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Medien: US-Unternehmer Jeffrey Epstein hat sich in Gefängniszelle umgebracht

28.03.2017, USA, ---: Das Archivfoto vom 28.03.2017 zeigt Jeffrey Epstein, Unternehmer und Millionär aus den USA. Foto: Handout/New York State Sex Offender Registry/AP/dpa

Sein Prozess sollte nächstes Jahr starten, doch nun hat sich der schwerreiche US-Unternehmer Jeffrey Epstein in seiner Haftzelle das Leben genommen. Die Missbrauchs-Vorwürfe gegen ihn werfen auch einen Schatten auf einige US-Prominente.

Der wegen Missbrauchs minderjähriger Mädchen angeklagte US-Unternehmer Jeffrey Epstein hat sich laut der Nachrichtenagentur AP in einem Gefängnis in New York umgebracht.

AP berief sich am Samstag auf eine namentlich nicht genannte Quelle mit Kenntnis von dem Vorfall. Auch eine Reihe weiterer US-Medien, darunter die „New York Times“, berichteten über den Suizid. Anfragen der dpa bei den zuständigen Behörden und bei Epsteins Anwalt mit Bitte um eine Stellungnahme blieben zunächst unbeantwortet.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft beschuldigte Epstein, zwischen 2002 und 2005 Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Epstein plädierte auf nicht schuldig. Der Termin für den Prozessbeginn war vorläufig auf den 8. Juni 2020 festgelegt worden, wie US-Medien berichtet hatten.

15.07.2019, USA, New York: Diese Gerichtszeichnung zeigt den Angeklagte Jeffrey Epstein (l-r), Rechtsanwalt Reid Weingarten und Rechtsanwalt Martin Weinberg während einer Kautionsverhandlung vor dem Bundesgericht in New York. Foto: Elizabeth Williams/AP/dpa

Der schwerreiche Geschäftsmann war 2008 einem Bundesverfahren wegen Missbrauchsanschuldigungen entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft auf Bundesebene einging, die ihn vor weiteren Ermittlungen bewahrte. Epstein bekannte sich damals schuldig, Klienten mit minderjährigen Prostituierten versorgt zu haben, und saß eine Gefängnisstrafe von 13 Monaten ab – teils unter gelockerten Bedingungen. Im Gegenzug kam er ohne Verfahren vor einem Bundesgericht davon.

Dem Deal hatte der damalige Staatsanwalt in Florida, Alexander Acosta, zugestimmt – nach den neuen Vorwürfen gegen Epstein war dieser daraufhin von seinem aktuellen Amt als US-Arbeitsminister zurückgetreten.

Ein Richter entschied, dass der 66 Jahre alte Epstein bis zum Beginn seines Prozesses im Gefängnis bleiben muss. Der Richter hatte geurteilt, dass Epstein eine „Gefahr für andere und die Gemeinschaft“ sei und deswegen zunächst weiter im Gefängnis bleiben müsse.

Damit war der Richter der Argumentation der Staatsanwaltschaft gefolgt, die für den reichen Unternehmer, der zahlreiche Anwesen weltweit und ein eigenes Flugzeug hat, ein hohes Fluchtrisiko sieht. Epsteins Verteidigung hatte dagegen gefordert, den Unternehmer in seinem Anwesen in Manhattan unter Hausarrest zu stellen und Medienberichten zufolge eine Kaution in hoher zweistelliger Millionenhöhe angeboten.

Ende Juli war Epstein US-Medienberichten zufolge verletzt in seiner Gefängniszelle gefunden worden – schon damals soll es sich um einen Suizidversuch gehandelt haben. Der 1953 in New York geborene Epstein hat unter anderem als Lehrer und Investmentbanker gearbeitet und sich immer gerne mit Stars und Politikern in der Öffentlichkeit gezeigt. In der US-Elite galt er als bestens vernetzt. (dpa)

Eine Antwort auf “Medien: US-Unternehmer Jeffrey Epstein hat sich in Gefängniszelle umgebracht”

  1. RaymondW

    Der hat sich bestimmt nicht selbst umgebracht. Der musste weg, damit dieser Sumpf, wo diese feinen Herren drin stecken nicht publik wird. Genau auf diese Weise sind viele Zeugen, die seinerzeit im Dutroux-Prozess Aussagen sollten, plötzlich verunglückt oder verstorben.

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