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Versuchter Terroranschlag mitten in New York

Einsatzkräfte transportieren am 11.12.2017 in der Nähe des Port Authority Bus Terminal in New York einen verletzten Mann, nachdem es zuvor dort eine Explosion gegeben hatte. Foto: G. Ronald Lopez/ZUMA Wire/dpa

AKTUALISIERUNG – Ein versuchter Terroranschlag nahe dem Times Square hat am Montag New York erschüttert. Ein 27 Jahre alter Mann habe mitten zur Hauptverkehrszeit versucht, sich mit Hilfe einer vermutlich selbstgebauten Rohrbombe in die Luft zu sprengen und dabei auch drei Passanten verletzt. Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einer versuchten Terrorattacke.

Keiner der Verletzten schwebe in Lebensgefahr, teilten die Behörden bei einer Pressekonferenz weiter mit.

Der Anschlag ereignete sich in Manhattan, in einem unterirdischen Verbindungstunnel zwischen dem Busbahnhof Port Authority – mit fast 70 Millionen Passagieren pro Jahr der betriebsamste Busbahnhof der Welt – und der U-Bahn-Station Times Square, der belebtesten in ganz New York.

Das Handout-Foto aus einem Führerschein aus dem Jahr 2011 zeigt den Tatverdächtigen Akayed Ullah. Foto: NY Dept of Motor Vehicles/dpa

Der Tatverdächtige erlitt bei der Explosion Brand- und Schnittverletzungen an Händen und Oberkörper, wurde festgenommen und ins Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei mit.

Berichte, wonach er aus Bangladesch stammen soll, wurden von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt. Zwischen 2012 und 2015 hatte er nach Angaben der New Yorker Transportbehörde eine Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung in der Stadt.

Der Mann habe die vermutlich selbstgebaute Bombe am Körper getragen und bewusst gezündet, hieß es von der Polizei. Es sei ein eher amateurhaft zusammengebauter Sprengsatz gewesen, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo.

Nach Medienberichten soll der Mann im New Yorker Stadtteil Brooklyn zu Hause gewesen sein, wo viele Muslime wohnen. Die Befragung und Untersuchung des Mannes liefen, hieß es von der Polizei.

Außer dem Tatverdächtigen wurden drei Passanten, in deren Nähe sich die Explosion am Morgen ereignete, verletzt. Sie suchten mit Kopfschmerzen und Ohrgeräuschen vorsorglich das Krankenhaus auf. Sie seien aber dazu in selbstständig in der Lage gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ansonsten habe es keine nennenswerten Schäden gegeben, sagte New Yorks Bürgermeister De Blasio.

Polizisten sperren am 11.12.2017 in der Nähe des Times Square in New York einen Bürgersteig, nachdem es zuvor Berichte über eine Explosion in der Nähe gegeben hatte. Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

Der U-Bahn-Betrieb während des Berufsverkehrs am Morgen sei nur vorübergehend gestört gewesen. Bis auf die betroffene Station an der 42. Straße seien alle Züge und Busse wieder in Betrieb, sagte Cuomo. Der zeitweise gesperrte Busbahnhof wurde später wieder größtenteils geöffnet.

Der Gouverneur betonte, New York sei ein Symbol für Freiheit und Demokratie. „Das macht uns zu einem Ziel“, sagte er mit Blick auf mögliche Terroranschläge. „Das ist die Realität New Yorks.“ Er dankte Polizei und Rettungskräften für ihren Einsatz.

US-Präsident Donald Trump wurde „unmittelbar nach dem Geschehen über die Explosion unterrichtet“, wie Sprecherin Sarah Sanders twitterte. Das Heimatschutzministerium unterstütze New York bei der Aufklärung des Anschlagsversuchs, teilte Ministerin Kirstjen Nielsen mit. „Die Amerikaner werden vom Terrorismus nicht genötigt werden und wir werden es nicht erlauben, dass das die neue Normalität ist.“ (dpa)

28 Antworten auf “Versuchter Terroranschlag mitten in New York”

    • Hop Sing

      Im Land der Euro-Kanzlerin verbrennen Muslime unter Allahu-Akbar-Rufen israelische Fahnen. Der Weg von diesem sinnbildlichen Akt zum Bombenanschlag ist kürzer als wir denken. In Berlin werden jüdische Kinder von Schulen gemobbt, weil die Schulleitung es als unangemessen betrachtet, gegen die Pöbelattacken der Muslime vorzugehen. Die Gutmenschen verstehen augenscheinlich nicht die Parallelen zwischen den dreissiger Jahren und dem jetzigen Bestreben des antijüdischen, antichristlichen und antiwestlichen Islams.Der Wecker hat mehrfach geläutet, es ist Zeit aufzustehen!

      • @ Hop Sing

        Das Verbrennen von staatlichen Symbolen und Flaggen ist widerlich aber keine Straftat. Wenn Palästinenser und ihre Sympatisanten, das sind nicht alles Muslime, das tun möchte ich trotzdem keinem davon unterstellen ein potentieller Bombenleger zu sein.
        Auch die Gleichsetzung von Kritik am Staat Israel mit Antisemitismus lehne ich ab. Es muss möglich sein die Politik Israels zu kritisieren, und da gibt es eine Menge Kritikpunkte, ohne gleich als Antisemit abgestempelt zu werden.
        Wir sollten auch nicht vergessen das Ost-Jerusalem von Israel im 6-Tage-Krieg erobert und annektiert wurde. Ganz Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen würde bedeuten eine völkerrechtswidrige Annexion im Nachhinein zu akzeptieren. Dann können wir auch stillschweigend darüber hinwegsehen das Putin die Krim annektiert und das selbe auch mit dem Baltikum und der Ost-Ukraine tun will.

        • Israel hat sich im Sechstagekrieg gegen einen unmittelbar bevorstehenden Angriff verteidigt. Aber gleich wird Edig uns erzählen, wie die bösen Polen Ostdeutschland annektiert haben.

          Ihr habt den Krieg verloren, findet euch damit ab!

        • „Das Verbrennen von staatlichen Symbolen und Flaggen ist widerlich aber keine Straftat. “

          Natürlich nicht, nur eine Lapalie für EdiG! So nach dem Motto: „Moralisch verwerflich aber juristisch einwandfrei“.Nee, nee, Da sieht man nochmal, wessen Geistes Kind Sie sind! Und dass diese juristisch einwandfrei vorgegangenen Fahnenverbrenner keine Rechten, bzw.Nazis sind, wie bei anderen, sogar juristisch relevanten Straftaten des öfteren auch, beispielsweise gegenüber jüdischen Mitbürgern in Berlin, sondern Muslime, passt Ihnen bestimmt auch nicht in Ihr „Weltbild“..

          • @ GidE

            Auch Neonazis und Rowdies auf Fussballplätzen verbrennen „gegnerische“ Fahnen. Dadurch wird es weder besser noch justiziabel.
            Auch wenn man der Ansicht ist das alleine die Tatsache Moslem zu sein schon ein Grund ist diese Menschen wenn schon nicht an die Wand dann doch zumindest an den Pranger zu stellen ergibt sich daraus keine Straftat.
            Das die Schwelle dessen was moralisch verwerflich ist gerade bei Ihnen sehr hoch hängt beweisen Sie mit jedem Ihrer Posts.

            • „Auch wenn man der Ansicht ist das alleine die Tatsache Moslem zu sein schon ein Grund ist diese Menschen wenn schon nicht an die Wand dann doch zumindest an den Pranger zu stellen“

              Es ist aber nun mal Fakt, dass es bezeichnenderweise eine große Anzahl Muslime gibt,und nicht etwa Rechtsradikale, NPD-Anhänger usw. wie mancher Gutmensch das wohl gerne sehen möchte, welche solche „Nichtigkeiten“ begehen ,wie israelische Fahnen zu verbrennen,! Im übrigen ist vor kurzem erst eine Studie veröffentlicht worden,( die nicht von der AfD stammt ), dass es eine Vielzahl unter den muslimischen Flüchtlingen gibt, die zur DüKaZ gekommen , oder in andere europäische EU-Länder „eingereist“ sind, die sich öffentlich als Judenhasser bekennen; wie gesagt,wenn es schon eine erhebliche Anzahl Muslime unter den befragten Muslimen gibt, die das offen zugeben, wie viel mögen es denn sogar in Wirklichkeit sein, nahe 100 Prozent?

              • @ GidE

                ….. unsd Sie geben sich ständig als „Moslemhasser“ zu erkennen. Ich vermute das hängt mit Ihrer Sozialisation zusammen. Wer sich ständig einredet das der Moslem an sich schon schlecht ist glaubt es halt auch irgendwann.

                • „unsd Sie geben sich ständig als „Moslemhasser“ zu erkennen. “

                  Unter was leiden Sie eigentlich? Mich als“ Moslemhasser“ zu bezeichnen, wo ich nur Fakten erwähne, die Sie in jedem seriösen Medium nachschlagen können, ist einfach lächerlich

          • Radio Euro

            Ganz schlimm ist das Verbrennen von israelischen Flaggen.
            (Sagen wir so: das ist doof)
            Wenn die amerikanische Flagge verbrannt wird, passiert was?
            Stille.
            Wenn in Ostdeutschland Mini-Galgen verkauft werden, die bildblich für die Kanzlerin etc. gedacht sind, passiert was? Das ist dann richtig, eine freie Meinungsäußerung, damit schadet man niemanden, das Recht hat und nimmt man sich…
            Geistige Flexibilität und schlichtes Gemüt müssen einander nicht ausschließen…

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