Die Fußball-Nationalmannschaften von Belgien und Frankreich haben sich am Mittwochabend in einem Freundschaftsspiel mit 0:0 getrennt. Die Roten Teufel waren im Brüsseler König-Baudouin-Stadion im zweiten Durchgang tonangebend, konnten jedoch keine von mehreren guten Tormöglichkeiten nutzen. Die Franzosen aber auch nicht. Ihre größte Chance vereitelte Belgiens Keeper Courtois mit Bravour.
In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein munteres Spiel, in dem es aber zunächst wenig Tormöglichkeiten gab. Eigentlich gab es nur eine Chance, die diesen Namen verdiente: De Bruyne erhielt in der 37. Minute mehr oder weniger per Zufall den Ball vor die Füße, zog sofort ab, doch sein Schuss verfehlte das Ziel.
Die Franzosen waren vor allem gefährlich über links durch Ribéry, doch gelang es auch dem Bayern-Spieler nicht, seine Mitspieler so in Szene zu setzen, dass diese Frankreich in Führung bringen konnten. So blieb es nach 45 Minuten beim 0:0.
Die zweite Halbzeit war viel reicher an Torchancen. Die meisten hatten die Roten Teufel durch Pocognoli (50.), Lukaku (53.), noch einmal Lukaku (60.), Mirallas (73.) und Fellaini (77.). Die größte von allen hatte jedoch Frankreich in der 66. Minute, als Belgiens Torhüter Courtois mit einer Glanzreaktion, wie er sie fast in jedem Spiel hat, den eingewechselten französischen Stürmer Giroud an einem Treffer hinderte.
Nationaltrainer Wilmots lobt Alderweireld
„Belgien hat eine gute Mannschaft“, sagte auf TF1 der frühere Bayern-Verteidiger Bixente Lizarazu, der jetzt Co-Kommentator ist, nach dem Spiel. Frankreichs Coach Didier Dechamps meinte seinerseits: „Wir hätten das Spiel verlieren, wir hätten es aber auch gewinnen können.“
Belgiens Coach Marc Wilmots war nicht unzufrieden im Anschluss an die Partie gegen die Franzosen. Er hob lobend die Leistung von Rechtsverteidiger Toby Alderweireld hervor, der in der Vergangenheit nicht immer gute Leistungen abgeliefert habe, sich diesmal jedoch gegen Franck Ribéry, den vielleicht weltbesten Spieler im Moment, hervorragend aus der Affäre gezogen habe.
Ernst wird es am 6. September beim WM-Qualifikationsspiel in Schottland. Mit einem Sieg in Glasgow kämen die Roten Teufel ihrem Ziel WM-Teilnahme Brasilien 2014 ein großes Stück näher. (cre)
Der TF1 Experte und ehemalige Bayern Spieler heißt BIXENTE LIZARAZU, nicht Vincente
Danke für den Hinweis. Fehler wurde bereits korrigiert.
Der mit Abstand beste Belgier war Kevin De Bruyne. An dem werden wir in den nächsten Jahren noch viel Freude haben. Auch Eden Hazard hat mir gefallen. Lukaku weniger, er ist zu tollpatschig. Vorne sollte Benteke hin oder der kleine Bakkali.
Einer der wenigen nachteiligen Aspekte war m.E. die Tatsache, dass (wieder mal) die Nationalhymne der Gästemannschaft von einem Großteil des Publikums ausgepfiffen wurde. Dies hat leider inzwischen Tradition, beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die „ungeliebten“ deutschen oder niederländischen Mannschaften und wirft ein schlechtes Licht auf die Gastgeber. Der Verband sollte vielleicht mal darüber nachdenken, ob die Supporter im Vorfeld solcher Spiele nicht auch an die legendäre belgische Gastfeundschaft erinnert werden könnte, die auch im Stadion gilt.
Marc Wilmots hat heute einen Aufruf gestartet, dies in Zukunft zu unterlassen. Das wird Wirkung zeigen, denn Wilmots wird allseits geachtet.
Der Verband macht vor jedem Spiel einen Aufruf um das Pfeifen zu unterbinden.
Die Supporter die immer da sind halten sich auch fast alle daran.
Leider sind die „Tagessupporter“ noch nicht soweit…