In eigener Sache

Merkel zu Gast bei Erdogan [Alles nur Satire]

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Zum ersten Mal seit dem vereitelten Putschversuch in der Türkei hat sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dort mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen.

Merkel mahnte die Einhaltung der Meinungsfreiheit und Gewaltenteilung an. „Opposition gehört zu einer Demokratie dazu“, sagte die deutsche Regierungschefin nach einem zweieinhalbstündigen Gespräch mit Erdogan in Ankara.

Sie habe mit Erdogan auch ausführlich über die Pressefreiheit gesprochen, sagte sie. Ein weiteres heikles Thema: Die geplante Verfassungsreform, wonach in der Türkei ab 2019 ein Präsidialsystem eingeführt werden soll – wenn das Referendum dazu im April positiv ausfällt.

Flüchtlingskinder an der türkisch-syrischen Grenze. Foto: Shutterstock

Erdogan verteidigte die Pläne seiner Regierung: Von einer Aufhebung der Gewaltenteilung, wie von der Opposition befürchtet, könne kein Rede sein, sagte er.

Es ist bereits die fünfte Türkeireise Merkels innerhalb von eineinhalb Jahren. Der deutschen Kanzlerin ist vor allem daran gelegen, dass sich Erdogan an den vereinbarten Flüchtlingsdeal mit der EU hält.

Die Türkei hat bei dem im März 2016 vereinbarten Abkommen mit der EU zugesagt, Flüchtlinge von den griechischen Inseln zurückzunehmen. Im Gegenzug versprach Brüssel der Türkei Milliardenhilfen. Außerdem stellte die EU Ankara Visumfreiheit in Aussicht. Voraussetzung dafür ist aber die Erfüllung von 72 Vorbedingungen, darunter eine Änderung der Anti-Terror-Gesetze. (cre/spiegel.de)

  1. Mischutka

    Das Merkel fuhr zum Erdogan
    begann auch gleich zu betteln an
    „In Deutschland ist bald Karneval
    mit sexy-Frauen überall.
    Wenn du Erdi mein Begleiter bist
    Wohl jeder Mann dann neidisch ist.
    Komm mit und zieh dich närrisch an
    Sonst machen mich noch andere Männer an…
    Sei brav und fang nicht an zu motzen
    wenn man uns sieht und müssen …. (freuen sich). “

    Wolfgang Mischutka Goethe. (☺).

  2. Marcel Scholzen

    Solange die EU aufgrund des Flüchtlungsdeals bezahlt, akzeptiert Erdogan auch Kritik. Er braucht ja jeden Euro. Denn der türkischen Wirtschaft geht es nicht gut. Die Anzahl Touristen ist stark zurück gegangen wegen der vielen Attentate und des versuchten Putsches. Auch der Wert der türkischen Währung, der Lira, ist stark gesunken.

  3. Ekel Alfred

    @ naja, der Erdogan kann viel Geld verlangen….gibt man es ihm nicht, öffnet er die Grenzen….sind Sie weiterhin der Überzeugung, Erdogan habe nicht mehr viel zu bieten?….

    • @ Alfred

      Für die Türkei ist die EU tatsächlich nach der Machtergreifung durch Sultan Erdogan weniger attraktiv geworden.
      Andererseits hat ein Land das zu 80% in Asien liegt auch nichts in der EU verloren.
      Erdogan ist aber auf der anderen Seite auf die Entwicklungshilfe durch die EU und auf die Einnahmen durch den Tourismus angewiesen. Wenn die wegbleiben bekommt er wirtschaftlich schwerwiegende Probleme.
      Wenn dann noch die Zahlungen von in der EU lebenden Türken eingefroren werden gehen in Istambul die Lichter aus.
      Sobald Brüssel das kapiert wird Sultan Erdogan wieder auf Normalmass reduziert und es kann ernsthaft über die Probleme im Zusammenleben mit der Türkei gesprochen werden.

            • Ja, darauf wird es wohl hinauslaufen (müssen). Ob einem Kerneuropa-Vertrag der Zerfall der bisherigen EU vorausgehen muss, ist mir allerdings noch nicht klar. Ein wirklich handlungsfähiger, solidarischer Staatenbund mit Verfassung, entscheidungsfähigem Parlament und Mehrheitsentscheidungen wäre jedenfalls etwas ganz anderes als das, was uns bisher serviert wurde. Vor allem bräuchten wir dafür auch europäisch berichtende Medien. Neulich gab es einen Tag, an dem ich gelesen hatte, die Arbeitslosigkeit in der EU sei so niedrig wie seit Jahren nicht mehr und dann hörte im deutschen Fernsehen die Meldung, „die Arbeitslosigkeit“ sei gestiegen. Natürlich nur in Deutschland, aber man hatte es nicht nötig, das überhaupt zu erwähnen. Das heißt, jeder denkt nur in seinen nationalen Grenzen. Dass wir in Europa im selben Boot sitzen, wird so nicht empfunden.

            • @EdiG:
              1. Zypern ist kulturell nicht einheitlich, sondern teils griechisch, teils türkisch.

              2. Was Malta angeht: Die maltesische Sprache ist letzten Endes ein Dialekt des Arabischen aus der Zeit der maghrebinischen Herrschaft 870–1090. Aber Sie haben schon recht, danach haben sich jede Menge Europäer die Inseln einverleibt: Normannen, Deutsche, Franzosen, Spanier, Italiener, Briten.

              3. Vielleicht gelingt es Ihnen ja demnächst, nicht glasklar mit kontinentaler Zugehörigkeit zu argumentieren („Land das zu 80% in Asien liegt“), wenn Sie in Ihrer späteren Stellungnahme kulturelle Eigenarten gemeint haben wollen.

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