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EU-Kommission mahnt grenzüberschreitend nutzbare Corona-Apps an

Eine Hand hält ein Mobiltelefon mit einer Coronavirus-Tracing-App, die wirksame Hilfe zum Schutz vor Infektionen verspricht. Foto: Shutterstock

Vor der Urlaubssaison fordert die Europäische Kommission kompatible Corona-Apps in den EU-Staaten.

„Wir müssen eine schnelle, wirksame Rückverfolgung von Kontakten über Grenzen hinweg sicherstellen, dazu ist enge Zusammenarbeit nötig“, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Montag zu einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. „Kompatibilität ist entscheidend – so können sich die Bürger vor einer möglichen Infektion warnen lassen, egal, wo sie in der EU sind und welche App sie nutzen.“ Solche Apps müssten in jedem Fall freiwillig sein.

Wer hatte mit der infizierten Person zuletzt Kontakt? Mithilfe des Contact-Tracing sollen die Infektionsketten zurückverfolgt werden. Foto: Shutterstock

Auf Bescheinigungen einer Immunität gegen das Coronavirus sollte man sich nicht verlassen, sagte Kyriakides weiter. Vielmehr müssten auch während der Reisesaison vorbeugende Maßnahmen weiter gelten, etwa die Wahrung eines Mindestabstands. Trotz Vorsichtsmaßnahmen werde es weitere Covid-19-Fälle geben. Die EU-Staaten bräuchten deshalb nicht nur Teststrategien, sondern auch genügend Behandlungskapazität, vor allem in Orten, die in diesem Sommer viele Menschen anziehen.

Die EU-Kommission hatte Mitte Mai ein eigenes Konzept vorgelegt, um den Europäern Sommerurlaube trotz der Corona-Pandemie zu ermöglichen. Sie schlug strenge Hygiene- und Sicherheitsanforderungen für Hotels, Ferienparks und Restaurants vor, darunter eine Begrenzung der Gästezahl, damit Abstandsregeln eingehalten werden können. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

11 Antworten auf “EU-Kommission mahnt grenzüberschreitend nutzbare Corona-Apps an”

  1. Walter Keutgen

    Ach, wenn die Entwicklung der Apps beendet sein sollte, fordert man Kompatibilität. Wie wäre es denn, wenn man so was am Anfang zur Sprache bringt? Dabei ist noch nicht sicher, dass die Abstandsmessung eines Smartphone zum anderen auch nur annähernd sicher ist. Davon abgesehen, will man alle zum geolokalisierten Smartphone zwingen, zuerst um zu Verreisen, dann um vor die Tür zu gehen.

  2. „Wir müssen eine schnelle, wirksame Rückverfolgung von Kontakten über Grenzen hinweg sicherstellen, dazu ist enge Zusammenarbeit nötig“
    Das sagt doch schon alles aus!
    Jetzt sollten aber schnell alle Schmachtfonheinis die Überwachungsapp installieren!

  3. Lothar Lacksäufer

    Die EU kann mich mal. Und auch die eigene Regierung kann mich nicht zur Benutzung von so einer App zwingen. Ich habe kein Schmartfohn und gebe für so einen Dreck auch nicht einen Cent aus. Da müssen sie mir schon so ein Teil gratis überlassen. Und dann lasse ich es zu Haus.

    • Der Spruch des Tages . Es müssen ja nicht alle das Mitmachen. 66% reichen aus und soviele würden es auch nutzen. Sie hören sich an wie der Oberbauer ich hoffe sie gelangen nie in die Politik. Ich denke nach Ihnen sollte jeglicher technischer Fortschritt verboten werden. Und die Kirche übernimmt die Macht. So ein Smartphone Hexenwerk. Scheiterhaufen anzünden. Wann treffen wir uns aber Mistgabel nicht vergessen.

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