Notizen

Größer, schwerer, schneller, weiter: Rekorde rund um das Fahrrad – 3. Juni Weltfahrradtag

18.10.2018, Berlin: Die Schottin Jenny Graham steht bei ihrer Ankunft am Brandenburger Tor, nachdem sie die Welt mit dem Fahrrad umrundet hat. Die Britin hat als erste Frau alleine die Welt auf dem Fahrrad in nur 125 Tagen umrundet. Der bisherige Weltrekord lag bei 144 Tagen. Foto: Christoph Soeder/dpa

Fahrräder im Rausch der Geschwindigkeit, tonnenschwer oder sündhaft teuer: Zweiräder gibt es nicht nur in vielen Varianten, sondern auch Extremen. Eine Auswahl an Rekorden zum Weltfahrradtag (3. Juni).

– Highspeed mit fremder Kraft und ohne Gegenwind: Der schnellste Mensch, der sich auf einem Fahrrad fortbewegte, ist laut Guinness-Buch der Rekorde eine Frau: Auf ihrem maßgeschneiderten Zweirad lässt sich Denise Mueller-Korenek im September 2018 von einem Wagen mit einem Schleppseil auf Geschwindigkeit bringen.

Leinen los und die dreifache Mutter rast im Windschatten des vorausfahrenden Fahrzeugs mit etwa 296 Kilometern pro Stunde durch die Salzwüste im US-Bundesstaat Utah. Das ist ungefähr so schnell wie eine Boeing 747, die beim Abflug die Startbahn verlässt. Die damals 45-jährige US-Amerikanerin bricht mit der nach ihren Worten «wilden Fahrt» sogar den langjährigen Bestwert der Herren.

24.05.2012, Mecklenburg-Vorpommern, Pudagla: Der Velo-Designer Dieter (Didi) Senft sitzt in Pudagla auf dem nach den Angaben seines Erbauers „größtem funktionstüchtigen Fahrrad der Welt“. Das Fahrrad von Didi hat eine Länge von 7,80 Metern, einen Raddurchmesser von 3,32 Metern, eine Höhe von 3,70 Metern und ein Gewicht von 150 Kilogramm. Foto: Stefan Sauer/dpa

– Höchstgeschwindigkeit aus eigener Muskelkraft: Wer selbst mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt den Gegenwind als Bremse. Todd Reichert bringt es im September 2016 trotzdem aus eigener Kraft auf eine für deutsche Autobahnen mehr als geeignete Geschwindigkeit. Auf einer schnurgeraden und nur minimal abfälligen Strecke im US-Bundesstaat Nevada erreicht der Kanadier eine Höchstgeschwindigkeit von 144,17 Kilometern pro Stunde. Mit seinem windschnittigen Liegerad in länglicher Ei-Form verbessert er seinen Vorjahresrekord im Guinness-Buch.

– Die längste Strecke in nur einer Stunde: Geschwindigkeits-Champion beim „Hour Record“ (Deutsch: Stundenrekord) ist seit Oktober 2022 der Italiener Filippo Ganna. In nur einer Stunde legt der damals 26-Jährige auf seinem Bahnrad im Velodrome Suisse im schweizerischen Grenchen genau 56,792 Kilometer zurück. Bei den Frauen steht Vittoria Bussi an der Spitze. Die Italienerin knackt im Oktober 2023 als erste Frau die Marke von 50 Kilometern. In Mexiko kommt sie in einer Stunde auf genau 50,267 Kilometer. Beide Rekorde sind vom internationalen Radsport-Verband UCI anerkannt.

– Schneller als bei Jules Verne um die Welt: Der Romanheld in Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ braucht nur geringfügig länger: Die schnellste Weltumrundung auf einem Drahtesel gelingt einem Schotten. Nach 78 Tagen, 14 Stunden und 40 Minuten kommt Mark Beaumont am 18. September 2017 wieder an seinem Startpunkt, dem Arc de Triomphe in Paris, an. Der damals 34-Jährige durchquert dabei 16 Länder und legt rund 29 000 Kilometer zurück. Der Lohn für täglich 16 Stunden im Sattel ist der Eintrag im Guinness-Buch. Die schnellste Frau ist demnach die Britin Jenny Graham. Ihre Weltumrundung auf zwei Rädern im Jahr 2018 dauert 124 Tage und 11 Stunden.

12.03.2023, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Das schwerste Fahrrad der Welt wird auf der Messe Cyclingworld präsentiert. Tüftler S. Beutler aus Sachsen-Anhalt hat das 2,18 Tonnen schwere Gefährt in Eigenarbeit geschaffen. Foto: Frank Christiansen/dpa

– Das längste, größte und kleinste Fahrrad der Welt: Das längste fahrtüchtige Fahrrad der Welt gibt es in Australien. Tüftler Bernie Ryan legt im November 2020 mit der 47,5 Meter langen monströsen Konstruktion 100 Meter zurück und sichert sich damit den Rekord vom Guinness-Buch.

Weil Länge nicht gleich Höhe ist, müssen Interessierte für den größten Drahtesel nicht bis nach Down Under reisen. Den auf der Ostsee-Insel Usedom aufgestellten Guinness-Rekord vom Oktober 2012 hält das fahrtüchtige Gefährt der Radsport-Ikone Didi Senft. Es erreicht bei einem Raddurchmesser von 3,30 Metern eine Gesamthöhe von 3,70 Metern und eine Länge von 7,80 Metern. Einen Guinness-Eintrag für das kleinste fahrbare Rad sichert sich im September 2019 Sergej Daschewski. In Moskau zeigt der Russe, wie er auf dem Minirad fährt, das nur 8,4 Zentimeter lang ist.

– Tonnenschwerer Koloss auf zwei Rädern: Sein Fahrrad scheint direkt aus der Science-Fiction-Reihe „Mad Max“ zu stammen: Der deutsche Schrott-Tüftler Sebastian Beutler stellt im Juni 2022 einen 5,2 Meter langen und fast zwei Meter hohen Koloss als schwerstes Fahrrad der Welt vor. Der Eigenbau namens „Kleine Johanna“ wiegt stattliche 2,18 Tonnen. Der Weltrekord wird vom Rekord-Institut für Deutschland bestätigt. Dieses gilt als das deutschsprachige Pendant zum Guinness-Buch.

– Wie Armstrong mit Schmetterlingsflügeln rasen für 500.000 Dollar: Das teuerste in einer Auktion versteigerte Fahrrad ist mit echten Schmetterlingsflügeln verziert. Das vom britischen Künstler Damien Hirst entworfene Unikat wechselt im November 2009 für 500.000 US-Dollar (heute umgerechnet etwa 460.000 Euro) den Besitzer. Warum jemand bei Sotheby’s in New York so viel Geld locker macht, mag daran liegen, dass US-Radprofi Lance Armstrong auf dem Rennrad zuvor die letzte Etappe der Tour de France 2009 bestritten hat. (dpa)

22 Antworten auf “Größer, schwerer, schneller, weiter: Rekorde rund um das Fahrrad – 3. Juni Weltfahrradtag”

    • @ – Dax 08:55
      Falsch .
      Mit einem Fahrrad kann man auch zur Arbeit fahren, einkaufen, oder andere Sachen erledigen, die sie sonst mit dem Auto erledigen, wenn der Weg nicht allzu weit ist.
      Wenn das Wetter und die eigene Gesundheit es erlaubt, kann es das Auto prima ersetzen .
      Zwar nicht das ganze Jahr , aber ein wenig Bewegung schadet nicht und senkt auch die jährlichen Gesamtkosten für ein Auto.
      Denn so lange das Auto in der Garage steht , verbraucht es kein Sprit oder beim E-Fahrzeug Strom und verschleißt auch nicht .
      Das Pedelec wiederum , verbraucht im Gegensatz beim laden zum E-Auto nur einen Bruchteil durch das leichte Gewicht und das treten um den Motor zu unterstützen.
      Der Motor unterstützt das treten und das treten unterstützt den Motor .
      Dadurch kommt man mit geringem Stromverbrauch im Gegensatz zum E-Auto aber auch relativ gut voran.
      Nur faule oder Leute mit gesundheitlichen Problemen, werden ihrem Kommentar zustimmen .
      Und wenn jeder ihre Ansicht vertritt, wird die Infrastruktur sich auch nicht verbessern und der Radfahrer behindert sie mit dem Auto weiterhin auf der Straße , anstelle auf eigenen Fahrradwegen unterwegs zu sein.
      Dadurch lebt der Radfahrer natürlich auch gefährlicher auf unseren Straßen .
      Unerfahrenheit könnte mit ihrem Kommentar natürlich auch zusammenhängen .
      Zuerst versuchen , dann urteilen .

      • „Auf eigenen Fahrradwegen“??

        @Anorac

        Habe ich was verpasst?! Auf „EIGENEN“ Fahrradwegen?! Wann haben die Fahrradfahrer die eigenen Wege denn gekauft und bezahlt?

        Ich sehe nur, dass hauptsächlich von den Autofahrern bezahlte Straßen von den Fahrradfahrern gekapert werden, mit Hilfe der grünen Ideologen. Wo gibt es denn sowas, dass man in einer Straße wie z.B. der Schulstraße in Eupen einen absichtlich langsam fahrenden Fahrradfahrer nicht überholen darf?! Irgendwo im Grundgesetz steht, dass alle Menschen gleich sind – sind Fahrradfahrer eventuell doch „gleicher“?

        Ganz Eupen wird durch diese verrückte grüne Verkehrsideologie unsicherer gemacht! In der Begegnungszone empfinde ich die Gefährdung durch Fahrräder viel gravierender, als die durch einen PKW.

        Und zum Thema was man mit dem Fahrrad alles kann …! Fahren Sie mal mit Ihrem E–Bike von der Unterstadt und holen auf der Herbesthalerstraße einen Kasten Wasser, dann fahren Sie zum nächsten Geschäft und kaufen noch 5 kg Kartoffeln … damit alleine beladen, wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Heimfahrt

        • @ – Auf eigenen Fahrradwegen 14:55
          Ob sie was verpasst haben ?
          Anscheinend .
          Denn anstatt sich in den Bergen tot zu trampeln , fährt man heute mit einem E-Bike, ohne auch nur dabei zu schwitzen, sollte es nicht zu warm sein.
          Und zum Transport gibt es auch E – Lastenräder .
          Den Großeinkauf kann man ja immer noch mit dem Auto machen , habe ja auch nicht geschrieben dass sie das Auto abschaffen sollen .
          Ihr müsst euch mal angewöhnen einen Text eines Kommentares zu lesen bevor ihr dummes Zeug schreibt , bzw einen Kommentar verdreht.
          Jedes Fahrzeug erfüllt seinen Sinn .
          Und wenn sie sich sowieso etwas bewegen wollen , ist das Fahrrad eben nicht schlecht.
          Dass stellenweise keine Fahrradwege vorhanden sind , liegt an der Kurzsichtigkeit einiger Leute , die eine Notwendigkeit nicht sehen , obwohl die Tendenz zum Radfahren weiter ansteigen wird.
          Sie widersprechen sich ja selber in ihrem Kommentar , indem sie den Radfahrer beschuldigen die Straße zu kapern aber gegen Fahrradwege sind .
          Dass der Radfahrer auch dafür Steuer bezahlen sollte wäre ja nicht verkehrt und habe ich auch mindestens schon fünf sechs Mal hier geschrieben .
          Vernünftiger Radwege brauchen auch nicht unbedingt mit der Hauptstraße parallel zu laufen.
          und sie gehören zu den Leuten die das auch schon fünf sechs mal gelesen haben .
          Sonst hätten sie ihren Nicknamen geschrieben .
          Und apropos verpasst .
          Sie können jetzt mit dem Smartphone eine Nachricht versenden und brauchen keine Rauchzeichen mehr zu machen :-)

        • @Auf eigenen Fahrradwegen. Es wurde hier auf OD schon öfter thematisiert aber für Sie gern nochmal. Die KFZ-Steuer ist nicht zweckgebunden und kommt in den großen Steuertopf. Sie würde auch kaum reichen die benötigte Infrastruktur und deren Erhalt zu finanzieren.
          Die meisten Radfahrer fahren auch Autos und bezahlen Steuern dafür.

          • @ – Besoffener Vater 19:27
            Könnte sein .
            Aber wie mir hier gelehrt wurde , landet auch nicht jede Steuer zweckmäßig in dem dafür vorgesehenen Topf , sondern kann auch in anderen Töpfen landen .
            Denn wenn wir die Millionen und abermals Millionen Steuern auf den Sprit pro Monat hinzuzählen , müssten eigentlich unsere Straßen aus purem Gold sein und zwei spurige Fahrradwege in jede Richtung aus Platin.-)
            Die Mehrwertsteuer beim Kauf eines Autos , hatte ich noch vergessen ;
            Egal , schenke ich Ihnen .-)

          • "Reicht nicht ..."

            @ Besoffener Vater

            Können Sie das belegen? Auf diese Rechnung sehr gespannt!

            Ihrem Nick nach zu urteilen fahren Sie kein Auto und das ist gut so! Sie wüssten sonst, wieviel Steuern man als Autofahrer abzudrücken hat, es gibt nicht nur die jährliche Betriebssteuer …

    • Stimmt Dax

      Das Auto gibt es schließlich schon viel länger. Bevor es das Auto gab gab es nichts und die Menschen blieben den ganzen Tag an einer Stelle stehen. Es gibt kein anderes Fortbewegungsmittel. Wer kein Auto fährt ist links-grün versifft. Wer kein Auto fährt ist so dumm. EINE ANDERE MEINUNG DAZU GIBT ES NICHT!!!!

      • @ – Stimmt Dax 21:27
        Mit 4 Ausrufezeichen ?
        Rekordverdächtig .
        Ich kenne jemanden der setzt hier meistens drei ;
        nicht dass sie mit ihm noch Krach bekommen und er sie als Konkurrenz sieht :-)))
        Nichts für ungut Doktor , aber sie haben Nachahmer.

    • @ – 5/11 10:50
      Klar, zum Laden braucht das E-Auto eventuell in der Garage auch Strom , wenn es nicht draußen geladen wird. Ihre Bemerkung war schwach , das E-Bike braucht beim Laden natürlich auch Strom , meinetwegen in der Küche.
      Sie dürfen sich also wieder setzen , meinetwegen in Ihrem Fahrzeug in der Garage mit laufendem Radio, dann braucht das Auto ja auch Strom .

      • Ein stehender Tesla verbraucht pro Tag -laut Handbuch- mindestens 1% der vollen Ladung. Falls Sie irgendwelche Firlefanz Funktionen beibehalten, steigt das bis 10%.

        Und ja, sie brauchen Strom zum laden 🤣

    • @ – Peter Müller 17:51
      Wieso war ?
      Ich halte mich strikt an Gesetze .
      Und der Gesetzgeber sagt , dass dieser Tag erst um 23:59 so langsam endet .
      Bis jetzt darf ich aber nicht klagen .
      Schmerzen gab es nur wenige , das Wetter hätte allerdings besser sein können.
      Aber was sollen wir klagen ? Wir sind ja diesmal vom Hochwasser verschont geblieben
      Ich hoffe Sie hatten auch einen tollen Tag , wenn dieser jetzt für Sie schon enden sollte , wünsche ich eine gute Nacht .-)

  1. Der Alte

    Weltfahrradtag. Was es nicht alles gibt! Der Einfallsreichtum kennt keine Grenzen. Habe den Eindruck, dass es mehr Welt-Irgendwas-Tage gibt als ein Jahr an Tagen zählt. Ob es auch einen Welttrettrollertag gibt?

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