Nach fünf Spielen ohne Sieg hat Fußball-Zweitligist AS Eupen seine letzte Chance auf einen Platz in den Top 6 gewahrt. Die Schwarz-Weißen bezwangen am Samstagnachmittag den KV Kortrijk 1:0 durch ein Elfmetertor von Kevin Möhwald.
Ob in der Jupiler Pro League, in der Challenger Pro League oder im Landespokal, kaum eine andere Mannschaft war in den letzten zehn Jahren so oft Gegner der AS Eupen wie der KV Kortrijk. Eupen gewann 9 Mal, Kortrijk 13 Mal, 11 Spiele endeten unentschieden. In dieser Saison erwies sich Kortrijk als besonders heimstark, aber auswärts schwach: Seit dem 2. November 2025 hatten die „Kerels“ kein Meisterschaftsspiel mehr gewonnen.
Weil der FC Lüttich am Freitag sein Spiel gegen Lierse SK gewonnen und Patro Eisden gegen Jong Genk die Punkte geteilt hatte, hatte die AS beim Anpfiff der Partie gegen Kortrijk 8 Punkte Rückstand auf den Tabellensechsten SK Lommel. Mit anderen Worten: In Fall einer Niederlage hätte Eupen so gut wie keine Chance mehr auf einen Platz in den Top 6, der zur Teilnahme an den Promotion Playoffs berechtigt.
AS-Coach hatte einige Personalsorten: Atteri (krank), Delaurier-Chaubet (verletzt) und Nuhu (gesperrt) fehlten. Im Vergleich zum 0:2 gegen Jong Genk rückten Van Genechten, Bitumazala und Caliskan in die Anfangsformation. Die Neuzugänge Zague und Meshaal starteten auf der Bank.
Die Startelf der AS: Hiller – Van Genechten, Bokadi, Paeshuyse, Gavory – Keita, Möhwald, Caliskan, Barès – Bitumazala, Kikas. Bei den „Kerels“ fandman mit Boris Lambert einen ehemaligen AS-Spieler.
Auf der Tribüne am Kehrweg hing ein Transparent, auf dem geschrieben stand: „45 Minuten Zeit für eine Reaktion auf dem Platz“. Damit setzten die AS-Fans ihren Boykott aus der vergangenen Woche zunächst fort.
Die erste Torchance hatten die Gäste aus Kortrijk in der 8. Minute durch Van Landschoot, der nach einer weiten Flanke von Gavory nicht gut bewacht wurde und dadurch zu dieser guten Gelegenheit kam – zum Glück für Eupen ohne Erfolg. In der Anfangsphase kam Kortrijk zu mehreren Eckstößen. Van Landschoot hatte auch die zweite große Chance in der 19. Minute, jedoch konnte Torhüter Hiller bei seinem Distanzschuss den Ball zur Ecke abwehren.
In der ersten halben Stunde war von der AS nichts zu sehen, das Wetter besser als das Spiel. In der 29. Minute machte Bokadi erst mit einem Fehlpass und dann mit einem Foul und einer Gelben Karte auf sich aufmerksam.
Die AS Eupen musste bis zur 35. Minute warten, um zu einer ersten gefährlichen Aktion zu kommen, die sie aber vor allem Kortrijks Torhüter De Vlaeminck zu verdanken hatte, der etwas abenteuerlich seinen Kasten verlassen und sich dabei auch noch verletzt hatte.
Kurz danach verursachte derselbe De Vlaeminck einen Foulelfmeter, als er im eigenen Strafraum Caliskan zu Fall gebracht hatte. Den Stafstoß verwandelte Möhwald zum 1:0.
Zur zweiten Halbzeit wurde auf AS-Seite Neuzugang Meshaal für Bitumazala eingewechselt. Später kam auch der dritte Neuzugang: Für Caliskan durfte Zague ran.
In der 59. Minute hatte Kortrijks Ambrose das 1:1 auf dem Fuß, der Ball ging aber übers Tor. In der 79. Minute verhinderte auch AS-Torhüter Hiller den Ausgleichstreffer für die Gäste aus Kortrijk.
In der Schlussphase nahm AS-Trainer Pinheiro einige Wechsel vor: Für Barès und Möhwald kommen Kennedy und Müller. Kurz danach wurde Kasper für Van Genechten eingewechselt.
Es wurde noch einmal hektisch, aber die Eupener behielten kühlen Kopf und retteten diesen wichtigen Sieg über die Zeit.
In der Tabelle liegt die AS nach diesem ersten Sieg im Jahr 2026 noch immer auf Platz 7 mit fünf Punkten Rückstand auf den SK Lommel, der ein Spiel weniger bestritten hat, und sechs Punkte auf Patro Eisden und den FC Lüttich. Nach dem Karnevalswochenende, an dem die Schwarz-Weißen spielfrei sind, sind am 21. Februar um 20 Uhr die Francs Borains in Eupen zu Gast. (cre)

Jetzt geht es richtig los, alle Speiler haben wie entfesselt gekämpft um für die geliebte Heimatstadt Eupen den ersten Sieg zu holen im Jahren 2026. Wunderbaaaaaar …
Jezt werden wir Meister der Herzen !
Gut gemacht aber gegen vermeintlich schwächere Gegner muss das nun bestätigt werden, nicht wieder blamieren gegen Genk, Olympic oder Gent.
Wenn’s um die Kohle geht können sie laufen …
Jetzt sind unsere Jungs über den Berg der Tränen und sehen der Morgenröte entgegen.