Politik

Deutschkurse für Ausländer: Niessen kritisiert Forderung von Antoniadis als „bedenklich“

Claudia Niessen, Ecolo-Politikerin und Erste Schöffin der Stadt Eupen. Foto: OD

Die Ecolo-Politikerin Claudia Niessen hat in einer Stellungnahme DG-Minister Antonios Antoniadis (SP) kritisiert. Dieser hatte unlängst verpflichtende Deutschkurse für bestimmte Ausländer gefordert. Niessen nannte die Argumentation des SP-Ministers „bedenklich“. Damit schüre Antoniadis „weiteres Unbehagen“.

„Einverstanden, die Sprache ist der Einstieg zur Integration. Nur muss es dafür dann auch genügend Angebote geben“, betonte die Erste Schöffin der Stadt Eupen.

Seit mehr als 6 Jahren sei die Stadt Eupen bemüht, aktiv das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen in der Stadt unter dem Motto „fördern und fordern“ zu gestalten.

Die allermeisten Migranten für Sprachkurs

„Wir haben in unserer Arbeit festgestellt, dass die allermeisten Migranten sehr wohl gewillt waren, einen Sprachkurs zu besuchen“, so Niessen.

Claudia Niessen (hier mit Achim Nahl, Koordinator der städtischen Kommission

Claudia Niessen (hier mit Achim Nahl, Beauftragter der städtischen Kommission

„Allerdings mangelt es seit Jahren an angepassten Angeboten. Die Stadt hat neben der Beratung für Sprachkurse auch mit Partnern neue Angebote geschaffen. Dies ist aber eigentlich ureigene Aufgabe der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Hier ist Minister Antioniadis als Erster in der Pflicht“, erklärte Claudia Niessen.

Minister Antoniadis forderte kürzlich verpflichtende Sprachkurse „für nicht-europäische, arbeitslose Ausländer, die über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügen und über das ÖSHZ ein Eingliederungseinkommen beziehen“.

Gesetzgebung des Föderalstaates

Niessen: „Dies als Aufhänger zu nehmen, um ein erstes Zeichen zum Thema Migration zu setzen, ist für mich bedenklich und schürt weiteres Unbehagen. Es muss uns um ein möglichst gutes Zusammenleben aller, also auch um die Integration aller Zugezogenen, ob EU-Bürger oder nicht, ob berufstätig oder ohne Beschäftigung, gehen. Dabei ist Erlernung der Sprache für alle notwendig.“

Niessen erinnerte überdies daran, dass die Sozialhilfezentren beim Auszahlen von gleichgestellter Sozialhilfe der Gesetzgebung des Föderalstaates unterliegen würden. Diese Gesetzgebung könne nicht ein ÖSHZ oder der Minister der DG abändern.

Der Vorstoß von Antoniadis hatte vor allem hier im Forum von „Ostbelgien Direkt“ für zahlreiche Diskussionen gesorgt (rund 140 Kommentare). (cre)

Unter folgendem Link lesen Sie die Stellungnahme von Claudia Niessen (Ecolo) im vollen Wortlaut:

„Fordern ohne zu fördern: So kann das nicht funktionieren! ÖSHZ-Hilfe nur mit Deutschunterricht“

Siehe auch Artikel „Polemik um Deutschkurse für Ausländer: Antoniadis weist Kritik von Niessen zurück“

Siehe auch Artikel „Ausländer sollen Deutsch lernen: Antoniadis reagiert auf plumpe Kritik“

 

71 Antworten auf “Deutschkurse für Ausländer: Niessen kritisiert Forderung von Antoniadis als „bedenklich“”

  1. Hallo Frau Niessen,
    Der Minister Antoniadis ist der erste hier in Eupen
    der dieses heisse Eisen anpackt und darüber redet,alle anderen Politiker wollen sich doch daran nicht die Finger verbrennen sie einbegriffen,
    aber er hat recht entweder deutsch oder französisch aber das MUSS sein ohne Sprache
    wird es nie funktionieren wenn sie dann schon hierbleiben müssen

  2. Ich kann Frau Niessen gut verstehen. Sie stört wahrscheinlich mehr die Art und Weise, wie Antoniadis das Thema aufgegriffen hat, als die Forderung nach Deutschkenntnissen für Ausländer. Antoniadis ist wie ein Populist vorgehangen, was beweist, dass er nur zufällig in der SP ist. Er hätte genauso in einer anderen Partei sein können. Ich weiß nur, dass einigen Sozialisten seine populistische Vorgehensweise auch nicht gefallen hat. Aber der junge Mann hat wohl vor allem seine eigene Karriere im Hinterkopf.

  3. Eduard Khil

    Ach guck an , die Politexperten sind wieder da… Weil Du was nicht selber übersetzen kannst soll jetzt die Weikmans herhalten? Als ob der Herr Wichtigtuer nicht wüsste was der Satz bedeutet, tsss….Natürlich is der Ps Bengel auf den fahrenden Nazi-Zug aus Flandern aufgesprungen. Der plappert auch nur ein bisschen nach was Frau Homans und der Francken von seinem Möchtegernpremierminister aus Antwerpen der keine Verantwortung in der Regierung übernehmen will , vorgekaut bekommen… Ungefähr so wie der Herr de Wever den Göbbels, Magareth Tatcher und Churchill ständig zitiert. Klar, wenns einem an eigenem Verständnis und Ahnung fehlt das man selbst auf Zitate von Hitler zurückgreift… Chapeau, unser Ansehen steigt im Ausland erheblich bei der nicht demokratisch gewählten Verbrecherregierung die Wir hier haben…

    Und ja Ich habe was gegen unsere Rechte Regierung , genauso habe Ich aber auch was gegen die linken Armuts-säher und die Rotfaschisten. Und gegen Bäume

  4. Werte Frau Niessen,
    es gibt immer mehr Kosten und Steuern für uns belgische Steuerzahler. Unter anderem sind Sie persönlich an forderster Front dabei, diese zu erhöhen, auch wenn Sie genau das Gegenteil versprochen haben.
    Warum ist die Forderung, dass jemand, der vom belgischen Steuerzahler ein INTEGRATIONSeinkommen erhält, auch verpflichtet sein sollte die Basis der INTEGRATION, sprich die hiesige Sprache zu erlernen so ein Unding???
    Ich meine, jemand der sich weigert unsere Sprache zu erlernen ist ja nicht gerade das Musterkind der Integration, verdient daher auch nicht im Namen der Integration ein Einkommen zu beziehen.
    Andersrum gilt das natürlich auch, wer sich anstrengt um eine unserer Sprachen zu erlernen, verdient umso mehr für seine Anstrengungen zur Integration belohnt zu werden.

    • Hier geht es ja nicht um Sinn oder Unsinn von Sprachkursen, sondern um die Tatsache, dass Minister Antoniadis weder die Befugnis hat in der DG solche Maßnahmen zu ergreifen, noch einen Plan wie solch ein „Projekt“ möglich wäre. Der angesprochene Mangel an angebotenen Kursen bzw. Plätzen ist ja schon das größte Problem. Bei einer handvoll Kursen im Raum der DG, welche aber jedem offen stehen, dürfte es Schwierigkeiten alle unterzubringen, die nicht ihre Gelder gekürzt bekommen möchten.

  5. Réalité

    Es ist doch Usus in der heutigen Politik,das immer der eine oder der andere vor preschen!Wollen durch schlaue Sprüche sich so hervortun und sehr oft wichtig machen!
    Doch so manch anderes heisses Eisen lassen die guten Leute unangetastet und vergessen es halt so gerne!Z Bspl:
    -Die PROVINZ!

    Was ist nicht alles raus posaunt worden darüber:überflüssig….gehört abgeschafft….usw…!?

    Unser Bart De Wever spricht letzter Tage über zuviel Politiker in Belgien!
    Auch ein sehr heisses Thema!
    Das natürlich noch sehr lange so vor sich her dümpeln wird!
    Darin prescht so schnell keiner vor!??
    Der Herr Minister vereinnahmte sich schnell diese Aussage…..was die anderen natürlich und prompte Retourkutsche:
    „schon immer gesagt hatten“!

    Hätten wir nur gut die Hälfte von allem an Politikern was alles durch die Gegend läuft und meint was zu sagen haben,ja dann hätten wir ganz bestimmt mehr Ordnung und Raison,und vor allem viel mehr Geld im Staatssäckel!

  6. @Mütze: Falsch!
    Wer die Befugnis hat oder nicht ist irrelevant!
    Es geht um das was der Antoniadis gesagt hat und darum, wie die Niessen das Gesagte kritisiert. Genau wie mein Kommentar nichts mit Befugnissen am Hut hat sondern ganz einfach die bescheuerte Kritik von der Niessen mit einer direkten Frage kontrastiert.

    Ausserdem Mütze, man könnte nach Ihrem Prinzip so denken: die Niessen hat nichts mit der politischen Ebene des Antoniadis zu tun, Sie hätte dementsprechend nicht die „Befugnis“ dessen Aussagen zu kritisieren. Das klingt genauso haltlos wie ihr Argument…

      • Öko-Burg

        Fahren Sie doch die AC Straße hoch und Sie werden sehen: Groß, größer, und es wächst, und wächst. Zum Vergleich: In Uruguay lebte der (bis vor Kurzem) Präsident in seiner Hütte. Ist schon ’ne Sache, sein Leben damit zu verdienen, die Leute in die richtige Richung führen zu wollen, und dabei selbst in die andere Richtung zu gehen. Will sagen: Niessen will als Grüne uns glauben lassen, daß die Konsumgesellschaft Sch… ist und baut sich ein Haus, das wächst und wächst und…
        Ich bin grüner als Grün; aber nicht dieser Grün! Dunkelgrün :-)))
        PS: Wie war das noch mit dieser Prämie, die Niessen…

        • Ökoburg-Besitzer

          Sehr geehrter Herr Öko-Burg,

          darf ich sie höflichst bitten nur meine Frau zu beleidigen, selbstverständlich auch weiterhin anonym und mit soviel Sachbezug wie bisher. Gerne erkläre ich Ihnen unser Hauskonzept. Einfach schellen wenn Sie in der Nähe sind, vielleicht komme ich auch einfach mal vorbei.

          Mfg

        • Petralin

          das nennt man Politik…. der dreckigste Beruf, den es nur geben kann!!! Niemals NEVER EVER kommt Jemand von ganz unten (UND damit auch mit Kenntnis) nach oben…. Wir werden ALLE von unbrauchbaren, weltfremden Politikern REGIERT *Kotz*
          ICH persönlich habe IMMER die Leute gewählt, die am meisten kritisiert wurden…. oder einfach, die, die eh keine Chance haben…. Kein Wunder also, dass die AFD in Deutschland mehr und mehr Stimmen bekommt. Die reichen Politiker die jetzt an der MACHT sind erkennen die Probleme der Wähler einfach nicht……
          ok, A MEN Wollte DAS einmal geschrieben haben!
          SO, nun ist gut.
          Geht mal béi den Politikern rum…. die haben ALLE ein Schloss!!! KOMISCH, oder?

          • Öko-Burg

            Liebe Petralin, leider wurde meine Antwort an Monsieur von madame Niessen nicht veröffentlicht – ich zähle gar nicht mehr wie oft ich zensiert worden bin, bei OD. Obwohl nichts beleidigendes, oder drohendes – wie, wenn man zwischen zeilen liest bei Monsieur von madame Niessen oben zu lesen ist – in meiner Antwort stand. Danke, Petralin!

  7. Ecolo will seine Wählerschaft schützen. Jetzt wird Deutsch lernen zur Zumutung.

    In Flandern sind die Kurse schon verpflichtend. Das hat nichts mit dem Föderalstaat zu tun. Aber typisch Ecolo-Gutmenschmentalität gepaart mit Doppelmoral. Schon zynisch, dass die Schöffin den Erstempfang einstampfen ließ, lieber vor der eigenen Türe kehren, bevor man andere aufsucht.

  8. Uns Belgier wird alles auferlegt dh.bis 67 arbeiten mit die höchsten Steuern Europas,
    Beamten und die höchste Anzahl an Politiker,Umweltschutz und Tierschutz ziemlich unten auf der Scala.Aber man verlangt Sprachunerricht für ausländische Mitbewohner da verlangt man zuviel,arme Belgier.

      • Klartext

        Halleluja! Baudimont spricht Klartext – und ich bin mit 100% einverstanden, ausnahmsweise – und trägt nicht ihre übliche Mystik vor, der Schimäre „ABSOLUTE Freiheit“ huldigend! 2015 fängt ja sehr überrasschend an, hier bei OD!

      • ohje ohje

        Ich wusste ja gar nicht dass die „Parti libertarien“ eine Abspaltung der Pegida-Bewegung ist…

        Da dreht sich einem ja der Magen um !

        Sie werden sich noch freuen wenn in 10-20 Jahren überhaupt noch Ausländer/Asylanten nach Belgien kommen wollen… Der Arbeiter- und Fachkräftemangel wird in den folgenden Jahren sicher nicht zurück gehen… und die eingefleischten Arbeitslosengeldempfänger von vor und vor allem hinter der Sprachgrenze werden bestimmt nicht umdenken und aktiv in die Gesellschaft einsteigen wollen…

        Wir sind das Volk! … das ich nicht lache…

    • Alberto Malich

      Wenn Sie mit „Asylanten“ die Asylbewerber meinen, dann sei Ihnen zur Beantwortung der Frage nach genauen Kriterien die Genfer Flüchtlingskonvention ans Herz gelegt. Eine ganz herausragende Geschichte, beinahe tolstoiesk, von Krieg und Verfolgung und Hass und Folter – da bleibt kein Wunsch unerfüllt. Die Bunte schreibt: „Wer in der Präambel noch nicht auf seine Kosten kommt, wird spätestens in Artikel 1, Absatz 2 sein Glück finden. Selten wurde der Flüchtling so präzise definiert. Ein Meisterwerk.“ Und das Beste? Die Konvention ist bei den Vereinten Nationen als E-Book frei zugänglich: http://www.unhcr.de/fileadmin/user_upload/dokumente/03_profil_begriffe/genfer_fluechtlingskonvention/Genfer_Fluechtlingskonvention_und_New_Yorker_Protokoll.pdf. Eine heilsbringende Lektüre wünscht, Ihr Alberto.

  9. stratege

    Nehme wohl an dass Frau Niessen keine anderen Themen hat und Langeweile in der Stadt um sich nun hiermit zu beschäftigen.
    Sie ist jedenfalls der grünen Theorie treu :
    „Global reden und lokal nicht handeln“

  10. Bedenklich?

    Wenn die Schaffung von Sprachkursen die ureigene Aufgabe des Ministers ist, dann soll Frau Niessen nicht jammern sondern diese einfordern. Das wäre der korrekte Weg gewesen. Aber , Frau ‚ legt sich nicht gerne mit erfahrenen Politikern an, da wartet man denn lieber auf einen Neuling, der die Kohlen aus dem Feuer holt bz heiße Eisen couragiert anpackt. Klar sollen alle Migranten einbezogen werden in solche Maßnahmen aber mit der Gruppe zu beginnen, die Vorschusslorbeeren in Form von finanzieller Unterstützung erhalten in der Hoffnung, dass sie sich hier integrieren, kann doch begonnen werden. Daran ist nichts unmoralisch. Wie wichtig das Thema Integration für die Stadt Eupen ist, zeigt die Schließung des Erstempfangs, der übrigens hervorragend funktionierte und Top besetzt war! Kritisieren ist ok aber dann auch bitte lösungsorientierte Vorschläge erarbeiten, unterbreiten und einfordern.

  11. Regeln Regeln Regeln

    Wenn sich jemand in einem Land integrieren möchte, braucht man ihn auch nicht dazu zwingen die Sprache zu lernen. Wenn jemand in den Arbeitsmarkt möchte, wir er automatisch die Sprache lernen. Am einfachsten ist es sowieso die Sprache im täglichen Gebrauch zu lernen. Ich glaube schon, dass einige Ausländer merken dass wie mit großen Vorbehalten empfangen werden. Das kann auch ein Grund sein, um sich nicht integrieren zu wollen. Es wird sich nur etwas tun, wenn die Menschen aufeinander zu gehen werden. Es gibt sicher schwarze Schaffe unter den Einwandern, aber sollen dafür alle büßen? Das wäre doch so, als würde man sagen, alle Deutschen wären Nazis. Das ist ja auch ganz sicher nicht der Fall. Aber ein kleine Demo von 1000 Mann kann einem Land dieses Image schnell verpassen. So kann die Aussage von Antoniadis auch zu einer unschönen Interpretation führen. Einen Menschen zu etwas zwingen bringt in meinen Augen nicht viel. Es wird nur noch die Ablehnung gegen das neue Land erhöhen. Wobei man auch wieder von Fall zu Fall differenzieren muss. Menschen aus Krisenregionen sind erstmal froh nur in Sicherheit zu sein, ob denen ihre erste Sorge dann die Sprache ist? Ich glaube nicht. Viele möchten sicher auch wieder zurück in ihre Heimat. Die Ausländer sind sicher nicht der Grund dafür, dass die Wirtschaft schlecht läuft oder wir hohe Steuern zahlen, aber diesen Eindruck möchte man uns vermitteln.

    • wursthans

      „Keiner zwingt Sie arbeiten zu gehen. Aber wir geben Ihnen Geld solange Sie nicht arbeiten. Vielleicht kommen Sie dann auf den Geschmack, arbeiten zu gehen“. Optimistisch, aber unrealistisch.

      Es braucht schon eine gewisse Basis um eine Fremdsprache zu erlernen. Gezwungen wird ja keiner. Die Kurse müssen natürlich sinnvoll sein, keine komplizierte Grammatik oder Literatur. Die Basis muss da sein, dann wird der Rest folgen im Alltagsleben. Ich finde es gerecht diejenigen zu belohnen, die trotz Schicksalsschläge bemüht sind, sich zu integrieren und Arbeit zu finden.

      • Keiner zwingt Sie arbeiten zu gehen. Aber wir geben Ihnen Geld solange Sie nicht arbeiten

        @ wursthans

        Richtig ist:“ Wir erlauben ihnen nicht zu arbeiten, Darum geben wir ihnen Geld damit sie nicht verhungern. Dumm aber realistisch.

  12. Frau Mahlzahn

    Ich fasse dann mal die Aussage zusammen, vor lauter Intelligenz schafft das ja hier keiner.

    Wenn man fordert, dass ein Zugezogener deutsch lernt, dann muss man auch Kurse anbieten. Wenn man möchte, dass Zugezogen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, dann muss man sie arbeiten lassen.

    In Deutschland zahlen die Ausländer übrigens in Summe mehr ein, als sie rausholen. Aber wen interessieren schon Tatsachen.

    • Schwachsinn

      Migranten kosten dem Staat mehr als sie einbringen. Niemand kann mir sagen, dass alle Asylbewerber Fachkräfte sind. Die EU muss die Grenzen besser überwachen. Ich zahle gern mehr Steuern um mehr Sicherheit vor der Überschwemmung von Migranten zu haben

      • „Die EU muss die Grenzen besser überwachen.“

        Stichwort EU. Bin mal gespannt wie die Wahlen kommenden Mai in GB ausgehen werden. Möglich, dass dann Großbritannien die ( aus ihrer Sicht sowieso ungeliebte) EU
        verlässt, so lauten jedenfalls derzeitig die Prognosen. Das würde dann für die übrigen EU-Mitgliedsländer nicht ohne Folgen bleiben, da die Briten ohne EU eine andere, viel restriktivere Zuwanderungs- bzw.Flüchtlingspolitik betreiben würden/werden.
        Sowieso macht die EU momentan zu wenig
        in der Flüchtlingspolitik. Sie lässt Länder wie Italien mit der Problematik allein im Regen stehen und handelt, wenn man so will, nach dem Kohl’schen Prinzip, nämlich die Probleme auszusitzen.Stattdessen
        kümmert sie sich lieber um ach so überaus wichtige Dinge, wie beispielsweise
        die Reduzierung des Stromverbrauchs für Staubsauger, Kaffeemaschinen usw.
        Was juckt die die Flüchtlingsproblematik

      • Alberto Malich

        Migranten kosten dem Staat selbst im Dativ sehr wenig, denn in die EU kommen davon nicht allzu viele: Hochbegabte über das Blue-Card-System sowie Saisonarbeiter. Sehr viel mehr Arbeitsmigration ist nicht gestattet, was wiederum auch Fachkräfte ins Asylsystem zwingt, das ja eigentlich nur für politisch Verfolgte gedacht ist. Bevor Sie also erneut von einer „Überschwemmung durch Migranten“ schreiben, würde ich zunächst mal die Definitionen glatt bügeln. Dann noch ein Blick auf die Zahlen. Und schon sieht die Welt ganz anders aus. Ein Traum in beige!

            • Frau Mahlzahn

              @Klartext

              Schon gut. Mich ärgert einfach nur die breite Unwissenheit der ständig Nörgler. Es gibt viele Menschen die sich engagieren um Zugezogene zu integrieren. Sie übernehmen z.B. Hausaufgabenpatenschaften, da die Kinder keine Hilfestellung der Eltern erwarten können. Da ist es wie ein Schlag ins Gesicht wenn hier Sesselpupser engagierten Politiker und Mitmenschen raten sich noch mehr zu engagieren. Im übrigen ist man nicht fähig wahrzunehmen, dass Frau Niessen nichts anderes fordert, als den Zugezogenen Deutschkurse anzubieten, die durch den Wegfall der EU Gelder nicht mehr ermöglicht werden können. Vergessen auch, dass die Stadt seit Jahren Geld investiert hat in einem Bereich, wo sie keine Zuständigkeit hat. Nicht genug, dass der Minister nur durch Aussagen glänzt, wobei er die Zuständigkeit und die Mittel hat diese Dinge zu fördern.

                • Frau Mahlzahn

                  @Klartext

                  Hmm. Es zu lesen reicht wohl nicht aus um sie zu verstehen. Ich stimme aber überein, dass man zuhause am besten aufgehoben ist und auch mit den Werten. Ob multikulti angesagt ist, glaube ich nicht. Dass diejenigen, die gleiche Werte haben, an einem Ort unabhängig zusammenleben sollten sehe ich auch. Den Gutmenschen würde ich aber anders definieren. Hier geht es aber auch um Menschen die in Ihrer Heimat nicht leben können. Natürlich wird es Schmarotzer geben, wie es überall schwarze Schafe gibt. Die können aber nicht der Grund für die Ausgrenzung und Anfeindung sein. Vieles was hier geschrieben wird, ist Ausdruck der eigenen sozialen Unzufriedenheit, die die liberale Ellenbogengesellschaft kreiert hat. Wenn man sich keinem Gesellschaftsmodell ergeben möchte, dann soll man sich nicht dran aufhalten.

    • Georg Kremer

      @ Frau Malzahn: Verschonen Sie uns bitte mit den Ergebnissen dieser Bertelsmann-Studie. Die vermuteten „Tatsachen“ wurden inzwischen bereits widerlegt. Besser gesagt: Aussage steht gegen Aussage. Ohnehin sind die Schlussfolgerungen der Studie nicht auf Belgien übertragbar.

    • @Ostbelgien Direkt

      Und ich hatte die Illusion, dass in der DG eine andere Politik möglich sei. Diese unsere kleine Gemeinschaft wird oft von Politikern gepriesen, weil die Wege sehr kurz seien.
      Dabei ist der Weg von Kettenis nach Eupen und von Eupen nach Kettenis anscheinend zu lang. Es ist nicht möglich, dass diese beiden jungen Menschen MITEINANDER reden. Pressemitteilungen müssen den Dialog ersetzen. Dabei ist es nicht schwierig, die Telefonnummer des Herrn Antoniadis zu erfahren. Und auch die Telefonnummer der Frau Niessen ist relativ einfach zu finden. Aber wollen die beiden überhaupt (zum Wohle der Bevölkerung) MITEINANDER reden? Schade! Schon wieder eine vertane Möglichkeit zu zeigen, dass eine andere Kommunikationskultur möglich ist. Statt hier Ping-Pong zu spielen, sollen sich beide zusammen setzen und ihre Erfahrungen und Visionen (falls sie welche haben) austauschen. Das Resultat, auch wenn es nicht bindend ist, kann in einem GEMEINSAMEN Kommuniqué mitgeteilt werden oder auch nicht.

      Eine Pressemitteilung nach der anderen wird der Problematik der Integration nicht dienlich sein.

      • Politikus

        „Statt hier Ping-Pong zu spielen, sollen sich beide zusammen setzen und ihre Erfahrungen und Visionen (falls sie welche haben) austauschen.“

        Politik besteht zu einem gewissen Teil auch aus Polemik und die wird eben in den Medien ausgetragen immer mit dem Ziel, dem politischen Gegner eins „auszuwischen“.Das ist nicht wie im „wahren“ Leben, d.h. am Arbeitsplatz oder in der Familie,wo Probleme angesprochen, diskutiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.Wie sagte mal ein frankophoner Politiker zu mir: „Pour être politicien, il faut savoir tuer son père et sa mère“. Nur bildlich gemeint natürlich, trotzdem, da ist was Wahres dran

        • @Politikus
          Sie beschreiben genau, wie es in der Politik zugeht.

          Ich hatte mir aber vor allem von ECOLO einen menschlicheren Umgang miteinander in der kleinen DG erhofft.
          Die Hoffnung habe ich immer noch, mal sehen, ob ich sie begraben muss.

          • Politikus

            Liebe(r) Erbo,

            Menschlichen Umgang miteinander in der Politik erwarten Sie? Wenn Sie eine Frau sein sollten, würde ich Sie am liebsten wachküssen. Auch wenn es für Sie, und /oder jeden anderen gutgläubigen Menschen schmerzvoll ist, begraben Sie, wie Sie es ja selbst andeuten, diese Illusion; auch in Bezug auf Ecolo……

            • Zwischenruf68

              Lieber Erbo,
              Lieber Politikus,
              es geht auch anders, aber ich befürchte, diese Spezies Politiker stirbt aus oder wird von den „Jungen“ (können auch alte Hasen sein, die geschickt aus dem Hintergrund heraus agieren und sich hinter den jungen Kaninchen verstecken) vergrault…
              Die Ecolo-Patei tut mir zum Teil aufrichtig leid – seit Jahren ist sie nur die Zünglein-Partei, die man für eine Mehrheit braucht. Da wundert es nicht, wenn die erwarteten Qualitäten (wie z. B. ein menschlicher Umgang) auf der Strecke bleiben. Ich fürchte, die Identität ist langfristig dahin. Die Beteiligung an den verschiedenen Mehrheitskoalitionen war ein Bärendienst.
              Es grüßt
              Z68

  13. Die Ecolos werden aus folgende Gründe gewählt,Menschenwürde,Tierschutz,Naturschutz, sie machen immer noch das Gleiche als seien immer noch in der Oposition,sie kritisieren immer die andern die etwas machen,sie machen nichts .

  14. Grüner Daumen

    Packen wir das Problem an der Wurzel. Hätten viele Wähler der grünen Claudia ihre Stimmen NICHT gegeben,würden wir diese ganze Diskussion wahrscheinlich nicht führen. Unbegreiflich der grünen Claudia knapp mehr als 1000 Stimmen zu schenken.Hatten etwa diese Wähler zu viel grünen Tabak geraucht?Der Anton hat Recht mit seiner Aussage/Forderung! Weiter so!

  15. Liebe „ÖKO Claudia“.
    Niemand wird gezwungen hier her zu kommen.
    Niemand wird gezwungen sich anzupassen.
    Niemand wird gezwungen eine der Landessprachen zu erlernen.
    Wer damit ein Problem hat sollte in seinem Land bleiben und braucht auch nicht eine andere Sprache zu erlernen.

    PS. Wie kommt überhaupt jemand wie Sie in die Politik???

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