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PDS hat erstmals seit dem Schuljahr 2014-2015 mehr Sekundarschüler als im Vorjahr – RSI weiter vorne

Der Haupteingang zum ehemaligen Collège Patronné und zur heutigen Pater-Damian-Sekundarschule (PDS) in Eupen. Foto: OD

Bis 2017-2018 war die Pater-Damian-Schule die größte Regelschule im Sekundar-Unterricht in der DG. Das ist sie seitdem zwar nicht mehr, aber zumindest hat die PDS die seit dem Schuljahr 2013-2014 andauernde Talfahrt stoppen können.

Dies ist eine der Erkenntnisse der aktuellen Schülerzahlen, die letzte Woche von Bildungsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) vorgestellt wurden.

Die größte Regelsekundarschule in der DG war am 30. September 2021 das Robert-Schuman-Institut (RSI) in Eupen mit 862 (-1) vor dem Kgl. Athenäum in Eupen mit 838 (-6) und der PDS Eupen mit 680 Schülern (+8). Bis zum Schuljahr 2014-2015 hatte die PDS noch über 1.000 Regelsekundarschüler.

Verteilung der Regelsekundarschüler auf die einzelnen Schulen. Zum Vergrößern Tabelle anklicken. Quelle: Bildungsministerium der DG

Wenn man alle Schulebenen berücksichtigt, nahm die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen in den ostbelgischen Schulen von 12.450 auf 12.499 zu. Dieser Zuwachs ist vor allem dem Anstieg der Schülerzahlen in den Kindergärten und in den Primarschulen geschuldet. In den Sekundarschulen nahm die Zahl von 4.534 auf 4.449 ab.

Deutlich zugenommen hat die Zahl der Studenten an der Autonomen Hochschule (AHS), die mit 265 so viele Studierende aufweist wie noch nie. Auch die Förderschule hatte noch nie so viele Schüler wie im Schuljahr 2021-2022.

Wenn man nach Schulnetzen vorgeht, stellt das offizielle subventionierte Unterrichtswesen (OSUW) mit über 47 Prozent fast die Hälfte aller Schüler in der DG. Das OSUW sind öffentlich-rechtliche Schulen, die in der Regel von den Gemeinden organisiert und von der DG subventioniert werden.

Es folgen die Gemeinschaftsschulen mit etwas mehr als 30 Prozent. Zum Gemeinschaftsunterrichtswesen (GUW) gehören die Athenäen von Eupen, Kelmis und St. Vith, das Eupener Robert-Schuman-Institut (RSI) und das Zentrum für Förderpädagogik (ZFP) in Eupen, St. Vith und Bütgenbach.

Das Robert Schuman Institut (oben) und das Kgl. Athenäum Eupen (unten). Fotos: Gerd Comouth

Knapp 22 Prozent der Schüler besuchen eine Schule des Freien Subventionierten Unterrichtswesens (FSU). Das sind die Bischöflichen Schulen in Eupen (PDS), Büllingen (BIB) und St. Vith (BS, TI und MG). Hinzu kommt die Freie Katholische Primarschule St. Vith (Grundschule).

Interessant ist bei der Vorstellung der Schülerzahlen auch immer der Blick auf die Nationalität der Schüler. Bei den Kindern im Kindergarten und in der Primarschule sind immerhin 913 (12,31 Prozent) deutsche Staatsbürger. Auch bei den Sekundarschülern stellen die deutschen Schüler die zweitstärkste Nation nach Belgien dar.

Wenn man von den Nachbarländern Deutschland, Niederlande und Luxemburg absieht, bilden die Schüler aus dem Balkan (Bosnien- Herzegowina, Serbien, Kosovo, Kroatien, Montenegro) die größte ausländische Volksgruppe.

Bei den philosophischen Fächern verfolgen zwischen 70 und 75 Prozent der Schüler die katholische Lehre, gefolgt von der nicht-konfessionellen Sittenlehre (rund 13 Prozent). Islamisch ist in den Kindergärten und Primarschulen (über 13 Prozent) inzwischen deutlich stärker gefragt als in der Sekundarstufe (weniger als 9 Prozent).

Insgesamt hat sich also im letzten Schuljahr nicht viel geändert, jedenfalls was die Schülerzahlen betrifft. Dennoch war 2020-2021 wegen der Corona-Krise ein turbulentes Schuljahr. Und noch ist die Pandemie nicht vorbei… (cre)

Weitere informationen und Zahlen zum Schuljahr 2021-2022 unter folgendem Link:

SCHÜLERZAHLEN 2021-2022

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