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Warum die Waldbrände in Frankreich und Spanien Rekorde brechen [Fragen & Antworten]

28.07.2026, Frankreich, Saint-Jean-d'Illac: Eine De Havilland Canada Dash 8-400 wirft während der Waldbrände im Südwesten Frankreichs Löschmittel über einem Wald ab. Foto: Emma Da Silva/AP/dpa

AKTUALISIERT – In Spanien wütet der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte des Landes. In Frankreich erreichen die Feuer mit etwa 100.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn einen historischen Rekordwert. Dabei ist die Waldbrand-Saison noch lange nicht vorbei – im Gegenteil, eigentlich geht sie im August erst so richtig los.

Auch in Portugal brennt dieser Tage die Natur vielerorts. Insgesamt waren am Dienstagvormittag im ganzen Land 34 Waldbrände aktiv. Die Feuer sind aber alle bislang deutlich kleiner als im iberischen Nachbarland. Sie wurden insgesamt von gut 1.000 Einsatzkräften bekämpft, wie die Behörden mitteilten.

– Warum sind die Waldbrände in Frankreich und Spanien so gewaltig?

Ein wichtiger Faktor waren die starken Niederschläge im Januar und Februar. Damals brach ein Wintersturm nach dem nächsten über die beiden Länder herein: Felder wurden überschwemmt, Autos in braunen Fluten davongerissen, unzählige Strommasten gekippt.

28.07.2026, Frankreich, Mejos-Ouest: Einsatzkräfte der Feuerwehr sind in einem Waldgebiet bei Mejos-Ouest im Einsatz. Foto: Katharina Kausche/dpa

„Nach feuchten Wintern gibt es in Südwesteuropa beste Wachstumsbedingungen für die Pflanzen“, sagt die Klimawissenschaftlerin Julia Miller vom Schweizerischen WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Gräser, Sträucher und Unterholz schossen in die Höhe. „Durch die dann folgenden zwei Hitzewellen ist die Vegetation ausgetrocknet, weshalb sich Brände schnell und stark ausbreiten können, sobald eine Zündquelle auftritt.“

– Welche Rolle spielen Wolken und Winde?

Tatsächlich sind die Brände so heftig, dass sie teilweise wohl ihr eigenes Wetter erzeugten: Über besonders heißen und großen Waldbränden können spezielle Gewitterwolken entstehen, Pyrocumulonimbus genannt. Diese Feuerwolken sorgen für gewaltige Windböen, was die Brände weiter anfacht, und aus ihrem Inneren können Blitze zum Boden zucken.

Möglicherweise sind bei den immensen Bränden in der Nähe von Bordeaux in Frankreich solche Wolken entstanden – was absolut außergewöhnlich wäre. „Sie sind in Europa sehr selten“, sagte Jason Müller, der am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig diese Wolkenform erforscht. In Portugal habe es 2017 welche gegeben, sonst seien keine bekannt.

Laut Christophe Chantepy, einem Brandschutz-Experten beim Nationalen Forstamt Frankreichs, sind diese Art von Wolken auch deswegen so gefährlich, weil sie das Feuer unberechenbar machten. „Neue Brände sind viel wahrscheinlicher, da glühende Trümmer, also brennende Pflanzenreste, aus der Konvektionssäule herausgeschleudert werden können“, sagte er der Zeitung „Le Monde“.

– Was steht Südwesteuropa noch bevor?

„Jede weitere Hitzewelle macht die Situation nicht besser“, sagt Miller, die gerade eine Studie zu sich gegenseitig verstärkenden Waldbrandrisiken veröffentlicht hat. Sie habe eine Skizze gemalt, welche die Lage illustriert: „Eine Sonne mit einem Strohhalm, mit dem sie die Feuchtigkeit aus Boden und Pflanzen zieht.“ Je wärmer es sei, desto mehr Feuchtigkeit könne die Atmosphäre aufnehmen, und desto schneller ziehe sie die Feuchtigkeit aus Seen, Flüssen, Pflanzen und Boden.

28.07.2026, Frankreich, Mejos-Ouest: Einsatzkräfte der Feuerwehr sind in einem Waldgebiet bei Mejos-Ouest im Einsatz und versuchen, das Feuer zu löschen. Foto: Katharina Kausche/dpa

Nach Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) ist in Spanien schon jetzt mehr als doppelt so viel Fläche abgebrannt wie sonst im Durchschnitt in einem ganzen Jahr, in Frankreich sogar mehr als die fünffache Fläche.

Miller geht davon aus, dass in den kommenden Wochen noch weitere schlimme Waldbrände folgen. „Wir bräuchten Feuchtigkeit in der Vegetation und im Boden, damit Waldbrände sich weniger schnell ausbreiten können.“ Aber unter den derzeitigen Bedingungen wachse nichts nach. Selbst wenn es jetzt mal kurz regne, würden Boden und Pflanzen nur oberflächlich angefeuchtet. „Wenn es weiter so heiß und trocken bleibt, kann man da vorerst nicht mit Entspannung rechnen.“

– Wie stark trägt der Klimawandel zu der Eskalation bei?

Eine so extreme Bodendürre wie in diesem Jahr in Westeuropa sei etwa fünfmal wahrscheinlicher als ohne die menschengemachte Klimaerwärmung, heißt es in einer jüngst vorgestellten Analyse der World Weather Attribution (WWA). Niederschlagsdefizite, die früher keine Dürre ausgelöst hätten, würden heute zu Dürrebedingungen führen. Denn ausschlaggebend sei nicht allein der Mangel an Regen, sondern vor allem die durch Hitze dramatisch gestiegene Verdunstung.

Derzeit liegt die Erde bei einer Klimaerwärmung von etwa 1,4 Grad im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung. „Sollten die globalen Emissionen die Temperaturen wie prognostiziert auf 2,8 Grad Celsius ansteigen lassen, könnten diese intensiven Verdunstungsbedingungen doppelt so wahrscheinlich werden und Dürren wie diese zu einem regelmäßigen Ereignis machen“, sagte Mariam Zachariah vom Imperial College London und der WWA vergangene Woche.

Ihr Kollege Theo Keeping gibt aktuell zu bedenken, dass die wahren Kosten der Brände unterschätzt würden, weil die Rauchbelastung zu zahlreichen zusätzlichen Todesfällen führe. Laut Umweltbundesamt entsteht die wesentliche Gesundheitsgefährdung bei Bränden durch die hohe Feinstaubbelastung.

– Was kann man gegen diese Entwicklung tun? Langfristig sei natürlich eine Begrenzung des Klimawandels zentral, meint Forscherin Miller. Doch klar sei: In den kommenden Jahren verschlimmere sich die Feuerwetterlage weiter. „Deswegen müssen wir auf jeden Fall auch stärker auf Waldbrandmanagement und Landmanagement setzen.“

28.07.2026, Spanien, Castellón: Ein Wasserflugzeug ist bei der Löschung des Brandes in Vall d’Uixó in Castellón im Einsatz. Foto: Ángel Sánchez/EUROPA PRESS/dpa

Das Wissenschaftsnetzwerk EASAC, ein Verbund der Nationalakademien der EU, mahnte im vergangenen Jahr ebenfalls eine veränderte Brandbekämpfung an. Wichtig sei es nicht nur, gegen die Feuer vorzugehen, sondern die Bedingungen zu vermeiden, die ein unkontrolliertes Ausbreiten von Bränden begünstigen – etwa durch verbesserte Landschaftsplanung.

In Spanien beklagen Fachleute auch, dass Wälder vielerorts nicht mehr ausreichend gepflegt würden und sich dadurch große Mengen brennbaren Materials ansammelten. „Das Hauptproblem ist, dass wir den Wald nicht mehr pflegen“, betont Forstexperte Paco Castañares in der Zeitung „El Español“. Dabei geht es um das Wegräumen ausgetrockneter Vegetation und das Errichten von Schutzstreifen als Feuerbarrieren vor allem in der Nähe von bewohnten Gebieten.

Auch ist die Landflucht ein Problem: Weil viele Menschen in die Städte ziehen und Dörfer leerstehen, werden landwirtschaftliche Flächen aufgegeben – die Verbuschung nimmt dadurch zu. Auch fehlt Fachleuten zufolge in vielen Landschaften im Mittelmeerraum die Beweidung durch Ziegen und Schafe, wodurch die Flächen zuwachsen.

Der US-Waldbrandexperte Lindon Pronto sprach sich dafür aus, in besonders gefährdeten Gebieten Vegetation gezielt abzubrennen. „Das heißt vor allem, mildes Feuer einsetzen“ – das bedeute, nicht im Hochsommer, sondern zu anderen Jahreszeiten kontrolliert Feuer zu legen, um „ganz sanft“ die Brennmaterialschicht zu verringern. Die Waldbrände im Sommer wären dann nicht so intensiv und folgenreich wie jetzt etwa in Frankreich und Spanien, erläuterte der Mitbegründer der Initiative Waldbrand-Klima-Resilienz im Westdeutschen Rundfunk (WDR5). (dpa/cre)

94 Antworten auf “Warum die Waldbrände in Frankreich und Spanien Rekorde brechen [Fragen & Antworten]”

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      # Wurger / Dann wären es logischerweise mehr als 63 000 evakuierte Menschen ?
      Sollte doch eigentlich klar sein, selbst wenn man nur die Überschrift des Artikels gelesen hat?

      • Es ging @Wurger wohl eher um die reisserische Aufmachung im bereits geänderten Titel. Meister darin sind vor allem die deutschen Sender der RTL Gruppe, wo die Anmoderation manchmal beginnt mit: „Ganz Deutschland liebt…, -denkt, -leidet“ u.s.w.. In dem Fall ein Werkzeug manipulativer Suggestion.

    • Sodo, es ist also sehr viel gewachsen, aber es war niemand da um zu ernten. Auch im Wald bleibt alles liegen, daher liegt viel brennbares Material im Wald, schön trocken. hat sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, dass genau DAS die Situation verschärft? Ein Lauffeuer, das schnell über eine Fläche zieht, wo wenig brennbares Material liegt, ist etwas anderes als ein Feuer das tagelang brennt.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Vielleicht sollte der Gesetzgeber jetzt mal endlich wach werden.
      Denn Soweit mir bekannt ist, gibt es in Frankreich und in vielen anderen europäischen Ländern, keine Pflicht, einen Feuerlöscher im Fahrzeug mitzuführen, wenn das Fahrzeug im privaten Besitz ist .
      Es handelte sich zwar um einen Lieferwagen, aber selbst dieser, könnte ja im Privatbesitz gewesen sein.
      Wenn durch ein technisches Problem ein Brand beim Fahrzeug entsteht, kann es im Gegensatz zu Bränden bei schweren Unfällen mit kleinen Flammen beginnen, die man mit einem Feuerlöscher problemlos ersticken oder löschen könnte.
      Erstmal die Feuerwehr benachrichtigen und dann wiederum Zeit verstreicht, bis diese vor Ort ist, dann könnte es schon zu spät sein und das halbe Fahrzeug steht bereits in Flammen. Auf einer Landstraße die durch Wälder Fürth ziemlich ungünstig, wie man jetzt wohl feststellen muss.
      Der Mensch an erster Stelle, kann dadurch sein Leben verlieren und wirtschaftliche Folgen in Millionenhöhe sind auch nicht abzustreiten. Häuser nicht mehr bewohnbar und sogar der Flughafen geschlossen, ist mit Kleingeld von der Versicherung wohl nicht zu begleichen.
      Meiner Meinung nach gehört ein Feuerlöscher schon ab Werk im Fahrzeug montiert
      und wenn dieser abgelaufen ist, sollte er durch den Fahrzeughalter ersetzt werden.
      Die Größe von Feuerlöschern spielt natürlich auch eine Rolle. Desto größer das Fahrzeug, desto schwerer müsste auch der Feuerlöscher sein.
      Selbst bei E – Fahrzeuge die ja angeblich nur schwer zu löschen sind, kann das Eindämmen der Flammen bis die Feuerwehr vor Ort ist schon Sinn machen.

    • Man müsste mal jemanden aus der Forstwirtschaft fragen, ob „Aufräumen“ des Waldes wirklich reicht, wie auch immer im Detail das geht. Vielleicht schlägt dann noch jemand vor, den Wald aus Brandschutzgründen zu asphaltieren…

        • Ökologie

          @ Haha

          Von Ökologie scheinen SIE ja überhaupt nichts zu verstehen! Bevor Sie andere Leute unverschämt angreifen, sollten Sie sich an „die eigene Nase fassen“. In Deutschland werden Waldbesitzer gezwungen herumliegendes Holz liegen zu lassen, weil die Natur das braucht – Urwälder werden ja schließlich auch nicht „aufgeräumt“ und gedeihen prächtig.

          Frei nach Nuhr: „ Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten“!

          • Das Problem liegt aber vor allem bei Monokulturen. Wenn z.B. in einem Fichtenwald einzelne Bäume abgeholzt werden bleiben oft (nicht immer) die Äste liegen, manchmal auf Haufen. Diese vertrocknen dann aber und verrotten erst in Jahrzehnten und sind ein gute brennbare Grundlage. Für mich ist das ein unaufgeräumter Wald und hat für mich mit Ökologie und Urwald nicht das Mindeste zu tun. Anders sehe ich das bei Mischwäldern aber auch dort sollte trockenes Pflanzenmaterial nicht aus ökonomischen Gründen zu hauf im Wald verbleiben.

      • Forstwirtschaft

        @Chips: wenn das Feuer einmal die Krone der Kiefer erreicht hat hilft ein aufgeräumter Wald nicht mehr.
        Es ist allerdings rixhtig dass ein „aufgeräumter“ Wald das Entstehen von Feuer schwieriger macht, da weniger brennbares Material herumliegt.
        Das Problem in Frankreich sind die Monokulturen über tausende von Hwktaren mit der maritimen Kiefer, oft alle fast gleichaltrig. Wenn es da brennt und gleichzeitig Wind ist hift nichts mehr.
        Was kann man machen? Mosaikartige Kultureb anlegen, mit vielen Laubhölzern, kleinflächig arbeiten, Baumarten mischen wo dies möglich ist, an Strassen und Wegen Laubhölzer pflanzen.
        Das ist aber bei den dort vorkommenden sandigen Böden nicht einfach.
        Auch sollten regelmässig mi destens 30 Meter, besser 50 Meter breite Feuerschneiden angelegtt werden, damit von dort aus das Feuer bekämpft werden kann, diese Schneisen müssen gemäht werden damit kein brennbares Material dort verbleibt. Es gibt also Lösungsansätze, aber im Waldbau liegt eine langer Zeitraum zwischen einer Aktion und dem Resultat dieser Aktion.

  1. Man sollte mal eine europäische Canadaer Löschflugzeuggruppe aufstellen,die überall in Europa in Brandgebieten einsetzbar ist.Ich wünsche mir mindestens 14 bis 20 Spezialflugzeuge,die überall hinfliegen können.Es ist mir auch klar,daß sowas viel Geld kostet,wenn man aber in Rechnung stellt,wieviel Leid Menschen dadurch erspart bleiben würde,ist das nur eine geringe Geldsumme.Brüssel und Belgien sollten Hauptkoodination für Brandbekämpfungseinsätze übernehmen.Das Geld ist besser hierfür ausgegeben,als für Waffen.

    • Gerad van Oche

      Dein Wort in Gottes Ohr. Aktuell wird deine Idee schon umgesetzt. es sind 14 Fluggeräte im Großraum Bordeaux aus ganz Europa im im Einsatz. Schweden,Slowenen Tschechien ,ab heute sogar Deutschland.Allerdings sollte man beim Wiederaufforsten, den Ertrag pro Fläche reduzieren. Wenn man die Monokulturen und den Abstand zwischen den Baumreihen sieht, sind wir in 50 Jahren wieder an der gleichen Stelle, wobei ich glaube das die Seekiefern die Brände größtenteils gut überstehen wird. Solche Feuer haben seit Jahrmillionen eine gewisse Selbstreinigung. Nur ist der Mensch erst seit ein paar Jahrhunderten davon betroffen. Die Gegend westlich von Bordeaux wurde erst im 19. Jahrhundert besiedelt.

    • Das Problem ist auch, dass zur Zeit nur die Kanadier diese Flugzeuge bauen. Und De Havilland hatte die Produktion jahrelang eigestellt…
      Europa hat an sich viele davon (über 80), ohnehin müssen sie ja an verschiedenen Stellen stationiert werden.

    • Wenn Brüssel das regeln soll… dann kannst du auch gleich mit Benzin löschen! Brüssel hat nicht einmal die eigene EU-Kommission im Griff. Solche Leute stehen nur im Weg und kosten unnötig Geld, ohne Mehrwert. Je weniger die entscheiden, umso besser!

  2. Forstwirtschaft

    Nachtrag: es ist richtig dass heutzutage viel brennbares Material liegen bleibt, das hat aber einen Grund: in der Rinde sind die meisten Nährelemente enthalten, der Export dieses Materials verarmt die Böden.
    Das hat man vor über 150 Jahren schon erkannt als es zb den Eupenern verboten wurde, Brennholz, auch Totes, aus den Wäldern zu holen. Es gab danach enorme Proteste und der Staat gab der Gemeinde als Gegenleistung einige Wälder welche um Eupen lagen, die Gemeinde wurde so Eigentümerin von ehemaligen Staatswaldungen.
    Früher wurden die Reisigreste verbrannt, alle Nährelemente wurden exportiert, die Luft verseucht und etliche Waldbrände verursacht.
    Diese Praxis ist Gott sei Dank inzwischen verboten was dazu führt, dass wir trotz Erderwärmung weniger Brände haben als vorhin.

    • JoKrings

      Im Eupener Wald bleiben auch sehr viele gefällte Baüme liegen, die NIE abgeholt werden. Ferner, überall diese rot-weissen Bändchen (von den Jägern, Waldarbeitern), die den Wald bunter machen als er sein soll. Müll liegt wenig herum. Schade, dass Jäger und Waldarbeiter den Wald bemüllen.

      • Forstwirtschaft

        @Mungo: ja, kann man, kostet aber
        @JoKrings : selbstverständlich liegt dort auch Holz welches verottet, das ist Vorschrift und sinnvoll im Sinne der Erhaltung seltener Arten und nein, weder Waldarbeiter noch Jäger vermüllen den Wald, zumindest nicht was ich so sehe.

      • DR ALBERN

        @ JoKrings, die rot-weissen Bändchen im Wald sind für die Treibjagden der elitären Gesellschaften bestimmt!!! Die haben mit den früheren Prozessionen nichts gemein!!! Der Wald wird dadurch nicht nur bunter, man hängt auch jetzt vermehrt Kameras auf (auch an Wanderwegen, die man einfach von den alten Karten gestrichen hat) damit er fotogener wirkt!!!

          • Neneewaa

            Habe auch schon diese Rote-weise Bändchen gesehen. Ich vermute daß die von organisierten Pilzsammlern sind, um den Kollegen zu signalisieren, daß in dem Bereich schon alles abgeerntet wurde.
            Habe heute im Wald etliche Kiefern gesichtet welche schon ihre Rinde abwerfen, bedingt durch Trockenheit. Das kann ja wieder ein Borkenkäferjahr werden.

            • Oje @Neneewaa, im Ernst. Bin selber Pilzsammler (nur Eigenbedarf) aber so etwas habe ich noch nicht gehört.
              Auch wenn am Wegesrand schon oft Pilze stehen, gehe ich doch auch durch den Wald. Allerdings nicht in Wildruhezonen u.a. Schutzgebieten.
              Was man dort so findet ist schon bedenklich, zum Glück aber nicht die Regel. Zum Beispiel: leere Gebinde von Kettensägenöl, defekte Hydraulikschläuche, einen Haufen Ölfilter, einen leeren Tresor, ein in handliche Stücke zersägten PKW, Autoreifen, Grünschnitt und Äste aus Privatgärten, Eingeweide von Rindern hinter einen Misthaufen am Waldrand u.s.w..

          • DR ALBERN

            @ Forstwirtschaft, erzählen SIE keine Märchen!!! Heute werden TREIBJAGDEN genau wie früher abgehalten!!! Man streut den Bürgern Sand in die Augen, mit der Behauptung, es seien Ansitzdrückjagden!!! Unsere Gruppe kann IHNEN Fotos sowie Videos aus hiesigen Revieren zeigen, wie die heutigen TREIBJAGDEN ablaufen!!! Recht haben Sie mit der wallonischen Region, die macht was sie will!!! Die rot-weissen Bändchen sind für die Platzierung der Schützen auf den TREIBJAGDEN gedacht und zur Absperrung von Wegen!!! Man ist noch zu faul, diese nachher wieder abzunehmen!!!

            • Forstwirtschaft

              @Dr.Albern: lesen Sie bitte die hiesigen Lastenhefte, da sehen Sie dass Treibjagden verboten sind.
              Sollten es rot-weisse Bändchen geben sind sie somit unnötig, es würde mich wundern wenn das Forstamt nicht reagiert.
              Aber selbst wenn, von einer Vermüllung des Waldes sind wir doch weit entfernt, da gab es früher viel mehr zu bemängeln.

              • DR ALBERN

                @ Forstwirtschaft, THEORIE ist eine Sache, die PRAXIS eine ganz andere!!! Auf den roten Hinweisschildern steht doch klar und deutlich zu lesen: „TREIBJAGD/BATTUE“!!! Scheinbar sind SIE diesem Sumpf verbunden, den es auszutrocknen gilt, oder sehen die Tatsachen nur mit geschlossenen Augen!!!

                • Forstwirtschaft

                  @Dr.Albern: ich verstehe Ihre Agressivität mir gegenüber nicht, ich versuche lediglich fachlich korrekt auf Fragen zu antwortwn.
                  Sicherlich ist nicht immer alles gut in der Forstwirtschaft, aber ich kann Ihnen versichern dass die Kollegen alles versuchen, im Sinne des Waldes und zum Wohl des Bürgers zu arbeiten.
                  Wanderer, Wildbeobachter, Fotografen, Jäger, Holzhändler, Jugendgruppen, Naturliebhaber, Angler, Pilzesucher, alles Menschen die sich für den Wald interessieren, deren Interessen unterschiedlich sind. Es ist nicht einfach jedem alles gut zu machen, da ist Unmut angesagt.
                  Ich bin auch gerne bereit, sachlich mit Ihnen zu diskutieren, aber bitte ohne persönliche Anfeindungen.

                  • DR ALBERN

                    @ Forstwirtschaft, das müssen SIE nicht so eng sehen!!! Ein bisschen Provokation ist doch hier auf OD das SALZ in der Suppe!!! Auf BRF und im subventionierten und parteiabhängigen GE ist sowas natürlich nicht möglich!!!

              • JoKrings

                Ferner, es bleiben Unmengen gefällte Bäume liegen, manchmal meterhohe Türme. Muss das sein? Wieso werden Sie nicht abgheolt? Ach, stimmt, es ist manchmal zu teuer für die Holztransporter (auch Holzfäller) „ein paar“ Bäume abzuholen. Diese verdienen sich eine goldene Nase, man braucht sich nur eine Firme P***en anzusehen. Und dabei gleicht der Wald nach deren Auftreten eine Kampf- und Müllzone. Was machen die Behörden? Genau das…

                • Forstwege, wo auch Wanderer und Radfahrer unterwegs sind werden von schweren Holzerntemaschinen kaputtgefahren und das war es dann. Mir ist klar das hier der Profit an erster Stelle steht. Die Forstämter haben evtl. auch zu wenig Personal um Kontrollen durchzuführen. Wo kein Kläger, da kein Richter. Trotzdem schade, eben auch für den Tourismus, von dem wir mit abhängig sind. Einige Wälder sehen eben nicht mehr natürlich und schön aus.

                    • DR ALBERN

                      @ JoKrings, die Schilder“ WILDRUHEZONE“ sind sinnvoll, jetzt kommt aber das ABER!!! Die Forstverwaltung, besonders diejenigen, die die Jäger begleiten, FAHREN TÄGLICH mit dem Auto über dieselben!!! Man wird es ab dem 21. September wieder erleben, denn dann beginnt die Jagdzeit, zumindest bis zum 31. 12., wenn nicht wie in vorherigen Jahren, die Jagdzeit bis Ende Januar, bzw. sogar Februar, verlängert wird, um den Abschuss auf weibliches Rotwild zu vollenden!!!

                • Forstwirtschaft

                  Wenn Unmengen gefällte Bäume liegen bleiben kann niemand sich „eine goldene Nase verdienen“, dies ist übrigens sehr schwer geworden beim heutigen Holzmarkt, selbst wenn man, wie bei der von Ihnen suggerierten Firma, von morgens 5 bis abends spät arbeitet. Und mit Pferden bekommt man das Holz zwar raus, ist aber schnell pleite. Wie sollen kleine Firmen arbeiten um eine Firma zu konkurrieren, die alle anderen Firmen platt machen will und die das absolute Monopol anstrebt.

    • DR ALBERN

      @ Forstwirtschaft, nach dem 2. Weltkrieg stand es jedem Bürger frei RAFF- und LESEHOLZ einzusammeln!!! Man durfte auch das Weidevieh in den Schneisen vom hohen Venn grasen lassen!!!. Das macht zwar heute keiner mehr, der Wohlstand des Bürgers betrachtet dies als überflüssig!!! Nach Aussage des unlängst verstorbenen Forstmeisters sind diese Gesetzte nie geändert worden, da es des gesamten Parlamentes dazu bedarf, was in Belgien praktisch unmöglich ist (KEINE EINIGUNG)!!!

      • Forstwirtschaft

        @Dr Albern: Artikel 50 des Forstgesetzes verbietet dies ganz klar. Direkt nach dem Krieg kann es durchaus sein, dass dies zugelassen wurde denn oben besagter Artikel hatte als Zusatz “ ohne Genehmigung des Eigentümers“.
        Forstangelegenheiten sind regionalisiert, da hat der Nationalstaat nicht zu sagen, das Wallonische Parlament hat schon mehrmals Artikel des FGB abgeändert.

  3. Joachim Wahl

    Zur Wahrheit dazu gehört aber auch, dass in Südeuropa es immer Waldbrände gegeben hat und es immer geben wird. Das ist Natur. Der Eukalyptusbaum trägt Samenkapseln, welche nur durch Brandhitze aufplatzen und sein Überleben sichern. Für die Klimasekte kommt die aktuelle Hitze natürlich wie gerufen. Dann tauchen überflüssigerweise Studien auf, die das auch noch verifizieren. Wie praktisch. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Bekämpfung von Waldbränden schändlichst vernachlässigt wurde. Spanien verfügt über 10 Spezialhubschrauber russischer Bauart, Kamow 32, welche allesamt seit 2022 am Boden stehen, da die EU-Saktionen gegen Russland keine Wartung und Ersatzteilbeschaffung zulassen. Weitere Gründe wie der Zustand der Wälder sind weiter oben bereits korrekt genannt worden. Ja, die Brände sind menschlich schwer zu ertragen, der Natur ist das völlig egal.

  4. Joseph Meyer

    @Brand
    Sie dürfen ruhig auch den Grund dafür angeben, nämlich weil es russische Löschhubschreiber sind.
    Es müssen möglicherweise also Menschen sterben oder ihr Haus verlieren wegen idiotischen und heuchlerischen politischen Bestimmungen, oft dann sogar noch wegen erbärmlichem, voraus eilendem Gehorsam von Funktionären?!
    Wann werden wir, die Vielen, endlich den Mut aufbringen und den Wenigen, die uns Alle manipulieren, die rote Karte zeigen?!

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

        Das schlimmste ist doch, dass mittlerweile jeder weltführende glaubt, zu machen können was er wolle.
        Und einer der Welt führenden wird jetzt dafür sorgen, dass niemand der Welt führenden dafür je bestraft werden kann.
        Er ist also die Rettung für den teils menschlichen Abschaum auf dieser Welt und seine eigene Rettung.
        ————————‐————————————————–
        US-Präsident Trump will den Internationalen Strafgerichtshof zerstören. Sein Außenminister Rubio kündigt die Zerschlagung an. Jetzt wird Druck auf Mitgliedstaaten ausgeübt, die Institution zu verlassen.

        Gelesen bei: Tagesspiegel plus

    • Politiker

      @Meyer
      Vielleicht erklären Sie mal warum man Russland aus der internationalen Gemeinschaft was den Flugverkehr und dessen Sicherheitsbestimmungen angeht ausgeschlossen hat? Weil Russland sich an keine Abmachungen (Leasingverträge) und Sicherheitsüberprüfungen von Flugzeugen und Ersatzteilen hält. Deshalb die Sanktionen gegen russische Flugzeuge, Flugzeugbauer und russische Luftfahrtunternehmen.

        • Politiker, Mungo, wenn man das in Wikipedia unter Aeroflot nachliest, liest man, dass die technischen Verbote für russische Luftfahrtunternehmen genau nach der Invasion der Ukraine eingeführt worden sind. Zufälle gibt’s.

          • Politiker

            Zum Beispiel:
            Das Flugzeugleasing in Russland ist seit den westlichen Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges tiefgreifend gestört, da Russland hunderte westliche Jets einbehielt und sich nun auf den heimischen Markt verlagert. Die Kernpunkte umfassen den Verbleib westlicher Maschinen, globale Rechtsstreitigkeiten sowie den Übergang zu russischen Modellen.Einbehaltung westlicher LeasingjetsBeschlagnahmung: Nach Ausbruch des Krieges forderten westliche Leasinggesellschaften die Rückgabe ihrer Flugzeuge, doch Moskau untersagte die Ausfuhr und wies die Fluglinien an, die Jets in Russland umzuflaggen.Eigentumsumwandlung: Rund 400 ausländische Passagiermaschinen im Wert von Milliarden verblieben im Land und wurden de facto nationalisiert. Ein Teil davon wurde später von russischen Versicherern oder Behörden bei westlichen Lessorn abgelöst.Folgen und juristische StreitigkeitenVersicherungsfälle: Internationale Leasingfirmen (wie AerCap) meldeten Rekordschäden bei ihren Versicherungen an, was zu langjährigen, komplexen Gerichtsverfahren vor internationalen Gerichten führte.Wartungsmangel: Da keine offiziellen Ersatzteile oder Wartungsdienste von Airbus und Boeing mehr nach Russland gelangen, leidet die Sicherheit und Verfügbarkeit der westlichen Flottenmodelle.

  5. Immer interessant zu lesen, wie effektiv Russland die Medien beeinflusst.

    Nach einem Bericht über die 20 Jahre alten Helikopter heisst es:
    „Ein weiteres Beispiel für die bittere Tragödie der europäischen Union, diese Organisation setzte eine Gruppe korrupter, diebischer, und, ehrlich gesagt, unintelligenter Individuen an die Spitze. Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und sie alle werden von Kajtja Kallas und Ursula von der Leyen regiert. Menschen, die es in keinem dieser Länder durch natürliche Auslese jemals über das spülen hinaus geschafft hätten.“ (qactus)

    WOW 😂😂

  6. Gerad van Oche

    Die Versuche hat es immer schon gegeben. Nur Blöd, wenn es Anfang Juni schon 45 Grad ist und kaum regnet. Dann funktioniert es bei jedem zweiten Mal. Unvorsicht, wird dann ebenfalls doppelt bestraft.

  7. Guido Scholzen

    Deutschlands bekanntester Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben über Waldbrände.

    Waldbrände: Das ist die wahre Ursache
    https://www.youtube.com/watch?v=c449rA703Dg

    „Brandstiftung, Zigaretten oder Blitzschlag gelten oft als Ursachen von Waldbränden. Doch Peter macht einen entscheidenden Unterschied: Das sind meist nur die Auslöser. Die eigentliche Gefahr entsteht dort, wo leicht brennbare Nadelbaum- und Eukalyptusplantagen auf ausgetrocknete Böden treffen.
    Auf seinem Rundgang durch einen alten Buchenwald zeigt Peter, warum naturnahe Laubwälder Wasser speichern, sich selbst kühlen und deutlich schwerer brennen. Außerdem geht es um Kahlschläge, Forstwirtschaft, Waldbrände in Kanada und Südeuropa sowie die Frage, wie unsere Landschaften künftig grüner, feuchter und kühler werden können.“

      • Forstwirtschaft

        @Dr Albern: der Plenterwald ist schon wirtschaftlich, aber der Weg dorthin ist lang. Inzwischen scheinen etliche Forstämter wieder Kahlschläge zu bevorzugen, eine Technik die vor nicht allzu langer Zeit verpönt wurde, und dies auch in sehr sehr jungen Beständen.

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