Politik

Keine Einigung zwischen USA und Iran – Straße von Hormus wichtigster Streitpunkt – JD Vance abgereist

12.04.2026, Pakistan, Islamabad: US-Vizepräsident JD Vance trifft nach einem Treffen mit Vertretern aus Pakistan und Iran zu einer Pressekonferenz ein. Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/AP/dpa

Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans sind am frühen Sonntagmorgen ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance wurde bei den Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad keine Einigung erzielt. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommen wird, war zunächst nicht bekannt.

Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance. Der US-Vize bestieg nach Angaben anwesender Journalisten noch am Morgen ein Flugzeug in Richtung USA. Teheran plane keine weitere Verhandlungsrunde, berichtete die iranischen Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle.

Nach 21 Stunden Verhandlungen hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen.

12.04.2026, Pakistan, Islamabad: Vizepräsident JD Vance (r) spricht während einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit Vertretern aus Pakistan und Iran, während Jared Kushner (l) und Steve Witkoff, Sonderbeauftragter für Friedensmissionen, zuhören. Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/AP/dpa

Der US-Vize sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. „Wir hoffen, dass wir es noch sehen werden.“ Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen, sagte Vance weiter.

Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai ging es bei den Verhandlungen um zentrale Themen wie die Straße von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region. Bis in den Sonntag hinein hätten „intensive Verhandlungen“ stattgefunden. Dabei seien „zahlreiche Nachrichten und Texte“ zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden, schrieb Baghai in den frühen Morgenstunden kurz vor der Pressekonferenz von Vance auf X.

Der Erfolg des diplomatischen Prozesses hänge aber „von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen“, schrieb Baghai weiter

– „Große Differenzen bei Verhandlungen“: Iranische Medien hatten zuvor über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von „überzogenen Forderungen“ der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.

Tasnim zufolge bestand die iranische Delegation auf der „Wahrung der militärischen Errungenschaften“, eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus  – gegeben haben.

Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Der Iran hat die Kontrolle der Seestraße seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-Präsident Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung für die am vergangenen Mittwoch verkündete, zweiwöchige Waffenruhe gemacht.

11.03.2026, Vereinigte Arabische Emirate, Khor Fakkan: Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa

– Historische Gespräche: Die Gespräche in Islamabad gelten trotz einer ausbleibenden Einigung als historisch. Am 28. Februar hatten die USA und Israel den Krieg gegen Iran begonnen. Die iranischen Streitkräfte reagierten mit Raketenbeschuss und attackierten nicht nur Ziele in Israel, sondern in der ganzen Golfregion. Der Konflikt weitete sich damit zu einem regionalen Krieg aus. Am Mittwoch hatten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt.

Verhandlungsleiter für die USA in Islamabad war Vizepräsident Vance, für die Islamische Republik Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf. Die von Pakistan vermittelte Verhandlungsrunde war laut „New York Times“ das hochrangigste direkte Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Beamten seit der Islamischen Revolution im Iran 1979. Das Blatt berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige iranische Beamte, dass Vance und Ghalibaf sich die Hand schüttelten. Die Stimmung des Treffens war zunächst als herzlich und ruhig beschrieben worden.

Trump sagte unterdessen am Samstagnachmittag (US-Ortszeit) kurz vor seinem Abflug nach Miami, ihm sei gleichgültig, ob ein Abkommen mit dem Iran erreicht werde oder nicht. „Wir gewinnen so oder so“, erklärte er vor Journalisten. „Wir haben sie militärisch besiegt.“

– Centcom passieren US-Zerstörer Straße von Hormus: Zeitgleich mit den Verhandlungen in Pakistan erklärte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom), einen Marineeinsatz zur Räumung von Seeminen begonnen zu haben. Zwei Zerstörer hätten dazu die Straße von Hormus passiert und seien im Arabischen Golf im Einsatz gewesen, hieß es in einer Mitteilung von Centcom auf X.

11.04.2026, Pakistan, Islamabad: Auf diesem vom Büro des pakistanischen Premierministers via AP veröffentlichten Foto schüttelt der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf (l) dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif vor ihrem Treffen die Hand. Foto: Uncredited/Pakistan Prime Minister Office/AP/dpa

Trump sagte wenig später, Minensuchboote seien im Einsatz. Die iranischen Revolutionsgarden hatten vor wenigen Tagen einen Bereich der Meerenge als Gefahrenzone deklariert und vor Minen in den Schifffahrtsrouten gewarnt.

Von Centcom hieß es weiter, die Mission solle sicherstellen, dass die Straße vollständig frei von Seeminen sei. „Heute haben wir mit der Einrichtung einer neuen Passage begonnen und werden diesen sicheren Weg bald mit der Schifffahrtsindustrie teilen, um den freien Warenverkehr zu fördern“, wurde Centcom-Kommandeur Admiral Brad Cooper zitiert.

In der Nacht zum Sonntag wiesen die Iraner dies zurück. Berichte über die Durchfahrt amerikanischer Schiffe durch die Straße von Hormus dementiere man, hieß es in einer Mitteilung der Islamischen Revolutionsgarden. Jeder Versuch von Militärschiffen, die Straße zu passieren, werde auf entschiedenen Widerstand treffen. Die Durchfahrt sei gemäß den geltenden Bestimmungen ausschließlich zivilen Schiffen gestattet, hieß es. Zuvor hatte die iranische Marine am Samstag bereits US-Kriegsschiffe vor einer Durchquerung der Straße von Hormus gewarnt und mit Angriffen auf diese gedroht. (dpa)

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59 Antworten auf “Keine Einigung zwischen USA und Iran – Straße von Hormus wichtigster Streitpunkt – JD Vance abgereist”

  1. Alfons van Compernolle

    Wer hat hier etwas anderes erwartet ???? Die einen so Bescheuert wie die Anderen und dann soll da etwas friedfertiges als Ergebnis raus kommen ???
    Und Trump wird wieder , wie gehabt, die Schuld bei UNS suchen , weil wir keine Soldaten und Kriegsschiffe entsendet haben. Wir der verràterische Westen mit seiner untauglichen NATO!
    Wenn Dummheit eine Geruchsbelàstigung erzeugen wùrde , dann wùrden mit Ausnahme der dortigen Politiker, in den USA und im IRAN die Bevoelkerung mit einer Atemschutzmaske rumlaufen.

  2. Worauf wartet ihr?

    Auf das massivste weiter bomben solange diese teuflischen Mulla-Bastarde nicht restlos beseitigt sind. Und die höheren Spritpreise gehen mir am A…. vorbei. Hab kein Auto mehr.

      • @:Heike 12/04/2026 17:40

        Wie kommen Sie darauf? Seit 2005 habe ich tatsächlich kein Auto mehr und seit 2014 setzt ich mich auch nicht mehr hinter ein Lenkrad.
        Auto fahren in der heutigen Zeit ist mir angesichts der vielen Idioten auf der Straße nicht mehr geheuer. Meine Einkäufe erledige ich mit Hilfe unserer gut vernetzten Nachbarschaft.

        Alles weitere wird je nach Bedarf ad hoc geregelt.

        • @ PvD
          Es geht auch nicht um Ihren nicht vorhandenen PKW, sondern zB um die Speditionen, die via LKW‘s die Lebensmittel liefern. Die Lebensmittel werden teurer. Bustickets werden teurer, usw.

          • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

            # Heike / Richtig. Das lustig Männchen mit dem Scheitel aus der USA, hat übrigens schon verkünden lassen, dass Öl und die Spritpreise an den Zapfsäulen, bis November so hoch bleiben könnten wie im Moment.
            Woher er das wohl wieder weiß ?
            Schon den Monat im Voraus zu sehen, hat aber nichts mit einer Glaskugel zu tun. Selbst wenn er eine hätte, ist er nicht dafür bestimmt, mit dieser umzugehen.
            Es sieht eher so aus wie beim ukrainekrieg, bei dem man gewohnheitsgemäß, schon vor den Friedensverhandlungen wusste, dass man sich nicht einig wird.
            Aber schön dass er durch diese versteckte Botschaft eigentlich nur erklärt hat, das aufgrund des angriffskriegs durch Israel und den USA, wieder hunderte Firmen, wenn nicht sogar tausende, bis November Insolvenz anmelden werden müssen.
            Ob nun in den USA oder Europa.
            Tanke Donald & Benjamin !

          • @Heike: 13/04/2026 07:49

            Werte Heike, ich muß Sie bedauerlicherweise erneut „enttäuschen“ was meine Lebensumstände betrifft.

            In Deutschland darf ich bundesweit mit allem was der ÖPNV zu bieten hat umsonst fahren. Mit einem GdB 80% plus Nachteilsausgleich G und B. Von der GEZ-Zwang-Steuer bin ich ebenfalls offiziell befreit.

            Und in Belgien fahre ich in der Wallonie mit der TEC für 12,00 € im Jahr mit der Karte Mobit Express 65+, sowie des weiteren mit der belgischen Bahn Senior (65+) | SNCB-NMBS für weniger als für´n Apfel und ´nem Ei.

            Mir geht es gut.

  3. Guido Scholzen

    Hatte Trump oder die US-Politik es wirklich nötig, den Iran zu bombardieren?
    Eher nein, aber die Israelis unter Netanyahu (von der linksliberalen Zeitung Ha’aretz als Faschist bezeichnet) wollten ein paar Probleme vor der Haustür lösen.
    Das meiste ist nicht auf Trump’s Ideen zurückzuführen, so clever ist der nicht. Die Zionisten in Israel und an der Ostküste haben den US-Präsident wirklich gut manipuliert (verarscht?), und Trump selber hat sich vor den zionistischen Karren gespannt – und muss die Karre jetzt selber aus dem Dreck ziehen.

    Noch ein Danke an den Roger Pint vom BRF für seinen hervorragenden Kommentar dazu:
    https://brf.be/meinung/kommentar/2066528/

    • #Guido Scholzen
      Nein, zum jetzigen Zeitpunkt war das Bombardement unnötig.
      Wie im Forum schon mal geschrieben,
      wäre DJT, lt. Angaben der amerikanischen Presse, nicht der bekannteste Antialkoholiker der Nation, würde man meinen, er war damals stockbesoffen als er sich auf die Leimspur von Netanyahu und der jüdisch-amerikanischen Lobby lenken ließ.

      Da es sich um einen Angriffsgriffkrieg handelt müssen die beiden Parteien selbstverständlich auch über
      „Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region“ sprechen.

      • Erleuchtung Jean

        Richtig, nix mit stockbesoffen, die Instinkte waren es…..
        Die New York Times vom 7. April 2026, schreibt,

        „Die Präsentation im „Situation Room“ am 11. Februar 2026:
        Netanjahu präsentierte einen Vier-Phasen-Plan, der auf einen schnellen Regimewechsel in Teheran abzielte.
        Zuerst sollte die Führung des iranischen Regimes beseitigt werden. Danach folgte die Zerstörung des Raketenprogramms innerhalb weniger Wochen. Aufstände im Land und der Einsatz kurdischer Kräfte aus dem Nordwesten sollten das Regime weiter schwächen. Abschließend war die Einsetzung eines säkularen Führers geplant – etwa Reza Pahlavi, der in den USA lebende Sohn des letzten Schahs.
        Der Mossad-Chef David Barnea und israelische Militärs unterstützten die Darstellung mit Bildern und Videos auf großen Bildschirmen.

        Trump saß nicht wie üblich am Kopf des Tisches, sondern seitlich gegenüber Netanjahu. Anwesend waren unter anderem Stabschefin Susie Wiles, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth, CIA-Direktor John Ratcliffe und General Dan Caine als Chef der Joint Chiefs of Staff. Vizepräsident J. D. Vance, ein erklärter Kriegsgegner, fehlte bei dem Treffen.

        Die Präsentation war keine spontane Idee. Netanjahu hatte seit Monaten auf einen großen Schlag gegen den Iran gedrängt. Die anschließenden Diskussionen im Weißen Haus zogen sich über Tage und Wochen hin. Trump wog seine eigenen Instinkte gegen pessimistische Geheimdienstberichte ab.

        Trotz der positiven Reaktion Trumps gab es massive Bedenken im US-Lager. Die Geheimdienste hielten Teile des israelischen Plans für unrealistisch. CIA-Chef Ratcliffe nannte das Szenario eines schnellen Regimewechsels „lächerlich“. Rubio soll ergänzt haben: „Mit anderen Worten: Das ist Bullshit.“ General Caine warnte vor der Gefahr einer Blockade der Straße von Hormus durch iranische Kräfte. Stabschefin Wiles hob die wirtschaftlichen Risiken hervor – steigende Benzinpreise kurz vor den Midterm-Wahlen.

        Dennoch setzte sich Trump über diese Einwände hinweg. Er glaubte an einen raschen Sieg und sah die Risiken einer Untätigkeit als größer an.“

  4. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Hier sind die Amerikaner an ihre Grenzen gestoßen.Großmaul und „Big Stick“ sind nicht genug.Es bedarf auch Einfühlungsvermögen und Verständnis (dh nicht, dass man einverstanden ist).

    Meiner Meinung nach fordern die Iraner Respekt.Die wollen anerkannt werden und in Ruhe gelassen werden.Die Iraner sind ja Orientalen.Mit denen muss man verhandeln wie auf einem Bazar.Denen etwas geben, um etwas zu erhalten.Nicht direkt kaufen, sondern mehrmals zurück kommen, diskutieren und dann kaufen.

    Dem Iran sollte man durchaus Atomwaffen zugestehen.Denn je mehr Länder Atomwaffen haben, umso unwahrscheinlicher wird der Einsatz.Wenn man Atomwaffen einsetzt, muss man damit rechnen, dass es zu einem Gegenschlag kommt.Wenn alle Atomwaffen haben ist Waffengleichheit hergestellt.Ist genau so als wenn alle Pfeil und Bogen haben. Nur Pfeil und Bogen sind preiswerter als Atomwaffen.

  5. https://www.tichyseinblick.de/podcast/te-wecker-am-12-april-2026/
    In Islamabad wird seit gestern verhandelt, als ginge es um Frieden. Doch eigentlich ist der Frieden nirgends zu sehen. Was sich dort abspielt, wirkt eher wie ein diplomatisches Theaterstück auf Zeit, während hinter den Kulissen schon die nächste Eskalationsstufe vorbereitet wird. Der Iran erscheint nach außen noch als Staat, im Innern aber zerfällt das Regime in rivalisierende Machtgruppen. Wer dort die Macht hat, läßt sich nicht sagen und genau darin liegt der Schlüssel zum Verständnis dieses Konflikts.
    ……

  6. Der Schlüssel??

    … Der liegt beim völligen Delirium der Macht, in Israel und den USA.
    Es wurden doch voriges Jahr alle atomaren Anlagen zerstört – laut D. Tump.
    Netanyahu bestätigt das jeden Tag, nach neuen Angriffen.

    Lasst diese Menschen endlich in Frieden leben, fast 50 Jahre erwürgen hat auch nichts gebracht. Und wer glaubt, man könnte das Land einfach weg bomben, schaut zu viele Videospiele.

    Je mehr man droht und zerstört, desto mehr gibt man dem Iran Gründe, die Motivation, sich besser zu schützen, aber auch zu rächen.

    Yankee go home!

    • Marcel Scholzen Eimerscheid

      Ein grundlegendes Problem der USA besteht im Verstehen anderer Denkweisen.Und das hat sich seit Vietnam nicht verändert.Ob damals oder heute glaubt man in den USA, dass technische Überlegenheit einen militärischen Sieg garantiert.Der menschliche Faktor wird nicht berücksichtigt.Ein technisch unterlegener Gegner mit einer guten Kampfmoral kann durchaus etwas ausrichten.

      Die gescheiterten Verhandlungen sind jetzt der Vorwand für eine Blockade und andere militärische Aktivitäten.Das soll vergessen machen, dass die USA und Israel diesen Konflikt begonnen haben.

      Der angebliche Tonkin Zwischenfall (Grund für das amerikanische Eingreifen in Vietnam) war eine Lüge.Und diese Lüge wurde bestraft durch die amerikanische Niederlage in Vietnam.

      Wenn China kein preiswertes Erdöl mehr aus dem Iran erhält, kauft es umso mehr in Russland oder anderswo.Es wird dann noch mehr auf heimische Energien setzen wie AKW, Sonne, Wind und Wasser.Solche Krisensituationen sind der beste Push für technischen Fortsetzungen.

      Mir scheint, die USA haben die Sekundäreffekte nicht ausreichend berücksichtigt.

      Und in Europa ist man dann auch gezwungen, aufzuwachen und zu überlegen.Hoffentlich kommen die europäischen Moralapostel zur Erkenntnis, daß Klimawandel und Ukraine nicht das wichtigste sind.

  7. Noch einmal, für alle die nicht verstehen, den Israelis geht um die Bedrohung aus dem Iran, den USA geht es um den globalen Konflikt gegen China. Die Europäer sind bei dem Spiel nur Zaungäste, mehr nicht….

    • Marcel Scholzen Eimerscheid

      Welche Bedrohung aus dem Iran ?
      Israels wird wirklich bedroht durch die Hisbollah im Libanon, durch Palästinenser im Westjordanland und Golanhöhe, vielleicht die Hamas im Gaza. Aber Iran ?
      Israel sollte seine Ressourcen schonen. Nicht den Iran angreifen sondern für den Schutz der Grenzen verwenden.
      Israel hat selbst Nuklearwaffen und braucht deswegen keine Angst zu haben vor einer nuklearen Bedrohung. Und der größte Teil der iranischen Raketen wurde abgefangen. Die Israelis werden demnächst gut verdienen durch den Verkauf von Flugabwehrtechnologie.

      • Natürlich wird Israel durch den Iran bedroht. Der Iran hat die Vernichtung Israels praktisch zur Staatsraison gemacht, hat die Terrororganisationen Hamas, Hizbollah oder die Houthis im Jemen aufgebaut, bezahlt und mit Waffen ausgestattet und befehligt im Hintergrund diese Terrorgruppen. Nicht zu vergessen die iranischen Terroristen (wie z.B. in Belgien) und die Geiselhaft unschuldiger Bürger (wie z.B. Belgier). Und Sie wollen dem Iran noch Atomwaffen in die Hand geben ?

        • @Dax, @Politik:
          So sehe ich es auch. Wir leben in einer merkwürdigen Zeit. Inzwischen gibt es pro-palästinensische Demonstrationen, bei denen Islamisten den Hitlergruß zeigen und Hitler hochleben lassen, weil gefeiert wird, dass er Millionen Juden umgebracht hat. Mit demonstrieren Linke und Linksextreme – wie auch Rechtsextreme. Hier gleichen sich die Anschauungen der extremistischen Internationale, das Verbindende ist der Hass auf Juden. Sie feiern den Vernichtungswillen von Hamas, Hisbollah und all den anderen islamistischen Terrorbanden, getreu dem Satz, wonach nur die dümmsten Kälber ihre Schlächter selbst aussuchen. Sie erinnern sich nicht mehr an all die Attentate auch in unserer Nachbarschaft, daran, wie medienwirksam der „Islamische Staat“ den „Ungläubigen“ vor laufender Kamera die Köpfe abgeschnitten hat.
          Sie lesen auch nicht, was Amnesty International jedes Jahr über die Menschenrechtslage im Iran, in den palästinensisch verwalteten Gebieten (siehe die Hansa-Herrschaft in Gaza), im Libanon usw. berichtet. Das sind wirklich schlimme Mörderbanden, orchestriert durch das iranische Mullah-Regime.
          FREE GAZA FROM HAMAS!

      • Noch was. Der Iran ist im Krieg mit Israel und den USA. Der Iran droht aber nicht beteiligte Länder in der Golfregion wie Quatar, Saudi Arabien, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, usw. anzugreifen und dort zivile Einrichten zu zerstören, sollte man Iran seinen Willen nicht lassen.
        Ist das kein Terrorismus?

      • Marcel Scholzen Eimerscheid

        @ dax und Politik.

        Man sollte unterscheiden zwischen tatsächlicher Bedrohung und vermeintlicher Bedrohung.

        Bis jetzt hat Israel Hisbollah und Co ganz gut im Griff. Diese Gruppen und iranische Raketen sind eine tatsächliche Bedrohung.

        Eine vermeintliche Bedrohung sind iranische Nuklearwaffen. Das ist ein Hirngespinst.Da sollte man mit Gelassenheit reagieren.Sonst wertet man dieses Regierungssystem im Iran nur unnötig auf.Es reicht dem Iran unmissverständlich klar zu machen, dass ein Ersteinsatz von Nuklearwaffen einen Vergeltungsschlag zur Konsequenz hat.

        Allgemein sollte man Diktaturen auf kleinem Feuer kochen wie zum Beispiel in Spanien.Die Öffnung muss allmählich erfolgen.Zuerst kamen Spanier ins Ausland arbeiten.Die brachten Geld und neue Ideen mit nach Hause.Urlauber brachten auch Geld und neue Ideen.Zusätzlich wurden persönliche Beziehungen geflochten.Und im Laufe der Jahre und Jahrzehnte begriffen immer mehr Spanier, dass eine Diktatur etwas schlechtes ist und dass es auch anders gehen kann.Das Ausland gab Spanien die Möglichkeit sich zu öffnen und ermöglichte so schlussendlich einen Systemwechsel.Eine Öffnung verhindern durch diverse Sanktionen machen einen Systemwechsel unmöglich. Iran, Nordkorea sind nur ein paar Beispiele.Nur die westlichen Moralapostel sind zu arrogant, um dies zu verstehen.

        • Die Franco-Diktatur endete nicht durch die Urlauber (über die hat Franco sich gefreut und die Infrastruktur ausbauen lassen, weil sie Geld brachten) oder dergleichen, sondern schlicht durch den Tod des Diktators.

          • Marcel Scholzen Eimerscheid

            Aber der Übergang zur Demokratie konnte nur gelingen, weil das demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung und in den Führungsschichten vorhanden war und auch sonst die Rahmenbedingungen stimmten. Ansonsten wäre ein neuer Diktator gekommen.

            • Herr von Sinnen, in Spanien hatte man schon lange demokratisches Bewusstsein und sogar eine Demokratie, die den Faschisten nur nicht gefallen hat. Man nannte das Zweite Spanische Republik, die letzten Parlamentswahlen vor Franco waren im Februar 1936. Die Spanier haben sich die Diktatur nicht ausgesucht, sie wurde getreu dem Satz „Die Macht kommt aus den Gewehrläufen“ von Franco herbeigeputscht. Dem Militärputsch folgte der Bürgerkrieg, den Franco mit militärischer Hilfe von Hitler und Mussolini gewonnen hat. Da endete das demokratische Bewusstsein nicht, man wurde aber dafür abgeknallt und verscharrt.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Dax/ Manche Europäer spielen aber nicht nur Zaungast, sondern handeln.
      ————————————————————————-
      Italien setzt die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel aus. Das habe die Regierung „angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten“ entschieden, erklärt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Verona italienischen Nachrichtenagenturen zufolge. Details zu dem Abkommen nennt sie nicht.

      Quelle ntv.de

  8. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Wenn der Trump jetzt selbst eine Wasser Straßensperre einrichten lässt, soll er bloß nicht das schwimmende Kassenhäuschen für die Maut vergessen ;-) Jetzt kann sich tatsächlich nur noch einer freuen und das ist Putin.
    Möchte nicht unbedingt zum Personal gehören, welches sich auf den Schiffen befindet, die angeblich ins Nadelöhr Schiffen müssen.
    Das kann entweder nur wieder ein Bluff von Trump sein, oder er möchte uns ein sehr riskantes Kartenspiel erklären

  9. Ich bin mal gespannt, ob Trump auch chinesische Frachter festsetzen lässt, die dem Iran ja die Maut bezahlen. Kann ja noch heiter werden, und hat tatsächlich eine gefährliche Variante, die mehr als alles zum schlechten verändern lassen könnte.

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