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Brüls tritt gegen Ex-AS-Sportdirektor Colomer nach: „Er dachte nur an sich und an die eigene Brieftasche“

Christian Brüls, der Ostbelgier in den Reihen von Sint-Truiden. Foto: Belga

Am Sonntagabend ist Fußball-Erstligist AS Eupen in St. Truiden zu Gast. Die Partie ist schon eine Art Abstiegsduell, auch wenn beide Vereine noch ein kleines Polster bis zu den Abstiegsrängen haben. Im Stadion Staaien feiern die Eupener Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Christian Brüls.

Der Ameler wechselte in der Winterpause von Zweitligist KVC Westerlo zu Erstligist St. Truiden VV, bei dem er sich in kürzester Zeit zu einer festen Größe mauserte.

Im Vorfeld des Spiels von Sonntag kam der 32-Jährige in einem Gespräch mit dem Grenz-Echo noch einmal auf seine Zeit bei der AS Eupen im Jahr 2017 zu sprechen und machte keinen Hehl daraus, was er vom früheren Sportdirektor der Schwarz-Weißen, Josep Colomer, hält – nämlich gar nichts.

Der ehemalige AS-Sportdirektor Josep Colomer. Foto: Gerd Comouth

Josep Colomer sei jemand, „der nur an sich selbst gedacht hat“, so Brüls. „Er hatte in meinen Augen eine Art und Weise an sich, die bei mir den Eindruck ausgelöst hat, dass er sich nicht im Geringsten um die AS Eupen kümmert. Für mich gab es bei ihm nicht den Willen, den Verein besser zu machen. Meiner Meinung nach ging es ihm eher um die eigene Brieftasche.“ Leuten wie Colomer versuche er „aus dem Weg zu gehen“.

In dem Interview räumt der Ameler ein, dass er aus seiner Karriere mehr hätte machen können, wobei er betont, dass seine Laufbahn noch nicht zu Ende ist.

Christian Brüls am 1. Februar 2017 als Spieler der AS Eupen im Halbfinale des Landespokals gegen Zulte Waregem. Foto: Belga

Brüls: „Ich habe mein Leben genossen, ohne permanent zu übertreiben. Sicher habe ich auch Dinge gemacht, die man als Mensch mit Vorbildfunktion nicht unbedingt macht. Abends um 22 Uhr ins Bett steigen und morgens ein Schüssel Müsli essen und das über Jahre – das war nie etwas für mich. Ich habe aber auch das Glück gehabt, nie so sein oder so leben zu müssen. Es gibt Spieler, die anfällig für Verletzungen oder Übergewicht sind. Was das betrifft, habe ich immer großes Glück mit meinem Körper gehabt. Auf der anderen Seite stimmt es, dass ich mehr aus meiner Karriere hätte machen können. Natürlich will man als Profi immer das Höchste erreichen, aber nicht zu jedem Preis. Ich will nicht mit 35 oder 40 Jahren sagen müssen, dass ich mein Leben bis dahin nicht gelebt habe. Ich denke, dass ich einiges erlebt habe, viele Kulturen kennenlernen durfte, aber auch viel aus Fehlern lernen konnte. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden – natürlich immer mit der Betonung darauf, dass meine Karriere noch nicht zu Ende ist.“ (cre)

HINWEIS – Den Vorbericht zum Spiel zwischen St. Truiden VV und der AS Eupen lesen Sie am Sonntag hier auf „Ostbelgien Direkt“.

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf OD:

14 Antworten auf “Brüls tritt gegen Ex-AS-Sportdirektor Colomer nach: „Er dachte nur an sich und an die eigene Brieftasche“”

  1. .AS-FAN-KELMIS

    Gute, ehrliche Meinung von Brûls. Er sagt alles wie er es denkt. Sehe ich genauso. Schade, das es im Sommer nicht geklappt hatte mit einer Rückkehr zur AS. Er wäre doch sicher gerne gekommen. In 2017 hat er ja auch gute Leistungen für die AS gebracht. Weiter so Chris,getreu unserem Motto: man sollte nie nie sagen (ausser bei Colomer )….. PS: er würde unserem Pseudo-Mittelfeld sehr, sehr gut tun

  2. Die Karriere eines Profisportlers ist begrenzt. Klar, dass diese in diesem Zeitraum so viel verdienen möchten wie möglich. Bescheissen lassen möchte sich schon gar keiner. Also hat Brülls völlig richtig gehandelt.

  3. Intipuca

    So wie Brülls sich verhält, das geht garnicht !
    Nun haben wir mal einen Ligaspieler aus der Gegend und dennoch gibt er uns keine Möglichkeit, sich mit ihm zu identifizieren. Wen interessiert denn sein Geschwätz über seine Kränkungen.

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