Politik

DG-Minister Antoniadis befürwortet Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre für jeglichen Alkoholkonsum

Alkoholexzesse bei Jugendlichen sind ein großes gesellschaftliches Problem. Foto: Shutterstock

DG-Minister Antonios Antoniadis (SP), zuständig für Gesundheit und Soziales, hat sich für die Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre für jeglichen Alkoholkonsum ausgesprochen. Das geht aus einer Antwort des Ministers auf eine schriftliche Frage von Michael Balter (Vivant) in Bezug auf den Alkoholkonsum bei Jugendlichen hervor.

In seiner Antwort, die „Ostbelgien Direkt“ als Anhang zu diesem Artikel integral veröffentlicht, ebenso wie Balters Frage, betont Antoniadis: „Ich persönlich befürworte die Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre für jeglichen Alkoholkonsum. Dies wird nicht nur seitens des Hohen Gesundheitsrates gefordert, sondern auch von den Krankenkassen und vom flämischen Expertise-Zentrum für Alkohol und Drogen. Zudem liegt das Mindestalter bereits in 22 von 28 EU-Ländern bei 18 Jahren.“

„Konsum von Alkohol gehört in gewisser Weise zu unserer Kultur und Region“

Laut Antoniadis besteht in Bezug auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen Handlungsbedarf: „Insbesondere wissenschaftliche Untersuchungen zum Einfluss von Alkohol auf die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geben zu denken. Der Konsum hoher Mengen an Alkohol führt bei Jugendlichen zu einer negativen Beeinflussung der körperlichen und geistigen Entwicklung, was sowohl akute als auch chronische sowie physische, psychische und soziale Folgen bei den Kindern und Jugendlichen haben kann.“

Jugendliche bei einem Saufgelage. „Der Konsum hoher Mengen an Alkohol führt bei Jugendlichen zu einer negativen Beeinflussung der körperlichen und geistigen Entwicklung.“ Foto: Shutterstock

Dies kann laut Antoniadis zu einer Abhängigkeit führen oder andere schwerwiegende Ereignisse auslösen wie z.B. alkoholbedingte Straßenverkehrsunfälle oder generelle Straftaten.

Prävention ist nach Meinung von Antoniadis umso wichtiger. Zuständig dafür sei dafür in der DG insbesondere die Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung (ASL). Die Präventionsarbeit sei auch bei einer Anhebung der Altersgrenze immer noch der wichtigste Bestandteil zur Beeinflussung des Konsums von Alkohol bei Jugendlichen, so Antoniadis.

In seiner Antwort betont der DG-Minister aber auch, „dass der Konsum von Alkohol in gewisser Weise zu unserer Kultur und Region dazu gehört“. Deswegen werde es grundsätzlich schwierig sein, den Alkoholkonsum bei Jugendlichen komplett zu minimieren. Im Mittelpunkt jedweder Präventionsmaßnahmen sollte daher die Vermittlung eines „gesunden“ Gebrauchs von Alkohol sowie der richtige Umgang mit Grenzerfahrungen stehen. (cre)

Nachfolgend die Frage von Michael Balter (Vivant) und die Antwort von DG-Minister Antoniadis:

Schriftliche Frage Nr. 4 vom 26. Juni 2019 von Herrn Balter an Herrn Minister Antoniadis bezüglich des Alkoholkonsums bei Jugendlichen

60 Antworten auf “DG-Minister Antoniadis befürwortet Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre für jeglichen Alkoholkonsum”

  1. Besorgte Mutter

    Das finde ich total übertrieben, Herr Antionadis!
    Ich selbst wurde von meinen Eltern progressiv an den Alkohol herangeführt. Bei Familienfesten, den Karnevalsumzügen und der örtlichen Kirmes dürfte ich anfänglich schonmal schmecken und dann so ab etwa zwölf auch ein ganzes Glas trinken, ab etwa vierzehn durfte ich dann auch schon Apfelkorn und Ähnliches bei entsprechenden Gelegenheiten in Maßen konsumieren. Der Tatsache geschuldet, dass ich ein eher schüchternes Kind war, schafften meine Eltern es so mich deutlich lockerer zu bekommen.
    Genauso habe ich es auch mit meinen Kindern gehalten und siehe da, weder ich noch meine Kinder haben je ein Suchtprobleme entwickelt, aber ich kenne einige Eltern die hielten es total restriktiv mit dem Alkohol und einige derer Kinder haben heute durchaus ein problematisches Verhältnis zu Alkohol und mitunter auch zu anderen Suchtmitteln.
    Unverständlich stehe ich jedoch der Tatsache gegenüber, dass die Politik bei dem zu unserer Kultur gehörendem Alkohol immer restriktiver wird, auf der anderen Seite jedoch bei den viel gefährlicheren Drogen immer öfter die Augen zudrückt.
    Können Sie mir dies erklären Herr Minister Antionadis?

    • Marsupilami

      @Besorgte Mutter

      Sie „führen ihre Kinder progressiv an Alkohol heran“?? Aufgabe der Eltern ist es ja wohl nicht die Kinder an legale Drogen hranzuführen. Alkohol ist eine Droge und ein Suchtmittel, und nur weil es scheinbar normal ist sich überall zu besaufen muss man seine Kinder ja noch lange nicht in diese Richtung erziehen.
      ich finde es richtig, das Minister Antionadis das Alter anheben will!

      • Wie man sich doch alles schön Reden kann , seine Kinder an den Alkohol heran führen !!!
        Also ehrlich wenn ich sowas lese verstehe ich nicht wie sich jemand BESORGTE nennen kann ?
        Und ja auch meine Kinder trinken ihn , aber genau wie ich haben sie ihn selbst entdeckt ohne mein zu tun , und ja auch ich habe ihn als Jugendlicher selbst entdeckt ohne zutun meiner Eltern.
        Habe dann selbst entschieden in welchen maßen ich ihn Konsumiert habe, und meine Kinder niemals zugelassen ihn zu Trinken unter 16 Jahren , was sie dann aber gemacht haben wo ich nichts von weiß ist eine andere sache, genau so wie ich es als Jugendlicher gemacht habe.
        Besorgte Mutter oder egal wie sich die dafür sprechenden sich nennen, ihr habt doch eine
        Macke, und das von Mütter die ihre Kinder fast bis ins Klassenzimmer mit dem Auto bringen.
        Das heißt auch mit dem Rauchen von Zigaretten was ich tue nicht aber eine Kids,
        Verbote machen tatsächlich neugierig auf das unbekannte, aber Aufklärung und richtiges
        verhalten macht sie schlau es nicht zu tun, auch wenn man es selbst macht.
        Also Schlussfolgerung hier, Jeder denkt nur an sich , nur ich nicht , ich denk an mich.

        Liebe Grüße , ihr selbstherrlichen Kinder Erzieher.

        • Besorgte Mutter

          @Huih, Sie sagen: „was sie dann aber gemacht haben, wo ich nichts von weiß ist eine andere Sache, genau so wie ich es als Jugendlicher getan habe“.
          Sehen Sie, genau hier ist der große Unterschied im Gedankengut von uns beiden. Aus meiner Familie heraus bin ich nunmal den offenen Diskurs gewohnt und tue alles den auch an die mir nachfolgenden Generationen weiterzugeben.
          Wie ich bereits in dieser Diskussion hier schrieb, weder ich noch eines meiner inzwischen erwachsenen Kinder haben irgendein Suchtproblem. Alkohol wird nur bei den entsprechenden Gelegenheiten unterschiedlich stark konsumiert, so wie die Situation es eben erlaubt und vielleicht auch manchmal verlangt.
          Es wurde auch die Frage gestellt, ob ich es auch mit dem Rauchen und dem Canabiskonsum so halten würde, nein tue ich nicht, weil hier die Gesundheitsund Suchtrisiken deutlich höher liegen als beim Alkohol. Denn selbst bei seltenem Canabiskonsum stellt man bei den Konsumenten schon mitunter krasse psychische Veränderungen im Alltag fest.
          Als „Besorgte Mutter“ nenne ich mich, weil ich mich ab der Geburt meiner Kinder Gedanken darüber mache, wie ich es schaffe dem Nachwuchs den rechten und erfolgreichen Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu zeigen und hier ist es mir nunmal ein Anliegen dies nicht an der Realität vorbei zu tun. Es ist mir lieber, dass ich Ihnen den Umgang mit den legalen Mitteln beibringe bzw. erkläre warum man die Finger davon lassen sollte, als dass mir zB. unsere gerichtlich verurteilte Wallonische Ecolo Abgeordnete meinen Kindern des Weges kommt und denen gleich die illegalen Mittel in die Hand drückt.
          Wie auch bereits gesagt, unsere berufliche und gesellschaftliche Stellung, scheinen mir ganz offensichtlich in meinem Handeln recht zu geben, und da interessieren mich die Erziehungskonzepte der vielen schlauen Erziehungswissenschaftler nunmal recht wenig.

  2. Eine Mutter

    Die Politiker und die Polizisten sollen sich mal mehr Drogen kümmern.Minderjährige Kinder wird viel Drogen angeboten zum Beispiel privat bei Freunden,Partys,Discos,Karneval,…
    Dies hat mir ein Mitarbeiter der DG zuletzt bescheinigt,ob im Norden oder Süden.
    Durch den den Konsum von Drogen entstehen weitaus größere Probleme.Wenn sie an keinen Alkohol mehr bekommen,sind Jugendliche äusserst findig,sich welchen zu besorgen.
    Verbot macht es nur noch schlimmer und es ist reizvoller.

  3. Polarlicht

    @ besorgte Mutter
    Alkohol IST eine Droge! Schon Mal einen 17 jährigen gesehen, der sich so dermaßen das Gehirn über Jahre kaputt getrunken hat, dass er ohne künstliche Beatmung nicht mehr in der Lage ist zu atmen? Jugendliche, deren Leberwerte einen zum weinen bringen?? Nicht?
    Na dann führen Sie Ihre Kinder weiter vorsichtig an den Alkohol heran.

    • Jockel F.

      Was Droge ist und was nicht, darüber kann man trefflich streiten. Ist ein in der Veterinärmedizin verwendetes Betäubungsmittel eine Droge? Eigentlich nicht, trotzdem macht es auch in der DG auf Partys die Runde. Ist Ritalin eine Droge? Sind es Neuroleptika?
      Wichtig ist, was die Substanz anrichtet. Alkohol ist ein Gift, das den Körper stark schädigen KANN. Diese Möglichkeit ist an diverse Bedingungen geknüpft, die kein Verbot der Welt unter Kontrolle bringen wird.

        • Jockel F.

          Sie haben das „stark“ überlesen.
          Pauschal davon zu sprechen, dass Alkohol schädlich ist, halte ich für unsinnig, weil es von der Dosis und der Regelmäßigkeit abhängt. Da können Sie sich sagen, dass Joggen gesundheitsschädlich ist, weil es die Knie- und Fußgelenke stark belastet.

  4. Schauen Sie sich die Pfadfinderlager auf Bütgenbach/Berg um den See an.
    Türmeweise leere Bierkasten und Schnapsflaschen. Nachts wird da gesoffen und gefeiert, was das Zeug hällt und nicht selten sind auch die Kinder nicht mehr nüchtern.
    Bei den 15-17 jährigen Betreuern denkt man sich, die machen das nur das Saufens wegen.
    Null Verantwortung, und wenn was passiert oder die Eltern kommen die Kinder abholen, verschwinden immer als Erstes die Flaschen und Bierkästen.

  5. Polarlicht

    Sorry @ besorgte Mutter
    Wenn Eltern der Tochter Alkohol geben , damit diese nicht mehr so schüchtern ist und lockerer wird, ist ja wohl echt der Gipfel!
    Vielleicht hätte es auch was gebracht, Ihnen mehr Selbstvertrauen an zu erziehen, statt Sie
    mit Alkohol abzufuellen , um der Partykracher zu sein. Unglaublich ,echt

    • Besorgte Mutter

      Schüchternheit ist genau wie zB. der sg.Zappelphillippe eine angeborene Eigenschaft. Wenn ich meinen Eltern eines nicht vorwerfen kann, dann ist es, dass sie mich nicht zu einer Person mit Selbstvertrauen erzogen haben und da war auch der Alkohol ein gutes Mittel mich von dieser mir lähmenden Eigenschaft zu befreien. Leider kommt diese Eigenschaft in meiner Familie (Tanten, Onkels, Kusinen, Vettern, usw) immer wieder vor.
      Auch habe ich nirgendwo geschrieben, dass ich mit Alkohol abgefüllt wurde um ein Partykracher zu sein. Nein, meine Eltern haben mich genauso wie ich und mein Mann, unsere Kindern auch, früh an einen verantwortungsvollen Umgang an den Alkohol herangeführt. Meine Stellung und die meiner gesamten Familie in der Gesellschaft scheint mir nunmal hier recht zu geben.
      Ja, ich habe auch schon junge und auch weniger junge Leute gesehen, die sich bis zum geht nicht mehr die Birne weggesoffen haben, die haben aber alle eins gemein, sie kamen aus Familien wo die Eltern sie immer vor den bösen Folgen des Alkohols gewarnt haben und es zB. bis 18 verboten war solchen zu konsumieren. Wenn dann aber die Pubertät in vollem Gang kam, mussten sie es den „Alten“ dann aber mal richtig zeigen und drehten vollkommen ab, ua. Weil sie dann auch nicht die Grenzen frühzeitig hatten kennengelernt.
      Wenn die Eltern sich dann bei mir hierüber beklagten, musste ich innerlich immer Grimmeln.

      • Sportler

        Ich verstehe was Sie zum Ausdruck bringen möchten, aber es kommt sehr befremdlich rüber.
        Auch ich habe von meinen Eltern – im jugendlichen Alter – gelernt mit Alkohol „umzugehen“ und eben die Freunde, welche von Haus aus einem strikten Alkoholverbot unterlagen, trinken teilweise heute noch bis zum Umfallen.
        Unabhängig von der hier stattfindenden Diskussion bzw. dem obenstehenden Bericht musste ich an folgendes denken… als Kleinkind bekamen meine Geschwister und ich beim Zahnen den guten „Alten Klaren“ aus Raeren auf das schmerzende Zahnfleisch mit einem Wattepad vorsichtig getupft… heute würden sie als Eltern „gelyncht“ oder „angefeindet“ beim Griff zu diesem Hausmittel… dann doch lieber ein teures und gesellschaftsfähiges Mode-Präparat aus der Apotheke.

  6. Minister Quote

    Es wäre auch mal an der Zeit etwas gegen unsere Ministerschwemme zu tun, Herr Antonius. Auch da sollte das Mindestalter heraufgesetzt sein. Die Neulinge somllten sich zuerst mal ihre Sporen verdienen. Dann, erheblich vermindern. In Eupen wäre mit einem Einzigen schon genug. Ihr Ministern allemal, ihr gebt euch selbst all die Vorteile, die ihr so vom Steuerzahler einkassiert. Hohe Löhne, biele Steuervorteile, dicke Abschiedsprämien, viel zu viele auch bestbezahlte Nebenjobs und -posten. Und zum Schluss eine Pension vom 5 und Mehrfachen eines Ottonormalmmenschen!?
    Also, Herr Antoniadis, es bleibt viel zu tun, packen sie es an!

  7. Mit Verlaub...

    …. @besorgte Mutter, Ironie sollte auch als solches gekennzeichnet sein! Wenn ihr Post aber ernst gemeint sein sollte, hätte das Alter für Alkoholkonsum schon viel früher gehoben werden müssen…

  8. Jockel F.

    Toller Plan von einem, der schon mehrfach bewiesen hat, dass er von nichts Ahnung hat, total wissensresistent ist und trotzdem alles besser weiß. Und natürlich auf jeden Zug aufspringt, der ausreichend Fahrt aufgenommen hat.
    Was ist mit der Drogenproblematik, Herr Antoniadis? Auch wenn Politik und Justiz sehr gerne die Augen davor verschließen, das ändert nichts daran, dass sehr viele junge Menschen in der DG alle möglichen Substanzen konsumieren, die gleich nochmal was sind? Richtig, illegal! Hindert das irgendwen?
    Was glauben Sie denn, wo die 16jährigen zum Saufen hingehen werden, wenn ihnen die Kneipe den Ausschank verweigert? Ein Beispiel steht schon oben: Die Jugendlager, in denen auch schonmal 14- oder 15jährige kotzend im Dixi hängen.
    Aber Hauptsache Sie und Ihresgleichen können Ihre Hände per Verbotskultur in Unschuld waschen und Schulen, Vereinen, der Drogenberatung und natürlich der Polizei die Verantwortung zuschustert.
    Sie wären besser Senator geworden, da hätte man wenigstens nichts mehr von Ihnen gehört.

  9. Ruth Heinen

    @besorgte Mutter

    Sie sprechen mir aus der Seele. So in etwa lief es auch bei uns.

    Diese strickten Verbote sorgen nur dafür, die verbotenen Dinge, Substanzen… erst richtig interessant zu machen. Den verantwortungsvollen Umgang lernt man nicht durch Verbote sondern durch eigene Erfahrungen und Vorgelebtes.

    Auch bei uns wurde mit Schnaps desinfiziert, auch mit Mund. Hat keinem von uns geschadet.

    • Polarlicht

      Früher hatten wir auch noch den Franken!
      Zwölfjährige an Alkohol heran führen, meine Güte. Führen Sie Ihre Kinder auch an Kanabis heran, damit die später weniger kiffen,oder was?

  10. peter Müller

    Das belgische Gesetz sieht vor, dass man ab 16 Jahre Geschlechtsverkehr haben darf, weil man mit 16 Jahren sexuell volljährig ist.
    Mit 16 durch die Welt vögeln, aber ein Bier erst mit 18. Wie krank sind unsere Politiker.

  11. Baudimont

    Straßenverkehrsunfälle ? Unfälle von 18- bis 24- Jährigen unter dem Einfluss von Alkohol …. Im Straßenverkehr ? aber kein 14, 15, 16 oder 17Jährigen…Der BE-Führerschein kann nur ab einem Alter von 18 Jahren gemacht werden.( „Antoni a dit“ dass die unter 18 Jährigen fahren ohne Führerschein unter dem Einfluss von Alkohol.)
    Ruth Heinener hat vollkommen recht: „Diese strickten Verbote sorgen nur dafür, die verbotenen Dinge, Substanzen… erst richtig interessant zu machen. Den verantwortungsvollen Umgang lernt man nicht durch Verbote sondern durch eigene Erfahrungen und Vorgelebtes“.

  12. Gar nicht zuständig

    Die ganze Diskussion über eine “ Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre für jeglichen Alkoholkonsum“ seitens des DG-Ministers Antoniadis bringt doch eh‘ nichts, da er gar nicht für diese Materie zuständig ist. Dies ist nämlich eine föderale Angelegenheit. Ich finde es überhaupt überflüssig, dass Inhaber eines Öffentlichen Mandats, also auch Minister, Forderungen stellen, für die sie gar nicht zuständig sind. Mit solchen Äußerungen erweckt er nämlich den Eindruck hier etwas beeinflussen zu können, und das ist nicht der Fall. Was ist denn seine nächste „Forderung“? Etwa die Herabsetzung der Schwangerschaft der Frauen von 9 Monate auf 6 Monate?

      • Pensionierter Bauer

        Der Herr Antionadis weiß meines Erachtens sehr genau welches seine Kompetenzen sind, aber er weiß auch ganz genau, dass er mit seinen Äußerungen, diejenigen, die solche Verbote wollen und zudem auch noch in der Lage sind solche Verbote durchzusetzen hiermit unter die Arme greift.

  13. Eine Mutter

    Dann müsste man auch dazu hingehen,Beruhigungs- und Schlalfmittel zum grossen Teil zu reduzieren.Nur in den Altenheimen,Krankenhäusern,pflegebedürftige Menschen zu Hause usw würde der Notstand eintreten,weil sie zum Teil abhängig davon geworden sind!

  14. Wie im ersten Kommentar sind die Kinder und sie selbst nicht vom Alkohol abhängig geworden , aber in den meisten Fällen für der Alkohol und Zigaretten zur Sucht. Ich stimme dafür Alkohol an 10% unter 18 Jahren verboten . Zigaretten ab 16 frei und die Werbung von Alkohol , besonders im Sport wie JupilerProLige verboten wie Zigarettenwerbung .

  15. Cognacjunker

    Wie wäre es wenn die Politiker mal mit gutem Beispiel vorangehen. Viele Politiker sind dem Alkohol verfallen. Wie wäre es wenn man ebenfalls ein Alkoholverbot für Politiker während er Dienstzeiten veranlassen würde. Dann hätten Sie wenigstens während dieser Zeit einen klaren Verstand?

    • DenAhlen

      Also müsste man konsequenterweise Alkohol ganz verbieten. Natürlich auch Tabak, Koffein, Zucker, Fett, etc etc denn sehr viele Dinge machen abhängig oder schädigen den Körper, wenn man den Konsum übertreibt. Oder wie sehen Sie das?

        • DenAhlen

          Und was es gebracht hat lehrt uns die Geschichte: Schwarzhandel, Schmuggeln, Bandenkriminalität… Jede Menge Tote. Ich hab noch vergessen: Fernseh und Internet macht auch süchtig, also verbieten! KEIN Opium fürs Volk, alle schon nüchtern und enthaltsam. Alle würden Amok laufen, denn wenn einem alles verboten wird, dann wird man bereit Risiken ein zu gehen um es dennoch zu bekommen…

  16. Eine Mutter

    Es geht einzig und alleine um Ruhigstellung,weil man sonst viel mehr Personal bräuchte.Im Pflegebereich habe ich auch Erfahrung.Es ist sonst für die Familie und das Personal nicht zu managen.

    • Polarlicht

      @ eine Mutter
      Wie schön, dass alles hier mehr oder weniger anonym läuft, nicht wahr? Da Sie in einer Apotheke arbeiten, als was auch immer, hätte diese Apotheke , bzw deren Inhaber, es sicherlich nicht gerne, dass seine Angestellte ärztliche Rezepte , rezidive Anordnungen in Frage stellt! Sollten Sie nicht als Putzfrau in einer Apotheke arbeiten, lehnen Sie sich sehr weit aus dem Fenster.
      Sie haben Pharmazie studiert, nicht Medizin, ein großer Unterschied! Es ist eine Frechheit zu behaupten, dass Sedativa nur dazu dienen, den Pflegekräften die Arbeit zu erleichtern.
      Mischen Sie weiter Salben, auf ärztlichen Rezepten, an . Aber alles andere überlassen Sie doch bitte denen, die 14 Semester studiert haben, drei staatsexamina abgelegt und einen Eid geleistet haben! Danke

      • Oh mein Gott

        … kommen Sie bitte von Ihrem hohen Ross herunter und öffnen die Augen für das, was wirklich läuft.
        Nur weil Ärzte so lange studiert haben, darf man deren Entscheidungen nicht auch mal in Frage stellen??? In Welcher Welt leben Sie eigentlich ?

        • Polarlicht

          Natürlich kann und soll jeder Hinterfragen. Allerdings gilt hier das Sprichwort : Schuster bleib bei deinen Leisten. Hier wurde nicht hinterfragt, sondern klar gesagt, dass Ärzte Beruhigungsmittel verschreiben, damit die Patienten ruhig gestellt werden, und dem überlasteten Pflegepersonal so weniger Arbeit entsteht.

  17. Eine Mutter

    Es ist schlimmer,wenn man damit aufgewachsen ist.Die Problematik ist jedem in der Familie bewust und sie hat sehr viel angerichtet und zerstört.Daher haben meine Kinder schon das Bewusstsein,dass das falsch ist.

  18. Politiker

    Politiker sieht man in der Öffentlichkeit meistens mit einem Glas in der Hand – Empfänge überall, Reisen durch halb Europa, Schneeklassen besuchen in den Alpen, Kirmeseröffnung mit Freibier,….. alles auf Kosten des Steuerzahlers natürlich.
    Das sind ja wirklich fantastische Vorbilder für die Jugend, Applaus, Applaus.

  19. Akneverkäufer

    Was ein Text…. Als ob die Jugendlichen bei den Preisen sich das Saufen noch leisten könnten? Da geht eh jeder Euro ans Handy, an Klamotten, oder chemische Drogen. Und wenn das mit den Drogen in der DG so weiter geht, werden die Eltern nochmal froh sein wenn das Kind einfach am WE mal einen saufen geht. Das Resultat vom ostbelgischen Drogenwahn kann man in den Psychiatrien begutachten gehen, aber die hatten ja sicher einfach nur ne schwere Kindheit…

  20. Klar, Alkohol ist ein Suchtmittel.

    Aber als solches gilt auch z.B. Zucker. Sind die, die ein absolutes Alkoholkonsumverbot für Minderjährige befürworten, dann auch für ein ebenso absolutes Süßigkeitenkonsumverbot?

          • Pensionierter Bauer

            Zucker, da geben Sie mir ein tolles Stichwort.
            Eines meiner Kinder war in der Kindheit und in der frühen Jugend schon ziemlich übergewichtig. Da bekamen wir als Eltern von der schulmedizinischen Vorsorgeuntersuchung, damals auf Eupens Prachtstraße ansässig, immer einen blauen Brief mit der Aufforderung mit ihm zum Hausarzt, bzw. zur Ernährungsberatung zu gehen und ihm mit sofortiger Wirkung alle Süßigkeiten zu entziehen. Wenn er auch sehr gut essen konnte, nur Süßigkeiten aß er kaum bzw. gar nicht.
            Da wir jahrelang nicht auf diese Briefe reagierten erhielt ich eines Tages von besagtem Zentrum einen ziemlich bösen Anruf, bei dem ich gegenüber der Dame am anderen Ende mit einem für mich eher seltenen Wutausbruch reagierte und ihr dabei ua. Nazimethoden und einen Eingriff in unser Privatleben vorwarf, ich habe nie wieder von dieser Dame etwas gehört.
            Obwohl wir unseren Sohn weiter freie Hand beim essen gelassen haben, ist er heute als Erwachsener 195cm groß, stabil und alles Andere als wirklich übergewichtig. Ich bin davon überzeugt, dass sein Gehirn genau wusste was es an Nahrung verlangte, damit er den anstehenden Wachstumsschub überhaupt schadlos überstehen konnte.
            Ich bin auch davon überzeugt, dass viele, heute richtig übergewichtige Jugendliche und Erwachsene, in der Kindheit von Süßigkeiten und herzhaftem Essen ferngehalten wurden.

  21. Ich sehe lieber einen 16 jährligen mit ein Bier in der Hand als ein 18 jährliger der Drogen nimmt. Drogen sind das grosse Problem dieser Gesellschaft, Alkohol nicht so sehr. Na denn prost !

    • Pensionierter Bauer

      Genau, so sehe ich das auch.
      Die Politiker trauen sich wieder einmal nicht an die echten Probleme ran. Sie waschen ihre Hände in Unschuld und sagen sich: die Gesetze sind ja schließlich da und auch noch gut!

  22. treesche

    Ist das wieder eine Aktion von Antoniades, wo er gar keine Befugnis für hat. Man kann der Jugend nicht alles verbieten. Verboten gehören vor allem Dingen alkoholische Getränke die viel zu süss sind, um überhaupt den Alkohol raus zu schmecken. Alkopops oder auch Cocktails. Die trinkt man, wie ne Limo, aber mit fatalen Folgen. Wir haben es mit unseren Söhnen so gehalten, dass wir ihnen gesagt haben, wenn ihr was probiert, dann erst mal ein normales Bier. Also kein Starkbier auch keins mit Zitronengeschmack, wo auch noch zusätzlich Zucker drin ist. Meistens mögen Jugendliche nämlich den Geschmack von einem normalen Bier garnicht. Was wird dann z. B. an Schulen gemacht? Es gibt immer noch diese doofen Raucherecken. Da macht keiner etwas dagegen. Dort werden jede Menge Jugendliche zum Rauchen verführt. Da steht dann kein sogenannter Gesundheitsminister Antoniades. Wie sieht es mit der Suchtprävention an Ostbelgischen Schulen aus?

  23. EIFELPERLE

    Im TREESCHLAND heißt das Bier Gerstensaft und dort leben ausschließlich Heilige, Engel…niemand hat je etwas unananständiges gesagt, gesehen oder getan… alle Treeschen, Ex Treeschen oder neo Treeschen kommen in den Himmel…OOOOOHHHM

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