Der neue Jahresbericht des weltweit größten Brauereikonzerns Anheuser-Busch InBev sorgt in Belgien für Diskussionen über Managergehälter und soziale Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt steht der brasilianische Manager Michel Doukeris (53), der das Unternehmen leitet, zu dessen bekanntesten Marken unter anderem Jupiler und Stella Artois gehören.
Laut Bericht erhielt Doukeris im Jahr 2025 eine außergewöhnlich hohe Vergütung, die in der belgischen Unternehmenswelt als Novum gilt.
Neben seinem regulären Grundgehalt bekam der CEO zusätzliche Vergütungen in Form von Aktien und Aktienoptionen. Allein dieser Bonus hatte einen Wert von rund 85,8 Millionen Euro.
Solche aktienbasierten Vergütungen sind in großen internationalen Konzernen zwar nicht ungewöhnlich, erreichen jedoch selten eine derart hohe Summe. Sie sollen Führungskräfte langfristig an den Erfolg des Unternehmens binden und ihre Interessen stärker mit denen der Aktionäre verknüpfen.
Besonders auffällig ist der enorme Unterschied zwischen dem Einkommen des Vorstandsvorsitzenden und dem der Beschäftigten am unteren Ende der Lohnskala. Laut einem Medienbericht verdiente Doukeris im vergangenen Jahr fast 1.800-mal so viel wie der am schlechtesten bezahlte Mitarbeiter des Unternehmens.
„Ein Verhältnis von fast 1.800 zu 1 ist für Belgien wirklich beispiellos“, sagt der Professor und Vergütungsexperte Xavier Baeten (Vlerick) der Nachrichten-Website „7sur7“. Dass dieser Rekord ausgerechnet bei AB InBev zustande kommt, ist laut Baeten allerdings kein Zufall.
„Offiziell ist es ein belgisches Unternehmen, aber der amerikanisch-brasilianische Einfluss ist dort groß. Die Vergütung orientiert sich daher stark am amerikanischen Modell“, so Baeten In den Vereinigten Staaten bestehe nur ein kleiner Teil des Gehaltspakets aus einem festen Grundgehalt, während der Großteil aus langfristigen Boni und Aktien bestehe.
Auch beim Vorstandsvorsitzenden Michel Doukeris zeigt sich dieses Prinzip deutlich: Im Jahr 2025 machten lediglich zwei Prozent seiner Gesamtvergütung das Grundgehalt aus. Die restlichen 98 Prozent waren leistungsabhängig und an Boni sowie Aktien gekoppelt.
Kritiker sehen in solchen Vergütungen ein Zeichen für überhöhte Bezahlung von Spitzenmanagern, während Befürworter argumentieren, dass globale Unternehmen Spitzenkräfte mit entsprechend hohen Anreizen gewinnen und halten müssen. (cre)

ja, ja da freut sich sicher auch der Fiskus 😉
Aber dem Verbraucher erzählt man immer von gestiegenen Rohstoffen. Finde den Fehler.
Gut verhandelt!