Die belgische Krankenhauslandschaft steht vor einer weiteren Reform. Nach der Vorlage eines Expertenberichts im vergangenen Dezember werden nun die Gemeinschaften und Regionen aufgefordert, sich zu den inhaltlichen Schwerpunkten zu positionieren. Erst im nächsten Sommer ist seitens der Föderalregierung mit einer Entscheidung zu rechnen.
Der ostbelgische Kammerabgeordnete Luc Frank (CSP – Les Engagés) wies Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) auf die besondere Situation der deutschsprachigen Bevölkerung hin und forderte eine Absicherung der medizinischen Versorgung für Ostbelgien.
Die Reform der Krankenhauslandschaft werde erhebliche Auswirkungen für Bürger in ländlichen Gebieten haben, wobei für die Deutschsprachigen die medizinische Versorgung in ihrer Sprache eine zusätzliche Herausforderung darstelle, leitete Frank die Aussprache im zuständigen Kammerausschuss ein.
Frank nahm das aktuelle Regierungsabkommen zum Anlass, um auf die Belange der Deutschsprachigen hinzuweisen, da in diesem Text der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werde.
Der ostbelgische Abgeordnete erinnerte Vandenbroucke an eine 2025 unterzeichnete Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Belgien und Nordrhein-Westfalen. Diese Erklärung bildet die Grundlage für eine zukünftige Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich der medizinischen Notfallhilfe in der Grenzregion.
Gesundheitsminister Vandenbroucke räumte ein, dass die zumutbare Nähe zur medizinischen Versorgung in einem Krankenhaus, die Behandlung dringender und komplexer Krankheitsbilder und insbesondere die Sprache eine besondere Herausforderung darstellen. Der Gesundheitsminister unterstrich, dass man besonders dem sprachlichen Aspekt Rechnung tragen müsse. Daher müssen diese notwendigen Reformen sowie die Besonderheiten (Nähe, Sprache…) in Einklang gebracht werden.
Die „Ostbelgienregelung“ zur grenzüberschreitenden medizinischen Versorgung weise, so Vandenbroucke, gewisse Schwächen auf, die bereits durch eine Arbeitsgruppe festgestellt worden seien. Derzeit werde nach Wegen gesucht und Vorschläge ausgearbeitet, diese Probleme zu beseitigen.
„Die Antwort der Föderalregierung gibt durchaus Grund zur Hoffnung. Ich bin mir bewusst, dass die weitere Ausarbeitung der Krankenhausreform keine einfache Sache wird, bin aber davon überzeugt, dass besondere Lösungen für die ostbelgische Bevölkerung durchaus machbar sind. In diesem Sinne werde ich mich unmissverständlich für die Aufrechterhaltung der ostbelgischen Krankenhausstandorte einsetzen und den weiteren Verlauf der Akte im Auge behalten“, erklärte Luc Frank abschließend. (cre)


Berufspolitiker fordern die Absicherung. Nur was glaubt dieser Mann. Erst wurde durch ein Experiment über die Hälfte der Bevölkerung geschädigt, dann braucht man plötzlich unsere regionalen Dorfkrankenhäuser. Sorry ist es nicht langsam an der Zeit umzudenken. Ist es vielleicht totaler Luxus an den kleinen Krankenhäusern festzuhalten. Meine schlechten Erfahrungen in der Notaufnahme des St. Vither Krankenhauses bestärken mich in der Ansicht, dass es vielleicht besser ist sofort zu den etwas besser aufgestellten Krankenhäusern Hilfe zu suchen?
Vor einigen Wochen brauchte ich abends um 22 Uhr ein Schmerzmittel. Den Apothekennachtdienst hatte eine Apotheke in Hauset. Man fährt also mit starken Schmerzen nachts nach Hauset und „sucht“ dort nach der Apotheke – eine Zumutung!
Warum kann unser Krankenhaus in Eupen mit seiner Apotheke nicht solche Notdienste übernehmen, zumal die Notaufnahme doch ständig mit Fachpersonal besetzt ist?
Je rentabler UNSER Krankenhaus ist, um so sicherer ist sein Fortbestand und der ist insbesondere für ältere Menschen äußerst wichtig!
#Apotheke für Notfälle. Das Thema hatte es vor längerer Zeit hier schon gegeben.
Zwischen theoretischer, politischer schön Rederei und Machern, gibt es eben Unterschiede.
Wenn sie in letzter Zeit die Erfahrung gemacht haben, dass man in der Notaufnahme keine Schmerzmittel erhalten konnte, wäre es jedenfalls der Beweis, dass man sich beim politischen Denken schwer tut.
Ihre Argumentation unterstreicht noch einmal besser den Sinn, einer Ausgabe von Medikamenten in der Notaufnahme bei Nacht, oder am Wochenende. Sicher für Leute, die nicht über ein Fahrzeug verfügen. Mit dem Taxi meilenweit entfernt ein Medikament holen, kann doch auch nicht Sinn der Sache sein.
Und fahren ist bei Unwohlsein sowieso ein Risiko.
Es gibt ausreichend Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, aber für eine Nacht oder sogar für ein Wochenende reichen könnten.
Und wenn es den Apotheken ein Dorn im Auge sein würde, dann können die Apotheker sich mit etwas Glück, am Wochenende Augentropfen in der Notaufnahme abholen ;-)
Für unsere Politiker würde die Notaufnahme besser Ohrenspray bereit halten. Es löst zwar nicht den Stopfen im Ohr, aber weicht ihn mit etwas Glück auf und er kommt freiwillig aus dem Ohr. Wenn es nicht hilft, Müssten die allerdings montags zum HNO 😉
Ist nicht eine Verschreibung vom Arzt nötig, um Medikamente vom Apothekennotdienst zu kriegen?
WK/ Wie schon erwähnt, gibt es ausreichend rezeptfreie Medikamente.
Die übrigens auch teilweise in der Apotheke erhältlich sind.《 wenn vorrätig 》 Bei gravierenden plötzlichen Erkrankungen, würde sich die Notaufnahme um sie kümmern, was natürlich mit einem kurzen oder längeren Aufenthalt in Verbindung stehen würde.
Hugo Egon Bernhard von Sinnen, meine Frage ist doch, ob Apotheken rezeptfreie Medikamente während der Notdienstzeit abgeben dürfen!
WK/ Verstehe. Wenn sie in den normalen Öffnungszeiten abgegeben werden dürfen, sehe ich keinen Grund sie während der Notdienst Zeit nicht abzugeben.
Aber ihre Frage bleibt trotzdem berechtigt und ich gebe zu, habe diese Erfahrung noch nicht gemacht, aber vielleicht meldet sich noch jemand der es genau weiß.
Hugo Egon Bernhard von Sinnen, der Grund ist, dass die Apotheken nicht für sowas gestört werden wollen. Ich verstehe es nicht, das macht Umsatz und es gehen mehr Leute in der Umgebung herum als Schutz gegen Angreifer.
Ja, dürfen die Apotheken. Und verlangen einen Aufpreis (eine Gebühr). Die verkaufen auch Babynahrung, Hustensaft und Kondome u.ä. mitten in der Nacht.
@ WK
Wenn diese Verschreibung notwendig ist, ist man doch in der Notaufnahme bestens aufgehoben – da ist (oder sollte) doch immer ein Arzt sein.
Verschreibung vom Arzt, in der Notaufnahme, wenn Sie was haben, kriegen Sie schon die nötigen Medikamente für den sofortigen Gebrauch.
@ WK
… irgendwie scheinen Sie „den Faden verloren zu haben“ … 🫢😀
Verschreibung vom Arzt, nö. Vor Kurzem war ich im Krankenhaus nicht in der Notaufnahme. Da man mich am Samstag entließ, hat man mir die paar Pillen für den Sonntag gegeben.
@ WK
Das Thema sind nicht die Pillen aus der Notaufnahme.
Es geht um den Fortbestand „unseres“ Krankenhauses in Eupen (St.Vith). Dabei kommt es vor allen Dingen auf die Rentabilität an. Das Krankenhaus hat eine eigene Apotheke die nur für die Versorgung des Krankenhauses genutzt wird. Wie ich weiter oben schrieb, hatte ich vor einigen Wochen das Problem, dass ich spät abends starke Schmerzen bekam und ein Schmerzmittel brauchte. Ein Blick in der Zeitung zeigte mir, dass die Apotheke Schunk in Eupen Nachtdienst hatte. Dort angekommen stand ich vor verschlossenen Türen, dann wieder nach Hause und im Internet gesucht, darin stand, dass eine Apotheke in Hauset Nachtdienst hatte ….
Daher meine Idee, warum die Apotheke des Krankenhauses (wo IMMER FACHPERSONAL zur Verfügung steht) nicht für diese Nachtdienste genutzt werden kann. Fachkräfte sind da, das Krankenhaus „suchen“ müssen auch die Wenigsten und diese Apotheke würde zur Rentabilität des Krankenhauses beitragen!
Gleiches gilt auch für die Labore unserer Krankenhäuser. Ich sehe, dass überall Blutentnahmestellen eingerichtet werden, was mich darauf schießen lässt, dass das ein lukratives Geschäft ist. „UNSER“ Krankenhaus hat auch ein Labor und ich würde es begrüßen, wenn unsere Bevölkerung dieses nutzen würde, auch das würde die Rentabilität erhöhen.
Ich bin nicht im Gesundheitssektor beschäftigt und „habe auch keine Aktien vom Krankenhaus“, finde aber, dass wir diese Institution unbedingt schützen sollten!
Einfache Frage an Verschreibung vom Arzt:
Ein Krankenhaus ist doch in erster Linie für Kranke da, und nicht um die Leute an Wochenenden bzw Feiertage mit irgendwelchen Medikamenten zu versorgen.
Man hat schon zu wenig Fachpersonal für die Kranken, Apotheker sind auch Mangelware.
Ärzte, zumindest hier im Hospital Eupen, versteht man nicht, wenn man nicht mindestens zwei Sprachen spricht. Wobei ich nicht englisch meine, sondern französisch…Was hat das mit rentabel zu tun?Pflegefachkräfte sind nicht befugt, Medikamente raus zu geben, schon gar nicht rezeptpflichtige. Rentabel? Nö
Deutsch, „Apotheker sind auch Mangelware“. Hospital schließen mangels Apotheker?
@ Deutsch
Ob Sie’s mir übel nehmen oder nicht, auf so einen dummen Kommentar antworte ich nicht. Sie verstehen offensichtlich NICHTS von diesem Thema, deshalb rate ich Ihnen frei nach Nuhr: „wenn man keine Ahnung hat, einfach mal F….. halten! Trotzdem kleiner Tip, lesen Sie mal nach, was das Wort „ Rentabilität“ bedeutet.
Wahnsinn – Geld 💰 für Waffen und Asylanten gibt’s im Überfluss . Aber fur die Krankenhäuser nicht .
Die Politik fährt alles an die wand
Der Kollege sollte besseres Wetter fordern.
Die Gewissheit, dass wenigstens diese Forderung erfüllt wird, ist real.