kaum spülen …

      Teuer ist es aber tatsächlich, es sei denn man lebt in Orten, wo man mit der heimischen Fischerei gut vernetzt ist und umgeht somit die örtlichen Fischfang-Börsen. https://up.picr.de/50371975wv.jpg

      In portugiesischen Restaurants wird er vorzugsweise in separaten hinteren Räumen oder auf dem Hinterhof abseits des normalen Betriebs serviert und gegessen, weil er regulär mit einer MwSt. von 100 Prozent belegt wird. Das klopfen der Hämmer ist oft deutlich zu hören. Bezahlt wird bar.

  9. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Das wir Tiere essen ist ja nicht neues.
    Ob unser einst damit glücklich wäre, kurz vor dem Tod, im sprudelnden kochenden Wasser in der Badewanne, lebendig gekocht zu werden, ist eine andere Frage. Den Deckel des Kessels noch mal nachdrücken, damit der Hummer im Dunkeln sitzt und aus dem kochenden Wasser keine Chance hat zu entkommen, macht die Sache auch nicht weniger grausam.
    Dann doch lieber die Tote Bockwurst oder die Wiener Würstchen ins kochende Wasser schmeißen. Geschmacklich kann man sich auch einbilden, dass etwas besser schmeckt.
    Ich bilde mir ein, dass die Bockwurst besser schmeckt.

  10. Kasperle

    Ich bin auch leidenschaftlicher Tieresser, aber man sollte es nicht tun. Wir haben einfach nicht das Recht andere Lebewesen zu töten.
    Leider hat der Mensch die Macht dazu.
    Es gibt bestimmt genug Alternativen.
    Leider wird da aus Gewinnsucht auch nur gelogen und betrogen

  11. Kasperle

    @Simpel
    Großer Irrtum! Hummer machen quietschende Geräusche wenn sie Schmerzen haben. Hört sich an wie Schreie.
    Braucht kein Mensch, aber da merkt man, wie doch Viele ticken wenn es nicht der eigene Schmerz ist.😢

    • Das machen Muscheln auch.
      Ist fûrs menschliche Ohr nicht vergleichbar mit gequälten Schreien.
      Die quietschen halt ein Bisschen. Geräusche die man aus dem Alltag kennt und in unseren Hirnen nicht mit Schmerz assoziiert sind.

      Ps:Auf „antworten“ klicken vorm.antworten

      • Der Alte

        Wusste ich noch nicht. Die Lösung wäre, die Muscheln roh zu essen (mit ein wenig Vinaigrette). Nennt sich moules parquées und ist in Brüssel und in Flandern wohl relativ beliebt.
        Habe es mal „Chez Léon“ gegessen, war lecker.

  12. Herzergreifer

    An dem Tag, an dem sich diese Typen in gleicher Weise echauffieren, wenn es um Euthanasie (gerne auch von Kindern oder psychisch Kranken) Abtreibung oder das lukrativste Geschäft der Welt (Menschen-, besonders Kinderhandel inklusive sexueller Folter mit anschließendem Mord und Ausschlachten zwecks Organhandel) geht, werde ich ihnen ihren moralischen Zeigefinger vielleicht abkaufen.
    Wer sich über pfeifende Hummer mehr aufregt als über die Todesschreie von Kindern, nur, weil man letztere nicht aus dem Kochtopf hört, der ist krank im Kopf.

      • Herzergreifer

        Wenn man zu kurz denkt, nicht wahr? Fällt Ihnen nicht auf, dass um jeden Wurm am Angelhaken auch politischerseits Gedöns gemacht wird, während Tag für Tag Kinder gezüchtet, missbraucht und ausgeschlachtet werden, wozu die Politik komplett schweigt?

        • Dass da jemand schweigt, sehe ich nicht. Niemand fände das gut. Jede Staatsanwaltschaft, die davon hören würde, muss in solchen Fällen ermitteln. Wenn es um reale Fälle geht, die Sie kennen, bitte konkret angeben, da können Sie etwas bewirken. Wenn es um vermutete Taten von Echsenmenschen und Außerirdischen gehen sollte, wäre das mehr für die Kabarett-Sparte interessant.

  13. Georg Kremer

    Man mag zum Thema Tierwohl stehen wie man will, aber die aktuelle GAIA-Kampagne hat zumindest den Verdienst, dass wieder mal schonungslos darauf hingewiesen wird, dass wir in Belgien bei solch sensiblen Bereichen „Lichtjahre“ Rückstand haben. Das Thema hätte auch Stopfleberpastete, Froschschenkel oder Silvesterfeuerwerk sein können. Leider kriegt man es in Belgien einfach nicht auf die Reihe, dem Beispiel anderer zivilisierter Länder zu folgen, sich von bestimmen Essensgewohnheiten zu verabschieden, die alles andere als zeitgemäß und nachhaltig sind oder zumindest diese zu reglementieren. Um beim Hummer zu bleiben: die Regierung der Schweiz hat schon im Januar 2018(!) beschlossen, dass diese fühlenden Wirbeltiere betäubt werden müssen, bevor sie in kochendes Wasser gelegt werden. Weshalb sollte das nicht endlich auch in Belgien möglich sein?

    • Herzergreifer

      Erstens ist der Hummer kein Wirbeltier und zweitens muss er in der Schweiz nicht betäubt, sondern vor dem Kochen getötet werden. Was der Hummer beim Kochen fühlt (wahrscheinlich nichts) ist unklar, die aktuell trendige Vermenschlichung von Tieren (Komm zu Mama, Waldi!) bei gleichzeitig rasant abnehmendem Respekt vor dem menschlichen Leben hin oder her.

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          #Heike 2 / Ob sie jemand ernst nimmt, solange sie mit dem Namen von jemand anderem schreiben ?
          Man könnte zwar verstehen, dass sie den Namen gewählt haben, weil sie der Heike das Wasser nicht reichen können.
          Sollten sie aber von männlicher Natur sein, dann haben sie wahrscheinlich noch ganz andere Probleme.
          Und bevor sie jetzt auf unschuldig machen, Schlage ich Ihnen vor, demnächst mit Heike 2 zu senden.

            • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

              #Heike 2 / Wenn es hier schon einen #Hugo Egon Bernard von Sinnen gegeben hätte, dann hätte ich anstandshalber entweder Hugo Egon Bernhard von Sinnen 2! gewählt, oder es anders formuliert.
              Wie wäre es also mit Heike 2
              oder vielleicht Heikellinchen ?

              • Sollen wir mal Hugo Egon Balder, Bernhard Hoecker und Frau von Sinnen fragen, was sie dem kranken Scheiss, den Sie hier permanent halten?
                …hätte ich anstandshalber…😂
                Von Anstand haben Sie keinen blassen Schimmer.
                So, jetzt düse ich noch ne Runde auf der Piste, Adieu
                Heike

          • Haha, und das schreibt Corona2019=Anoroc=Heike=Braun-und noch andere Namen.
            Sie können sich hier unter keinem Namen verstecken, noch nicht gemerkt?
            Ob sie nun @ oder # setzen um als jemand anderes zu erscheinen, hilft leider nicht Georges.

            • Der Hugo usw…wurde als Kind zu heiss gebadet aus der Hand gehlitten und noch ein paar mal auf dem aufgetitscht.
              Tut wahrscheinlich nicht mehr weh, ist nur schwer erträglich für seine Mitmenschen. Deshalb lebt er alleine und hat nix ausser dieses Forum

  14. Guido Scholzen

    Wenn GAIA wirklich Interesse am Tierwohl haben, warum demonstrieren die nicht auch gegen Windräder, die Vögel schrädern? Oder machen zumindest darauf aufmerksam?
    Weil es auch grüne woke Ideologen sind, und wie alle Ideologen nicht fähig sind, Fehler einzugestehen.

  15. Peter Müller

    Solange keiner einen Hund in die Pfanne haut, obwohl in einigen Lândern das eine Delikatesse ist, und sie gequält werden vor der Schlachtung. Da können sich die ganzen Wauw Freunde auf den Kopf stellen, ändern werden die nichts. Wenn ich entscheiden müsste, wäre ich dann lieber ein Hummer, kurzer und schneller Tod !.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Guido Scholzen/ Im Moment versucht man Jodie Foster zu überreden, bei dem Film wieder mitzuspielen. Sie weigert sich jedoch, Ihnen einen Kuss zu geben, damit sie sich in einen Hummer verwandeln ;-)

  16. Georg Kremer

    Diskussionen in diesem Forum zu den Themen Umwelt-, Natur- und Tierschutz gleichen bekanntlich einem Kampf gegen Windmühlen. Oft ist es auch nur bashing. Da aber wieder mal die Frage gestellt wurde, wie GAIA sich finanziert und wie viele öffentliche Gelder der Verein wohl erhält, möchte ich nachstehend einige aufschlussreiche Zahlen aus dem Jahresbericht 2024 nennen. Gerne würde ich eine Grafik übermitteln, nehme aber an, das ist in den Kommentaren nicht möglich.

    EINNAHMEN : € 11.769.191,85
    • Spenden und Mitgliedsbeiträge: 48,2 % (€ 5.671.101,57
    • Testamente: 45,7 % (€ 5.379.332,81)
    • Veranstaltungen: 0,1 % (€ 8.479,00)
    • Zuwendungen aus Stiftungen: 0,4 % (€ 44.778,76)
    • Werbung und andere Einnahmen: 0,2 % (€ 28.920,82)
    • Verkauf von Faux Gras © von GAIA: 5,1 % (€ 600.509,07)
    • Maribel Social: 0,3 % (€ 36.069,82)
    • Subsidien: 0,0 % (0,00)

    AUSGABEN : € 11.309.075,61
    • Kampagnen, Initiativen und Sensibilisierungsaktionen in 2024:
    61,6 % (€ 6.964.525,66)
    • Investierungen für Aktionen und Kampagnen in 2025:
    26,2 % (€ 2.957.401,46)
    • Ankauf von Faux Gras © von GAIA: 5,8 % (€ 653.617,33)
    • Verwaltung und Organisation: 6,5 % (€ 733.531,16)

    Um diese Arbeit zu bewältigen beschäftigt GAIA zurzeit eine Equipe von 20 Personen, die von mehr als 350 Freiwilligen unterstützt wird.
    GAIA zählt inzwischen seit über 80.000 Mitglieder und Sympathisanten (also mehr als die DG Einwohner hat 😉). Die Organisation besteht seit 33 Jahren und inzwischen haben 60.000 Schülerinnen und Schüler in den Schulen an Animationen zu Thema Tierschutz teilgenommen.

    Einige Erfolge in 2024:
    – Rettungsaktion in einer Welpenzucht
    – Verbot des betäubungslosen Schächtens – Bestätigung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR
    – die Kammer nimmt die Tierrechte in die Belgische Verfassung auf (als 6tes Land der EU)
    – Verabschiedung des Tierschutzgesetzes durch das Flämische Parlament
    – die Max Mara Fashion Group stoppt den Verkauf von Pelz in ihren Geschäften
    – als letztes großes Kaufhaus in Belgien verzichtet Carrefour endgültig auf den Verkauf von Pferdefleisch aus Südamerika
    – das endgültige Aus für die Delfinarien in Belgien (das 4te Land in Europa und das 7te weltweit)
    – GAIA erreicht die Annullierung des Projekts für den Bau der größten intensiven Lachszucht Europas in Oostende.

    In 2024 hat GAIA außerdem das ADT (Animal Disaster Team) gegründet. Freiwillige und Veterinäre stehen 7 Tage auf 7 rund um die Uhr und in ganz Belgien abrufbereit zur Verfügung und sind regelmäßig im Einsatz bei Katastrophen und bei Tieren in Gefahr.

    Ich bedanke mich für das Interesse, hoffe einige hartnäckige Gerüchte aus der Welt geschafft zu haben (speziell was den Erhalt öffentlicher Gelder betrifft) und stehe für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

    Und da wir schon mal beim Thema sind: zu Weihnachten gibt’s bei uns Käsefondue (allerdings mit etwas Ardenner Schinken) 😉.

      • Georg Kremer

        Hätte mich auch gewundert, wenn Sie nicht noch ein Haar in der Suppe finden.
        In Belgien ist bekanntlich nichts einfach, zumal für den Tierschutz gleich drei Teilstaaten zuständig sind. In der Wallonie sind Delfinarien schon seit 2018 verboten und in Brüssel seit 2021. Flandern wollte in 2024 nachziehen, hat aber die Rolle rückwärts gemacht und will den „Boudewijn Seapark“ erst in 2037 schließen, was nicht nur für GAIA inakzeptabel ist. Unterdessen setzen wir die flämische Regierung unter Druck, damit die Schließung weitaus früher erfolgt. Ein Delfinarium schließt man allerdings nicht so schnell wie ein Kirmeskarussell. D.h. in den folgenden Jahren hat der Betreiber Zeit genug, ein Schutzgebiet für die sechs letzten Delfine aus Brugge zu finden. GAIA hat bereits ein passendes Schutzgebiet in einer Bucht auf der griechischen Insel Lipsi vorgeschlagen. Dort befindet sich eine naturnahe Umgebung und eine artgerechte Haltung wäre möglich.

        Gerne können dieses und andere Themen weiter besprechen – allerdings auf zivilisierte Weise und mit offenem Visier. Dafür benötige ich ihren Klarnamen bzw. Ihre Adresse.

              • Georg Kremer

                Sie wissen schon, hoffe ich, dass es GAIA nach über 30 Jahren Kampf gelungen ist, das Verbot des betäubungslosen Schächtens in Belgien durchzusetzen (sogar fraktionsübergreifend!). Anschließend hat die Muslim-Exekutive und das CCIB (Consistoire Central Israélite de Belgique) ALLES unternommen, um die Annullierung des Gesetzes durch Rekurse beim EuGH und beim EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) zu erwirken. Ohne Erfolg! Dass die Exekutive von Brüssel-Hauptstadt dieses Verbot weiterhin ignoriert ist nicht der Fehler von GAIA, sondern dem schlechten Willen bestimmter Politiker zuzuschreiben. Nicht zuletzt dieses Thema ist mit ein Grund, weshalb eine Regierung dort weiterhin nicht zustande kommt. Aber das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen. PS: Interessant ist der Sinneswandel der Grünen in Brüssel. Vor anderthalb Jahren war man gegen das Verbot und jetzt wird es befürwortet. Das Vermeiden von unnötigem Tierleiden geht eben vor religiöser Verblendung!

                • Georg Kremer, auf der Webseite von GAIA,. die ich oben angeführt habe, steht dass sich die Region Brüssel-Hauptstadt weiter ziert. Wenn man die Zahlen der Abstimmung ansieht, haben offenbar die linken Parteien sich nicht gegen das Schächten ausgesprochen, während die rechten das wohl getan haben. Der Artikel stammt vom 30.6.2022. Ich erinnere mich in einer der Mittwochdiskussionen auf rtbf La une (QR, le Débat) gesehen zu haben, dass das Problem noch besteht. Und das ist keine drei Jahre her. Der katholische Bischof von Lüttich erklärte, warum die Juden und Muslime ausgeblutetes Fleisch wollen: „Mit dem Auslaufen des Blutes lässt man die Seele des Tieres frei und der Mensch isst sie nicht.“ Die zwei Verteter der besagten Religionen erklärten das nicht, sie hatten nicht den Mut klar zu reden. Es gibt in Belgien an vielen Stellen Halal-Fleisch zu kaufen. Die Tiere werden scheinbar in Brüssel geschlachtet, was auch ein wirtschaftlicher Vorteil für Brüssel darstellt. Sonst müssten sie nach den Niederlanden gebracht werden, hieß es. Ich esse kein Halal-Fleisch. Mir ging es darum, dass GAIA nicht „Sieg“ ruft, wenn er noch nicht vollständig ist. Ich habe ein schlimmeres Haar gefunden als die Delphine.

                  • Georg Kremer

                    Das Thema Schächten möchte hier nicht endlos lange ausbreiten; ich glaube nicht, dass alle Leser es so genau wissen wollen. Gerne können wir es aber unseren Dialog auf direktem Wege fortführen. Dann könnte ich sie nämlich über den tatsächlichen Sachverhalt dokumentieren. Sie erwähnen das Abstimmungsverhalten von den „linken“ und den „rechten“ Parteien. Das Ergebnis war wohl eher der Tatsache geschuldet, welche(r) Abgeordnete einen Migrationshintergrund haben und welche nicht. Und das Zitat, das Sie unserem Lütticher Bischof J.P. Delville in den Mund legen, ist wohl eine Legende. Inzwischen betrachten sogar mehr und mehr muslimische Länder die vorherige elektrische Betäubung als halal-konform, da reversibel. In Brüssel hat das Abstimmungsverhalten der dogmatisierten Abgeordneten leider dazu geführt, dass das Regionale Tierschutzgesetz bis auf den heutigen Tag nicht verabschiedet werden konnte. Affaire à suivre!

                    • Georg Kremer, es ging mir darum klarzustellen, dass Ihre aufgezählten Erfolge so nicht stimmen. Schreiben Sie hier, dass, was ich von der Sendung „QR Le Débat“ gesehen habe und hier eine Lüge ist? Der Bischof saß auf einer der zwei Hauptbänke in der Mitte, der rechten, während die zwei Vertreter der anderen zwei Religionen in der zweiten Reihe nebeneinander in der Mitte saßen. Die linken Parteien haben eben mehr Abgeordnete mit Migrationshintergrund.

                    • Mohammad Azir

                      Herr WK, Herr Kremer
                      Die Behauptung, dass mit dem Auslaufen des Blutes, die Seele den Körper des Tieres verlässt, ist natürlich kein Grund zum Schächten. Die Schlachtung der Ungläubigen lässt ja schließlich auch das Blut auslaufen.
                      Ich vermute übrigens, dass wir in Brüssel in den linken Parteien schon viele Befürworter unserer Sichtweise haben, sind wir doch immer mehr mit unserem Hintergrund.
                      NB: Im Eupener Delhaize bekommt man ganzjährig Halal- Hähnchen angeboten. Allah möge den Delhaize weiterhin recht leiten.
                      الله أكبر

                    • Mohammed Azir, die zwei den Islam und das Judentum vertretenden Anwesenden hätten ja dem Bischof widersprechen können. Ja, bei unserer Schlachtung läuft das Blut auch aus, aus dem toten Tier. Deshalb sehe ich keinen sanitären Grund für die Schächtung. Bedeutet halal nicht gesund?

  17. Zuhörer

    In Asien hatte ich mal gesehen wie kleine Fische lebend in die Bratpfanne geworfen wurden. Die jenigen die rauszappeln konnten, wurden sofort wieder rein geworfen. Bei diesem Anblick wurde mir so schlecht, dass ich einige Tage überhaupt nichts essen konnte. Für die Menschen dort, war es das normalste der Welt. Sie hatten mich nur ausgelacht, weil mir so schlecht geworden war.

    In China werden Hunde zu Tode geprügelt, aber nicht mit ein paar Schläge, sondern Stunden lang. Angeblich ist das Fleisch dann besser genießbar.

    Warum sind Menschen nur so Bestialisch?

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