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Experten besorgt: RSV für Kinderkliniken ein Problem

Ein kranker kleiner Junge liegt auf dem Krankenbett und erhält eine Inhalationstherapie. Foto: Shutterstock

Überbelegte Zimmer, tagelanger Aufenthalt in Notaufnahmen, Verlegung kranker Babys in entfernte Krankenhäuser: Die akute Welle von RSV-Infektionen bringt Kinderkliniken in Probleme.

RSV steht für Respiratorische Synzytial-Virus (in Französisch Virus Respiratoire Syncytial, VRS). Das RSV ist ein weltweit verbreiteter Erreger von akuten Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege in jedem Lebensalter und einer der bedeutendsten Erreger von Atemwegsinfektionen bei Säuglingen, insbesondere Frühgeborenen und Kleinkindern.

Steven Van Gucht vom Institut für öffentliche Gesundheit Sciensano mahnt zur Vorsicht, da auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen des Coronavirus wieder ansteigen. Van Gucht erinnert an einige Vorsichtsmaßnahmen, u. a. die Besuche bei Familien mit Säuglingen eine Zeit lang zu verschieben, da sehr kleine Kinder den RSV-Virus oft einfangen.

Ein am Respiratorischen Synzytial-Virus (RS-Virus oder RSV) erkrankter Patient liegt auf der Kinderstation eines Hospitals in einem Krankenbett. Die Kinderkliniken haben aktuell große Schwierigkeiten, alle schwerstkranken kleinen Patienten zu versorgen. Foto: Marijan Murat/dpa

„Gute Gewohnheiten können jetzt einen großen Unterschied machen. Denken Sie daran, sich die Hände zu waschen, gut zu lüften, bei Krankheit zu Hause zu bleiben oder bei leichten Symptomen und in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz zu tragen und sich zu vergewissern, dass die Corona- und Grippeimpfung in Ordnung ist“, so Van Gucht. Auch die Zahl der Grippeinfektionen werde in den kommenden Wochen voraussichtlich steigen, was den Druck auf das Gesundheitssystem weiter erhöhe.

Experten sehen eine Gefahr für die Gesundheitssysteme und Bevölkerungen. Für gefährdete Gruppen sei es wichtig, sich gegen Influenza und Covid-19 impfen zu lassen und sich ie auch andere Menschen vor Infektionen zu schützen, hieß es in einem gemeinsamen Statement von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides, WHO-Regionaldirektor Hans Kluge und der Direktorin der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, Andrea Ammon.

Seit Oktober kämen in Europa immer mehr – vor allem ältere – Menschen mit Grippe in die Krankenhäuser, berichteten die Experten. Rund 20 Länder hätten eine steigende Anzahl von RSV-Fällen registriert.

Vor dem Hintergrund dieses Mixes aus verschiedenen Atemwegserkrankungen sei es schwierig vorauszusehen, wie sich die Lage in diesem Winter entwickeln könnte. Deshalb mahnten die Gesundheitsexperten an, Impfprogramme und Bereitschaftsmaßnahmen in den europäischen Ländern zu verstärken: „Wir können es nicht oft genug sagen: Impfungen retten Leben.“ (dpa/cre)

26 Antworten auf “Experten besorgt: RSV für Kinderkliniken ein Problem”

    • Meinen Sie den Schwurbelkram, der sich inzwischen zum großen Teil als bewiesen herausgestellt hat?
      Dann gehöre ich gerne zu denen, als als zu den Dummköpfen die nach wie vor nichts verstanden haben und es wohl auch nie werden.

  1. Krisenmanagement

    Schon wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Corona ist tod. Dann nimmt man halt eine andere Atemwegserkrankung. Nur warum werden diese Kinder so schwer krank? Das fragt keiner in diesem Artikel. Kann es sein, dass die Mütter schon ein schlechtes Immunsystem haben? Kinder werden in ihren ersten Lebensmonaten häufig geimpft. Da mein Vertrauen in die moderne Medizin im Keller ist, frage ich mich, ob es nicht vielleicht eine künstlich produzierte Immunschwäche der Kinder ist? Warum stellen diese ganz normalen Krankheitswellen im Gesundheitswesen ein Problem dar? Was hat die Politik in den letzten 3 Jahren getan? Schauen wir uns Antios Antoniades an? Bei jedem kleinen Problem weisst dieser Darsteller jede Verantwortung von sich. Dan. Frank Vandenbroucke: Jeder der nicht brav ist bekommt die Genehmigung entzogen zu praktizieren. Auf wissenschaftlichen Diskurs pfeift man. Hauptsache die Pharmalobby funktioniert.

    • „Kann es sein, dass die Mütter schon ein schlechtes Immunsystem haben?“ So wird es sein! In den USA wird hier und da die Vermutung geäußert, dass insbesondere Kinder von Müttern betroffen sind, die blaue Wollpullover tragen und in der Schwangerschaft beim Kochen die Suppe links herum statt rechts herum gerührt haben. Noch auffälliger ist die Lage, wenn die Väter ein Elektroauto fahren. Diese moderne Welt ist absolut schädlich für die Menschheit!

  2. Wie aus diesem und ähnlichen Artikeln zu diesem Thema ersichtlich, handelt es sich bei den kleinen Patienten um größtenteils Säuglinge, womit die gängige Theorie, dass das Problem daher rührt, dass die betroffenen Kinder über die letzten 3 Jahre wegen des Maskentragens nicht mehr mit „Erregern“ in Kontakt gekommen seien, widerlegt ist. Interessant wäre wohl eher zu untersuchen, ob die Mütter der betroffenen Kinder sich während der Schwangerschaft gegen C-19 haben impfen lassen. Ach so…nein, Quatsch, ich sehe gerade „Impfungen retten Leben“, sagen „Experten“…dann kann es damit also doch nichts zu tun haben…

    • Christoph J.

      @M.D.was für ein Bullshit mit der Impfung in der Schwangerschaft. Das Problem an der Aktuellen Situation liegt nicht an den Säuglinge, wie Sie sagten, sondern an den Erwachsenen und Kinder, die die letzten Jahre durch die Pandemie durch das Maske tragen mit weniger Krankheitserreger in Kontakt kamen. Aktuell hört man von vielen, das diese häufiger erkältet sind als vor der Pandemie. Somit werden auch viel mehr Erwachsene das Virus verbreiten als vor der Pandemie, selbst wenn die meisten vielleicht nur ein kratzen im Hals verspüren. Durch die generell erhöhte Verbreitung des RSV Virus bei Erwachsenen und Kinder sind deshalb auch mehr Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Prozentual sind vielleicht die gleiche Anzahl an Babys betroffen, die ins Krankenhaus müssen. Da es aber Insgesamt mehr betroffen sind, ist auch die Auslastung in den Krankenhäuser höher.
      Aktuell sind die Kinderstationen in Malmedy, Verviers und Lüttich teilweise schon komplett überlastet. Bevor jetzt jemand schreibt, der hat ja keine Ahnung, meine Tochter liegt im Krankenhaus mit einer Bronchitis. (Und meine Frau hat sich nicht vor und während der Schwangerschaft impfen lassen.)

      Eine generelle Maskenpflicht, Lockdown,… ist meiner Meinung nicht ratsam. Dies würde das Problem auf nächste Jahr hinauszuzögern. Der gesunde Menschenverstand sollte reichen. Wenn man sich krank fühlt sollte man zu Hause bleiben und keine Familie mit Baby Besuchen.

      • Besorgte Mutter

        @Christophe J., ich bin da schon deutlich eher der Meinung von @MD.
        Nur ich gehe da deutlich weiter in meiner Forderung nach einer Untersuche zu einem Zusammenhang mit der Covid-Impfung als @MD. Ich verlange eine Untersuchung dahingehend, ob es einen Unterschied zwischen Kindern von generell geimpften Müttern und Vätern und nicht geimpften Müttern und Vätern gibt. Auch soll das Ganze dahingehend untersucht werden, wie es bei Kindern aussieht wo nur ein Elternteil geimpft wurde.
        Zwei Dinge machen mich stutzig, das ist einerseits das auffällige Schweigen der Impfbefürworter, die nicht nur in diesem Fall hier mittlerweile das Schweigen bevorzugen. Zweitens ist es der zeitliche Zusammenhang nach dem Impfwahn.
        Ich bin richtig glücklich darüber, dass wir uns in meiner Familie darüber einig waren, diese „Impfeinladungen“ direkt ins AltpIer oder besser noch in den Ofen zu schmeißen.

        • @Besorgte Mutter

          Ich finde es läuft ganz gut für uns Schwurbler, Aluhutträger, Querdenker, Verschwörungstheoretiker, Rechte und wie man uns sonst noch genannt hat.

          DIe geimpften die andere für sich haben denken und handeln lassen, ohne selbst darüber nachzudenken was sie sich da spritzen lassen und jetzt Impfschäden haben, werden jetzt genau von den Leuten nicht ernst genommen, die die Impfung hochgepriesen haben, wie auch, dann müssten jene ja zugeben das es von Anfang an ein Experiment war und sie sich geirrt haben.
          Laborratten haben keine Wahl, die müssen ob sie wollen oder nicht für Tierversuche herhalten, die Geimpften hingegen hatten diese Wahl immer sich nicht impfen zu lassen, haben aber einen Vertrag unterschrieben, alleine diese Tatsache hätte vielen zu denken geben müssen, Ein Vertrag ist immer dazu da sich abzusichern im Falle eines Falles, leider ist es für viele daneben gegangen, aber ich muss sagen das sich mein Mitleid sehr in Grenzen hält, die Kollateralschäden die durch dieses Experiment entstanden sind haben wir ohnehin alle zu tragen.
          Wenn sich herausstellen sollte, das es einen Zusammenhang mit der Impfung und dem RSV Virus gibt wäre dies die nächste Katastrophe, und meines Erachtens ist die Zeit schon lange überfällig wo die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

  3. Robin Wood

    Vielleicht liegt es einfach daran, dass sich wede Kinder noch Eltern die letzten drei Jahre normalen Erkältungs-Erregern und sonstigen normalen Viren aufgrund der Maskenpflicht aussetzen und so ihr Immunsystem trainieren konnten?
    In Deutschland liegen sehr viele Kinder (über dem normalen Durchschnitt) im Krankenhaus mit Bronchitis oder anderen Erkältungskrankheiten.

      • Robin Wood

        Ich bin seit gut 5 Jahren – ausser einem Schnupfen und mal ein bisschen Halskratzen – immer gesund gewesen, auch Corona mit mich verschont. Ich bin oft draussen, bei Wind und Wetter, nehme regelmässig Obst und Gemüse zu mir, dazu in der kalten Winterzeit Zink, Vitamin D und C. Hat mir der Arzt empfohlen. Ob er diesen Tipp aus einer Telegram-Gruppe hat, kann ich Ihnen nicht sagen… ;-)

        • Alles das, Herr Wood, mach‘ ich auch und bin meistens gesund. Ob man daraus Allgemeingültigkeit ableiten kann, weiß ich nicht so recht. Königin Elisabeth hat jeden Tag Gin getrunken, Helmut Schmidt ein paar Schachteln Menthol-Zigaretten konsumiert, beide sind ziemlich alt geworden. Aber…..

  4. Gegen RSV gab es mal einen Todimpfstoff. Allerdings mit teils tödlichen Nebenwirkungen. Hat man damals nicht mehr genehmigt. Allerdings waren Erkrankungen durch diesen Virus auch nicht über die Maßen gefährlich.
    Verstehe diese Panikmache jetzt auch nicht so recht. Liegt wohl u.a. daran das unsere Gesundheitssysteme kaputt gespart sind.

    • @Mungo, das, was Sie „Panikmache“ nennen, liegt effektiv effektiv an der raschen Überlastung des Gesundheitswesens- bzw. Krankenhaussystems. Jedes belegte Bett blockiert die nächste Patientenaufnahme.
      Bei einer guten Bekannten wurde eine Krebsoperation über ein Jahr immer wieder verschoben, weil die Betten mit Covid Patienten belegt waren. Unzählige Abteilungen sind weiterhin abgeriegelt, um zu versuchen, jegliche Ansteckung zu verhindern.
      Es wird noch lange dauern, bevor sich wieder -wenn überhaupt- eine gewissen Normalität einstellt.

  5. Peter Müller

    5/11 Das glaube ich nicht. Das Problem ist, dass es kein Personal, oder wegen den abgebauten Bettenzahl ist. dann sollte man ein anderes Krankenhaus aufsuchen, die diese Probleme nicht haben.

  6. @ Peter
    ….dann sollte man ein anderes Krankenhaus aufsuchen, die diese Probleme nicht haben…..
    Schon mal mit einem Säugling oder Kleinkind zwischen ein und zwei Jahren , mit hohem Fieber und Luftnot zig Kilometer durch die Gegend gefahren, um ein freies Bett in einem Krankenhaus zu finden? Sie haben ja tatsächlich ein sonniges Gemüt!

  7. Peter Müller

    Liebe Heidi. Es ging mir um die Krebsoperation. Ich glaube nicht, dass ein Krankenhaus ein Kleinkind mit diesen Anzeichen nicht behandelt.. Das wâre unterlassene Hilfeleistung. Was glauben Sie, wo wir sind.

  8. @ Peter
    Wenn Eltern über 100 km weit fahren müssen, um ein Bett für ihr krankes Kind zu bekommen, so sind wir zB im Nachbarland Deutschland, somitmitten im reichen Westeuropa!
    Zwar sind die Betten an sich vorhanden, einzig die Pflegefachkräfte fehlen! Und Kinder, vor allem Säuglinge und Kleinkinder können, sofern sie spezialisierte Pflege brauchen, nicht von irgendeiner Pflegekraft versorgt werden, sondern von spezialisierten Pflegepersonal .

    • In Deutschland ist das eine Problem die Privatisierung von Krankenhäusern, es geht mehr um Rendite als um Gesundheit, immer mehr Kliniken sind in privater Trägerschaft. Das zweite Problem ist die Fallpauschale, d. h. es wird nach Krankheitstyp und nicht nach tatsächlichem Aufwand bezahlt, was zur Folge hat, dass sich die zeitaufwändige Kinderheilkunde weniger „lohnt“, weniger Rendite bringt. Krankenhäuser haben die entsprechenden Abteilungen geschlossen oder ausgedünnt. Auch die Ausbildung von Pflegekräften für die Kinderheilkunde ist auf dem Rückzug. Die Kinderärzte haben schon vor zwei Jahren Alarm gegeben. Die Kapazitäten sind jetzt also weder unerwartet noch zufällig knapp, dazu kommt der allgemeine Pflegekräftemangel. Das sind die Hauptursachen der derzeitigen Misere.

      • Die Hauptursache ist die verfehlte Politik. Was wurde in den letzten Jahren getan um mehr Pfleger zu finden? Die Probleme sind hinreichend bekannt. Und als Kirsche auf dem Kuchen kommt der Corona-Fetischismus hinzu. Jetzt stellt man langsam wieder fest dass es auch noch andere Krankheiten als Corona gibt, und schon läuft wieder nichts mehr. Pflegemangel und Fachkräftemangel. Das ist alles selbst verschuldet. Aber so lange die Kinder Freitags für das Klima kämpfen wird alles gut.

  9. Es läuft doch immer auf die gleiche Situation hinaus, ob bei Covid oder jetzt bei RSV : kein oder ungenügend vorhandenes Pflegepersonal!
    Wer da glaubt, dass die in den vergangenen zwei Jahren weggegangenen Pflegekräfte ersetzt werden konnten, der glaubt auch an das Christkind.
    Mit Betten können wir uns zu schmeißen, steht nur keiner da, welcher die Kleinen versorgt. Das gilt im übrigen auch für Erwachsene, ob nun Krebs oder andere Patienten

  10. Peter Müller

    Daran sehen wir Heike ,wo wir leben. Das Schlarafenland ist vorbei. Was einmal von unseren Eltern aufgebaut wurde, dass wir alle ein gutes und zufriedenes Leben führen können ist vorbei. Politiker bringen uns wieder dahin wo wir 1950 waren. Alles wird gekürzt oder weg rationalisiert. Das Geld für alles wâre da,, aber es wird anderweitig verwendet. Geld fliesst in einen Krieg, wo wir eigendlich nichts mit zu tun haben. Die Menschen die zu uns kommen, ob ungewollt oder gewollt wollen versorgt sein., ohne Gegenleistung !!
    Unsere Kinder drehen auch am Rad, weil sie meinen, die Welt geht unter, und müssten sie retten. Das alles führt dazu, dass wir mit grossen Schritten wieder in die Steinzeit zurück versetzt werden.

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