Gesellschaft

„Sporthouse“ bedeutet für Worriken eine enorme Aufwertung

Das "Sporthouse" ist für Worriken eine echte Trumpfkarte. Foto: worriken.be

Um wieder attraktiv zu werden im Bereich des Jugendtourismus und für Sportaufenthalte verfügt das Sport- und Freizeitzentrum Worriken über eine neue Trumpfkarte: Das „Sporthouse“ ist genau das, was bisher fehlte. Es besteht aus 28 Doppelzimmern, von denen 22 behindertengerecht ausgestattet sind. Das „Sporthouse“ wurde mit Mitteln der DG sowie mit Interreg-Geldern finanziert.

Wie Werner Baumgarten, Direktor der D.g.G. Gemeinschaftszentren, am Mittwoch bei der Eröffnung des „Sporthouse“ betonte, belaufen sich die Gesamtkosten auf exakt 1.585.680 Euro.

Audits zeigten Schwachpunkte auf

Dass Nachholbedarf bestand, wussten die Verantwortlichen spätestens durch zwei interne Audits, die drei wesentliche Schwachpunkte aufzeigten:

  1. Die mangelnde Resonanz bei Tagestouristen;
  2. Die fehlende Vernetzung mit anderen Anbietern im Jugendtourismus;
  3. Das schwache Infrastrukturangebot im Bereich Sportaufenthalte für Vereine und Verbände im Bereich Jugendarbeit.
Eine Außenansicht des "Sporthouse". Foto: worriken.be

Eine Außenansicht des „Sporthouse“. Foto: worriken.be

So verlor Worriken beispielsweise in den vergangenen Jahren Marktanteile bei den Sportaufenthalten, weil die Gruppenunterkünfte nicht mehr den gestiegenen Ansprüchen in diesem Bereich entsprachen. Diesem Trend könne mit dem neuen Wohnkomplex gezielt entgegengewirkt werden, so Direktor Baumgarten.

Die 28 Doppelzimmer, von denen die ersten 4 am Mittwoch besichtigt werden konnten, sind jeweils 17 qm groß und verfügen über zwei Einzelbetten, zwei Schränke, einen Fernseher und einen Tisch sowie ein eigenes Bad mit Toilette, Waschbecken und Dusche.

Tourismusattraktion und Wirtschaftsfaktor

In Zukunft könnte die AS Eupen ohne Weiteres hier Quartier beziehen, sei es mit einer Jugendmannschaft oder ihrem Profikader. Trainingsplätze gäbe es theoretisch einige in der näheren Umgebung (Elsenborn, Bütgenbach, Weywertz). Und ein Spaziergang um den Bütgenbacher See bringt Ablenkung und frische Luft…

Über 28 solcher Doppelzimmer wird das "Sporthouse" verfügen. Foto: worriken.be

Über 28 solcher Doppelzimmer wird das „Sporthouse“ verfügen. Foto: worriken.be

Sowohl Direktor Baumgarten als auch DG-Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) unterstrichen die Bedeutung von Worriken. Mit seinen rund 80.000 Übernachtungen pro Jahr sei das Sport- und Freizeitzentrum ein wichtiger Bestandteil des regionalen Tourismusgewerbes und mit seinen 80 Mitarbeitern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und der zweitgrößte Arbeitgeber der Gemeinde Bütgenbach.

Im Bereich des Tagestourismus hatte Worriken u.a. durch die neue Strandanlage „Venntastic Beach“ sowie durch die Nutzung des Kletter- und Wassersportangebotes durch jedermann bereits eine Aufwertung erfahren. Das „Sporthouse“ ist eine weitere Trumpfkarte mehr im harten Wettbewerb der Freizeitindustrie. (cre)

Weitere Infos unter www.worriken.be

Siehe auch Artikel „Worriken-Paul“

13 Antworten auf “„Sporthouse“ bedeutet für Worriken eine enorme Aufwertung”

  1. Dr.Med.Wurst

    Wieder mal ein perfekter Beweis wie mit öffentlichen , also unseren Geldern, der Privatwirtschaft Konkurrenz gemacht wird…
    Die Hotels und Pensionen in Bütgenbach und Umgebung danken freundlichst.

    • Das ist keine Konkurrenz für die Privatwirtschaft. Vereine, zum Beispiel Sportvereine, würden ohne einen solchen Wohnkomplex erst gar nicht nach Worriken kommen, sondern anderswo ein Quartier suchen.

  2. Jürgen Margraff

    80 Mitarbeiter und nur zweiter Arbeitgeber in der Gemeinde? Wer soll denn dann erster sein? An Industrie wäre Ortis oder Faymonville vorhanden, aber liegt Faymonville nicht zumindest teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde Büllingen? Im Internetportal von Faymonville.com sind sie sogar nur in der Gemeinde Büllingen…

    • Ich vermute die Gemeinde selbst. (Wenn man alle Mitarbeiter, inklusive Lehrpersonal mitzählt). Vielleicht aber auch das Seniorenheim. Ich denke schon, dass es eine öffentliche Einrichtung ist. Früher hätte die Fa Oswald Heck wahrscheinlich zu den privaten Unternehmen mit den meisten Arbeitnehmern gezählt….

  3. Es reicht!

    „Um wieder attraktiv zu werden im Bereich des Jugendtourismus “
    Gab es da nicht ein Mal im Süden der DG in Manderfeld ein Krankenhaus welches mit Millionengeldern der DG für Jugendtourismus umgebaut wurde und dann trozt guter Buchungszahlen in ein Asylempfangszentrum zwangsverändert wurde.
    Hat die DG diese Investition vom Staat zurück bekommen oder waren diese Gelder für immer verloren?

    • Allmuthener

      Je nach Höhe des Zuschusses darf ein subsidiertes Gebäude über eine kürzere oder längere Zeit nicht zweckentfremdet werden. Bei der Übertragung des Gebäudes an das Rote Kreuz hat es viel Wirbel in unserer Gemeinde gegeben. Ich glaube mich zu erinnern, dass der damalige Bürgermeister von Rückzahlung von DG Subsidien gesprochen hat.

  4. Franz-Josef COLLIENNE

    Da investieren wir mal ganz locker ca. 1.5 Millionen € in ein Luxusprojekt damit wir irgentwelchen Sportgrößen Zucker in den Allerwertesten blasen können,sonst haben wir nichts wichtigeres zufinanzieren.

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