Nachrichten

Israel: Iranischer Funktionär Ali Laridschani getötet

13.08.2025, Libanon, Beirut: Der iranische Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, begrüßt Journalisten bei seiner Ankunft zu einem Treffen mit dem libanesischen Parlamentspräsidenten Berri in der libanesischen Hauptstadt. Foto: Bilal Hussein/AP/dpa

Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Laridschani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben.

Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Eine Bestätigung von iranischer Seite gab es zunächst nicht.

Laridschani wurde im August 2025 auf den Posten im Sicherheitsrat berufen. Zuvor hatte er als Berater des am 28. Februar getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei gearbeitet. Der Aufstieg des 67-Jährigen überraschte damals viele Beobachter. Laridschani galt als Pragmatiker und hegte Ambitionen auf das Präsidentenamt. Für die Wahl 2024 wurde er jedoch vom mächtigen Wächterrat, einem Kontrollgremium, disqualifiziert.

13.08.2025, Libanon, Beirut: Ali Laridschani, Leiter des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, gestikuliert, während Hisbollah-Anhänger Reis werfen, um ihn vor dem internationalen Flughafen Rafik Hariri in der libanesischen Hauptstadt zu begrüßen. Foto: Bilal Hussein/AP/dpa

– Laridschani  „Mann des Systems“: Irans Sicherheitsrat befasst sich mit Fragen der nationalen Sicherheit, der Landesverteidigung sowie dem Schutz der Islamischen Revolution. Neben dem Präsidenten als Vorsitzendem gehören dem Gremium mit rund einem Dutzend Mitgliedern mehrere Minister und Generäle an. Der Generalsekretär ist Gesandter des obersten Führers. Der Rat kann Entscheidungen treffen, ohne das Parlament einzubeziehen, die nach Zustimmung des Religionsführers endgültig sind. Ein wiederkehrendes Thema ist das iranische Atomprogramm.

Laridschani studierte Mathematik und galt als „Mann des Systems“, vertrat in den vergangenen Jahren jedoch auch wiederholt moderatere Positionen. Wie viele heutige Politiker machte er zunächst Karriere bei den Revolutionsgarden und stieg bis zum Brigadegeneral auf, ehe er Anfang der Neunzigerjahre aus dem aktiven Dienst ausschied.

Er soll eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der jüngsten Massenproteste gespielt haben, berichtete das Exilmedium „Iranwire“. Tausende Demonstranten wurden bei den Aufständen Anfang Januar getötet. Zugleich, so zitierte das Portal einen Insider, habe Laridschani an „kulturelle und wirtschaftliche Reformen sowie an diplomatische Annäherung – ähnlich den Reformen in China“ geglaubt. Die USA belegten den Funktionär wegen seiner Rolle bei der Repression mit Sanktionen. (dpa)

6 Antworten auf “Israel: Iranischer Funktionär Ali Laridschani getötet”

  1. Wieder einer weniger von diesen bärtigen Steinzeit-Zombies.

    Noch mehr erfüllt es mich mit großer Freude, vorhin diese Meldung zu vernehmen, der „Iran hat bestätigt, dass der Anführer der Basidsch-Milizen, Soleimani, bei einem Luftangriff getötet wurde. “

    Der Satan und Schlächter von Teheran. Er möge in der Hölle schmoren.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Ob dieser Angriffskrieg für die beiden angreifenden Ländern, strategisch zu gewinnen ist, oder auch nicht, hängt vom Durchhaltevermögen beider Seiten ab.
      Und es sieht so aus, als hätten sich die Angreifer wieder verrechnet.
      Denn die Ankündigung, dass der Krieg nur vier, fünf Wochen dauern könnte, war eigentlich der Witz des Tages.
      Denn durch den Angriff, hat man etwas ausgelöst, bei dem nicht nur die iranische Bevölkerung mehr leiden wird als zuvor, sondern noch Jahre später auch andere Länder mit Rache, Terror Anschlägen rechnen müssen.
      93 Millionen Menschen, kann man wohl schlecht bei diesem Krieg umbringen,
      Auch wenn man schon begonnen hat, dies vereinzelt zu praktizieren, anstatt nach diplomatischen Lösungen zu suchen.
      Ein Rückzug wäre die intelligenteste Lösung, für Putin aus der Ukraine und für Trump und Netanjahu aus dem Iran.
      Es muss aber nicht zwingend mit mangelnder Intelligenz zu tun haben, dass man überhaupt keinen Frieden möchte, denn schließlich steckt hinter jedem Krieg ein, zukünftiger Plan.

  2. Der Alte

    Was (bewußt?) nicht erwähnt wird, ist dass es einen zweiten Toten gegeben hat, nämlich Gholamreza Soleimani, den Führer der Basidj, einer Teilstreitkraft, die durch Khomeini gegründet wurde um aus dem Volk heraus die Truppen während des Iran-Irak-Krieges zu unterstützen. Aktuell ist der Basidj für die Revolutionsgarden für die innere und auessere Sicherheit zuständig. Sozusagen die Waffen- und Allgemeine SS des Mullah-Regimes. Möglicherweise möchte man über diesen Aspekt nicht berichten und fokalisiert die Aufmerksamkeit des Publikums auf den ein wenig ansehnlicheren Laridschani, der als fast diplomatisch dargestellt wird.

  3. Wieder ein „Kandidat“ weniger, mit dem man irgendwann hätte verhandeln können.

    Sie werden alle unter israelischen „gezielten Angriffen“ verschwinden.
    Zurück bleibt dann ein zerstörtes aber steinreiches Land, mit Millionen von hasserfüllten Iranern.

    Wenn es dann soweit ist, bleibt zu hoffen, dass sie sich (nur) an richtiger Stelle rächen werden. Aber zur Zeit ist weltweiter Chaos der einfachere Weg.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      5/11 In ihrem letzten Abschnitt unterschätzen sie möglicherweise die schauspielerische Zusammenarbeit der Bevölkerung, die vielleicht einen weltübernahme Versuch gestartet hat?

      Ein paar Auffälligkeiten, die diese etwas andere Theorie unterstützen könnten, sind eigentlich schon ersichtlich?
      Wenn Trump sich jetzt seinem Projekt Kuba zuwendet, werden wir wahrscheinlich Israel finanziell mit der Kleinigkeit einiger trilliönchen Euro unterstützen müssen, genauso wie wie man uns dazu zwingt die Ukraine zu unterstützen?.

      VDL und Merz halten sich zwar im Moment noch zurück, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie bald die Kollekte ins Leben rufen werden?
      Die Auswirkungen für Europa, werden aber so oder so katastrophal, wegen der Idee, des in Europa gesuchten, israelischen Straftäters, ein Land anzugreifen, von dem er wusste, dass dieser Angriffskrieg überhaupt nicht funktionieren konnte.

      Und alleine für diese Dummheit oder willikür,( je nach Sicht des Betrachters) gehört der Mann eigentlich sofort festgenommen und nach Den Haag ausgeliefert.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern