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1:2-Niederlage in Lüttich und Eisden gewinnt gegen Francs Borains: AS Eupen zu Recht nicht in den Top 6

Eupens Mark Muller (l) und Lüttichs Kays Ruiz (r) kämpfen um den Ball. Foto: Belga

Die AS Eupen wird nicht die Aufstiegsrunde bestreiten. Die Schwarz-Weißen verloren am Freitagabend beim FC Lüttich 1:2, während Patro Eisden gegen die Francs Borains ohne Mühe 4:0 gewann. Damit haben die Eupener die Top 6 verpasst – und mehr hatten sie auch nicht verdient.

Mit sechs Bussen hatten die Supporter der AS Eupen laut DAZN die kurze Strecke nach Rocourt zurückgelegt. Die Schwarz-Weißen mussten unbedingt gewinnen, aber selbst ein Sieg würde nicht reichen für die Top 6. Vielmehr mussten sie auch auf einen Ausrutscher von Konkurrent Patro Eisden gegen die abstiegsgefährdeten Francs Borains hoffen.

Für dieses entscheidende Spiel vertraute AS-Coach Bruno Pinheiro der gleichen Startelf wie beim 3:3 gegen Beerschot. Also erhielt Daniel Kasper den Vorzug vor Zakaria Atteri, der gegen seinen ehemaligen Verein erst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen musste.

Bertan Caliskan stand in der Anfangsformation der AS Eupen und bereitete das 0:1 vor. Foto: Belga

Die Anfangsformation der Gäste: Hiller – Zague, Paeshuyse, Plastun, Gavory – Keita, Müller, Barès, Caliskan, – Nuhu, Kasper.

Eupen suchte von Beginn an den Weg nach vorne. Derweil lag Eisden schon seit der 1. Minute durch ein Tor des Ex-Eupeners Peeters gegen Francs Borains mit 1:0 in Führung. In der 11. Minute fiel Barès zu Boden. War er von Ruiz tätlich angegriffen worden? Der Schiedsrichter ließ weiterspielen.

Inzwischen hatten die Gastgeber das Spiel in die Hand genommen und tauchten einige Male gefährlich vor AS-Schlussmann Hiller auf. In der 18. Minute waren es aber die Gäste, die in Führung gingen durch Zague. Nachdem Bustin ausgerutscht war, kam Caliskan an den Ball und bediente Zague, der mit einem platzierten Schuss Torhüter André das Nachsehen gab.

In der 35. Minute konnte Müller einen schnellen Gegenangriff der AS nur halbherzig abschließen. Daraus hätte man mehr machen können. In der 27. Minute entschärfte auf der Gegenseite Hiller eine gefährliche Flanke von Ruiz, die sich als Torschuss entpuppte.

Gescheitert: AS-Trainer Bruno Pinheiro. Foto: Shutterstock

In der 31. Minute fiel der Ausgleich. Nach einem pefekt ausgeführten Freistoß von Wasinski köpfte Bustin, der den Eupener Führungstreffer verschuldet hatte, den Ball ins Tor von Hiller, 1:1.

Kurz nach dem Ausgleich musste Barès verletzt vom Platz. Für den Schweizer kam Busquets. In der 41. Minute sah Lefebvre wegen einer Schwalbe im Eupener Strafraum die Gelbe Karte. Für  den Lütticher war dies die fünfte Gelbe Karte, weshalb er für das erste Playoffspiel der „Sang & Marine“ gesperrt ist.

In der 43. Minute gab es Applaus. Zunächst wusste man nicht so recht weshalb, aber dann erschien auf der Anzeigetafel die Info, dass auf diese Weise eines Spielers von Pontisse gedacht werden soll, der in einem Spiel gegen Fléron einen Herzstillstand erlitten hatte.

In der Nachspielzeit hatte Caliskan noch eine Torchance. Das war’s dann auch. 1:1 zur Pause. Und in Eisden führte Patro nach wie vor 1:0. Damit war keine der beiden Bedingungen für ein Erreichen der Top 6 für die Gäste nicht erfüllt.

Eupens Stürmer Zakaria Atteri wurde gegen seinen Ex-Verein erst zum Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt. Foto: Belga

Zum Beginn der zweiten Halbzeit brachte AS-Coach Pinheiro den Ex-Lütticher Atteri für Kasper. In der 51. Minute hatte Lefebvre nach einem Ballverlust von Keita die Chance, die Gastgeber erstmals in Führung zu bringen, was aber nicht gelang.

In der 54. Minute schien das Schicksal der AS jedoch besiegelt, denn im Parallelspiel gelang Patro Eisden gegen Francs Borains das 2:0. Das bedeutete, dass Eupen selbst im Fall eines Sieges den Sprung in die Top 6 nicht schaffen würde.

In der 57. Minute verpasste Ruiz das 2:1 für Lüttich und Atteri in der 61. Minute die erneute Führung für Eupen. In der 68. Minute waren auch der eingewechselte Delaurier-Chaubet und kurz danach Plastun dem 2:1 für die Gäste nahe.

Bei der AS Eupen musste Plastun vom Platz. Für ihn kam Kennedy. Inzwischen führte Eisden sogar 4:0 gegen Francs Borains. Und in der 78. Minute gelang D’Ostillo das 2:1 für den FC Lüttich. Damit war der Käse definitiv gegessen. Die AS Eupen hat damit ihr Ziel Top 6 nicht erreicht und nimmt zu Recht nicht an den Promotion Playoffs teil. (cre)

3 Antworten auf “1:2-Niederlage in Lüttich und Eisden gewinnt gegen Francs Borains: AS Eupen zu Recht nicht in den Top 6”

  1. Ja, das Spiel bildete die gesamte Saison irgendwo ab. Das System Pinheiro hat nicht funktioniert und verdient meiner Meinung nach auch keine Verlängerung. Ich hätte den alten Trainer nicht für ihn getauscht. Aspire ist nun endgültig Geschichte und QSI kann zeigen, was es besser machen kann. Wir dürfen gespannt sein, wie die AS im August aussehen wird. Es kann nur besser werden, eigentlich…

  2. Absolut verdient NICHT in den Top 6!

    Man hat die Saison schon einige Male verspielt, als man nicht bis zum Schluss eine Führung halten konnte – Unvermögen, seltsame Trainerentscheidungen und am Ende auch das nötige, fehlende Glück war nicht auf Seiten der AS Eupen.

    Immerhin hat man jetzt Sicherheit – neue Saison vernünftig vorbereiten, alles komplett in Frage stellen und dann hoffentlich aufsteigen!

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