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Die Reaktivierung des Atomreaktors Tihange zum wiederholten Mal verschoben

Anlässlich der Protestaktion "Menschenkette" in Tihange am 25. Juni 2017 nimmt ein Pressefotograf die Kühltürme des umstrittenen Atomkraftwerks ins Visier. Foto: OD

AKTUALISIERT – Der wegen Reparaturen abgeschaltete Atommeiler Tihange 2 bei Lüttich ist nicht am Sonntag wieder ans Netz gegangen, wie zunächst angekündigt, er wurde auch nicht am Montag und auch nicht am Dienstag hochgefahren.

Der Neustart des belgischen Atommeilers Tihange 2 soll erst am Sonntag erfolgen, wie eine Sprecherin des Betreibers Engie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Die nationale Atomaufsicht Fanc hatte für den Start bereits vor rund zwei Wochen grünes Licht gegeben. Nach früheren Engie-Angaben sollte der Reaktor bereits am Sonntag hochfahren, dies wurde dann jedoch mehrmals verschoben.

Das Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich. Foto: Oliver Berg/dpa

Als Grund nannte die Sprecherin weitere Tests, die am Reaktor durchgeführt werden müssten. Ein präzises Datum sei in dieser Phase nicht einfach zu bestimmen. Der Reaktor war im August 2018 für Wartungsarbeiten heruntergefahren worden. Dabei wurde maroder Beton entdeckt.

Die belgische Atomaufsicht FANC hatte für den Start bereits vor mehr als einer Woche grünes Licht gegeben. Der Reaktor war im August 2018 für Wartungsarbeiten heruntergefahren worden. Dabei wurde maroder Beton entdeckt.

Die belgischen Atomkraftwerke sind seit Jahren umstritten. Maroder Beton und Haarrisse in den Druckbehältern sorgen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Regelmäßig werden diese für Instandsetzungen abgeschaltet. Vor allem in Deutschland herrscht große Sorge über den Zustand der über 35 Jahre alten Reaktoren in Tihange, das nur 70 Kilometer von Aachen entfernt liegt.

Belgien hat sieben Atomreaktoren an zwei Standorten, Doel im Norden des Landes und Tihange im Osten nahe der deutschen Grenze. Ein großer Teil des Stroms in Belgien wird dort produziert. Im März hatte der Außenminister Didier Reynders (MR) bekräftigt, dass Belgien bis 2025 aus der Atomkraft aussteigen will. (dpa)

76 Antworten auf “Die Reaktivierung des Atomreaktors Tihange zum wiederholten Mal verschoben”

  1. Da werden sich die Aachener ja die Bettdecke über den Kopf ziehen und die Klimaschützer gleich 80 km weiter westlich ein neues Protestcamp hoch ziehen. Für Unterhaltung ist jedenfalls gesorgt….

    • Errate humanes Geäst

      Alles ist besser als dumme Kommentare und vor allen Dingen wahrlich unterhaltsamer xd
      Electrabel wird es egal sein, ob wir verstrahlen, sitzen die Hauptaktionäre in Fronkreisch und werden dank EU-Subventionen in Milliardenhöhe immer fetter. Der Dumme, das sind wir, der Steuerzahler, der im Falle eines Störfalls auch noch weiterstrahlen darf.
      Enteignen!
      Ohne Subventionen können die Konzerne eh nicht mehr existieren, dann können wir sie auch gleich sozialisieren.
      PS^^ Und wer zahlt im Falle eines GAUs? Richtig, der Steuerzahler, der ja oft noch so dämlich ist, das bestehende System zu verteidigen und brav seiner eigene Verstrahlung entgegengeht…

        • http://www.nukeklaus.net/2019/06/24/key-information-file-kif-ein-neuer-gag/
          ….
          Damit sind wir an einem entscheidenden Punkt angelangt. Nicht alle Menschen sind einfach nur gutgläubig und/oder wohlmeinend. Mit Angst lassen sich herrlich Geschäfte machen und Macht ausüben. Es sind nicht nur die Handvoll Pensionäre, die ihren Altersruhesitz in Gorleben durch ein Bergwerk entwertet sehen. „Nicht in meinem Garten“ ist in unserer saturierten Gesellschaft längst zum Leitmotiv geworden. Der Strom kommt halt sowieso aus der Steckdose und der Lebensunterhalt aus der Staatskasse. Bestenfalls betreibt man ein wenig Selbstverwirklichung oder „gesellschaftliches Engagement“. Wer sich genug ausgelebt hat und nicht einmal eine Ausbildung durchgehalten hat, mit der er sich selbst ernähren könnte, flüchtet sich aus Berechnung in eine Partei – bevorzugt des linken und grünen Spektrums. Wer das nicht glaubt, lese mal die Lebensläufe unserer Parlamentarier. Mit was sollen sich aber die Nichtskönner hervortun? Richtig, mit der Verbreitung von Angst: Strahlentod, Klimakatastrophe usw. Damit treffen sie auf bereitwillige andere Nichtskönner, die „irgendwas mit Medien“ gemacht haben. Wer jemals länger in Afrika weilte, kennt die Macht des Voodoo. Angst wirkt auf ungebildete Menschen stärker und manipulativer als physische Gewalt. Die Seelenverwandtschaft der „Hüpfer gegen Klima“ mit sich in Rage tanzenden Kindersoldaten ist wesentlich enger, als mancher sich vorstellen mag.

          Der größte Fehler der Kerntechnik war aber immer die Anbiederung an die „Atomkraftgegner“. Man hat nie offensiv die eigenen Positionen vertreten, sondern immer geglaubt, man könne durch Nachgeben die Gunst der Gegner gewinnen. Man hat – zumindest in Deutschland – nie verstanden, daß es nicht um Kritik an der Kerntechnik ging, sondern um den Ausstieg um jeden Preis. Der anderen Seite war jedes Mittel recht: Von den Lügen über die „Strahlengefahr“ bis hin zur Gewalt. Wer immer noch nicht wahr haben will, daß es nicht einfach nur um elektrische Energie ging, sondern um Gesellschaftsveränderung, der steht auch heute wieder staunend vor den Protesten gegen Kohlekraftwerke. Auch sie werden kurz über lang in Gewalt umschlagen, schließlich sind die gleichen Hetzer auch hier aktiv. Am Ende soll der Zusammenbruch dieser Gesellschaftsform stehen. Vorher wird nicht Ruhe gegeben. Die Hoffnung auf Einsicht in die technischen und naturwissenschaftlichen Notwendigkeiten einer funktionierenden Stromversorgung sind vergebens. Es geht um Revolution. Wenn in Deutschland gewisse Ideologien (Reichskrafttürme, vegetarische Ernährung, Biolandwirtschaft und Elektrofahrzeuge für das Volk ohne Raum) aus den dunkelsten Zeiten wieder allgemeingültig werden, wird es wieder in einer Katastrophe enden. Wie schnell der Zug schon fährt, zeigen die Sprüche vom „Vorangehen“ und „wir schaffen das“. Wieder hält sich Deutschland für das einzig wissende Volk. Unwillkürlich fällt einem der Witz von den Geisterfahrern ein. Aber das Bewußtsein die Welt retten zu können, hat schon mal aus Pimpfen fanatische Kämpfer gemacht. Wollt ihr den totalen (Klima)krieg?
          …..

          • Sie, Herr Dax, denken an die Versorgungssicherheit Ihrer Generation und verurteilen die Kinder wenn sie das gleiche tun! Sie können es drehen und rechnen wie sie wollen: die Zeit der billigen Energie ist vorbei und die leicht erreichbaren Resourcen werden eine nach andere aufgebraucht sein! Frage: wie lange fahren Sie, wenn sie sehen das ihnen im Auto der Treibstoff ausgeht? Bis die Karre steht und sie den teuren Abschleppdienst rufen müssen? Oder planen sie vor und tanken rechtzeitig nach? Nachtanken ist leider nicht möglich, was tun Sie also? Steigen Sie um, solange es geht, oder fahren Sie bis sie irgendwo stranden, in der Hoffnung, daß Sie dann jemand mitnimmt?

            • Das Märchen vom „Peakoil“ höre ich seit 40 Jahren. In den 80.er Jahren war es klar, im Jahre 2000 geht das Öl zu Ende, Hoimar von Ditfurth erklärte es allen, der „Club of Rome“ hatte alles genau berechnet. Pustekuchen, aber der Lerneffekt ist gleich Null, heute stehen wieder Leute auf dem Podest und verkünden das Ende der „billigen Energie“. Womit sie sogar recht haben, wenn man so blöde ist und aus Kohle und Atom aussteigt…..

    • Echt jetzt?

      Abgesehen davon, dass zwischen Deutschland und Belgien noch gar keine direkte Netzverbindung besteht, hat Belgien letztes Jahr bedeutend mehr Strom importiert als exportiert. Also wenn irgendwo die Lichter ausgehen, dann erst in Belgien…

      Nur so zur Info…

      • Das stimmt, leider. Die Belgischen Politiker haben aus Ignoranz den Kraftwerkspark noch weiter vernachlässigt als es in Deutschland der Fall ist. Man hat die Stromzentralen nach Frankreich verkauft und geglaubt damit das Problem gelöst zu haben; sollen sich die Franzosen darum kümmern. Tun die auch, es wird nur dunkel dabei in Belgien, denn die Franzosen kümmern sich zuerst um sich selbst und zu allerletzt um die blöden Belgier. Aber Deutschland holt auf, mit grossen Schritten, Notabschaltpläne liegen da auch schon in den Schubladen. Wir schaffen das.

        • Walter Keutgen

          Dax oh, oh! Ende der achtziger Jahre hat „man“, d.h. die Aktionäre, viele kleine, die Société Générale de Belgique an die Groupe Suez verkauft. Olivetti war auch Käuferkandidat. Suez hat alle Gesellschaften der gekauften Gruppe weiterverkauft außer Electrabel. Allgemein hat man auch den Energiewandel aus neoliberaler Überzeugung vernachlässigt. Dabei war damals Erdöl sauteuer.

        • Ex-Eupener

          Von wegen „blöde Belgier“ die Dummheit sitzt in Deutschland , die sind ja auch der gr¨sste Zulieferer von Brennstäbe für Tihange und Doel . Eine schon grosser Teil der Aktien sind auch im besitzt der deutschen Regierung . Und was den Abschaltplan angeht , dann kommt nur mal rüber , die Galier sind bereit !

      • Bisschen Hintergrundstrahlung schadet nie. Irgendwie muss das Immunsystem ja auf Trab gehalten werden. Hoffentlich isst du keine Bananen und hälst deine Kappensitzungen auf ’ner Plastikschüssel ab, weil sonst wirste ja auch schon genügend verstrahlt. Gibt nicht umsonst das Bananendosenäquivalent.

        • Stimmt, wir haben ja auch so „wenig“ Hintergrundstrahlung in der Region: Tschernobyl, der Jahrzente andauernde Radioaktivitätsausstoss in La Hague und Sellafield, Versenkung von Atommüll in der Nordsee/im Atlantik und nicht zu vergessen: Radon aus dem Schiefergestein unter unseren Füssen. Aber gut, wenn’s denn hilft … Wir können ja nicht alle gesund sterben.

          • Wie kann man einen Durchschnittsgrünen beschreiben. Rauchen (auch gerne mal was verbotenes), Alkohol trinken aber sich um die Strahlung aus dem KKW bzw. dem Endlager Sorgen machen. Das CO2 und das NO2 nicht vergessen. Schon der Wahnsinn, die Grünen….

  2. Faruk Çelik

    Wie man hört und liest, wird hinter den Kulissen geschoben, gedroht, gebettelt, gefordert, den Reaktor vom Netz zu lassen. Die Grün*Innen tut alles, um ihre Ideologie durchzusetzen. Wer gegen einen angeblichen Klimawandel ist, muss für Atomkraft sein.

  3. Atommüllendlager Ostbelgien

    Für alle diese Atomenergiebefürworter würde es dann wohl auch nichts ausmachen wenn der Atommüll vor ihrer Haustür entsorgt würde(ist ja nur für einige Millionen Jahre verseucht)…war ja auch schon mal für Amel so geplant….

    • http://www.nukeklaus.net/
      Glaubt man diesen Unsinn und verweigert strikt den Grundsatz, daß stets die Dosis das Gift macht, kommt man schnell zu dem Schluß, daß man ein Endlager für Atommüll über „geologische Zeiträume“ von der Biosphäre fern halten müßte. Kerntechniker waren da schon immer etwas pragmatischer. Ein beliebter Vergleich war schon immer der mit Natururan, aus dem der Brennstoff ursprünglich hergestellt wurde. Wenn der „Atommüll“ wieder auf die Werte des Natururans abgeklungen ist, kann man ihn überschlägig als ungefährlich einordnen. Schließlich hat der Mensch schon so lange es ihn gibt, mit und auf Uran gelebt. Selbst wenn man nun verbrauchte Brennelemente komplett verbuddelt – was man nicht tun sollte – beträgt dieser Zeitraum etwa 500 000 Jahre. Immer noch ganz schön lang, aber sicherlich ein Zeitraum, den Geologen sehr genau beurteilen können. Behält man weiterhin im Auge, daß radioaktiver Zerfall immer exponentiell verläuft (Am Anfang zerfällt immer sehr viel mehr Material als am Ende) und man mehrere hundert Meter unter der Erdoberfläche lagert, kommt man in recht kurzer Zeit auf „ungefährliche“ Werte für Mensch, Pflanzen und Tiere. Ganz davon abgesehen, daß eine Wiederaufbereitung sowohl die Abfallmenge als auch deren Gefährdungspotential um Größenordnungen verringert. Aus dem Endlagerproblem könnte man leicht ein technisches Problem machen. Allerdings wäre damit der „Anti-Atomkraft-Bewegung“ ihr schlagkräftigstes Argument entzogen.

      • Hausmeister

        „…beträgt dieser Zeitraum etwa 500 000 Jahre. Immer noch ganz schön lang, aber sicherlich ein Zeitraum, den Geologen sehr genau beurteilen können.“
        Da zeigt sich bei Ihnen der ungebrochene Glaube an die Wissenschaft und an die MINT-Götter. Was nützt mir ein Geologe der genau irgendwas beurteilen kann?

        • Was nützt mir ein Grüner der keine Ahnung von Technik hat, die Welt in 500.000 Jahren retten will, und heute den Strom abschaltet? Das „gute Gefühl“ weit, weit über meinen Tod hinaus, interessiert mich eigentlich gar nicht…..

            • Glauben Sie denn der „Atommüll“ wäre in 100 Jahren noch ein Problem? Die Brütertechnologie steht jetzt schon zur Verfügung (BN 800 Russland). Die grüne Panik-Partei macht daraus ein Problem um ihre Politik zu rechtfertigen. Genau so wie sie aus CO2, NO2, Feinstaub, O2 …. usw. ständig neue Gefahren erfindet um aus dieser Panik Wählerstimmen zu generieren.

              • Atomindustrie

                Jaja, die 60 Jahre alte Mär vom Brüter, der alle Probleme löst. Leider waren in den 80gern aber das Uran zu billig und die Risiken mit dem Kühlsystem (flüssiges Natrium) der Brüter dann doch zu häufig und zu gross und die europäischen Anlagen produzierten nur Störfälle und Skandale, statt Elektrizität. Seitdem wurden die Anlagen sicherer, aber auch die Kosten sind durch diese Sicherungssysteme gestiegen. Die russische Brüter Anlage, die seit 30 Jahren schon läuft, arbeitet auch nicht mit abgebrannten Brennstäben (Plutonium) sondern mit Uran! Sie arbeitet effizienter als die europäischen Atomreaktoren, aber es ist dafür nicht billiger, weil die Anlage so teuer ist! Schade auch, dass die Brennstäbe erst aufbereitet werden müssen, damit aus Atommüll der Brennstoff für den Brüter wird. Seit LaHague und Sellafield gilt auch die Wiederaufbereitung von Brennelementen als höchst fragwürdig, weil die beiden Anlagen sehr viel Radioaktivität in die Meere und die Luft abgeleitet haben! Schade auch, dass bereits „vergossener“ Atommüll garnicht mehr aufbereitet werden kann! Den Müll den wir haben werden wir also nie los! Die Atomkraft-Branche hat sich ihr eigenes Grab geschaufelt und wir haben immer schön mitfinanziert!

                • Jaja,…
                  https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/bn-800-groesster-schneller-brueter-speist-jetzt-netz/

                  Russland ist das einzige Land, das noch auf den Schnellen Brüter setzt. Das ist ein Reaktor, der Strom erzeugt und gleichzeitig noch mehr Brennstoff liefert, als er verbraucht. Gerade hat der weltweit größte Reaktor dieser Art in der russischen Stadt Beloyarsk erstmals Strom erzeugt. Der BN-800 hat eine Leistung von 790 MW. Gleich neben ihm steht sein kleinerer Bruder, der BN-600 mit einer Leistung von 560 MW.

                  Schon vor mehr als einem Jahr füllten die russischen Ingenieure Brennstoff ein: Plutonium aus Atomwaffen, die ausgemustert worden waren. Auf einigen Stellplätzen im Reaktorkern waren Brennelemente mit Uran 238 postiert. Dieses Isotop lässt sich nicht spalten, also nicht zur Energieerzeugung nutzen. Doch es hat eine andere nutzbare Eigenschaft: Es fängt einen Teil der Neutronen, die bei der Spaltung von Plutoniumkernen frei wird ein.
                  Dadurch verwandelt sich Uran in Plutonium, also einen Brennstoff, der in anderen Schnellen Brütern, aber auch in Leichtwasserreaktoren verbraucht werden kann.

                  • Atomindustrie

                    Der Bn600 und seine Vorgänger sind nicht MOX tauglich! Die würden/werden mit Uran und Plutonium aus Kernwaffen betrieben, nicht mit „aufbereitetem Atommüll“! Erst der Bn800 ist Mox tauglich und der läuft seit 3 Jahren! Aber dazu dann die vernichtende Aussage der deutschen und schweizerischen Nuklearforschern, im Jahr 2017, also 1 Jahr nach der Inbetriebnahme des Bn800: https://www.google.com/amp/s/amp.tagesanzeiger.ch/25824194
                    Die Atomzukunft ist noch weit weg! „Sichere und kostengünstige Reaktoren wird es nicht vor 2030 geben“. Und dann kommt noch die Bauzeit, mindestens 6 Jahr, wenn alles reibungslos klappt! Aber wer will die Dinger noch bauen? Die Atomindustrie hat ganz einfach den Zug verpasst und sind über die eigene Arroganz/Untätigkeit/das Vertrauen auf die Unersetzbarkeit der Atomindustrie gestolpert!

    • Atommüllendlager Ostbelgien

      @dax…der Profit ist für die Betreiber, die Kosten zur Entsorgung des Atommülls geht an den Steuerzahler und den Schaden den diese verantwortungslose Energiegewinnung an die Umwelt anrichtet (zb.Tschernobil und Fukushima, ohne von all den Atommüllfäser die ins Meer versenkt oder in den Boden vergraben werden zu sprechen) ist für die nächsten Generationen…aber für einen Pensionierten zählt halt nur die Rente am Ende vom Monat, die auch von der nächsten Generation finaziert wird…

  4. Kann es sein, dass es sich bei Thiange um einen maroden Reaktor handelt, der in den letzten Jahren gefühlt länger vom Netz war, als dass er Strom produzierte?

    Kann man sich darauf einigen, dass die Betreiber Thiange einfach nicht in den Griff kriegen? Das ist doch eigentlich schon Problem genug, oder?

    Fokussieren wir uns doch einfach mal auf Thiange: Der Reaktor kostet garantiert mehr Geld, als er einbringt und im Zweifelsfall zahlen wir Steuerzahler am Ende wieder die Zeche. Wieviel Geld müss noch in den Reaktor gepumpt werden, bevor das reguläre Ende für ihn kommt?

    Thiange erzeugt keine Kernenergie sondern Kosten am laufenden Band. Da müsste doch selbst DAX ins Grübeln kommen, oder?

    • Tihange 2 ist abgeschrieben und produziert zu Brennstoffkosten. Das bedeutet der Strom ist konkurrenzlos billig in der Herstellung da Uran die höchste Energiedichte aller z.Z. nutzbaren Energieträger besitzt.

        • Das stimmt, und deswegen verbreiten die Grünen auch die tollsten Horrorgeschichten um die Reaktoren dadurch in die Unwirtschaftlichkeit zu drängen. Gelingt ihnen immer wieder, darin sind sie wirklich gut. Keine Partei bzw. Ideologie kann ihnen aktuell das Wasser reichen, es ist wie mit dem Faschismus bzw. Kommunismus vor 100 Jahren, erst die gesellschaftliche Katastrophe beendete den Spuk.

          • Ist es ein Fakt, dass Thiange nicht zuverlässig am Netz ist? Sie schweifen schon wieder ab!

            Ich helf‘ mal: Warum wird ein unrentabler Meiler, den man offensichtlich nicht im Griff hat, weiter betrieben? Wo ist der „Break-Even-Punkt“, an den man zugeben müsste, dass Thiange nicht rentabel ist?

            …andere Reaktoren scheinen ja zuverlässiger zu sein.

            • Ich kenne die Kalkulationen von ELECTRABEL genau so wenig wie Sie. Natürlich sind die letzten Jahre nicht die besten in Sache Rentabilität von Tihange 2. Wenn Sie genau wissen wollen wo die Grenze zur Unwirtschaftlichkeit liegt, fragen Sie den Betreiber, nur der kann das genau sagen. Ist ja auch primär sein Problem….

              • Deuxtrois

                AKWs sind niemals wirtschaftlich, schon gar nicht CO2-neutral. Uran baut sich nicht von selbst ab, Brüter neu zu bauen kostet mehr als fas Geld in sinnvolle Alternativen zu stecken. Wachen Sie mal endlich auf.

                  • Deuxtrois

                    Nochmal Dax, es geht hier um AKWs. Und die sind immer noch ein ziviles Überbleibsel der Atombombe, denn die zivile Nutzung begann erst richtig mit der Stromerzeugung. In keiner anderen Technologie steckt soviel Subventionierung wie in der Atomkraft. Würde man keine halben Sachen bei der Energiewende machen und sie richtig durchziehen, hätten wir längst nichtfossile Energie und wären wirklich unabhängig. Einen Schrottmeiler zu betreiben ist da volkswirtschaftlich noch unsinniger, denn deren Nebenerzeugnisse als unerwünschte Begleiter liegen nicht bei uns um die Ecke, sondern dort wo man sich um die Gesundheit der Menschen einen Drsck schert. Südural in Russland ist so ein Beispiel dafür. Was fehlt sind Milliarden an Investitionen im Energiesektor, egal um welche Energieform es geht. Da scheitert Belgien in jeder Form, und deshalb sind diese alten Meiler auch irgendwann untragbar.

                    • Wie gesagt, ich erwarte nicht dass Sie das verstehen, aber der grösste energetische Erntefaktor liegt bei der Kernkraft. Genau das zeigt der von mir verlinkte Beitrag. Aber, wie gesagt, ich erwarte nicht dass Sie das verstehen….

              • Genau da liegt der Punkt, Dax.

                Ich würde gerne wissen, was in den Verträgen vereinbart wurde. Ich erlaube mir aber zu spekulieren, dass es dabei Electrabel nicht um die betriebswirschaftliche Rentabilität geht.

                In dem einen Fall …und nur in dem einen (Ich stelle Kernenergie nicht grundsätzlich in Frage.), frage ich mich als Bürger, was dort abläuft.

                Kann es sein, dass eine staatliche Förderung an eine Energiemenge gekoppelt ist, die auf Teufel komm’raus geliefert werden muss? (Bei den geplanten Windrädern in Walhorn gab es eine vergleichbare Klausel, die auf einige Millionen Euro Fördergelder gekommen wäre.)

                Ok, keine Fakten…reine Spekulation.

                Zurück zum Fokus: Thiange ergibt einfach keinen Sinn, wenn er nicht Strom ans Netz liefert. Der Reaktor sollte aus betriebswirtschaftlicher Sicht untersucht werden. Sollte er sich als Grab für Steuergelder erweisen, ist der Reaktor abzuschalten!

                Sollte er lediglich künstlich aufrecht erhalten werden, um eine fiktive Versorgungslücke auszugleichen, (Es bereits seit Jahren nicht gelungen, mit Thiange eine Versorgungssicherheit herzustellen.) so gehört er abgeschaltet.

                Enormer Prestigeverlust, wenn Electrabel zugeben müsste, einen Reaktor nicht wirtschaftlich betreiben zu können! Rückbau auf Staatskosten! …ein Desaster!

  5. https://www.achgut.com/artikel/bericht_aus_bieloyarsk_die_zukunft_der_energieversorgung
    Die Kernenergie weltweit ist nicht am Ende, sie befindet sich erst am Anfang ihres Zeitalters. Kernenergie kann die Menschheit für hunderte von Jahren mit umweltfreundlicher billiger Energie versorgen und für Wohlstand und lebenswertes Dasein sorgen. Neue Kernkrafttechnologien werden entwickelt und viele neue Kernkraftwerke werden weltweit gebaut. Für jedes KKW, das Deutschland abschaltet, werden irgendwo anders auf der Welt zehn neue gebaut. Deutschland ist mitnichten das Vorbild für die gesamte Welt, auch wenn wir das ganz fest glauben. Deutschland isoliert sich zunehmend. Isoliert zu sein, heißt nämlich, irgendwo hinterherzuhinken und es nicht zu wissen.

    Ich bin nach einer zweitägigen Reise in Belojarsk eingetroffen. Belojarsk liegt bei Jekaterinburg in einem riesigen Waldgebiet, mitten im weiten Russland. Hier stehen der BNR 600 und der BNR 800, zwei „Schnelle Brüter“. Die Belojarsk-Zeit ist unserer Mitteleuropäischen Zeit drei Stunden voraus. Die Technologie des Kernkraftwerkes, das ich hier besuche, ist unserer Zeit drei Jahrzehnte voraus. Oder genauer gesagt: Wir könnten in Deutschland auf absehbare Zeit so eine Anlage nicht mehr bauen, selbst wenn wir es wollten. Dafür haben die herrschenden Ideologen in Deutschland gesorgt, der „Faden ist gerissen“. Eine Technologie wie hier in Belojarsk ist in Deutschland verboten. Dass wir mal führend auf diesem Gebiet waren, ist alles längst verdrängt und vergessen.

    • Atomindustrie

      Was für ein Unsinn Sie hier erzählen! Die Europäischen Staaten haben Unsummen in die Entwicklung dieser Technologie investiert und erkannt, daß das ein Fass ohne Boden ist! 60 Jahre Forschung und immer noch kein Anlage die kostengünstig und sicher produziert! Folglich wird auch keine solche Anlage gebaut weit KEIN Betreiber die Garantie für die Folgen eines GAUs übernehmen kann und wird! Das ist halb eben Gleichbehandlung für alle denn der Steuerzahler hat es satt immer die Zeche zu zahlen für Leute, die weder Steuern bezahlen geschweige denn zu ihrer Verantwortung stehen und den Müll entsorgen oder den Rückbau finanzieren! Wenn Sie ihr Auto nicht versichert bekommen, dann wird das auch aus dem Verkehr gezogen! Mehr ist dazu nicht zu sagen!

      • Was erzählen Sie für einen Unsinn. In Europa haben die Ökos die Entwicklung dieser Technologie politisch hintertrieben. Lesen Sie überhaupt die verlinkten Artikel? Alleine für Kalkar umfassten die Genehmigungsverfahren kilometerlange Reihen an Aktenordner, genau so beim Kugelhaufenreaktor desser Trümmer jetzt in Jülich herum stehen und selbst die Grünen in NRW über deren Verbleib lieber schweigen als reden. Die Industrie hat irgendwann aufgegeben und stellt Windräder (und lässt sich das via EEG-Umlage vergolden) auf bis das Netz zusammenbricht. Anders in Russland, auch wenn die Deutschen Medien das konsequent tot schweigen, dort geht mit der Brütertechnologie der letzte Schritt des Brennstoffkreislaufs in Betrieb. Energie für Jahrzehntausende, und Deutschland wartet auf Wind und Sonne – und Russisches Erdgas! Wir schaffen das.

  6. Teil 2….
    https://www.achgut.com/artikel/bericht_aus_beloyarsk_energie_ohne_ende_und_ohne_uns_2
    Im Kernkraftwerk Belojarsk arbeitet der einzige Schnelle Brutreaktor der Welt mit großer Leistung, nämlich 800 Megawatt. Dieser Reaktor ist erst drei Jahre alt. Seine Technologie muss Vergleiche mit der Weltraumfahrt nicht scheuen. Man muss es gesehen haben: Auf der feierlich stillen Leitwarte sitzen die hochschulgebildeten Operatoren an den Bildschirmen ihren Workstations und steuern ihre Technik per Mausklick. Geübt wird das 150 Stunden pro Jahr an einem Simulator.

    Gleich neben dem BN-800 arbeitet sein älterer Bruder, der Brutreaktor BN-600, der seit 30 Jahren zuverlässig radioaktiven Abfall verbrennt und daraus Brennstoff für die anderen russischen Reaktoren „erbrütet“ – echte radioaktive Kreislaufwirtschaft. Die Belojarsker Ingenieure freuen sich auf ihre Zukunft, den weiteren Zubau eines noch größeren Reaktors BN-1200, der in Planung ist.

    Wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer. Der erste in industriellem Maßstab arbeitende Brutreaktor ging 1973 in Aqtau (damals Schewtschenko), UdSSR, in Betrieb. In Deutschland genehmigten linke Innovationsfeinde hingegen zur gleichen Zeit den deutschen schnellen Brutreaktor Kalkar tot, wie sie auch die Magnetschwebebahn und andere Ingenieursleistungen lieber den Chinesen zur Realisierung überließen. Die Franzosen bauten seinerzeit den Phénix, der 30 Jahre lang Atommüll in Brennstoff für die 58 französischen Reaktoren umwandelte. Sein Nachfolger, der Superphénix, wurde allerdings auch ein Opfer der Politik, um 1997 dem französischen Präsidenten Mitterand den Wahlsieg zu verschaffen. Putin braucht solche Pyrrhussiege nicht, die Russen wählen ihn auch so.

  7. Blödsinn Dax

    „Tihange 2 ist abgeschrieben und produziert zu Brennstoffkosten. Das bedeutet der Strom ist konkurrenzlos billig in der Herstellung da Uran die höchste Energiedichte aller z.Z. nutzbaren Energieträger besitzt.“

    Schon viel Blödsinn von Ihnen gelesen, aber das ist ja der Oberhammer. Da der Preis auf meinen Rechnungen der Gleiche ist, erklären Sie mir bitte wo die Differenz hin ist?

    „Glauben Sie denn der „Atommüll“ wäre in 100 Jahren noch ein Problem? “

    Ach Sie glauben doch!!!

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