Ministerpäsident Viktor Orbán hat Anfang Februar 2026 in einer innenpolitischen Rede die Ukraine als „Feind“ Ungarns bezeichnet.
Hintergrund der scharfen Wortwahl ist Orbáns anhaltender Konflikt mit Kiew und mit der Europäische Union über Energie- und Sanktionspolitik: Orbán wirft der Ukraine vor, in Brüssel darauf hinzuwirken, Ungarn den Zugang zu günstiger russischer Energie zu versperren, was er als direkten Angriff auf ungarische Interessen darstellt.

02.07.2024, Ukraine, Kiew: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (r) begrüßt den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Foto: Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa
In diesem Zusammenhang stellte der Regierungschef auch erneut klar, dass er einen EU-Beitritt der Ukraine ablehnt und warnt, Ungarn könne durch eine stärkere Unterstützung Kiews in den Krieg hineingezogen werden.
Die Äußerung gilt als deutliche Eskalation, weil Ungarn zwar formell die russische Invasion verurteilt, sich aber seit Beginn des Krieges gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, gegen Teile der EU-Sanktionen und gegen Schritte zur europäischen Integration Kiews stellt.
Innerhalb der EU stieß die „Feind“-Rhetorik auf scharfe Kritik, da sie als Bruch mit der üblichen diplomatischen Sprache unter Partnerstaaten und als Annäherung an russische Narrative gewertet wird. (cre)
Verständlich, wenn Deutschland ein ernstzunehmendes Land sein wöllte, würde es das wegen Nordstream ebenfalls so machen.
Der Typ hat uns noch gefehlt?! Fehlbesetzung ersten ranges!
Unseren Russlandfreunden wird die Meldung freuen.