Kultur, Politik

Kostenloses Angebot als Vorbereitung auf ein Studium in französischer Sprache

Foto: Shutterstock

DG-Ministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) hat ein neues Projekt zur Förderung der ersten Fremdsprache Französisch angekündigt.

Vom 16. bis zum 23. August 2023 (Wochenende ausgenommen) können sich deutschsprachige Sekundarschüler/-innen des 5. Jahres an der Universität Lüttich kostenlos auf ein Studium in französischer Sprache vorbereiten. Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2023.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Supérieur des Langues Vivantes der Universität Lüttich lanciert die Regierung eine Vorbereitungswoche, die sich an Schüler des 5. Sekundarschuljahres richtet, die ein Studium in französischer Sprache absolvieren möchten.

DG-Bildungsministerin Lydia Klinkenberg. Foto: Kabinett Klinkenberg

Während fünf Vormittagen erhalten die Schüler an der Universität Lüttich den Sprachunterricht „Français sur objectif universitaire“ (FOU). Dabei handelt es sich um einen Sprachkurs für angehende Studierende, der die für ein Studium erforderlichen fachlichen und methodischen Kompetenzen vermittelt.

Nachmittags erwartet sie zudem ein abwechslungsreiches Begleitprogramm, bestehend aus kulturellen Aktivitäten und Besichtigungen der Universität Lüttich sowie ausgewählter Hochschulen. Sie erhalten außerdem die Gelegenheit, mit deutschsprachigen Studierenden in den Austausch zu gehen.

Lydia Klinkenberg erklärt: „Unsere Sekundarschülerinnen und -schüler schneiden bei der DELF-Testung sehr gut ab. Stolze 91,04 Prozent erhielten im letzten Schuljahr das Zertifikat B2. Dennoch ruft ein Studium in französischer Sprache erfahrungsgemäß bei vielen Jugendlichen eine Unsicherheit hervor. Mit dem Vorbereitungskurs verfolgen wir das Ziel, ihnen die Angst zu nehmen und ihnen aufzuzeigen, dass sie in der Lage sind, auch ein Studium in französischer Sprache erfolgreich zu meistern. Die Teilnahme ist für die Jugendlichen und ihre Eltern völlig kostenlos. Auch für die Beförderung nach Lüttich und zurück und die Verpflegung haben wir gesorgt. Da wir in diesem Jahr testen möchten, wie das Angebot angenommen wird, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Sollte die Vorbereitungswoche auf großes Interesse stoßen, werden wir die Aktion im kommenden Jahr wiederholen und die mögliche Teilnehmerzahl aufstocken.“

Programm und Anmeldung: www.ostbelgienbildung.be/vorbereitungskurs

Praktische Informationen auf einen Blick:

  • Datum: 16., 17., 18., 21., 22. und 23. August 2023
  • Ort: HEC ULiège, rue Louvrex 14, 4000 Liège
  • Zielgruppe: Schüler, die im Schuljahr 2022-2023 das 5. Sekundarschuljahr besuchen und ein Studium in französischer Sprache absolvieren möchten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Insofern nicht alle Plätze besetzt werden, können auch Sekundarschüler des 6. Jahres teilnehmen.
  • Kosten: Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft übernimmt alle Kosten. Die Teilnahme ist für die Schüler/-innen kostenlos.
  • Beförderung: Ein durch die Regierung organisierter Bustransport bringt die Schüler von St.Vith oder Eupen aus nach Lüttich und wieder zurück.
  • Anmeldung: <\b>Anmeldefrist ist der 15. Juni 2023.

15 Antworten auf “Kostenloses Angebot als Vorbereitung auf ein Studium in französischer Sprache”

  1. Patriot Belgique

    Warum? Der Großteil studiert eh in D. Wenn es darum geht, dass Belgier auch in Belgien studieren sollen, dann könnte man auch Niederländisch anbieten oder noch besser, Studiengänge in deutscher Sprache in Lüttich anbieten! Aber bevor man sich in der Wallonie mit Fremdsprachen befasst, friert eher die Hölle zu. Die Arbeitlosenquote bei unseren französischsprachigen Nachbarn sagt hingegen einiges über deren Flexibilität aus. Sollte man dort mal lieber deutsch, niederländisch oder englisch anbieten aber da ist das ja wieder mit der Hölle :)

  2. Stimmfangaktion

    Und die nächste Stimmfangaktion… Wer nicht ausreichend FRZ kann wird auch nicht an 4 Vormittagen es können. Als ehemaliger akademischer FRZ-Lehrer für nicht-Muttersprachler weiß ich wovon ich rede. Das „in Watte packen“, wie es hier dargestellt wird ist nur ein weiteres Zeichen für die völlige Weltfremdheit der „Schneeflocken“ und deren kompletten Unfähigkeit mit TATSACHEN klar zu kommen.
    Übrigens, Lüttich ist gerade mal 30 Minuten entfernt und ich wette, viele waren da schon zum Partymachen und Shoppen, also werden die armen engehenden Studenten wohl auch wissen, wie es um ihr FRZ steht, ohne, daß sie wieder von Mama Lydia an die Hand geführt wrden, in die bööööse französischsprachige Welt. An dem Tag wo dieses Ministeriums was Vernünftiges bringt gebe ich eine Runde aus, für alle in der Wallonie!
    NB: Die haben doch alle bestimmt GPS uns einen Notfilfeknopf auf ihrem Smombiephone, also können die ja den Sprachnotdiesnt… goggeln, wenn sie Probleme haben.
    Meine Gütem diese „Generation Z“ und ihre Minister*innen?!+.2 sind für die TONNE!

  3. André C.

    Eigentlich sollte die Sprachvielfalt in unserem Land ein Vorteil sein. Grade hier in Ostbelgien mit deutschen Muttersprachlern, französisch ab der Basis Schule und dem Platt das dem flämischen sehr ähnlich ist. Doch faktisch können wir weder das eine noch das andere perfekt. Deutsch ist von alledem noch die am besten beherrschte Sprache. Daher sind geschätzt Zweidrittel der Ostbelgischen Studenten auch in Deutschland zu finden. Was den Norden der DG betrifft, sind wohl fast alle in Aachen. Selbst in Kelmis, wo meines Erachtens das französische am besten beherrscht wird, zieht es fast jeden Richtung Aachen. Die Gründe liegen also nicht alleine an den französisch Kenntnissen. Erstmal liegt Aachen für die Nord DGler*innen ;) vor der Türe. Dann gibt es in der Wallonie reichlich Resantiments gegenüber uns Ostbelgiern. Da wird man doch schon auf dem Bahnhof in Waelkenrath abfällig angeschaut wenn man sich mit den Kollegen auf deutsch unterhält.
    Alles in allem ist die Wallonie bei den jungen Leuten einfach „out“.

    • Ressentiments gegen Deutschsprachige gibt es in der Wallonie nicht. Ich bin vor 45 Jahren dort zur Schule gegangen und anschliessend Militärdienst in einer Französischsprachigen Einheit. Arsch***** gibt es überall, aber meistens wurde einem Respekt entgegen gebracht dass man den Mut hatte sich in einer (anfangs) fremden Sprache eine Ausbildung zuzutrauen.

    • @Andre: zu behaupten dass alle aus dem Norden der Dg nach Aachen gehen ist ein Irrtum. Aus der Abiklasse meines Sohnes gehen mehr als 70 Prozent nach Lüttich bzw LLN. Der Rest fängt entweder eine Lehre an, nimmt eine Auszeit oder geht nach Deutschland.

  4. Ich begrüsse die Initiative, unabhängig jeglicher politischer Couleur und es ist beeindruckend, wie hier gleich welche Initiative schlecht gemacht wird.
    In keinem Schulsystem ist genügend Zeitraum, um bis zum Abitur mehrere Sprachen auf Universitätsniveau zu erlernen.
    In Bereichen die persönliche Motivation und Einsatz fordern, kann man das eigene Versagen oder das seiner Kinder nicht immer nur auf andere schieben.
    Wer glaubt, Herausforderungen immer nur auf die Schule abwälzen zu können, muss sich nicht wundern, wenn seine Sprösslinge mit der selben Borniertheit aufwachsen.

  5. Meine Fresse

    Man muss auch mal die Eier haben.
    Ich habe mit schlechtem Schulenglisch in Irland gearbeitet und mit Null französisch in Malmedy – es geht.
    Man sollte nur nicht heulen wenn man mit “ Heil Hitler“ begrüßt wird.
    Nach dem ersten Kasten Bier zum Einstand lief es überall gut..

    • André C

      Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Man sollte sich nicht so anstellen. Mein „Heil Hitler Erlebnis“ hatte ich als junger Wehrdienstleistender in der Wallonie und fühlte mich natürlich maximal Beleidigt. Heute würde ich damit anders umgehen. Trotzdem finde ich das immer noch extrem unangenehm aufgrund der Sprache und in meinem Fall auch wegen des sehr deutsch klingenden Nachnamen so etwas anhören zu müssen. Selbst in Geschäften in Eupen schaffen es teils die wallonischen Mitarbeiter nicht einmal „Guten Tag“ zu wünschen. Ich finde wir sollten in Belgien zusammenhalten und Verständnis für die anderen Regionen in unserem Land haben. Ansonsten können wir uns Belgien auch schenken. Das wäre schade.

      • DR ALBERN@

        @ Andre C., da liegen SIE falsch! Dank der EU dürfen die Wallonen nur noch „BOCHES“ sagen, denken aber innerlich noch immer „SALES BOCHES“, auch die jungen Leute und besonders Beamte!!!

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