Nach zwei Siegen in Folge ist die AS Eupen auf den Boden der Tatsachen zurückgefallen: Die Schwarz-Weißen verloren am Freitag beim SK Beveren 0:3. Damit ist auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde, an die ohnehin niemand mehr ernsthaft glaubte, erloschen. Einziger Trost: Die AS hat die Lizenz für eine weitere Saison in der Challenger Pro League, was für einige andere Proficlubs noch nicht der Fall ist.
Die Eupener Startelf präsentierte sich wie folgt: Roufosse – Van Genechten, Kennedy, Paeshuyse, Alloh – Gorenc, Plastun, Pantovic, Déom – Charles-Cook, Wedingo.
Bei den Gastgebern stand der ehemalige Eupener Christian Brüls wie erwartet in der Startelf.
Die erste Torchance hatte für Eupen Paeshuyse, doch der Ball landete auf dem Dach des Tores von Beveren.
In der 14. Minute brannte es zwei Mal lichterloh im Strafraum der Gastgeber nach einem Freistoß und einem Eckball von Déom, doch das Tor fiel nicht dort, sondern kurze Zeit später auf der Gegenseite durch Mertens, der nach einer Flanke von Jans im Fallen das 1:0 erzielte. Verdient war das nicht, denn Eupen war in der ersten Viertelstunde die bessere Mannschaft.
In der 27. Minute verfehlte Déom bei einem Freistoß das Tor nur knapp, ebenso Van Genechten bei einer weiteren Aktion kurze Zeit später.
Bis zur Halbzeit blieb es dabei, dass Beveren im ersten Durchgang nur eine Torchance hatte, diese aber eiskalt nutzte, um 1:0 zu führen. Eupen machte keine schlechte Figur in der ersten Halbzeit, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erarbeiten.
Nach dem Wiederanpfiff nahm Beveren das Heft in die Hand und suchte die Vorentscheidung. Die Gäste wurden zumeist in die eigene Hälfte gedrängt und kassierten in der 55. Minute ein zweites Tor durch Limbombé durch einen Torschuss über Roufosse hinweg, der wohl eher als Flanke gedacht war, 2:0.
In der 57. Minute hätte Beveren sogar nach einer sehenswerten Kombination fast einen dritten Treffer erzielt, doch klärte Pantovic auf der Linie für den geschlagenen Torhüter Roufosse. In der 62. Minute hatte Plastun den Anschlusstreffer auf dem Kopf, der Ball ging aber über das Tor von Reus.
Nach gut einer Stunde Spielzeit war die Luft raus aus dem Spiel, falls überhaupt etwas Luft drin gewesen sein sollte. Bei Beveren wurde Brüls eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt. Der Ameler hatte nicht sein besten Spiel geliefert, aber seine Mannschaft führte 2:0. Und es sollte nicht dabei bleiben, denn in der 80. Minute fiel auch das 3:0.
AS-Torhüter Roufosse spielte beim Herauslaufen den Ball in die Beine eines Gegenspielers und Gorenc konnte nur mit einem Foul im eigenen Strafraum das Schlimmste verhindern. Dem Schiedsrichter blieb nichts anderes übrig, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Den Strafstoß verwandelte Servais sicher, 3:0.
Die Augen der AS-Fans sind jetzt auf die U23-Mannschaft gerichtet, die am Sonntag um 15 Uhr als Tabellenletzter der D2 Amateure Spitzenreiter Crossing Schaerbeek empfängt und unbedingt gewinnen muss, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben. (cre)
Ende schlecht, alles schlecht. Höchste Zeit für einen Neubeginn!