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1:1 – Die Pandas wie Löwen: AS Eupen erkämpft in Unterzahl ab der 17. Minute Punkt in Ostende [VIDEO]

Paukenschlag in der 17. Minute: Eupens Emmanuel Agbadou (M) bekommt von Schiedsrichter Kevin Van Damme (r) die Rote Karte. Menno Koch (l) schaut gestikulierend zum Unparteiischen. Foto: Belga

Nach dem Sieg bei Cercle Brügge am Samstag hat die AS Eupen am Dienstag auch beim KV Ostende einen Erfolg erzielt. Die Schwarz-Weißen erreichten an der Küste ein 1:1, obwohl sie ab der 17. Minute in Unterzahl spielen mussten.

Der KV Ostende war vor dem Anpfiff nach dem FC Brügge die derzeit zweitbeste Mannschaft der Jupiler Pro League mit 4 Siegen in den letzten 5 Spielen. Unter dem deutschen Trainer Alexander Blessin sind die Küstenstädter eine der Überraschungen in dieser Saison.

In Ostende musste AS-Trainer Beñat San José auf Mittelfeldspieler Stef Peeters verzichten, der nach der 5. Gelben Karte für ein Spiel gesperrt war. Außerdem fehlten die weiterhin verletzten Knowledge Musona, Senna Miangue und Mamadou Koné.

Eupens Julien Ngoy hatte in der 39. Minute Riesenpech, als er nur den Pfosten traf. Foto: Belga

Die Abwesenheit von Musona und Peeters führte dazu, dass Trainer Beñat San José das Mittelfeld neu besetzen musste.

Überraschend begannen  Adriano Correia, Jordi Amat und Amara Baby auf der Ersatzbank. Die Eupener Startelf war folgende: Defourny – Heris, Agbadou, Koch, Poulain – N‘Dri, Cools, Kayembe – Ngoy, Prevljak, Embalo.

Ostende konnte im Fall eines Sieges auf den 6. Tabellenplatz klettern. Allerdings hatte Eupen die letzten vier Spiele gegen den KVO gewonnen.

Die Gastgeber hatten schon in der 1. Minute ihre erste Möglichkeit durch Vandendriessche. In der 3. Minute spielte AS-Torwart Defourny mit dem Feuer, als er den Ball wahrscheinlich außerhalb des Strafraums in die Hände nahm, doch der Schiedsrichter zum Glück für ihn und die AS den „Fehlgriff“ nicht ahndete.

Die AS tat sich schwer am Anfang gegen die sehr beweglichen Spieler des KV Ostende. Den ersten Torschuss hatten die Gäste erst in der 11. Minute durch Cools.

AS-Außenstürmer Konan N‘Dri. Foto: Belga

Paukenschlag in der 17. Minute, als Eupens Agbadou Rot sah, weil er beim Versuch, den ihm zugespielten Ball noch zu erreichen, ins Schienbein von D’Arpino grätschte (siehe VIDEO unten). Eine sehr harte Entscheidung, die das ohnehin schon geschwächte Eupener Mittelfeld zusätzlich in Schwierigkeiten brachte.

In Unterzahl wurde die ohnehin schon schwere Aufgabe der Gäste aus Ostbelgien natürlich noch schwieriger werden, auch wenn die Gastgeber zunächst aus ihrer numerischen Überzahl kein Kapital zu schlagen wussten. Die „Kustboys“, wie die Spieler von Ostende genannt werden, wirkten bisweilen sogar etwas ratlos.

In der 39. Minute hatte Eupen die bis dahin größte Chance, als Ngoy auf Zuspiel von N’Dri nur den Pfosten traf. Was für ein Pech!

Es blieb bis zur Pause beim 0:0, was den Schwarz-Weißen Mut machen sollte im Hinblick auf den zweiten Durchgang, zumal Eupen bis dahin die einzige richtig große Torchance hatte.

Die zweite Halbzeit begann mit einem weiteren Paukenschlag, denn in der 49. Minute brachte Prevljak, der schon beim Cercle Brügge beide Eupener Treffer erzielt hatte, die AS überraschend und auch verdient in Führung, 0:1 (siehe VIDEO unten).

Eupens Adriano Correia in Aktion. Der Brasilianer begann überraschend auf der Ersatzbank und wurde erst in der 58. Minute eingewechselt. Foto: Belga

Kurz danach war Sakala dem Ausgleich nahe, aber sein Kopfball ging neben das Tor von Defourny.

Nach knapp einer Stunde Spielzeit nahm AS-Trainer San José einen doppelten Wechsel vor: Adriano und Amat kamen für Prevljak und Embalo.

In der 63. Minute hatten sowohl die AS durch Cools als auch sofort danach Ostende durch D‘Arpino die Möglichkeit, einen Treffer zu erzielen. In der 70. Minute stand es immer noch 0:1, doch es war klar, dass die Eupener die letzten 20 Minute noch schwerer unter Druck geraten würde. Auf Seiten der AS nahm Baby den Platz von Ngoy ein.

In der 74. Minute grätschte Jaeckel in die Beine von Cools, wofür der Deutsche von Ostende Gelb sah, wobei die Eupener Rot forderten. In der 79. Minute war es dann passiert: Ostende gelang der Ausgleich durch Kvasina, 1:1. AS-Torhüter Defourny wirkte sehr passiv in dieser Szene.

Jetzt musste die AS noch gut 10 Minuten durchhalten, um wenigstens einen Punkt nach Hause zu holen, was schon ein Erfolg wäre.

Der Schiedsrichter ließ sogar 6 Minuten nachspielen. Mehrere Eckbälle und eine Parade von Defourny bei einem Schuss von D‘Arpino sorgten für Aufregung im Eupener Strafraum, jedoch blieb es beim 1:1, was aufgrund der frühen numerischen Unterlegenheit der Gäste für die AS fast einem Sieg gleichkommt.

Bereits am Freitag hat die AS Eupen eine weitere schwere Aufgabe zu meistern, denn dann empfangen die Schwarz-Weißen Rekordmeister RSC Anderlecht. In der Tabelle liegt die AS jetzt auf dem 13. Platz mit 6 Punkten Vorsprung auf Cercle Brügge und 7 auf Schlusslicht Mouscron. (cre)

Nachfolgend zwei Schlüsselszenen im VIDEO: erst das Foul von Agbadou, das vom Schiedsrichter mit Rot geahndet wurde, und dann das Tor für die AS durch Prevljak:

26 Antworten auf “1:1 – Die Pandas wie Löwen: AS Eupen erkämpft in Unterzahl ab der 17. Minute Punkt in Ostende [VIDEO]”

  1. Ich dachte die Zeiten als solche Schiedsrichterleistungen an der Tagesordnung waren, wären vorbei seit man in den letzten Jahren dabei ist in Belgien den Job des Schiedsrichters professionalisieren.
    DAS WAR EINE FRECHHEIT und die parteiischste Leistung, die ich seit Jahren gesehen habe. Ich hoffe nur der Verein nimmt das nicht kommentarlos hin!!!

    • Wo war eigentlich der VAR in dieser Szene, die zum Platzverweis geführt hat und wo war er, als der Ostender Spieler mit offener Sohle den Eupener Spieler umsäbelte.
      Dieser Schiedsrichter und der VAR gehören für den Rest der Saison gesperrt.

      • Ostbelgien Direkt

        @Var: Der VAR greift nur ein, wenn er überzeugt ist, dass es sich um eine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen handelt. Hier war dies nicht der Fall, weil es eine Frage der Interpretation war, und diese Frage bleibt dem Schiedsrichter vorbehalten. Allerdings hätte sich der Unparteiische die strittige Szene selbst am Bildschirm ansehen sollen, vielleicht hätte er dann anders entschieden. Gruß

  2. Ein Sieg wäre eine Sensation gewesen, ein Punkt ist aber auch nicht schlecht. Diesen hatte sich die AS durch Einsatz und Kampf mehr als redlich verdient. Ohne Musona und Peeters war es auch schon so schwer genug, eine Linie ins Spiel zu bringen. Nach dem Platzverweis von Agbadou wurde die Aufgabe noch viel schwieriger. Glücklicherweise ließ Ostende ein Karnevalstor zu und brachte offensiv nicht viel Gefährliches zu Stande. Doch egal, der AS wird dieser Punkt weiteren Auftrieb für die nächsten Spiele geben, den sie auch bitter nötig hat.

  3. Wenn eine Mannschaft den Sieg verdient gehabt hätte, dann die AS. Die Rote Karte hat vielleicht sogar Kräfte freigesetzt. Die Entscheidung war auf jeden Fall überhart. Weil es aber keine klare Fehlentscheidung des Schiris war, sondern nur eine fragwürdige, ist der VAR auch nicht aktiv geworden. Ich finde trotzdem, dass der Schiedsrichter sich die Szene am Bildschirm genauer anschauen musste, denn so hätte er gesehen, dass bei Agbadou keine Absicht im Spiel war, sondern den Ball spielen wollte. Gut, dass durch diese Szene Eupen zumindest nicht verloren hat.

  4. S. Bosch

    Diese rote Karte war klarer Betrug an der KAS! Ein solch geschmierter oder ostbelgienfeindlicher Schiedsrichter inklusive VAR gehören gesperrt, das darf der Verein nicht durchgehen lassen … demnächst wird gegen die KAS wieder zehn Minuten Nachspielzeit gegeben, warum nicht gleich vor Spielbeginn das Ergebnis festgehalten ? Ostende zahlt offensichtlich nicht nur seine Spieler gut …

  5. Der (un)Parteiische hat so offensichtlich gegen uns gepfiffen das es weh tut. Nicht nur der
    Fernsehkomentator sondern auch in der wallonische Zeitung versteht man nicht diese direkte rote Karte und noch weniger das Foulspiel von Jäckel welches nur mit einer gelben Karte geahndet wurde obschon dieses Foul wirklich agressiver war.
    Nichts desto trotz die Jungs haben sich wirklich diesen Punkt hart erkämpft und eigentlich den Sieg verdient

  6. Ostbelgien Direkt

    Hier ein VIDEO von dem Foul von Eupens Agbadou an D‘Arpino von Ostende:

    https://twitter.com/elevensportsbef/status/1349088763696320513?s=21

    OD hat beim ehemaligen belgischen Top-Schiedsrichter Jean-François Crucke nachgefragt, ob das Foul von Agbadou an D‘Arpino rotwürdig war oder nicht. Seine Antwort: „Ein schwieriger Fall, weil das gestreckte Bein (von Agbadou, A.d.R.) sehr gefährlich war, aber der Ball wurde zuerst getroffen. Somit war dies wirklich eine Auslegungssache. Aber beide Fouls hätten gleich behandelt werden müssen. Bei dem anderen Foul (von Jaeckel an Cools in der 74. Minute, A.d.R.) war das Bein nicht ganz so hoch, doch konnte der Ball nicht gespielt werden.“ Gruß

  7. fritz k.

    Hauptsache den verdienten Punkt festgehalten. Die rote Karte für Agbadou war ein Witz. Er spielt ganz klar den Ball und der Gegner fällt über seinen Fuß. Ganz allgemein hatte man es mit einem Heimschiedsrichter zu tun.

  8. Eifel_er

    Und was ist hiermit bitteschön ?

    Die Gastgeber hatten schon in der 1. Minute ihre erste Möglichkeit durch Vandendriessche. In der 3. Minute spielte AS-Torwart Defourny mit dem Feuer, als er den Ball wahrscheinlich außerhalb des Strafraums in die Hände nahm, doch der Schiedsrichter zum Glück für ihn und die AS den „Fehlgriff“ nicht ahndete.

    Wenn die AS mal etwas konstanter spielen würde und endlich mal ein vernünftiger Trainer eingestellt wird, hätte man nicht jedes Jahr diese Diskussionen über den Abstieg. Die AS hat in den letzten Jahren jedes mal da unten rumgegurkt, und jedes Mal mit Ach und Krach dran vorbeigekommen. Dies geht aber nicht jedes Jahr so glimpflich.

    • Richtig, Defourny hätte wegen dem Handspiel vom Platz fliegen können. Deshalb ist es kindisch, dem Schiedsrichter Manipulation vorzuwerfen. Und der Tritt vors Schienbein von Agbadou war schon grenzwertig. Den anderen gleichen Tritt des Ostendenes hätte er natürlich ebenfalls mit Rot sanktionieren müssen. Insgesamt war das keine leichte Aufgabe für den Schiedsrichter. Die AS verzögerte das Spiel durch kleine Fouls und einigen unnötigen Nahtot-Simulationen, wo sie konnte. War eine logische Taktik, aber für einen Schiedsrichter nicht leicht zu händeln.

  9. AS-FAN-KELMIS

    Da hat man aber gestern die petits boches noch mal so richtig beschissen. Dieser Clown pfiff immer mit zweierlei Ansicht. Der Gipfel war aber der VAR, NICHTS hören,sehen,sagen. Leistung der AS einfach toll mit dieser stark geschwächten Elf. ABER wie lange noch ???

  10. Peter Müller

    Die A.S soll zufrieden sein mit dem Punkt, Basta. Über das Foul kann man streiten. Fakt ist, dass der Spieler mit gestreckten Bein nach vorne, Richtung Spieler geht,. den Ball auch trifft, was keine Rolle spielt. Was nicht sein darf, dass er das Bein ein Meter über den Boden durchzieht, und damit eine Verletzung des Gegenspieler in Kauf nimmt. Was wäre gewesen wenn er ihn schwer Verletzt hätte. ?

  11. Peter Müller

    Hallo Panda46. Sie sind einer der wenigen, der einfach das Spiel oder auch die Lage des Vereins ehrlich neutral und sachlich kommentiert. Die meisten hier haben die Rosa Brille auf und jammern wenn sie meinen, ihr Verein ist nicht gerecht behandelt oder sogar betrogen worden. Ohne noch die Beleidigungen von Leuten die sich wichtig tun.

    • @Peter Müller: Über Schiedsrichter, Trainer, Spieler oder gleich wen zu schimpfen und zu lästern war noch nie eine Option für mich. Das Geschehen auf einem Fußballfeld ist viel zu komplex, um es auf diese Dinge zu reduzieren. Taktik, Einsatz, Tagesform, Cleverness und oft auch das Quäntchen Glück sind die eigentlichen Eckfeiler eines Fußballspiels. Sicherlich macht der Schiedsrichter, Trainer oder Spieler schon mal einen Fehler. Doch auch diese Einflüsse sorgen für die Dynamik auf dem Spielfeld, die für die nötige Spannung sorgen. Mein Vater sah das früher anders. Wenn wir uns am Fernsehen zusammen ein Spiel ansahen, dann schimpfte er das ganze Spiel über wie ein Rohrspatz. Wenn der Gegner ein Tor erzielte, hatte er vorher immer ein Abseits gesehen, auch wenn die Zeitlupe keines zu erkennen gab. Auch auf Fouls des Gegners reagierte er mit allerlei Schimpfwörtern. Wenn seine eigenen Spieler ein Foul machten, warf er dem Gegner Schauspielerei vor. Ich hingegen blieb immer gelassen, um ihn nicht noch mehr aufzuregen. Deshalb reagiere ich auch jetzt nicht sonderlich gereizt, wenn jemand fragwürdige Ansichten hat. Jeder kann ein Fußballspiel ja kommentieren, wie er Lust hat.

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