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Hitze- und Ozonbelastung: Warnphase ausgerufen

Ein Schattenplätzchen kann bei Hitze nicht schaden. Und keine unnötige Anstrengung. Foto: Gerd Comouth

Von vielen lange herbeigesehnt – für andere gefährlich: In der nächsten Woche ist mit hohen Temperaturen zu rechnen. Die Belgische Interregionale Umweltagentur (IRCEL – CELINE) hat für die nächsten fünf Tage eine Warnphase ausgerufen.

Im Laufe der nächsten Woche sind Temperaturen um die 35 Grad und mehr drin (siehe Artikel an anderer Stelle). Mit hohen Ozonwerten, die die Atemwege reizen können, ist ebenfalls zu rechnen.

Deshalb hat das Ministerium der DG eine Reihe von Hinweise veröffentlicht, wie betroffene Personen sich jetzt am besten verhalten, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.

Wie kann ich mich schützen?

Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere und kleine Kinder leiden unter Hitze und Ozonbelastung. Dabei genügen wenige Maßnahmen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Bei tropischer Hitze nie vergessen zu trinken. Foto: Shutterstock

Speziell für Senioren, chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder gelten folgende Empfehlungen:

Sie sollten sich innen aufhalten, denn dort ist man nicht direkt der Sonne ausgesetzt und die Ozonkonzentration ist wesentlich niedriger. Sie sollten sich im Freien nicht körperlich betätigen, die Wohnräume tagsüber verdunkeln, den Körper durch feuchte Tücher oder Duschen abkühlen, leichte Mahlzeiten zu sich nehmen, z. B. Obst und Gemüse und vor allem mehr Wasser als üblich trinken. Für den Notfall sollte die Telefonnummer des Rettungsdienstes (112) und des Hausarztes griffbereit sein.

Jeder sollte besonders auf Menschen in seinem Umfeld achten, die an Durchfall, Nierenfunktionsstörungen, Lungen- oder Herzerkrankungen leiden.

Ein Frühschwimmer steht in einem Freibad im Gegenlicht der aufgehenden Sonne unter einer Dusche. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Bei diesen Personen ist der Wasserhaushalt im Körper oft nicht im Gleichgewicht. Menschen, die an Krankheiten des zentralen Nervensystems leiden, sind ebenfalls gefährdet: Sie nehmen die Hitze eventuell nicht als Risiko wahr.

Wer Medikamente einnehmen muss oder Angehörige hat, die Medikamente einnehmen müssen, sollte ebenfalls besonders aufmerksam sein. Denn manche Medikamente verschlimmern die Auswirkungen der Hitze.

Das gilt beispielsweise für Entwässerungsmittel, Medikamente gegen Entzündungen, gegen niedrigen Blutdruck oder Arzneimittel, die die Körpertemperatur erhöhen. Wer solche Medikamente einnimmt, sollte mit seinem Arzt besprechen, ob die Dosis eventuell angepasst werden muss.

Was tun gegen Ozonkonzentrationen?

Im Alltag kann jeder einen kleinen Beitrag leisten, um die Ozonkonzentration zu verringern. Hier ein paar Tipps:
• weniger mit dem Auto fahren;
• öffentliche Verkehrsmittel benutzen;
• kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen;
• Geschwindigkeitsbegrenzungen respektieren und eine „sportliche“ Fahrweise vermeiden, d. h. Beschleunigungen und eine hochtourige Fahrweise;
• keine lösungsmittelhaltigen Lacken verwenden, stattdessen Farben auf Wasserbasis;
• Tanken bei großer Hitze vermeiden;
• eine sparsame und effiziente Heizungsanlage verwenden;
• Gebrauch von Klimaanlagen vermeiden, stattdessen das Haus gut dämmen.

Ausführliche Informationen finden Sie auf www.ostbelgienlive.be.
Stündlich aktualisierte Ozonwerte können Sie unter www.irceline.be abrufen. Aktuelle Wettervorhersagen erfahren Sie auf www.meteo.be.

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

16 Antworten auf “Hitze- und Ozonbelastung: Warnphase ausgerufen”

  1. Peter Müller

    Ich binde meinen Opa auf den Stuhl im Keller fest, bei all den guten Vor und Ratschlägen.

    Sie sollten sich im Freien nicht körperlich betätigen,
    kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen
    was denn jetzt !!!
    Gebrauch von Klimaanlagen vermeiden, stattdessen das Haus gut dämmen.
    wofür ist die Klima denn da ? Woher bekomme ich so schnell eine Firma her,die mir das Haus dämmt. Nicht ganz ernst nehmen, Wa.

  2. Klimaleugner

    Gute Ratschläge, aber ich drehe erst mal alle meine Klimaanlagen voll auf. Damit meinem Rasen auch kein Schaden entsteht, lasse ich ihn ordentlich berieseln. Dann fahre ich mit meinem SUV in den Getränkemarkt um die Ecke und kauf mal schön einige Büchsen chinesisches Bier. damit lässt sich der Klimawandel, den es nicht gibt, aushalten.

    Kinder habe ich keine, daher kann es mir auch egal sein, was nach mir kommt. Hauptsache ich!

    • Ekel Alfred

      @ Klimaleugner, genau richtig….ich freue mich endlich mit dem Cabrio zu fahren….und im Garten den Pool benutzen zu können….die Landwirte müssten doch bisher auch recht zufrieden sein….mal Regen….mal Sonne….bringt doch gute Ernte….

  3. Pensionierter Bauer

    Heute ist es eine Warnphase, in meiner Jugend nannte man es „tolles Wetter“ oder ganz einfach nur Sommer!
    Aber irgendwie müssen die Klimalügner ja wieder mal ihren Senf dazu geben. Ich freue mich jedenfalls schonmal auf die schönen Tage.

    • Nur zu.
      Hier noch ihr bestellter Senf: Der Klimawandel zeigt sich hierbei insofern, dass er zum einen derartige Wetterlagen wahrscheinlicher macht und das zählt wohlgemerkt noch zu der heutigen globalen Erwärmung von 0.9 und nicht von der von 1.5, die uns in wenigen Jahrzehnten droht, wenn sich nicht signifikant etwas ändert, da „es früher hin und wieder ja auch mal sehr warm war und die Statistiken sind eh alle fake!!“. Ich glaube beim besten Willen nicht, dass Deine Nachkommen sich dann noch so süffisant darüber freuen können – erst recht nicht Deine Kollegen in der Landwirtschaft.

      Zum anderen zeigt er sich gegenwärtig ebenfalls schon darin, dass die Nachttemperaturen teils stärker als die Höchsttemperaturen steigen und dieser Effekt ist auf der Nord- nochmal stärker als auf der Südhalbkugel. Das größte Problem solcher mehrtägigen Hitzewellen sind wahrscheinlich nicht einmal die hohen Temperaturen tagsüber, sondern die tropischen Nächte, insbesondere in Innenstädten (und ganz besonders in den Großstädten), wo die Temperaturen sehr häufig gar nicht mehr unter 25 Grad fallen. Auf dem Land kennt man das so nicht, dort sind die Temperaturen tagsüber ähnlich hoch, jedoch kühlt es durch Grünflächen und Wälder bis zu 4-5 Grad stärker ab, was schon ein großer Unterschied ist.

      Das alles entspricht übrigens so ziemlich exakt dem, was von den Klimamodellen vorhergesagt wurde. Aber die sind ja laut den Experten hier eh sch****, also Schwamm drüber.

    • Faruk Çelik

      Früher sind die Leute viel früher z. B. bei solch einem Wetter gestorben. Dank moderner Technik und Medizin leben sie länger und überleben sogar so ein Wetter, wenn sie vernünftig sind.

  4. Extremere Wetterlagen schaden früher wie heute schwächeren Organismen. Das kann man als Bereinigung der Natur betrachten oder etwas tun.
    Früher lebten alte Menschen sehr viel häufiger im Kleinkollektiv des Familienverbundes; heute leben sie oft allein. Sensibilisierung (von betroffenen Alten und deren jungem Umfeld) ist der erste Schritt zur Hilfe. Vor noch wenigen Jahren musste sich „der Staat“ bei einer Hitzewelle und reihenweise umfallenden Alten Untätigkeit vorwerfen lassen. Heute wird gewarnt, auch nicht gut.

    Beachtlich wie viele Leute tätig werden (schreiben) um zum Besten zu geben, das sowohl Tätigkeit wie Untätigkeit falsch sind.

    Vor gut 30 Jahren kam bei ähnlich heißer Wetterlage ein deutschsprachiger Student bei einem Sportexamen zu Tode. Damals ein „bedauerlicher Unfall“, da die anderen den Wettbewerb ja überlebt hatten. Heute würde man die Veranstaltung aufgrund gestiegener Sensibilisierung verschieben. Nutzt dem Jungen und seinen Angehörigen nichts mehr.

    Doch in Kürze werden wir uns erneut um die Gesundheit von durchtrainierten Profisportlern bei der geplanten WM in Quatar sorgen.

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