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England feiert das Ende fast aller Corona-Maßnahmen

19.07.2021, Großbritannien, Leeds: Menschen feiern, während sie für den Eintritt in die Viaduct Bar in Leeds Schlange stehen, nachdem die letzten gesetzlichen Coronavirus-Beschränkungen in England um Mitternacht aufgehoben wurden. Foto: Ioannis Alexopoulos/PA/dpa

AKTUALISIERT – Trotz dramatisch steigender Infektionszahlen sind am Montag in England fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden.

Weder das Tragen von Masken noch Abstandsregeln oder Limits für Besucherzahlen bei Veranstaltungen sind im größten britischen Landesteil fortan vorgeschrieben.

Premierminister Boris Johnson setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Doch Experten warnen, dass die Situation trotz hoher Impfquote außer Kontrolle geraten könnte. Bereits jetzt werden täglich zum Teil mehr als 50.000 Fälle registriert – beinahe so viele wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel.

Gewerkschaften und Unternehmerverbände sprachen sich unterdessen für eine Beibehaltung der Maskenpflicht und ein gleichzeitiges Ende der Pflicht zur Selbstisolation bei geimpften Kontaktpersonen aus.

19.07.2021, Großbritannien, Leeds: Frauen tanzen in der Bar Fibre, nachdem um Mitternacht die letzten gesetzlichen Corona-Maßnahmen aufgehoben wurden. Foto: Ioannis Alexopoulos/PA Wire/dpa

Schon jetzt kommt es in vielen Branchen, vor allem bei Verkehrsbetrieben, zu Engpässen, weil viele Mitarbeiter in Selbstisolation sind. Der Chef der Verkehrsgewerkschaft RMT (The Rail, Maritime and Transport Union), Mick Lynch, warnte, der vielfach als „Freedom Day“ („Freiheitstag“) gepriesene Tag der Öffnung könne sonst zum „Chaos Day“ werden.

Zudem gab der Regierungschef am Wochenende nicht das beste Beispiel ab. Nachdem Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstag mitgeteilt hatte, trotz zweifacher Impfung an Covid-19 erkrankt zu sein, wollten sich Johnson und sein Finanzminister Rishi Sunak zunächst um die eigentlich für Kontaktpersonen vorgeschriebene Selbstisolation drücken. Die beiden nähmen an einem Pilotprojekt teil, das stattdessen tägliche Tests vorsehe, hieß es am Sonntagmorgen.

Keine drei Stunden später, nach einem landesweiten Aufschrei – immerhin sitzen derzeit Hunderttausende Briten wegen einer Aufforderung zur Selbstisolation zu Hause – ruderte die Regierung zurück. Johnson befinde sich auf seinem Landsitz Chequers in Selbstisolation, hieß es dann.

Von dort aus wandte sich Johnson in einer Videobotschaft an seine Landsleute. Er haben „kurzzeitig darüber nachgedacht“, an dem Pilotprojekt teilzunehmen, sagte Johnson. „Aber ich denke, es ist viel wichtiger, dass sich alle an dieselben Regeln halten, und deswegen werde ich bis zum 26. Juli in Selbstisolation gehen“, so der konservative Politiker weiter.

19.07.2021, Großbritannien, London: An dem von einigen als „Freedom Day“ bezeichneten Tag, der das Ende der Corona-Maßnahmen in England markiert, steigen Pendler während der morgendlichen Rushhour am Bahnhof London Bridge aus einem Zug aus. Foto: Matt Dunham/AP/dpa

Johnson gab sich zuversichtlich, dass die hohe Impfrate im Land auch ohne weitere Maßnahmen einen ausreichenden Schutz vor der Pandemie bietet. Inzwischen haben 88 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich eine erste Impfung erhalten. Knapp 68 Prozent sind bereits zweimal geimpft. „Das massive Impfprogramm hat die Verbindung zwischen Ansteckung und Krankenhauseinweisung und zwischen Ansteckung und schwerer Erkrankung und Tod erheblich geschwächt“, sagte Johnson.

Doch Experten zweifeln daran, ob der Schutz durch die Impfungen ausreichen wird, um einer großen Infektionswelle standzuhalten. Dem Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist es „beinahe unausweichlich“, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen die Marke von 100 000 bald überschreitet. „Die echte Frage ist, ob es sogar doppelt so viel wird, oder sogar noch mehr“, sagte Ferguson der BBC am Sonntag. Im schlimmsten Fall, wenn die Zahl der Krankenhauseinweisungen 2.000 oder 3.000 täglich erreiche, müssten Maßnahmen ergriffen werden, um die Pandemie wieder in den Griff zu kriegen, warnte er.

Das will Johnson eigentlich unbedingt verhindern. Er hatte den Weg seines Landes aus dem Lockdown stets als «vorsichtig aber unumkehrbar» beschrieben. „Bitte, bitte, seien Sie vorsichtig“, flehte er die Briten an. Ob er damit noch überzeugen kann, scheint fraglich.

Die Lockerungen gelten nur für den größten britischen Landesteil England, der keine eigene Regierung hat. Die Regionalregierungen von Wales, Schottland und Nordirland sind für ihre Gesundheitspolitik selbst verantwortlich. (dpa)

45 Antworten auf “England feiert das Ende fast aller Corona-Maßnahmen”

  1. Corona2019

    Wer mit dem Feuer spielt , sollte vorsichtig sein das er sich nicht verbrennt .
    Eigentlich hatte Boris Johnson sich ja selber schon verbrannt , und natürlich das Glück 24h00 am Tag von 3 Schwestern betreut zu werden , und die Brandwunden natürlich schon lange verheilt sind .
    Das diese Ausnahme betreuung nicht jeder erhält sollte jetzt seinen Landsleuten ganz besonders bewusst sein.

    • Joseph Meyer

      England beendet fast alle Corona-Maßnahmen in einer Woche – Liegt Johnson damit falsch oder liegt er richtig?
      12/07/2021

      @Corona2019
      Den Landsleuten von Johnson scheint vorrangig bewusst zu sein, dass sie mit der Corona-Panikmache verar….. werden! Inzwischen gehen Millionen Menschen in den Städten in England auf die Strasse, so dass die Regierung offensichtlich gar keine andere Wahl hat als die Massnahmen zu lockern.

      @Peter G
      Die so genannte 2. Welle war, aber das wissen Sie auch, eine PCR-Testwelle, denn es wurden immer mehr Tests und bei immer mehr vollkommen gesunden Personen durchgeführt. Um das zu rechtfertigen wurde eigens der Begriff des „gesunden Infizierten“ propagiert … Das Ganze ist von einer nie da gewesenen Unwissenschaftlichkeit, Unwahrhaftigkeit und Unverantwortlichkeit! Beachten Sie die Tatsache, dass es in 2020 keine wesentliche Übersterblichkeit und in 2021 bis heute sogar eine Untersterblichkeit gibt: Wo ist also die „Killerqualität“ des Sars-Cov-2 Virus bzw. der Covid19-Pandemie, womit die tödlichen Coronamassnahmen und jetzt die tödlichen, experimentellen Impfproduktinjektionen gerechtfertigt werden könnten?! Natürlich ist es traurig um jede/jeden Verstorbene/n, und es hat auch bei jüngeren Menschen schwere Lungenentzündungen gegeben, aber im Grunde lagen bei allen Corona-Verstorbenen schwere Begleiterkrankungen und/oder ein hohes Alter vor – bei einem mittleren Alter der Verstorbenen von 82-84 Jahren, also über dem normalen Durchschnitts-Todesalter in der Bevölkerung –.
      Und es gibt jede Menge aufzuarbeiten! Das Verbot durch de Regierungen an die Ärzte die Patienten zu Hause oder in der Praxis zu untersuchen, der Aufruf an die Bevölkerung nicht zum Hausarzt und auch nicht zum Krankenhaus zu gehen, das Verbot die Corona-Patienten in der Frühphase mit wirksamen Mitteln (Ivermectin, Hydroxychloroquin, Azytromicin) zu behandeln, das Verbot nach draussen an die frische Luft zu gehen, Mitmenschen zu treffen, Verbot von Sport, von kultureller Betätigung, die CO2-Vergiftung durch die Maskenpflicht, usw. Und jetzt die Drangsalierung mit nur bedingt als Studie zugelassenen Impfprodukten, von denen wegen fehlender Untersuchungen NICHTS bekannt ist über kurz- oder langfristige Nebenwirkungen, wobei dieser Labortest am Menschen jetzt schon, nach nur wenigen Monaten, hundert Tausende, gemeldete, schwere Nebenwirkungen und tausende Todesfälle bewirkt hat. (*)

      @EH
      ich bin bei Ihnen mit Allem was Sie schreiben, nur nicht mit Ihrem letzten Satz. Auch ich habe mein Leben eigentlich schon gelebt, aber mir ist es nicht egal!

      @Robin Wood
      genau so ist es, wie Sie es schreiben!

      5/11
      dass die Impfung das Risiko extrem mindern würde, sowohl bei der Erkrankung als bei der Ansteckung, das weiss man nicht! Woher beziehen Sie Ihre Gewissheit, etwa von den Aussagen der Pharmavirologen Van Gucht, Vlieghe, Drosten, Lauterbach, Fauci, usw. Kann man von diesen Menschen etwas Anderes erwarten, als dass sie die Interessen ihrer Brotgeber vertreten?!
      Ich höre von anerkannten Wissenschaftlern, die keine Interessenkonflikte mit der Pharmaindustrie haben, tatsächlich etwas ganz Anderes! Lesen Sie doch Selber nach bei John Ioannidis, Sucharit Bhakdi, Stephan Hockertz, Christian Perronne, Alexandra Henrion-Caude, Christian Vélot, uvm.

      (*) https://doctors4covidethics.org/official-eu-adverse-event-data-eu-uk-us/

      • Walter Keutgen

        BJoseph Meyer, in Ihrer Antwort an Peter G ist ein Logikfehler: „Beachten Sie die Tatsache, dass es in 2020 keine wesentliche Übersterblichkeit und in 2021 bis heute sogar eine Untersterblichkeit gibt: Wo ist also die „Killerqualität“ des Sars-Cov-2 Virus bzw. der Covid19-Pandemie, womit die tödlichen Coronamassnahmen und jetzt die tödlichen, experimentellen Impfproduktinjektionen gerechtfertigt werden könnten?!“

  2. Weder noch – einerseits gibt es dank einer Impfmöglichkeit mittlerweile keine Legitimation mehr, Maßnahmen zu ergreifen, weil man sich nicht anders zu helfen weiß – dem ist ja dank der vorhandenen Impfstoffe nicht so. Wer sich impfen lassen will, soll das tun und wer das Risiko eingehen möchte, soll dies auch tun; er kann jedenfalls nicht mehr diejenigen einen potentiellen schweren Verlauf geben, der sich hat impfen lassen.

    Andererseits ist es schon gewagt, es gerade jetzt zu machen. Letztes Jahr um diese Zeit hatte auch jeder gedacht, es sei vorbei und dann überrollte uns die 2. Welle. Man darf aber wie gesagt nicht vergessen, dass wir nicht mehr so unvorbereitet wie letztes Jahr sind. Wir können testen, impfen und Abstand halten. Und: irgendwann muss man eine Risikoanalyse machen! Weiterhin mehr Sicherheit auf Kosten von Freiheit oder mehr Freiheit auf Kosten von Sicherheit? Dieses ewige Schwarz/Weiß Denken hilft niemanden weiter und spaltet immer mehr unsere Gesellschaft.

    Eins ist aber sicher: sollte es sich trotz vollständiger Öffnung zeigen, dass alles gut geklappt hat und die Krankenhäuserauslastung normal bleibt, hat der Rest in Europa ein dickes Problem (und ich denke das ist auch einer der Gründe, warum man momentan dieses Vorgehen so scharf kritisiert)

  3. Sicher doch

    So wie gekommen ,so verschwindet der Schwachsinn auch bald.
    England und UEFA haben die ersten Schritte eingeleitet,danke.
    Infiziert heißt ja nicht gleich Tot oder Krankenhaus.
    Kommt endlich drauf klar.
    Und lasst unsere Kinder in Ruhe, wo nicht gestorben wird ,braucht man keine Impfung.
    Für alle anderen ,nur die Starken überleben,dafür muss man für so ein paar „Menschenleben“ mit Risiko oder vorerkrankung nicht alle anderen „Leben“ zerstören . Der Planet ist zu voll ,so ist’s nun mal. Früher waren es Kriege,nun sind’s halt Viren.

  4. schlechtmensch

    Ich danke den Engländern für dieses aufschlussreiche Experiment. So sehen wir in ein paar Wochen wie die Situation ist und wer sich die Hucke vollgelogen hat. Bin gespannt. Impfen lassen kann man sich ja dann im September oder Oktober immer noch. Dann sind auch hoffentlich die alternativen Impfstoffe wie zum Beispiel Novavax verfügbar die man sogar mit der Grippeimpfung kombinieren kann.

  5. Zwischen 1918-1920 sind bei einer Bevölkerung von 1.800.000.000 Menschen Schätzungen zu Folge bis zu 100.000.000 Menschen an der Spanischen Grippe gestorben, dies sind 5,56% der Menschheit.

    Corona hat bisher laut Angaben der WHO 4.000.000 Menschenleben gekostet, bei einer Weltbevölkerung von 7,9 Milliarden Menschen, was einen Prozentsatz von 0,05% Prozent ausmacht.

    Wer also bestimmt ab wann eine Pandemie eine Pandemie ist?
    Wer darf sich das Recht herausnehmen über 99,95% Menschenleben zu bestimmen?
    Wer darf Existenzen zerstören, die Wirtschaft gegen die Wand fahren, gesunde Kinder impfen, alte Menschen in Altenheimen alleine sterben lassen, Menschen dazu nötigen Masken zu tragen usw.

    WER?

    Politiker, die teilweise mal gerade ihr Abitur geschafft haben, kritische Stimmen von Ärzten Professoren und Nobelpreisträgern ignorieren und lieber ihre Star-Virologen tagtäglich in den Medien präsentieren sich aber als Retter der Menschheit ausgeben um sich selbst zu beweihräuchern.
    Die gleichen Virologen, die uns vor 1,5 Jahren erzählt haben, das Masken keinen Sinn machen und uns jetzt glaubhaft machen wollen, das genau diese das A und O sind, nachdem unter anderem noch offenkundig geworden ist, das einige Politiker sich die Taschen voll gemacht haben mit besagten Masken.
    Eine Pharmaindustrie deren Impfstoffe dem Steuerzahler 500 Milliarden Euro kostet, dessen Wirkung und Nebenwirkungen keiner voraussagen kann.

    Glaubt weiter dran, irgendwann wird auch der Letzte es verstehen, spätestens dann wenn euere aufeinander gestapelten Ziegelsteine, verbunden mit etwas Zement nicht mehr euer ist oder in Schutt und Asche daliegen wird.
    Mir ist es egal, ich habe mein Leben gelebt.

    • Banned from the pubs

      Die Spanische Grippe hatte Ihren Ursprung wahrscheinlich in den USA, genauer in Fort Riley, Kansas. Dort wurden die ersten Soldaten mit einem experimentellen Meningitis-Impfstoff behandelt, bevor sie 1917 zum Einsatz nach Übersee geschickt wurden. Es ist anzunehmen, dass die Geimpften die ihnen injizierte Krankheit verbreiteten. Als die Soldaten später heim kamen und auch ihre Familien in den USA ansteckten, hatte man ein Argument, auch die Zivilisten zu impfen, die dann in großer Zahl starben, trotz oder wegen der Impfung, das harrt seit hundert Jahren der Aufklärung. Vor allem das oft beschriebene Symptom der blauen Flecken sprach und spricht gegen eine Grippe-Infektion und für das Vorhandensein von Meningokokken.
      So sind es denn auch Forscher und Mediziner in Diensten der US-Army, die seit den späten 1990ern behaupten, ein Grippevirus in Gewebeproben aus der Zeit des 1. Weltkrieges gefunden zu haben und dieses als ursächlich für die damalige Pandemie bezeichnen.
      Das muss man sich einmal vor Augen führen: Seit der angeblichen Entdeckung des Grippevirus 1933 steht lediglich die Behauptung des größten militärischen Komplexes der Welt (der nachweislich hunderte Biowaffen entwickelt hat, gerne auch mit Hilfe von Nazis) im Raum, dass es sich bei der Spanischen Grippe um eine virale Infektion gehandelt habe. Die mörderische Organisation, die für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich ist, sagt „Nein, wir waren das nicht!“ und alle Welt akzeptiert das. Übrigens, 1951 exhumierte man mehrere Opfer aus dem Permafrostboden Alaskas und untersuchte sie. Man fand keine Grippeviren.

    • Robin Wood

      @EH
      Ich stimme Ihnen zu.
      Außerdem sind die 4.000.000 Mio nicht alle durch das Virus gestorben. Sehr viele hatten Vorerkrankungen und deren Immunsystem war geschwächt. Das Durchschnittsalter ist auch sehr hoch.
      Zu den Millionen Toten werden auch jene gezählt, bei deren Tod zwar eine Corona-Infektion festgestellt wurde, die aber z.B. an Krebs, Herzinfarkt, Komplikationen nach einer OP usw. gestorben sind.

      Im Artikel steht, dass es viele „Neuinfektionen“ gibt. Das sind aber „positiv Getestete“. Hier müsste unterschieden werden, wer von diesen positiv Getesteten symptomlos ist, wer Symptome hat und wer im Krankenhaus behandelt werden muss. Das würde mehr Klarheit bringen.

      • Hab nur teil des ersten Satzes glesen! Bis Vorerkrankungen! Es gibt aber auch Dunkelziffern und somit können auch 40 Mio dran gestorben sein! Ihnen ist schon klar das in 3 Weltländer nicht alle Menschen überhaupt als Bevölkerung eingetragen sind!

      • Und alle Nicht geimpften dürften nur in Gebiete Fahren die eine hohe Impfquote haben! Und solange in 3 Welt Länder nicht genügend Menschen geimpft sind nur in Regionen mit den entsprechenden Impfquoten! ZUr Info: Es ist ein globales und kein lokales Problem!

        • André Anders

          Sehen Sie! Genau das ist Ihr Problem, sobald Sie Fakten lesen die Ihnen nicht gefallen weil Sie mit Ihrem Weltbild nicht zusammen passen, hören Sie einfach auf zu lesen… So kann man nicht schlauer werden

  6. Guido Scholzen

    Warum wird England so misstrauisch angesehen, wenn bald alle Corona-Regelungen wegfallen?
    In den USA ist es schon seit Wochen der Fall. Und darüber wird nicht viel berichtet, weil es halt nicht politisch korrekt ist festzustellen, dass eben nichts schreckliches passiert.

  7. Krisenmanagment

    Der Staat kann uns nicht ständig beschützen. Wer nicht die beste Gesundheit hat muss selber für sich Verantwortung übernehmen. Irgendwann müssen alle Massnahmen stoppen. Nach dem UEFA-Spiel wurden alle Massnahmen ad absurdum geführt. Alle, die sich möglichst an die Massnahmen gehalten haben, mussten sich an den Kopf fassen. Johnson ist für Überraschungen gut! Liegt er jetzt falsch? Das wissen wir erst in einigen Monaten. Aber kommt es wirklich zu einem Massensterben?

    • In der jetzigen Situation wird es wohl kaum zu einem „Massensterben“ kommen.
      Geht man davon aus, dass die Impfung das Risiko extrem mindert, sowohl bei Erkrankung als bei Ansteckung, hat Frankreich die richtige Entscheidung getroffen:
      Vom Café bis zum Kaufhaus, an der Grenze und im Zug, kein Zugang ohne Ausweis. Un das wird sowohl für Kunden, als für die Arbeitnehmer gelten, es sei denn man lässt sich ständig testen.

      England setzt auf die „Vernunft“ der Bürger. Was das bringt, hat man mit dem Sturm auf das Stadion gesehen.
      Traurig! Vorrangig für die, die sich vernünftig benehmen und danach die Dummen sind.

      • Und Macron will Arbeitsverbot aussprechen für alle die sich nicht impfen lassen.(Krankenhauspersonal)
        Hahahahaha,mach doch Junge, fehlt jetzt schon überall Personal, Abfindung bekommen wir dann auch noch.
        Könnt lkw fahren gehen die suchen fast 800000 Fahrer.
        Packetdienst wird auch immer mehr, damit die nicht geimpften auch noch Essen und Trinken und alles andere bis vor die Tür kommt.
        Kündigt,erschießt oder sperrt alle nicht geimpften ein und dann legt ihr euch ins Krankenhaus ohne Personal,weiter so ,ihr schafft das.

          • Sind sie Lkw Fahrer, oder gewesen?Sie haben keine Ahnung davon.
            Jeder wird mittlerweile genommen,weil keine mehr da sind.
            Auch solche die bis dato nur Pferdekarren gesehen haben und sowas fährt mit 44 Tonnen durch die Gegend.

      • Ossenknecht

        Sorry, ich lese das erst heute.

        Selbstverständlich hat Spanien eine eigene Verfassung. Laut Verfassungsgericht war der Lockdown in Spanien zwar dem Grunde nach statthaft, aber es lag ein Formfehler vor: Das Parlament hätte vorher den Ausnahmezustand beschließen müssen, es war aber „nur“ der Alarmzustand beschlossen worden.

        Nebenbei: Aus belgischer Sicht ist an der spanischen Verfassung die Bürgerpflicht, die in Artikel 3 (1) festgeschrieben ist, interessant: „Das Kastilische ist die offizielle spanische Amtssprache. Alle Spanier haben die Pflicht, sie zu kennen, und das Recht, sie zu benutzen.“ Außerdem erstaunlich: Unter „spanische Sprache“ versteht die Verfassung nicht nur Kastilisch, sondern daneben auch Katalanisch, Baskisch usw., die nicht etwa „Sprachen Spaniens“ oder ähnlich genannt werden. Folge: Es gab mal einen Fall, in dem Spanien EU-Gelder für eine Rechtschreibreform der „spanischen Sprache“ beantragt hat, doch der Antrag wurde auf Druck von Regionen mit einer weiteren Amtssprache abgewiesen, denn es sei unbestimmt, für welche spanische Sprache Mittel beantragt werden. Die lateinamerikanischen Länder, die auch an der Reform beteiligt waren, waren verblüfft, denn da kann mit „spanische Sprache“ nur Kastilisch gemeint sein.

        • Walter Keutgen

          Ossenknecht, das ist ein klassisches Problem, das in allen Ländern mit mehreren verwandten Sprachen oder Dialekten besteht und selbst Sprachler wissen da nicht auf welchem Bein sie tanzen sollen. Gibt es auch für Holländisch/Niederländisch. Eine Anekdote: Jemand erzählte mir in Katalonien habe sich ein Kellner dumm gestellt oder ihn nicht bedienen wollen, weil er seine Bestellung auf Kastilisch abgab. Da hat er den Kellner gefragt, ob er Französisch sprechen dürfe, hat die Erlaubnis erhalten und hat seine Bestellung auf Wallonisch abgegeben. Das bringt uns zu den Volkszählungen in Belgien, wo die Wallonen Französisch ankreuzen mussten.

          Was soll eine Rechtschreibereform im Kastilischen? Einfacher als Spanisch geht doch nicht. Vielleicht die Grammatik.

          • Ossenknecht

            Hallo Herr Keutgen,
            ja, die kastilische Orthografie kommt dem Leser extrem entgegen (und die italienische dem Schreiber). Was damals genau reformiert wurde, weiß ich auch nicht. Mir kommen aber zwei Fallgruppen in den Sinn: Einerseits die alternativen Schreibungen von historischen Formen von Eigennamen nach der Aussprache, also Dinge wie „Méjico“ für „México“ oder „Tejas“ für „Texas“, die heute offiziell auf beiderlei Weise geschrieben werden dürfen. Und zweitens Einbürgerungen von Lehnwörtern, also „mítin“ statt „meeting“ usw.
            Liebe Grüße

    • Robin Wood

      Ich hoffe, dass in anderen Staaten auch endlich Klagen eingereicht werden.
      Schon unglaublich, dass so viele Menschen sich einfach damit abgefunden haben, ihre im Gesetz verankerten Grundrechte zu verlieren und sie nur per Impfung zurückzuerhalten.

      • Leider konnte vor einem Jahr Niemand ahnen, dass man so schnell Impfstoffe finden würde. Sonst hätte man auf Lockdown verzichtet. Ein paar hundert tausend Tote mehr auf den Fluren der Intensivstationen wären doch egal gewesen. Oder ?

      • Darum hat das belgische das Pandemiegesetz verabschiedet.
        Wem interessiert noch die Verfassung oder Gerichtsurteile? Die Verfassung gilt nur noch wenn es gerade passt, sonst wird sie ignoriert.

  8. Krisenmanagement

    Gestern war ich in den Niederlanden. Ich war ganz erstaunt und überrascht, man musste keine Masken mehr tragen. Der Mindestabstand von 1,50m wurde gefordert mehr nicht. Mir kommt so vor, dass die Niederlande noch mehr lockern will, aber der Druck aus der EU vielleicht zu gross ist.

  9. Ossenknecht

    Diese Dimension wurde hier noch nicht diskutiert: Die Aufhebung der Maßnahmen in England stößt mal wieder die Schotten vor den Kopf und gefährdet die Wirksamkeit ihrer Pandemie-Maßnahmen und ihr Leben. Das ist eine große Unterstützung für ein Scotxit-Referendum. Glückwunsch Frau Sturgeon, Sie kommen Ihrem Ziel näher!

    Natürlich werden auch die Nord-Iren und die Waliser das Ganze genau beobachten.

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