Politik

Analysen: Moskau hat Alexej Nawalny mit Nervengift getötet

16.02.2025, Rumänien, Bukarest: Schneeflocken bedecken ein Foto des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny vor der russischen Botschaft in Bukarest. Foto: Andreea Alexandru/AP/dpa

Der vor zwei Jahren in russischer Haft gestorbene Alexej Nawalny ist Analysen zufolge mit einem starken Nervengift getötet worden. Die Außenminister von Großbritannien, Schweden und den Niederlanden beschuldigten Russland, den Kremlkritiker umgebracht zu haben.

Die anwesende Witwe Julia Nawalnaja sagte am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz, nun habe man den Beweis, dass Kremlchef Wladimir Putin ein Mörder sei.

Nawalnaja hatte bei einem aufsehenerregenden Auftritt auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor fast genau zwei Jahren angesichts der Berichte über den Tod ihres Mannes zum Kampf gegen den russischen Machtapparat von Putin aufgerufen.

Die britische Außenministerin Yvette Cooper sagte, man könne bestätigen, dass im Körper von Nawalny ein tödliches Gift gefunden worden sei. Die Wirkung des im Hautdrüsensekret von Baumsteigerfröschen in Ecuador, sogenannten Pfeilgiftfröschen, vorkommenden Giftes sei 200 Mal so stark wie Morphium. Zunächst blieb offen, wann, wo und wie konkret die Analysen durchgeführt worden waren.

16.02.2025, Russland, Moskau: Menschen stehen am Grab des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny auf dem Borisowskoje-Friedhof in Moskau, ein Jahr nach dessen Tod. Foto: Uncredited/AP/dpa

– Was ist Epibatidin? Epibatidin ist ein Nervengift (Neurotoxin). Am effektivsten wirkt eine solche Substanz bei Injektion ins Blut, ist aber auch bei oraler Aufnahme – also bei Verschlucken – wirksam. Der Tod tritt durch Atemstillstand ein.

Nawalnys Tod, der sich an diesem Montag zum zweiten Mal jährt, bleibe ein herber Schlag für alle Menschen vor allem in Russland, die die Hoffnung auf ein freies Land nicht aufgegeben hätten, sagte der deutsche Außenminister Wadephul. „Putin tritt Völkerrecht und Menschlichkeit nicht nur in der Ukraine jeden Tag mit Füßen.“ Auch seine Verpflichtungen nach dem Chemiewaffenübereinkommen seien Putin völlig egal. Die Vergiftung Nawalnys müsse Folgen haben. Darum müsse es jetzt in den zuständigen Gremien gehen. Deshalb habe man heute auch den Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen über die Erkenntnisse informiert.

– „Hoffe, dass Putin irgendwann auf Anklagebank landet“: Nawalnaja dankte den an den Analysen beteiligten Labors in Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden. Es sei der schwerste Tag ihres Lebens gewesen, als sie vor zwei Jahren vom Tod ihres Mannes erfahren habe. Schon damals sei sie sich sicher gewesen, dass er ermordet wurde. „Was sonst hätte mit einem jungen, charismatischen Oppositionsführer in Putins Gefängnis passieren können?“

Es sei sicher keine Neuigkeit, dass der Kremlchef ein Mörder sei. „Aber jetzt haben wir noch einen direkten Beweis dafür. Und ich hoffe sehr, dass er irgendwann auf der Anklagebank landet und sich für alles, was er getan hat, verantworten muss“, sagte sie in einer teils auf russisch gehaltenen Rede.

14.02.2026, Bayern, München: Julia Nawalnaja, russische Menschenrechtsaktivistin und Ehefrau des russischen Oppositionsführers und Dissidenten Alexei Nawalny, gibt ein Pressestatement zum Tod und den Todesumständen ihres Ehemannes am Rande der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) neben Maria Malmer Stenergard, Außenministerin von Schweden, und Yvette Cooper (r), Außenministerin von Großbritannien. Foto: Kay Nietfeld/dpa

– Tod in Strafkolonie nördlich des Polarkreises: Nawalny galt als der prominenteste Gegner von Putin in Russland, auch weil er immer wieder Korruptionsfälle innerhalb der Elite um den Kremlchef aufdeckte. 2020 wurde er vergiftet und im Koma liegend nach Deutschland ausgeflogen, wo er in der Berliner Charité behandelt wurde. Die russischen Behörden nahmen den Politiker im Januar 2021 bei seiner Rückkehr in die Heimat noch auf dem Flughafen fest – zunächst wegen des angeblichen Verstoßes gegen frühere Bewährungsauflagen.

Später verurteilten russische Gerichte Nawalny zu langen Haftstrafen – unter anderem wegen Extremismus. Im Gefängnis wurde er stark von der Außenwelt isoliert. Am 16. Februar 2024 starb er in einer Strafkolonie nördlich des Polarkreises. Zum Todeszeitpunkt war er 47 Jahre alt – die russischen Behörden sprachen von einer natürlichen Todesursache.

Die russische Regierung müsse dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Cooper zitierte Nawalnys Worte: „Wir müssen das tun, was sie fürchten. Sagt die Wahrheit, verbreitet die Wahrheit. Das ist die mächtigste Waffe.“

Die schwedische Außenministerin Maria Stenergard sprach von einem Schritt von größter Wichtigkeit, um Russland zur Rechenschaft zu ziehen und seine fortwährenden Lügen aufzudecken. „Ich bin unglaublich stolz darauf, dass wir gemeinsam dazu beitragen konnten, die Wahrheit ans Licht zu bringen.“ Der niederländische Außenminister David van Weel sagte, die gute Nachricht sei, dass die Wahrheit immer ans Licht komme. Die Mühlen der Gerechtigkeit mahlten zwar vielleicht langsam, aber entschlossen für Nawalny. (dpa)

53 Antworten auf “Analysen: Moskau hat Alexej Nawalny mit Nervengift getötet”

  1. Propaganda

    Der Tod eines Jeden ist immer bedauerlich. Nur was wirklich geschehen ist, kann vielleicht niemand wirklich nachvollziehen. Wir sollten immer vorsichtig sein, was westliche Politiker Über Russland behaupten. Leider hat die EU genügend vor ihrer eigenen Haustür zu kehren. Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

    Da schau an: Deutsche Presse-Agentur kassiert Millionen vom Staat!
    Die Quelle DPA lässt journalistische Sorgfalt missen. Um die Behauptungen der westlichen Politmarionetten zu Wiederlegen, müssten wirkliche Recherchen stattfinden.Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) behauptet von sich, ein unabhängiges Medien-Unternehmen zu sein. Chefredakteur Sven Gösmann, ein Protégé des früheren „Bild“-Willkommensheißers Kai Diekmann, legt Wert auf die Feststellung: „Sämtliche Einnahmen werden auf dem freien Markt erwirtschaftet.“ Mehr auf http://deutschlandkurier.de

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Man kann keinem mehr, der Welt führenden trauen.
      Weil spätestens beim Einmarsch der Truppen Putins in die Ukraine, hätte der Selenskyj dem Putin zumindest die Nase brechen müssen.
      Stattdessen amüsieren sich alle Feiglinge gemeinsam damit, uns das Geld zu rauben, durch die Welt zu jetten (und ganz wichtig) gemeinsam gut zu speisen und dabei zu beschließen, dass der Krieg nicht enden darf, weil man noch einige Soldaten zum Verheizen gefunden hat und die Geschäfte mit der Rüstungsindustrie, doch prima laufen.
      Ein Schelm, wer sich den deutschen Herbst von 1977 in ausgedehnter vorm wünschen würde. Mehr würde er wohl nicht sein?
      Denn für die überwiegende Mehrheit Europas, gab es zu diesem Zeitpunkt Friede.
      Eine Lösung wäre es natürlich nicht unbedingt, denn die vom Teufel Besessenen, haben ja noch die Chance, dass die Justiz sich ihrer annimmt und sie für 20 Jahre in ein sicheres Gebäude bringt.
      Den Haag soll angeblich sehr fortschrittlich sein, was die Sicherheit für die nicht ganz saubere Obrigkeit betrifft.

        • Die Frage wäre ja, inwieweit die Finanzierung der dpa etwas über den Wahrheitsgehalt des Berichts über die Vergiftung Nawalnys besagt.
          @Propaganda: Meinen Sie, Nawalny hätte sich den Magen an einem schlechten Rollmops verdorben und sei deshalb gestorben. Was an der Sache ist Propaganda in wessen Interesse, wer streut diese Meldung, also wer ist der Geldgeber dpa, der die (Ihrer Meinung nach offenbar Falsch-)Meldung durch Zuwendung bewirkt?
          Gibt’s da mehr im Angebot als Verschwörungserzählungen? Womöglich sogar Belege?

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

        Fast alle Medien werden von Spenden finanziert. Die größten, bekanntlich durch die Allgemeinheit.
        Mittlerweile hat man das Gefühl, Rundfunkgebühren zu zahlen, um sich (größtenteils) besser belügen lassen zu können.
        Es ist eine Investition, die nicht jeder mag.

    • Alfons van Compernolle

      Hatten die Russen ,das nicht auch schon vorher einmal nur um dann in Berlin gerettet zu werden und hinterher nach Russland zuruùckzukehren um in einem russischen Gefàngnis auf Befehl mit Gift erneut in die ewigen Jagdgrùnde, von Herrn Putin, ungehindert verabschiedet zu werden.
      Wie intelligent war diese Rùckkehr denn nun ????

      • #Alfons van Compernolle
        „Wie intelligent war diese Rùckkehr denn nun ????“

        Vielleicht gehörte sie zur NGO-Propaganda, vielleicht wollte N. Aktivisten auf die Straße bringen, vielleicht wollte N. ein Denkmal, vielleicht war N. nicht intelligent, kannten Sie ihn näher?

        • Alfons van Compernolle

          Sein Kampf gegen Putin und dessen menschenverachtenden Machenschaften waren gut und richtig und notwending, sind sie immer noch oder noch sehr viel mehr notwendig.
          Aber eine Rùckkehr ins Gefaengnis um dort erneut und ganz sicher umgebracht zu werden,
          ist wohl wenig hilfreich und toedlich unintelligent!

  2. Fabienne

    Ich frag mich auch gerade tatsächlich, was das alles hier mit der Vergiftung von dem Mann zu tun hat? Das war nicht irgendeine korrumpierte Presseagentur, da geht’s um Mord an einem für das System „lästig“ gewordenen Mann.
    Obwohl es doch jedem klar war, dass Nawalny keines natürlichen Todes gestorben war, soweit man von natürlich überhaupt sprechen kann, wenn man in einem russ Gulag einsitzt

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Fabienne/ Die Vergiftung Navalnys war ein Beispiel dafür, wie einfach es sich manche Leute machen, wenn sie an der Macht bleiben wollen.
      Von der Art Mensch, beziehungsweise, charakterlich gesehen, sind Leute die nur eine Zeit regieren, auch nicht besser, wenn Sie bereit sind Kriege in die Länge zu ziehen, um sich dadurch zu bereichern.
      Denn auch jeder einzelne Soldat, gleich welcher Seite , der bei einem Krieg ermordet wird, kehrt nicht zu seiner Familie zurück.
      Ein Fehler unsererseits ist, Unterschiede zu machen, weil Nawalny bekannter gewesen ist.
      Ihm ist natürlich hoch anzurechnen, dass er sich mit Leuten wie Putin angelegt hat und dadurch sein Leben viel zu früh beendet gewesen ist.
      Die Soldaten bei der Seiten, haben ihr Leben noch viel früher verloren.
      Ein indirekter politischer kriegstreibender Mörder 《 wie wir sie auf beiden Seiten finden 》
      wird zwar in den Medien harmloser dargestellt, diese sind aber auch dafür verantwortlich, dass das Leben junger Menschen beendet wird.
      Wir schreiben das Jahr 2026 und man sollte doch eigentlich davon ausgehen, dass der Mensch sich so weit entwickelt hat, das politische Kriegstreiber gleich welcher Seite, die verantwortlich für den Tod von tausenden jungen Menschen sind, ihr Leben nicht mehr in Freiheit genießen dürften.
      Denn es ist eine große Gefahr für alle Menschen dieser Welt, ein paar Leute in Freiheit leben zu lassen, die dafür sorgen, dass Tausenden ooo? anderen das Leben genommen wird.

      • Cora von Ablass-Kreuselhoff

        Ich glaube auch nicht, dass Nawalny eines natürlichen Todes gestorben ist.
        Wenn jetzt aber behauptet wird, er sei vergiftet worden, dann möchte ich einen Beweis für diese Behauptung.
        Also wer hat wann und wie eine Gewebeprobe an der Leiche entnommen und wer hat die medizinische Analyse vorgenommen? Bevor keine verifizierbaren Quellen genannt werden, glaube ich erstmal keinen mündlichen Aussagen.

    • Nawalny? 🤣
      Wie sieht es denn mit Möllemann aus, der zwei Wochen nach einer kritischen Rede zufälligerweise mit dem Fallschirm abstürzte?
      Oder Ulfkotte, ein deutscher kritischer Journalist, der kurz davor war, Enthüllungen über Korruption bei Politik zu veröffentlichen – und bei dem urplötzlich der Herzschrittmacher ausfiel?
      Oder Epstein, der prominente Staatsleute und Reiche mit Kindern zum Vergewaltigen „fütterte“ (das Wort füttern wähle ich nicht zufällig).

      Für die Ermordung sogenannter „Staatsfeinde“ muss man nicht nach Russland schauen – so etwas passiert auch hier.
      Es passiert genau vor euren Augen und ihr seht es einfach nicht…

  3. „Die anwesende Witwe Julia Nawalnaja sagte am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz, nun habe man den Beweis, dass Kremlchef Wladimir Putin ein Mörder sei.“

    Eine Witwe bei der wichtigsten Sicherheitskonferenz der Welt?
    Was kann sie zur Sicherheit in der Welt beitragen? Alles Propaganda? Will man sich langsam, aber sicher, immer lächerlicher machen?

    • Der Alte

      Die Frau „hüpft rum“ weil man sie hüpfen lässt und zudem freudig darüber berichtet. Die Frage ist, warum und mit welchem Ziel? Den Umsatz von Rheinmetall pushen? Die westeuropäischen Öffentlichkeit auf etwas vorbereiten?

        • In diesem Sinne ist es interessant das der Sohn des Schah, dem früheren menschenverachtenden Diktator im Iran (jedoch „unserem“ Bad Guy) in München eine prominente Bühne geboten wurde und der Kerl plötzliches aus „heiterem“ Himmel in der Presse präsent ist.

          Die Perser haben seinen Vater aus gutem Grund zum Teufel gejagt aber sein Sohn ist plötzlich da und spricht von Menschenrechten, Mut zeigen usw.

          Welche Legitimation hat der eigentlich jetzt prominent in der Presse aufzutauchen? Wissen Sie das Chips?

          Die Perser, eine Hochkultur der Zivilisierten Welt sterben um sich von den Mullahs zu befreien und wir laden den Sohn eines mörderischen Diktator nach München ein. Zur Sicherheitskonferenz. Alles ganz normal, alles für das gute, alles keine Verschwörung.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Nee, alles nicht lustig.
      Denn die Frau vermisst sicher ihren Mann der vergiftet wurde, ebenso, wie die meisten Frauen der Soldaten beider Seiten, die sinnlos ums Leben gekommen sind, in der Ukraine.
      Als Mittel zum Zweck, werden viele Personen benutzt, ohne es selbst merken zu müssen. Und wir gehören auch alle dazu.

  4. Eastwind

    Es ist erschreckend, wie hier einige dieser Sesselfurzer das Verhalten von Diktatoren wie Putin und Autokraten wie Trump zu rechtfertigen oder zu verharmlosen versuchen. Dabei wären sie die ersten, die von Putin oder Trump kaltgestellt würden, weil Putin und Trump nichts mehr hassen als die freie Meinungsäußerung, von der die Sesselfurzer hier im freien Europa ausgiebig Gebrauch machen.

    • Sesselfurzer ist kein netter Begriff. Aber in der Sache liegen Sie abgesehen davon absolut richtig. Aber bedenken Sie, normalerweise muss man für Kabarett Eintritt zahlen. Hier ist es umsonst.

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

        #Eastwind/ Freie Meinungsäußerung würde helfen, wenn sie berücksichtigt würde.
        Diese Zeiten sind allerdings auch bei uns vorbei.
        Die Politik ignoriert die Meinungen einfach und geht teilweise ihren kriminellen weg,
        ganz gleich welche Meinung die Allgemeinheit hat, die unter anderem für diese überbezahlten Leute arbeiten müssen.

        Überbezahlten, gilt in diesem Fall natürlich nur, für den Kriminellen teil der Politik.
        Denn dieser, sieht die eigenen Gehälter nur als schönes Trinkgeld.
        Deren inoffizielle Einnahmen, sehen wohl wesentlich unverschämter aus.

        Eine Bestätigung, können Sie auch gerne bei von der und ihren leyen anfragen.
        Ob Sie eine Antwort erhalten, ist jedoch zu bezweifeln.

        • „Die Politik ignoriert die Meinungen einfach und geht teilweise ihren kriminellen weg,
          ganz gleich welche Meinung die Allgemeinheit hat, die unter anderem für diese überbezahlten Leute arbeiten müssen.“
          ???
          Das ist interessant. In einer Demokratie wird die „Meinung der Allgemeinheit“ üblicherweise durch freie Wahlen festgestellt. Wenn nun ein Teil der Wählerschaft bei den Wahlen mit ihren Wunschparteien unterlegen ist, das ist zwangsläufig eine Minderheit, ist deren Meinung eben erwiesenermaßen gerade nicht die „der Allgemeinheit“. Es kann dann auch vorkommen, dass die Politik die Meinungen dieser Minderheit ignoriert. Das sind die Spielregeln einer Demokratie.
          Es ist eine seltsame Erscheinung unserer Zeit, dass dennoch Teile dieser Minderheit sich verbal zur Mehrheit erklären und der mehrheitlich gewählten Regierung „Diktatur“ usw. vorwerfen. Manche erklären auch, es gäbe keine Meinungsfreiheit mehr. Dabei führen sie wacker und für alle hör- und sichtbar ihr Wort. Nur, pardon, das Missverständnis liegt darin, dass Meinungsfreiheit nur bedeutet, dass man seine Meinung äußern kann, nicht aber, dass der Rest der Menschen verpflichtet ist, diese Meinung auch toll zu finden und ihr zu folgen.

          • Und weil die „Meinung der Allgemenheit“ üblicherweise durch Wahlen festgestellt wird gibt es ja den Spruch: „Wenn Wahlen etwas verändern würden, würde man sie verbieten. “ Brandmauern in einer (Schein)Demokratie? Gendersternchen, penetrant aufgedrängt durchMinderheiten
            (steht in keinem Regelwerk der deutschen Sprache). Es gibt noch viele Beispiele die Ihren Glauben an Wahlen ad absurdum führen.

            • Wenn das Gendersternchen ein Hauptproblem in Ihrem Leben ist, sind Sie zu beneiden.
              Inwieweit wird Ihnen das „aufgedrängt“? Gar penetrant? Den Beweis, dass es Ihnen nicht aufgedrängt wird, haben Sie selbst genannt: Es steht in keinem Regelwerk der deutschen Sprache.
              In Wahrheit verhält es sich lediglich so, dass Sie es nicht ertragen können, dass andere Leute anders leben als Sie und dieses Sternchen benutzen. Das kommt mir so vor wie wenn Sie im Supermarkt plötzlich vegetarische Angebote vorfinden und empfinden, dass diese Ihnen aufgedrängt werden sollen, oder Sie gar zur Fraktion gehören, die deshalb ruft „Ich lasse mir mein Fleisch nicht verbieten“, obwohl niemand Anstalten macht, es zu verbieten.
              Mögen Sie Fleisch essen, andere nicht, mögen Sie das Gendersternchen nicht benutzen, andere schon. Man nennt das auch Freiheit.
              Was Sprache angeht, wird man in vielleicht 20 Jahren sehen, ob das Gendersternchen dann noch lebt. Das muss Ihren Blutdruck nicht hochtreiben. Sprache verändert sich übrigens. Schreiben Sie statt Köln noch Cölln? Alaaf!

              • @Chips. Das Gendersternchen mein Hauptproblem sind habe ich nicht geschrieben. Dort wo ich arbeite wird es mir im Schrift- und email-Verkehr von einigen Kollegen und Kolleginnen aufgezwungen, mit der Konsequenz das ich es nicht mehr lese. Das sich Rechtschreibung ändert, ist mir bekannt, ich lese Sachliteratur (Nachdrucke) aus dem 19. Jahrhundert.
                P.S.: Sie haben schon besser pariert.

                • Sie haben ein merkwürdiges Verständnis des Begriffs „aufgezwungen“.
                  „… mir im Schrift- und email-Verkehr von einigen Kollegen und Kolleginnen aufgezwungen“.
                  Also wenn Sie etwas lesen, was Ihnen sprachlich nicht gefällt, ist Ihnen das aufgezwungen worden? Sie müssen es also selbst so schreiben? Nein, wie Sie selbst schreiben, lesen Sie es dann nicht. Zur Strafe für die Absender. Donnerwetter. Warum lassen Sie den anderen Menschen nicht die Freiheit, zu schreiben, wie sie es wollen? Sie haben diese Freiheit doch selbst auch. Auch wenn Sie offenbar extrem sensibel und leicht im Selbstwertgefühl zu verunsichern sind, nichts wird Ihnen aufgezwungen. Ein Freiheitsgeist sind Sie nicht. Eher einer, der anderes Verhalten nicht tolerieren kann, ein Bevormunder.

                  • Ganz so wie Sie es schreiben ist es nicht. Die Sternchen-Genderleute setzen ihre Statements und ich eben meine. Sie zwingen mich nicht so zu schreiben aber es zu lesen. Diese Erbsenzählerei, was Sie unter aufgezwungen verstehen oder nicht, können Sie im Gerichtssaal diskutieren. Die Welt funktioniert nicht in einem streng geordneten juristischen Korsett.

                  • Chips, solche Regeln wurden mir (allen eigentlich) im Betrieb für die interne elektronische Korrespondenz vorgeschrieben. Und in den USA spasst man damit nicht. Dumm nur, dass es mir dem Englisch, das wir in der Schule lernten, nicht weit herging.

                    Wenn man aber hier Radio hört oder E-Zeitungen liest, folgert man, dass die Sprecher und Schreiber die Regeln einhalten. Es ist also vom Arbeitgeber vorgeschrieben.

                    Was *innen betrifft: Im Radio, da es schnell gehen muss, wird oft das Sternchen ausgelassen.

                    • Der Alte

                      Mir ebenfalls passiert, zwar nicht mit der Genderei sondern mit dem Gebrauch der englischen Sprache bei internen Kontakten zwischen Kollegen, die alle Französisch oder Niederländisch sprachen. Aus purer Weltfremdheit des Topmanagement. Bis die Gewerkschaften auf das Bestehen der Sprachengesetzgebung hingewiesen haben und mit Streik gedroht haben.

          • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

            #Chips/ In der Politik selbst, läuft es doch ähnlich ab.
            Die Opposition darf ihre Meinung zwar äußern, deren Meinung wird aber meistens ignoriert.
            Und sie wollen uns jetzt erklären, dass es zwischen Wähler und Politik anders läuft?
            Dieses Recht haben sie .
            Man hat sich an die modernen Zeiten gewöhnt, an denen man auf die Idee gekommen ist, Leute in den Foren einzusetzen, die man sich vom Wähler bezahlen lässt, um diesen nicht die ganze Wahrheit zu präsentieren.
            Es verhält sich ähnlich, wie bei den üblich verdächtigen Kopf wasch Medien, nur eben in andere Form.

            Außerdem ist die Meinung des Wählers am Wahltag, über die von ihm selbst gewählte Partei oder Person , schon kurz danach, zu wie viel Prozent der Wähler nicht mehr die gleiche ?

            Als naiv könnte man es beispielsweise bezeichnen, zu glauben, dass Deutschland einen Merz noch mal wählen würde .
            Das gleiche gilt für Trump, Selenskyj ……….
            VDL ? Ach nee , da hatte die Möglichkeit nicht (wirklich) bestanden .
            Dabei zusehen müssen wir trotzdem, wie sie das ehemalige Original Europa komplett gegen die Wand fahren wird, die Hälfte hat sie ja schon geschafft.
            Solche Leute hat man eben länger an der Backe, als nur vor den Wahlen, in denen das Blaue vom Himmel gepredigt wird.

            In einer Demokratie leben ist also die eine Sache, auf die praktische Anwendung einer Demokratie seitens der Politik kommt es jedoch an.
            Und im Moment sieht es so aus, als wäre diese Anwendung keine ehrliche , aber sehr praktisch für den Kriminellen politischen Teil.

            • Ach, und wenn Sie hier unterschwellig behaupten möchten, ich wäre ein von irgendwem bezahlter Schreiberling, ist das einerseits eine schlichte Unverschämtheit, belegt andererseits ihre wenig ausgebildete Fantasie, denn Sie können sich offenbar nicht vorstellen, dass Menschen andere Auffassungen haben können als Sie, ohne dafür bezahlt zu werden. Diese Haltung ist leider hilflos und außerdem in der Tendenz ein wenig despotisch.

            • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

              #Chips/ Doch ich kann mir schon vorstellen, dass Menschen eine andere Auffassung haben.
              Diese gehören in den meisten Fällen aber leider (in welcher Form auch immer) zu den Profiteuren, denen meine Meinung zum korrupten und kriminellen Teil der Politik ,nicht gefällt.
              Und sie können sich gerne weiterhin für diesen Teil verbiegen.
              Ob sie nun dazu gehören, nur für diesen Teil schreiben, oder meinetwegen für die Rüstungsindustrie arbeiten, interessiert eigentlich nicht .
              Sie werden es nicht schaffen, meine Meinung zu ändern.
              Und klar, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Meinung anderer als Fantasie zu bezeichnen.
              Wenn mir nur ihre Gegenargumente einfallen würden, die man hier auch ihrerseits gegenüber anderen Kommentatoren lesen kann, sind sie eigentlich nur noch zu bedauern.

  5. eifel_er

    Der Krieg könnte von einem auf den anderen Tag beendet werden.
    Wir Idioten zahlen denen ja die Waffen, ja die komplette Rüstungsindustrie.

    Die zwei Spinner fliegen von einem Gipfeltreffen auf das andere und halten die Hand auf.

  6. Kyrylo Budanov

    Kyrylo Budanov im Februar 2024:

    „Ich werde Sie vielleicht enttäuschen, aber wir wissen, dass er (Navalny) an einem Blutgerinnsel gestorben ist“

    https://www.rundschau-online.de/politik/ukraine-geheimdienst-budanow-hur-wladimir-putin-probleme-todesursache-alexej-nawalny-warnung-krim-bruecke-746712

    Kyrylo Oleksijowytsch Budanow (ukrainisch Кирило Олексійович Буданов; * 4. Januar 1986 in Kiew) ist ein ukrainischer Generalleutnant und seit Januar 2026 Leiter des Präsidialamts der Ukraine. Budanow war von August 2020 bis Ende 2025 der Direktor des Militärnachrichtendienstes der Ukraine.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kyrylo_Budanow

    Zum Glück ist die Kappensitzung in München nun vorbei.

  7. Hubert F.

    Sehr bedauerlich, die ganze Nawalny- Affäre. Er wäre besser nie zurück gekehrt. Dann hätte er vom sicheren Westen aus seine Sicht der Dinge verbreiten können.
    Seine Ausreise war Selbstmord.

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