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Erste „Generationsbrücke“ in Eupen – Antoniadis: „Zusammenhalt stärken“

Für Jung und Alt soll der Austausch eine Bereicherung sein.

Gemeinsam mit dem Senioren-Wohnheim St. Joseph und der Städtischen Grundschule Oberstadt (SGO) in Eupen wird die erste „Generations-Brücke“ in Ostbelgien aufgebaut. Schulkinder und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen begegnen einander. Für Jung und Alt soll dieser Austausch eine große Bereicherung sein.

Diese Zusammenkünfte werden professionell begleitet und bauen auf den gegenseitigen Austausch und die Wertschätzung der einzelnen Generationen auf.

Das Projekt wurde im Marienheim in Aachen entwickelt, anschließend bundesweit in vielen Seniorenheimen eingeführt und seither sogar weltweit exportiert.

DG-Sozialminister Antonios Antoniadis (Bildmitte) gemeinsam mit Heimleiter Michael Murges (2.v.l.) und SGO- Direktorin Sandra Mentenich (2.v.r) bei einem Besuch der Generationsbrücke in Aachen.

Das Erfolgsrezept dieser Initiative steckt in der intensiven Begleitung durch das Team der Generationsbrücke, das mit wissenschaftlicher Unterstützung Spiele und Methoden entwickelt hat. Mitarbeiter und Ehrenamtliche, die an diesem Projekt teilnehmen, werden entsprechend geschult.

In Kürze dürfen sich nun auch jeweils zwei bis drei Mitarbeiter der Städtischen Grundschule Oberstadt (SGO) Eupen und des St. Joseph Alten- und Pflegeheims über eine solche Schulung freuen. Denn in Zusammenarbeit mit der Generationsbrücke Deutschland und mit Unterstützung der DG starten beide Einrichtungen ein gemeinsames Pilotprojekt.

„Wir haben uns da ‚Ja- Wort‘ für eine gute Zusammenarbeit gegeben, weil wir total vom Mehrwert für alle überzeugt sind“, so Michael Murges, Heimleiter des Seniorenheimes St. Joseph.

Gesungen, gespielt, gebastelt und erzählt

Die Begegnungen finden monatlich statt und bestehen aus Ritualen und flexiblen Spielen. Es wird gesungen, gespielt, gebastelt und erzählt. Jeder Schüler hat seinen Bewohner-Partner.

„Wir starten das Projekt vorerst mit einer Primarschulklasse. Anschließend werden wir sehen, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt“, so Sandra Mentenich, die als Direktorin der SGO von dem Projekt überzeugt ist.

Die Senioren werden durch die ansteckende Lebendigkeit der Kinder angeregt.

„Neugier und Offenheit der Kinder treffen auf die reichen Lebenserfahrungen und Weisheiten der Senioren. Das Projekt ist ganz klar eine ‚Win-Win-Situation‘, wodurch wir den Zusammenhalt der Generationen stärken“, so Sozialminister Antonios Antoniadis (SP), der gemeinsam mit den Partnern die Weichen für die erste Generationsbrücke in Ostbelgien legen möchte.

Die Kinder sollen vom Wissensschatz der Senioren profitieren und mehr über gesellschaftliche Werte wie Mitmenschlichkeit, Toleranz und Respekt erfahren. Sie sollen lernen, dass das Älterwerden, Pflegebedarf, Demenz und auch der Tod zum Leben gehören.

Aber auch für die Senioren sei der Austausch eine große Bereicherung, verlautete aus dem Kabinett des DG-Sozialministers: „So werden sie durch die ansteckende Lebendigkeit der Kinder angeregt, erfahren eine besondere Abwechslung im Heimalltag und werden gestärkt in das gesellschaftliche Umfeld integriert.“ Durch solche Initiativen würden generationsübergreifende Freundschaften entstehen.

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