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Israelischer Topclub ändert zu Ehren von Donald Trump seinen Namen

Fans von Beitar Jerusalem am 6. Juli 2017 bei einem Auswärtsspiel ihres Vereins in der Europa League in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Foto: Shutterstock

In vielen Teilen der Welt wird Donald Trump regelrecht geächtet, in Israel jedoch – und speziell in Jerusalem – darf sich der amerikanische Präsident über eine immer größere Fan-Gemeinde freuen. Jetzt will sogar ein Fußball-Topclub zu Ehren von Trump seinen Namen ändern.

Als Dank für die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch Donald Trump will sich der Erstligist Beitar Jerusalem umbenennen in „Beitar Trump Jerusalem“. Dies teilte der Club am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit.

Von den einen gehasst, von anderen verehrt: US-Präsident Donald Trump. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa

“70 Jahre hat Jerusalem auf internationale Anerkennung gewartet“, hieß es in der Stellungnahme. Trump habe einen mutigen Schritt unternommen und Jerusalem als „ewige Hauptstadt des Volkes Israel anerkannt“. Andere Länder folgten nun seinem Beispiel.

Trump habe „echte Liebe für das israelische Volk und seine Hauptstadt“ bewiesen. Daher freue sich der Fußballclub, „eines der prominentesten Symbole der Stadt, den Präsidenten für seine Liebe und Unterstützung mit einer eigenen Geste zu ehren“.

Besitzer Eli Tabib und Manager Eli Ohana hätten beschlossen, „dem Club den Namen des amerikanischen Präsidenten hinzuzufügen, der Geschichte gemacht hat“, hieß es in der Stellungnahme. „Wir haben die größte Liebe für den Präsidenten, und sie wird siegen.“

14.05.2018, Jerusalem: Ivanka Trump, Tochter des US Präsidenten, spricht neben US-Finanzminister Steven Mnuchin (l) bei der Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem. Foto: Ilia Yefimovich/dpa

Beitar wurde sechsmal israelischer Meister und spielt regelmäßig in der Qualifikation zur Europa League (in der Saison 2015-2016 gegen Sporting Charleroi). Beitar spielt im Teddy-Kollek-Stadion. Das 32.700 Zuschauer fassende Stadion ist wegen der hitzigen Stimmung unter dem Spitznamen „Gehinnom“ (Hölle) bekannt.

Der Topclub gilt als sehr rechts. Seine Fans haben immer wieder mit rassistischen Ausfällen vor allem gegen Araber Empörung ausgelöst. Israels Fußballverband hatte in der Vergangenheit betont, man gehe gegen solche Vorfälle vor.

In einem historischen Alleingang hatte Trump im Dezember Israel als Hauptstadt Israels anerkannt. Daraufhin kam es zu schweren Unruhen in den Palästinensergebieten.

14.05.2018, Palästinensische Autonomiegebiete, Bethlehem: Palästinenser liefern sich Auseinandersetzungen mit israelischen Truppen nach einem Protest gegen die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem. Foto: Majdi Mohammed/AP/dpa

Die Palästinenser beanspruchen den 1967 von Israel eroberten Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates. Israel beansprucht hingegen die ganze Stadt als seine „ewige, unteilbare Hauptstadt“. Trump hat allerdings betont, der künftige Grenzverlauf müsse in Verhandlungen beider Seiten geklärt werden.

Israel will bereits einen Platz nahe der neuen US-Botschaft in Jerusalem nach Trump benennen. Außerdem soll eine Haltestelle in Jerusalem den Namen des US-Präsidenten erhalten.

Die international umstrittene Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat am Montag massive Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der israelischen Armee mit Dutzenden Toten ausgelöst.

Im Gazastreifen wurden bei Protesten am Grenzzaun mindestens 58 Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen, rund 2.800 Menschen wurden verletzt. Der UN-Sicherheitsrat will am Dienstag über die Lage beraten. Eine unabhängige Untersuchung haben die USA bei den Vereinten Nationen vorerst abgewehrt. (dpa)

  1. Abgesehen davon, dass ich den egomanen und von Feinddenken getriebenen “Grab her by the pussy”-Trump nicht ausstehen kann, würde ich ja nie irgendetwas nach einer noch lebenden Person benennen. Solange sie noch leben können sich auch vermeintliche Vorbilder und Idole wie zum Beispiel Uli Hoeneß als asozial entpuppen. Mal sehen, was bei DJ Trump noch alles ans Tageslicht kommt.

      • Ich war nicht deutlich genug und habe nur geschrieben, dass Leute wie Uli Hoeneß sich als asozial entpuppen können. Ich möchte richtigstellen: Herr Hoeneß hat asozial gehandelt, indem er der Gesellschaft betrügerisch Steuern in zweistelliger Millionenhöhe vorenthielt.

        • Wieder falsch. Das Spekulieren an der Börse ist asozial, hier wird nicht gearbeitet, etwas geschaffen, sondern abgesahnt. Von diesem unredlichen, künstlich erzeugtem Geld will der Staat noch seinen Teil abhaben; das ist der eigentliche Skandal.

    • @ Lionne

      Was soll’s? Barfuß Jerusalem heisst jetzt „Jerusalemer Füchse“. Wenn der Namensgeber dafür ein paar Dollar rüberschickt hat es sich doch gelohnt. Die paar Toten, 16 seit der Eröffnung der US Botschaft in Jerusalem, sollten uns das schon wert sein.

        • @ nmm

          Ein bisschen Geschichtsunterricht könnte Ihnen nicht schaden. Jerusalem gehörte den Palästinensern bis die Engländer auf die glorreiche Idee kamen es den Israelis zu schenken. Am 15.Mai 1948 begannen die Israelis damit die Palästinenser aus ihren Häusern zu vertreiben.

    • Ostbelgien Direkt

      Hallo Jockel, in der Tat gab es den israelischen Nationalspieler Eli Ohana, der am 11. Mai 1988 – letzten Freitag vor genau 30 Jahren – mit dem KV Mechelen Europapokalsieger wurde. Ohana bereitete sogar den Siegtreffer von Piet De Boer zum 1:0 gegen Ajax Amsterdam vor. Ohana spielte sowohl vor als auch nach seiner Zeit beim KV Mechelen für Beitar Jerusalem. Ob es sich beim Ex-Mechelener und dem heutigen Manager von Beitar Jerusalem um dieselbe Person handelt, ist wahrscheinlich, müsste aber noch belegt werden. Gruß

    • Man erkennt den Antisemiten daran, dass er den Juden die elementarsten Rechte, die für jeden selbstverständlich sind, abspricht. Wenn Israel angegriffen wird und sich selbstverständlich verteidigt, dann sieht der Antisemit in den Verteidigern die Täter und in den Angreifern die Opfer. Ekelhaft.

      • @ nmm

        Wieder ein dummer Kommentar. Kritik an der Politik und den Politikern Israels ist kein Antisemitismus. Hier wird nicht gegen das Judentum gehetzt sondern der israelische Staatserrorismus kritisiert, Israel betreibt eine Annektions- und Siedlungspolitik zu Lasten der Palästinenser,

  2. @nmm
    „Jerusalem hat immer den Juden gehört, seit 3000 Jahren. Die Araber sind als Eroberer gekommen, denen gehört da nichts.“

    Aha, schon wieder was gelernt.

    Dann ist folgender Satz wohl genauso wahr:

    „Amerika hat immer den dortigen Ureinwohnern gehört, seit mindestens 10.000 Jahren. Die weißen Europäer sind als Eroberer gekommen. Denen gehört da nichts.“

    Nun hat das jüdische Volk allerdings eine Schenkungsurkunde, die unumstößlicher nicht sein könnte: Jahwe selbst hat doch Abraham dieses Land einst geschenkt. Einen Haken hatte die Sache allerdings damals auch schon: dieses „Gelobte Land“ war nicht menschenleer, sondern musste, wie die Bibel sehr anschaulich beschreibt, durch blutige Kriege erobert werden und gehörte also vorher schon jemand anderem.

    „Eine Schenkung auf Kosten Dritter“ nennt man das, juristisch völlig unwirksam…

    Aber jeder dreht sich die Lage so, wie es ihm in den Kram passt.

      • @ nmm

        Lesen Sie einfach einmal nach wann diese „Eroberungen“ stattgefunden haben. Die Muslime haben diese Region im 13. Jahrhunder von den Christen zurückerobert und 800 Jahre verwaltet. Der Staat Israel wie wir ihn heute kennen war ein „Geschenk“ der Engländer um vor den Bomben vom Mossad le Alija Bet ruhe zu haben. (Der übrigens nichts zu tun hat mit dem heutigen Geheimdienst Mossad.)
        Ich habe auch eine Frage, wenn die Engländer den Israelis schon ein Stück Land schenken das ihnen nicht gehört, warum schenken sie denen dann nicht die Schweiz? Der Schweizer neigt weder zum Bombenbauen noch zu Intifada oder Dschihad,

        • “ Die Muslime haben diese Region im 13. Jahrhunder von den Christen zurückerobert“

          Allein dieser Satz zeigt, was für ein durch und durch verlogener Charakter dieser edig ist.
          Damit wird suggeriert, dieses Gebiet wäre ursprünglich muslimisch gewesen. Dass dort schon Juden und Christen lebten, bevor der Islam überhaupt entstand, erwähnt er nicht.

          „Ich habe auch eine Frage, wenn die Engländer den Israelis schon ein Stück Land schenken das ihnen nicht gehört, warum schenken sie denen dann nicht die Schweiz?“

          In der Beziehung teile ich die Meinung von Broder, der meinte man hätte Israel in Schleswig-Holstein gründen sollen. Schließlich sind die Deutschen die Hauptverbrecher gegen die Juden.

          • @ nmm

            Broder ist genauso ein Hetzer wie Sie. Wenn Sie ein bisschen Geschichtskenntnsse hätten müssten Sie nicht so einen Unsinn schreiben.
            Lesen Sie mal die Geschiichte der Diaspora. Das das Christentum und der Islam ihre Wurzeln im Judentum haben wissen Sie wahrscheinlich genausowenig wie das die Urchristen von den Juden verfolgt wurden. Das der Staat Israel, auch wenn ein paar fanatische Zionisten den Eindruck erwecken wollen, kein Gottesstaat ist sollte selbst ein geistiger Fußgänger wie Sie inzwischhen begriffen haben.

              • @ nmm

                Lächerlich sind Ihre Einwürfe. In der Sache können Sie mir zwar widersprechen es fehlen Ihnen aber schlüssige Argumente um Ihrem Widerspruch Substanz zu verleihen. Wo bleibt der Nachweis das ich etwas falsches schreibe?

                • „Das Weglassen der anderen Hälfte der Wahrheit ist die schlimmste Form der Lüge!“

                  Das ist von Platon, gut den kennen Sie nicht.

                  Dass Sie zu den schlimmsten Lügnern zählen, zeigt:

                  „Die Muslime haben diese Region im 13. Jahrhunder(sic!) von den Christen zurückerobert“

                  Das schrieben Sie, um den falschen Eindruck zu erwecken, diese Gebiete wären ursprünglich muslimisch gewesen. Damit sind Sie ein Lügner.

                  • @ nmm

                    Nochmal meine Beiträge Wort für Wort lesen. Danach kurz innehalten, nachdenken (wenn möglich) und sich an den Geschichtsunterricht erinnern.
                    ( 13. Jahrhundert, also der Zeitraum von 1201 – 1299) Im Jahre 1291 belagerten die Mamluken Akkon. Der Fall der Festung war das endgültige Ende des „Königreichs Jerusalem“.
                    Jerusalem selbst fiel bereits 1244 in die Hände der Muslime.
                    Im Jahre 135 unserer Zeitrechnung wurden die Juden durch Kaiser Hadrian aus Israel vertrieben und in alle Winde zerstreut.
                    In der Zeit von 135 bis 1948 lebte ein buntes Völkergemisch in der Region, Römer, eine jüdische Minerheit die nicht das Land verlassen hat und Ur – Christen. Später kamen arabische Nomaden hinzu. Diese stellten bald die Mehrzahl der Bewohner und schlossen sich nach Aufkommen des Islam dieser Glaubensrichtung an.
                    Wenn Ihnen das bislang nicht bekannt war sollten Sie vorsichtig mit der bezeichnung Lügner sein, Sie könnten sonst leicht als Dummkopf dastehen.

                    • Sie haben lediglich das geschrieben:

                      „Die Muslime haben diese Region im 13. Jahrhunder von den Christen zurückerobert und 800 Jahre verwaltet.“

                      Den anderen Teil haben Sie jetzt nachgeschoben.
                      Wobei auch wiederum falsch ist, dass das Gebiet durch Hadrian judenfrei wurde. Es wurden zwar viele Juden getötet, dennoch blieb das Gebiet durchgehend jüdisch besiedelt, wobei die Christen jedoch in den folgenden Jahrhunderten zunehmend dominierten. Das alles Jahrhunderte vor der Erfindung des Islams durch einen Mohammed.

                      Heute ist sicher nicht Ihr Tag, weil Ihr Volksgenosse und Bruder im Geiste, der Kunzelmann, in die Hölle gefahren ist.

                    • wobei die Christen jedoch in den folgenden Jahrhunderten zunehmend dominierten……

                      @ nmm

                      Blödsinn und Geschichtsklitterung wird auch durch ständiges Wiederholen nicht richtiger.
                      Dominiert haben die „Christen“ die Region nur von der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter bis zum Fall Akkons.

  3. Laut einer Umfrage sieht nur etwa die Hälfte der Araber den Umzug der US-Botschaft als gefährlich an. Würden die EU Politiker nicht so vor dem Moslems kuschen und kriechen , würde Hamas in Gaza auch nicht so aufdrehen .

  4. Polarlicht

    Was die israelische Regierung sich unter dem Schutzmantel der Amerikaner dort heraus nimmt, ist in meinen Augen schon als Terror zu bezeichnen! Im übrigen hat EdiG mit seinen Angaben völlig Recht.

    • Anti-Terror

      „Was die israelische Regierung sich unter dem Schutzmantel der Amerikaner dort heraus nimmt, ist in meinen Augen schon als Terror zu bezeichnen“

      Na ja, das ist Ansichtssache! Und was Terror angeht, so ist mir nicht bekannt, dass sich Juden in europäischen Städten oder sonstwo auf der Welt , selbst in die Luft sprengen und dabei Zig-Menschen mit in den Tod reißen; bei Muslimen ist das aber der Fall!

    • @ nmm

      Leider haben Sie entweder schlecht recherchiert oder einfach den ersten Strohhalm ergriffen der Ihnen in die Hände gefallen ist. Prof.Stembergers Bücher gibt es nämlich, da der Prof. Österreicher ist und in seiner Muttersprache geschrieben hat, auch auf deutsch.
      Es handelt sich aber nicht um Bücher aus der Sicht der Historiker. Prof Stemberger war Religionsissenschaftler und hat in seinen Büchern den religiösen Teil der Geschichte beleuchtet. Seine Beschreibungen weichen von dem was ich gelernt habe nicht ab.

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