Dass bei Olympischen Spielen ein Athlet nach dem Gewinn einer Medaille seiner Partnerin einen Heiratsantrag macht, dürfte schon einige Male geschehen sein. Dass aber ein Medaillengewinner in aller Öffentlichkeit gesteht, seine Freundin betrogen zu haben, ist wohl eher die große Ausnahme.
Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid hat kurz nach dem Gewinn von Olympia-Bronze in einem TV-Interview ungefragt von einem Seitensprung berichtet. „Vor drei Monaten habe ich meinen größten Fehler begangen“, sagte Laegreid dem TV-Sender NRK unter Tränen. Er habe seine Partnerin, die er erst vor sechs Monaten kennengelernt hatte, betrogen. „Ich habe es ihr vor einer Woche gestanden. Es war die schlimmste Woche meines Lebens.“ Die betrogene Frau sei die „Liebe meines Lebens“ gewesen, der „schönste und netteste Menschen der Welt“.

10.02.2026, Italien, Antholz: Sturla Holm Laegreid aus Norwegen auf der Strecke unterwegs. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Er wolle mit dem Thema offen umgehen, weil er hofft, die Beziehung zu seiner Ex-Partnerin doch noch reparieren zu können. Aktuell sind beide aber getrennt. „Ich bin noch nicht bereit, aufzugeben. Ich trage die Konsequenzen für mein Handeln und bereue es von ganzem Herzen“, sagte er und ergänzte: „Manchmal mache ich dumme Dinge.“
Der 28-Jährige gab sich vor der Fernsehkamera reumütig. „Ich hatte im Leben eine Goldmedaille und wahrscheinlich gibt es viele, die mich mit anderen Augen ansehen, aber ich habe nur Augen für sie“, sagte er. Das Training und die Vorbereitung seien danach schwierig gewesen, trotzdem gelang ihm im ersten Individualrennen bei Olympia ein erfolgreiches Rennen.
In Antholz gewann der Norweger Johan-Olav Botn den Wettbewerb vor Eric Perrot aus Frankreich, dahinter schaffte es Laegreid im Klassiker über 20 Kilometer noch auf das Podium. „Es ist meine erste olympische Einzel-Medaille und ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben“, sagte Laegreid noch, bevor das Interview eine unerwartete Wendung nahm.
Auch bei der anschließenden Pressekonferenz der Medaillengewinner war Laegreids Geständnis das Thema Nummer eins. „Es tut mir leid, Johan, ich möchte dir nicht die Show stehlen“, sagte der Norweger in Richtung seines siegreichen Landsmanns. „Das Thema ist bald wieder vorbei, aber du wirst für immer Olympiasieger sein.“
Auch mit etwas Abstand bereute der siebenmalige Weltmeister seinen Schritt nicht. „Es war eine bewusste Entscheidung, die ich getroffen habe. Heute habe ich mich entschieden, der Welt zu erzählen, was ich getan habe“, sagte Laegreid. Sein Ziel ist jetzt „ein Happy End“ mit seiner Ex-Partnerin. (dpa)
Will die Welt das wissen? Heutzutage bumsen doch viele Gesichter der Öffentlichkeit kreuz und quer durch die Gegend.
Finde ich rührend. Mache mir gerade Spaghetti Bolognese, noch zweimal rühren, dann dürften die auch fertig sein.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein Teil der jüngeren Leute einfach nur noch verblödet, diese wollen immer nur noch im Mittelpunkt stehen um Aufmerksamkeit zu erregen.
Wenn ich jedes Mal wenn ich meinem Hobby nachgegangen bin so ein Zinnober gemacht hätte käme ich aus dem Heulen nicht mehr raus.
Geniessen und Schweigen, wer das nicht kann soll treu sein, das ist dann einfacher.
HINWEIS – Skeletonpilot aus der Ukraine darf wegen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportlern nicht starten https://ostbelgiendirekt.be/hehelm-mit-bildern-getoeteter-sportler-435780